Hans Springstein
16.08.2012 | 17:05 11

Zeit für einen Abflug

Milliardengrab Das Projekt Flughafen Berlin-International erweist sich als Desaster, nicht nur finanziell. Die dafür Verantwortlichen kleben trotzdem an ihren Posten.

Angesichts der Entwicklung um den Berliner Großflughafen, die immer unglaublicher wird (nachlesbar unter anderem beim Tagesspiegel), bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Wann machen die dafür Verantwortlichen wie Klaus Wowereit und Matthias Platzeck endlich den Abflug?

Kommentare (11)

Anchesa 16.08.2012 | 23:09

"...Wann machen die dafür Verantwortlichen wie Klaus Wowereit und Matthias Platzeck endlich den Abflug?..."

War sicher rhetorisch gemeint, ich sag mal trotzdem :

Unsere Politiker beweisen uns ja schon seit längerem, die Chance, das sie auch die Verantwortung für Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen übernehmen oder sie wenigstens in einem ersten Schritt zugeben, ist geringer als die Chance auf den Jackpot im Lotto !

Hans Springstein 17.08.2012 | 08:44

H. YUREN,

ich nehme an, dieser Fall wird dann irgendwie vom Bund verhindert. Da wird wieder ein "Rettungsschirm" gespannt.

Anchesa,

ja. Die "Kleinen" werden für jeden kleinen Fehler sofort abgestraft, "zur Verantwortung" gezogen. Die "Großen" dürfen ungestraft Geld in den märkischen Sand setzen, ist ja auch keiner da, der sie zur Verantwortung zieht, der sie dafür abstraft. Der und die "Wähler" können das nicht vor der nächsten Wahl. Das Geld, das da verbaut wird, verschwendet wird, fehlt u.a. im Sozialbereich. Und es gab bessere Alternativen zu Schönefeld. Aber wen interessiert das noch. Es ist einfach zum ...

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Ehemaliger Nutzer 17.08.2012 | 08:57

HANS SPRINGSTEIN 17.08.2012 08:44

Die "Großen" dürfen ungestraft Geld in den märkischen Sand setzen, ist ja auch keiner da, der sie zur Verantwortung zieht, der sie dafür abstraft. Der und die "Wähler" können das nicht vor der nächsten Wahl. Das Geld, das da verbaut wird, verschwendet wird, fehlt u.a. im Sozialbereich.

Die "Großen" sind hier, um das mal klar zu sagen, Wowereit und Co. im rot/roten Berliner Senat!

Da Berlin aber eine hohe Quote Sozialempfänger hat, wird rot/rot wieder gewählt werden.

Durch schlechte rot/rote Politik wird die Armut weiter in Berlin ansteigen und dadurch wird der Regelkreis Armut und immer mehr rote Wähler weiter geschürt.

Wenn der Länderfinanzausgleich nicht wäre, müßten in Berlin die Sozialleistungen empfindlich gekürzt werden!

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Ehemaliger Nutzer 17.08.2012 | 10:40

HANS SPRINGSTEIN 17.08.2012 09:38@LOTHAR.ACKERMANN01

Herr Ackermann,

Sie haben übersehen, dass Wowereit inzwischen mit der CDU regiert.

Stimmt! Sehr peinlich. *schäm*

Ich schäme mich aber nicht übermäßig, weil 1. der BER-Aufsichtsrat rot dominiert wird, 2. in der CDU auch bereits zu viele "Sozialisten" Senatsmitglieder sind und 3. die Aussage:

"Durch schlechte rote Politik wird die Armut weiter in Berlin ansteigen und dadurch wird der Regelkreis Armut und immer mehr rote Wähler weiter geschürt".

trotzdem stimmt.

Auch wenn bei der letzten Wahl durch die Stimmenauszählung der vorhanden 5 Parteien, gepaart mit den Anemositäten Wowereits gegen "Die Linke" und die Grünen es der CDU gelungen ist eine Koalition mit der SPD zu bilden.

Das wird 2016 voraussichlich wieder anders werden.

Außerdem zeichnet sich die Positionierung der Piraten zum linken Lager hin klar ab. 

Und dann geht es mit Berlin noch schneller bergab, als z. Zt. eh schon mit der CDU. 

Noch schlimmer:

In Berlin konnte man stets die Entwicklungen absehen, die dann später  für ganz Deutschland ebenfalls eintrafen.

Das offensichtliche Ziel, nämlich Armut für alle, werden die Roten bald in Berlin und der ganzen BRD erreicht haben!

Hans Springstein 17.08.2012 | 14:23

Herr Ackermann,

ohne auf Ihre krude Angst vor den "Roten" (die gleich scheint wie Ihre Angste vor dem Islam) eingehen zu wollen, sei darauf hingewiesen, dass die Verantwortlichen für das Flughafen-Desaster, zu denen nicht nur die Politiker im Aufsichtsrat gehören, sondern auch die ganzen Manager in den beteiligten Firmen, die sich bestimmt für die professionellsten Vertreter der freien Marktwirtschaft und ihrer Prinzipien halten.

Beim Berliner Flughafen versagen auch mal wieder kapitalistische Mechanismen, die ja angeblich die einzig wahren sein sollen. Die BER-Abflugtickets müssten auch für zahlreiche Firmenmanager ausgestellt werden, ganz unideologisch.

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Ehemaliger Nutzer 17.08.2012 | 15:14

HANS SPRINGSTEIN 17.08.2012 14:23@LOTHAR.ACKERMANN01

...ohne auf Ihre krude Angst vor den "Roten" (die gleich scheint wie Ihre Angste vor dem Islam) eingehen zu wollen, ....

In der Tat! Beide halte ich für sehr gefährlich! ;-)

...sei darauf hingewiesen, dass die Verantwortlichen für das Flughafen-Desaster, zu denen nicht nur die Politiker im Aufsichtsrat gehören, sondern auch die ganzen Manager in den beteiligten Firmen, die sich bestimmt für die professionellsten Vertreter der freien Marktwirtschaft und ihrer Prinzipien halten.

...und welche Parteibücher haben die wohl überwiegend?

Beim Berliner Flughafen versagen auch mal wieder kapitalistische Mechanismen, die ja angeblich die einzig wahren sein sollen. Die BER-Abflugtickets müssten auch für zahlreiche Firmenmanager ausgestellt werden, ganz unideologisch.

Schön geschrieben! :-)

Aber für mich sind die Roten die Hauptschuldigen am Desaster!

Der einzige Trost ist, dass die Roten dafür einige Wahlstimmen verlieren werden.

Aber das wird den roten Durchmarsch in die Armut vieler Berliner nicht verhindern.

Übrigens wählen die meisten Zuwanderer, sofern sie hier wahlberechtigt sind, auch rot oder grün.

Rot/grüne Parteien haben in Berlin z. Zt. ein Potential von schätzungsweise 70 %. Mit zunehmneder Tendenz!

Und von den CDU-Senatsmirgliedern denken auch bereits viele rot!

Falls Sie sich dafür interssieren, hier mal ein Video über libanesische Clanmitgleider in einem Berliner Antsgericht:

http://www.spiegel.tv/filme/ruede-attacke-auf-journalisten/

Verfall von Sitte und Gestz, hier durch islamische arabische Zuwanderer!

In Bremen, Duisburg und Köln ist es bereits so ähnlich!

Und rot/grün sagt dazu wenig in den Medien!!

Das ist krude!!

Aber ich denke, Sie wollen mich auch gar nicht verstehen!

mymind 17.08.2012 | 21:23

Die NeverEnding Story ´Wir bauen einen Flughafen in Berlin´ ist inzwischen zu einer Groteske gediehen. Die jüngsten Entwicklungen sind dabei die stringente Steigerung der Entscheidungs- & Verfahrensfehler, Pleiten, Kungeleien, Streitigkeiten  & Inkompetenzen der letzten 20 Jahre.

Die gigantomanische Entscheidung (wie auch beim HBF) für einen Mega-Flughafen & dafür Tegel zu schließen, war auch nicht wirklich nachvollziehbar. Eine Nr. kleiner, mit enstprechenden Ausbaumöglichkeiten,  wäre immer noch groß genug gewesen, aber in Berlin muss alles noch imposanter, noch großartiger, noch moderner sein als in Städten vergleichbarer Größenordnung, da passt der 70er Charme eines TXL nicht ins Konzept.

Die Einbeziehung von King Kommerz ist ebenso fragwürdig. Brauchen wir Giga-Malls mit Bahn- & Fluganschluss, die einen enormen technischen Aufwand erfordern & die Kosten entsprechend in die Höhe treiben? Wer profitiert am meisten davon & rechnet sich das, auch für die Allgemeinheit?

Dass die Kosten bei öffentlichen Bauvorhaben explodieren ist schon bei professional abgewickelten Bauvorhaben normal, das hat allerdings auch etwas damit zu tun, dass sie vorher künstlich runtergedimmt werden. Mit diesen Zahlen sollen erstmal alle Zustimmungen eingeholt werden können & dabei will vermieden werden, dass der Kostenfaktor als Politikum instrumentalisiert werden könnte _ so geschehen bei den Bundesbauten, HBF, Elbphilharmonie etc.

Wenn zu diesen üblichen Zahlendrehern weitere Faktoren hinzukommen, wie z.B.  von vornherein durchgeprügelte & unrealistische Terminierungen, der Einsatz neuer, noch nicht erprobter Technologien & Materialien, permanente Änderungen nach dem Motto ´ ich wünsch mir was & alles ist möglich´ gepaart mit Überschätzung, Überforderung ohne rechtzeitige Grenzziehung etc., dann wird es kritisch & eskaliert dann auch oft. Nun ist BBI im öffentlichen Fokus, der Vorhang ist etwas zur Seite gerutscht, dadurch kann, wer möchte, die Praxis im Bauprozedere besser betrachtet & nachvollzogen werden.  Die entscheidende Phase für die Realisierung einer Planung & der Bauten erhält zeitlich gesehen einen kleinen Abschnitt, gemessen an der Phase zur Entscheidungsfindung & Finanzierungssicherung sowie Durchlauf aller Gremien. Diese Abläufe stehen oftmals in einem nicht annähernd ausgewogenen Verhältnis.   

Formal gesehen kann bei derartigen Pannen die Verantwortung nicht auf den/die Auftraggeber, i.d.F. politisch vertreten durch Wowereit & Platzeck, übertragen werden. Die Komplexität der Bauvorhaben dieser Größenordnung ist durch Fach- & Sachunkundige nicht durchdringbar &  ist im Endeffekt auch nicht deren Job. Dafür wurden schließlich namhafte & erfahrene Profi´s engagiert, Generalplaner, Objektüberwacher, Projektsteuerer etc.  Nach Insiderinfo´s haben von denen nicht nur einige auf voller Linie versagt, was unter o.g. Umständen nachvollziehbar ist, gleichwohl nicht in diesem Umfang eintreten durfte. Schließlich ist es nicht der 1. Flughafen & auch nicht das 1. Megaprojekt, dass die betagten Planungsbüros & Dienstleistungsunternehmen (was für ein grottenartiges Wort) realisieren.  Das KnowHow ist eigentlich da, deswegen wurden sie auch beauftragt (da wollte der AG auf Nr. Sicher gehen), ebenso das Selbstbewusstsein auch mal die  Reißleine zu ziehen & ggf. die erfahrene Voraussicht, wann sie sogar gezogen werden muss.

Dennoch: in dem peinlichen Desaster ist niemand freizusprechen für unsinnige Entscheidungen & Abläufe. Ob es klug war, den Generalplanervertrag fristlos zu kündigen & damit nur abhängig vom Wohlwollen & Nichtgrollen des EX Zugang zur umfassenden Bauhistorie & entscheidenden Details für das Krisenmanagement etc. ermöglicht, macht die Fertigstellung  mit 99 %  Wahrscheinlichkeit nicht schneller. Das Vertrauen auf angebliche Sicherheit in der Kombination mit unmöglichen Erwartungshaltungen & Forderungen, Arroganz gepaart mit einem übersteigerten Ego, ebenso überspanntes Selbstbewusstsein verflochten mit Ignoranz & Inkompetenz, diese Kombinationen sind inzwischen nicht nur Merkmale von Erfolgsmenschen, sie sind auch Voraussetzung dafür…

mymind 17.08.2012 | 21:39

A propos Berlin & Pleite & Rot & so

Da war doch mal was ...mit einem Bankenskandal, durch den Berlin erst richtig in die Sch.... geritten wurde & sich seitdem nicht davon erholt hat.

Aber L.A. sind sie etwa farbenblind? Rot waren die nicht, & wurden es noch nicht mal vor lauter Scham, dass man ihnen auf die Schliche kam mit ihren krummen Geschäften & Kungeleien...