Jörn Kabisch
14.02.2013 | 10:30 45

Warum darf Black Beauty nicht in die Lasagne?

Alltagskommentar Die Aufregung über Pferdefleisch in Tiefkühlkost ist nicht nur in Großbritannien groß. Das liegt nicht an gesundheitlichen Bedenken, sondern am Black-Beauty-Effekt

Warum darf Black Beauty nicht in die Lasagne?

Ein stolzer Pferdemetzger mit seinen Produkten

Foto: imago

Vor ein paar Wochen habe ich mir auf einem Markt eine Pferdebockwurst gekauft – und den Mann am Grill gefragt, woher sein Fleisch komme. Er überlegte, ob er antworten solle, sagte aber dann mit Augenzwinkern: Nur von guten Tieren. Und nur von solchen, deren jungen Besitzerinnen "Mylord oder der kleine Onkel zu langweilig geworden ist".

Wenn man nach so einem Erlebnis hört, dass in der Lasagne des Tiefkühlkost-Konzerns Findus nicht wie auf der Verpackung beschrieben Rindfleisch, sondern bis zu hundert Prozent Pferd gefunden wurde, denkt man unweigerlich: Oh je, Black-Beauty-Lasagne. Auf diesen Begriff lässt sich der Ekel bringen, der inzwischen von Großbritannien aus auch nach Deutschland schwappt. Denn ob die mittlerweile auch hierzulande zurückgezogene Ware gesundheitsschädlich war, kann niemand wirklich sagen. Und es wäre ein Wunder, wenn sie schlechter schmecken würde als das Original.

Cholesterinarmes Fleisch

Am Aroma liegt es nicht, dass viele Menschen Pferd ablehnen. Das Fleisch von jungen Tieren ist Rindfleisch auf der Zunge zum Verwechseln ähnlich. War das Tier schon älter, kann es etwas süßlicher schmecken, manchmal denkt man an Wild. Und sieht man sich die Ernährungstrends an, wäre Pferdefleisch geradezu prädestiniert, fester Bestandteil unseres Speiseplans zu werden. Es ist fast so mager wie Geflügel und daher auch cholesterinarm. Menschen mit Herzschwäche wird Pferd regelmäßig empfohlen.

Trotzdem: In Deutschland gibt es nur noch etwa hundert Pferdemetzger, die meisten im Rheinland, weil der klassische Sauerbraten vom Ross zu sein hat. Aber wer weiß das schon noch? Und wem ist bekannt, dass es der Vatikan war, der uns den Appetit auf das Fleisch genommen hat? Papst Gregor III. waren die heidnischen Pferdeschlachtfeste der Slawen ein Dorn im Auge. Außerdem brauchte er Kriegsrösser. Deshalb verbot er im Jahre 723 den Genuss einfach. Mit Erfolg. Auf deutschen Tellern ist Pferd heute exotischer als Vogel Strauß. Was auch daran liegen mag, dass dem Verbraucher Pferdefleisch, das wegen der geringen Nachfrage billiger ist als andere Sorten, immer wieder als Rind oder Ziege untergejubelt wurde.

Sportsfreund und Familienmitglied

Aber das ist nicht der Grund für die Empörung. Es ist der Black-Beauty-Effekt. Heute ist das Pferd kein Nutztier mehr, es dient nicht zum Transport oder um die Wiese kurz zu halten. Es ist ein Statussymbol, Sportsfreund, Streichelobjekt, Familienmitglied oder gar Kinderersatz. Es ist wie mit Hund und Katze. Die können wir auch nicht essen. Wir sind doch keine Kannibalen.

Kommentare (45)

Helmut Eckert 14.02.2013 | 11:51

Sicher ist gesundes Pferdefleisch nicht schädlich. Übrigens Menschenfleisch von gesunden Menschen ist es ebenfalls nicht.

Hier geht es um Betrug, Täuschung und Profitoptimierung. als ehemaliger Fachinspektor für Lebensmittel und Ernährungshygiene erlebte ich viele Fälle der Täuschung, des Betruges und der gesundheitlichen Schädigung in allen Bereichen der Lebensmittelherstellung, des Vertriebs und des Verkaufs. Immer, mit wenigen Ausnahmen war die Triebfeder der Handlung der Wille zur Bereicherung auf Kosten der Mitmenschen. Selten war die Dummheit der Auslöser dieser Taten. 

Es darf im Lebensmittelbereich keine Kompromisse geben.  Sicher gibt es Menschen, die sich vor Pferdefleisch ekeln. Begründet, oder nicht, spielt keine Rolle. Somit können diese Menschen beim Genuss des Pferdefleisches erkranken. Allein durch ihr Ekelgefühl. Selbst Todesfälle wären möglich.

Was wird passieren, wenn diese Betrüger erwischt werden?  Nicht viel! Einige Euro Strafgelder, wenn überhaupt. Ihre Anwälte und die lange Prozessdauer verhindern wirkliche Strafen. Die Politiker entrüsten sich vor der Fernsehkamera. Die Experten der Untersuchungsämter beruhigen die Bevölkerung und die Presse jagt ein paar Tage ein neues Schwein durch die Presselandschaft. Das war`s dann… Irgendwann kommt die Meldung: Affenfleisch in Buletten…   Fischabfälle in Nudelsoßen.. Tiernahrung in Fertiggerichten und Wachstumshormone im Speiseeis….na und ? Hauptsache billig, noch billiger , Ramschware auf den Tellern der Verbraucher gehört zur täglichen Ernährung wie die täglichen Horrormeldungen der Sensationspresse..

Lethe 14.02.2013 | 14:11

Na ja, wenn sich jemand zu Tode ekelt, würde ich aber zunächst mal auf eine massive Traumatisierung tippen. Und die sollte eigentlich therapiert worden sein, ehe es zum äußersten kommt. Die korrekte Auszeichnung des Inhalts sollte andererseits natürlich eine Selbstverständlichkeit sein, dann kommt es auch gar nicht zu derartigen Zuspitzungen. Dazu müsste allerdings die weitgehende mediale Stigmatisierung von Pferdefleisch irgendwie überwunden werden. Und die ganze Hyperästhetisierung der Gesellschaft am besten gleich mit.

h.yuren 14.02.2013 | 20:30

lieber jörn,

der gaul darf nicht ins maul, weil die herkunft des tiers dunkel ist und sein schlachtpreis niedrig. dass westfalen und niedersachsen ein pferd im wappen tragen, dürfte kein grund sein, gaul nicht zu mögen.

die rosstäuscher sind bestandteil des freien marktes und der kultur.

stichproben sind bei lebensmitteln zu wenig.

grüße, helder

Roflcopter 15.02.2013 | 00:50

Helmut Eckert schrieb: "Sicher ist gesundes Pferdefleisch nicht schädlich. Übrigens Menschenfleisch von gesunden Menschen ist es ebenfalls nicht. Hier geht es um Betrug, Täuschung und Profitoptimierung ..."

Ach das ist doch nur faules Rausgerede. Da wird schon längst massiv betrogen z.B. in der Form, dass verschiedene Sorten zusammengemischt werden, und der Hersteller dann das draufschreiben darf, dessen Anteil am höchsten ist.

Salopp gesagt: 40 % Rind, 30 % Hund und 30 % Müllfleisch darf hier ganz normal als Rindfleisch verkauft werden. Vom sonstigen Strecken mit allen möglichen Substanzen oder aufschäumen mit Wasser mal ganz zu schweigen.

Da regt sich keiner auf, von daher ist diese Pseudo-Betrugs-Entrüstung bei Pferden sowas von lächerlich und durchschaubar, natürlich geht's um den Black-Beauty-Effekt, um nichts anderes.

rheinhold2000 15.02.2013 | 09:19

"Helmut Eckert schrieb: "Sicher ist gesundes Pferdefleisch nicht schädlich. Übrigens Menschenfleisch von gesunden Menschen ist es ebenfalls nicht. Hier geht es um Betrug, Täuschung und Profitoptimierung ...""

 

Seine eigene Art sollte man niemals essen, die Einschränkung "gesunde menschen" ist nämlich gravierend, menschenfleisch kann zu grauslichen Krankheiten führen

Helmut Eckert 15.02.2013 | 10:10

H.YUREN: Antwort: Es werden zu wenig Kontrollen in den einzelnen Bundesländern. Die Lebensmittelüberwachung ist Ländersache. Da wurschtelt jedes Land nach Gutdünken. In BW unterliegt die Überwachung der Polizei. Die Beamten sind oft schlecht ausgebildet. In anderen Bundesländern hat das Vetränär diese Aufgabe. Das Gesundheitsamt und der Tierarzt haben oft verschiedene Ansichten.

Das zweite große Problem sind die sogenannten Gegenproben. D.h. Der Geschäftsinhaber kann eine Gegenprobe zurückhalten, oder diese Probe in einem anderen Institut zur Analyse einsenden.

Die Androhung von Schadensersatzklagen des Geschäftsinhaber können eine behördliche Maßnahme unwirksam machen. ( Beispiel: Veröffentlichung der Probenergebnisse)!

Oft fürchten die zuständigen Ämter auch um den Ruf ihrer ansässigen Firmen. Arbeitsplätze sind in Gefahr! Das führt zu dem Ergebnis: Augen zu und durch! Große Firmen haben sehr viel Macht an ihren Standorten! Da geht schon mal ein kleiner Tierarzt in die Knie!

In den Ämtern steht viel zu wenig geschultes Personal zur Verfügung. Dazu kommt der große bürokratische Aufwand, der nach jeder Probenentnahme erfolgen muss.  

Jeder Lebensmittelbetrieb, angefangen von dem kleinen Kiosk bis zum großen Hersteller oder Verarbeiter von Lebensmittel müsste unter einer laufenden Kontrolle stehen.

Die Tierärzte in den Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben müssten völlig unabhängig, oder staatliche Beamte sein. Keineswegs dürfen sie Angestellte der Firma sein, für die sie die Kontrolltätigkeit verrichten.

Betriebliche Eigenkontrolle ist wichtig und notwendig. Sie wird dann kontraproduktiv, wenn finanzielle Abhängigkeiten entstehen.

Das nächste große Problem sind die Einfuhrkontrollen an den EU Grenzen. Hier sind nur Stichproben möglich, bei der ungeheureren Menge, die täglich über die Grenze kommt.

Notwendig wäre eine zentrale Datenbank in diese müssten alle Probenergebnisse in Deutschland und später Europa sofort erfasst werden.  Beispiel in der Praxis: Der Lebensmittelüberwacher will eine Probe ungarischen Paprika in einer heimischen Metzgerei ziehen, um zu überprüfen, ob hier Schimmelpilze oder zu hohe Keimzahlen in diesem Produkt sein könnten. Bei der Datenabfrage erfährt er, Einfuhrdatum der Ware; Lieferant, Großhändler und eventuelle Untersuchungsergebnisse. Der Erzeuger gibt seine Warendaten in diese Datenbank. Beispiel: Paprikaproduzent XXX gibt am 15.12. 2012 an 2000 kg Paprikapulver nach Deutschland geliefert zu haben an Großhändler yyy. Der Lieferant und der Großhändler liefert ein eventuelles Probenergebnis mit.

Jetzt kann der Besagte Lebensmittel ermitteln, dass hier eine Kontrolle überflüssig ist, wenn nicht eine Sicht, oder Geruchs und Geschmackskontrolle eine Verdachtskontrolle rechtfertigen würden.

Alles viele Wenn und Aber… letztlich ist der Verbraucher der mächtigste im Kreislauf der Lebensmittelherstellung.  Er bestimmt was er verzehrt. Selbst kochen mit Produkten der Region. Den Metzger fragen, wer die Wurst gemacht hat und von welchem Hof er das Fleisch bezieht! Muss ich Erdbeeren im Februar essen, die von Chile kommen? Muss ich Rinderrolladen in Dosen aus Polen kaufen? Nudelpampe mit Pferdefleisch aus der Tiefkühltruhe? Suppenhühner gefroren, die 1,65 Euro kosten und aussehen, als wären sie 1655 in Spanien getötet worden?  Klar ist, der Betrug, die Täuschung mit Lebensmittel  wird dort erleichtert, wo die Herstellungs- und Handelswege eine unüberschaubare Kette von Fremdereignissen wird…… 

 

Helmut Eckert 15.02.2013 | 10:14

H.YUREN: Antwort: Es werden zu wenig Kontrollen in den einzelnen Bundesländern getätigt. Die Lebensmittelüberwachung ist Ländersache. Da wurschtelt jedes Land nach Gutdünken. In BW unterliegt die Überwachung der Polizei. Die Beamten sind oft schlecht ausgebildet. In anderen Bundesländern hat das Vetrenäramt diese Aufgabe. Das Gesundheitsamt und der Tierarzt haben oft verschiedene Ansichten.

Das zweite große Problem sind die sogenannten Gegenproben. D.h. Der Geschäftsinhaber kann eine Gegenprobe zurückhalten, oder diese Probe in einem anderen Institut zur Analyse einsenden.

Die Androhung von Schadensersatzklagen des Geschäftsinhaber können eine behördliche Maßnahme unwirksam machen. ( Beispiel: Veröffentlichung der Probenergebnisse)!

Oft fürchten die zuständigen Ämter auch um den Ruf ihrer ansässigen Firmen. Arbeitsplätze sind in Gefahr! Das führt zu dem Ergebnis: Augen zu und durch! Große Firmen haben sehr viel Macht an ihren Standorten! Da geht schon mal ein kleiner Tierarzt in die Knie!

In den Ämtern steht viel zu wenig geschultes Personal zur Verfügung. Dazu kommt der große bürokratische Aufwand, der nach jeder Probenentnahme erfolgen muss.  

Jeder Lebensmittelbetrieb, angefangen von dem kleinen Kiosk bis zum großen Hersteller oder Verarbeiter von Lebensmittel müsste unter einer laufenden Kontrolle stehen.

Die Tierärzte in den Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben müssten völlig unabhängig, oder staatliche Beamte sein. Keineswegs dürfen sie Angestellte der Firma sein, für die sie die Kontrolltätigkeit verrichten.

Betriebliche Eigenkontrolle ist wichtig und notwendig. Sie wird dann kontraproduktiv, wenn finanzielle Abhängigkeiten entstehen.

Das nächste große Problem sind die Einfuhrkontrollen an den EU Grenzen. Hier sind nur Stichproben möglich, bei der ungeheureren Menge, die täglich über die Grenze kommt.

Notwendig wäre eine zentrale Datenbank in diese müssten alle Probenergebnisse in Deutschland und später Europa sofort erfasst werden.  Beispiel in der Praxis: Der Lebensmittelüberwacher will eine Probe ungarischen Paprika in einer heimischen Metzgerei ziehen, um zu überprüfen, ob hier Schimmelpilze oder zu hohe Keimzahlen in diesem Produkt sein könnten. Bei der Datenabfrage erfährt er, Einfuhrdatum der Ware; Lieferant, Großhändler und eventuelle Untersuchungsergebnisse. Der Erzeuger gibt seine Warendaten in diese Datenbank. Beispiel: Paprikaproduzent XXX gibt am 15.12. 2012 an 2000 kg Paprikapulver nach Deutschland geliefert zu haben an Großhändler yyy. Der Lieferant und der Großhändler liefert ein eventuelles Probenergebnis mit.

Jetzt kann der Besagte Lebensmittel ermitteln, dass hier eine Kontrolle überflüssig ist, wenn nicht eine Sicht, oder Geruchs und Geschmackskontrolle eine Verdachtskontrolle rechtfertigen würden.

Alles viele Wenn und Aber… letztlich ist der Verbraucher der mächtigste im Kreislauf der Lebensmittelherstellung.  Er bestimmt was er verzehrt. Selbst kochen mit Produkten der Region. Den Metzger fragen, wer die Wurst gemacht hat und von welchem Hof er das Fleisch bezieht! Muss ich Erdbeeren im Februar essen, die von Chile kommen? Muss ich Rinderrolladen in Dosen aus Polen kaufen? Nudelpampe mit Pferdefleisch aus der Tiefkühltruhe? Suppenhühner gefroren, die 1,65 Euro kosten und aussehen, als wären sie 1655 in Spanien getötet worden?  Klar ist, der Betrug, die Täuschung mit Lebensmittel  wird dort erleichtert, wo die Herstellungs- und Handelswege eine unüberschaubare Kette von Fremdereignissen wird…… 

 

tlacuache 15.02.2013 | 10:25

Ich kann mich noch an einen reichen Metzgersohn erinnern:

"400 % Gewinn bei der Wurst, vom Knochenmehl bis zu den nicht verwertbaren Innereien kannsde da alles reinstopfen".

Leut', macht euch nix vor, da wo ich mich rumtreibe, bei den Preisen die Teilweise an der Strassenecke angeboten werden, da ist von totgefahrenen Hunden, Katzen & Ratten alles dabei, ordentlich Knobi & jede Menge Chili drauf, das wird alles lecker...

Bei der, wann war das noch? "Gammelfleischdiskussion", man kann halt keinen Schinken für 0.59€ verkaufen, das KANN kein guter Schinken sein...

  @ rheinhold2000

"menschenfleisch kann zu grauslichen Krankheiten führen"

Also in Mesoamerika sind die Klanführer nicht an Demenz verstorben, da sie ständig Menschenfleisch assen, da mussten die Spanier kommen.

Der Gonzalo Guerrero musste sogar mitansehen, wie seine Matrosenkameraden genüsslich zu feinsten Gulasch verarbeitet wurden, von Durchfallerkrankungen ist nichts überliefert, oder wie sehen Sie das, Herr Eckert?

h.yuren

Ich kann Dir aus guter Quelle versichern, dass sie extrem unterbesetzt ist (Lebensmittelkontrolle).

Gruss

 

Helmut Eckert 15.02.2013 | 18:37

TLACUACHE: Menschenfleisch ähnelt sehr dem Schweinefleisch. Soweit dazu…

Die alten Ägypter hatten einen sehr guten Gesundheitsdienst, wen man bedenkt, es war das Wissen vor 4000 bis 5000 Jahren!

Beispiel: Schweinefleisch galt als unrein. Warum: 1. Es verdirbt sehr schnell bei den dortigen Temperaturen. Nebenbei  wird Schweinefleisch von gestressten Tieren noch schneller in der Qualität stark gemindert. Die Milchsäure im Fleisch erhöht sich. Gleichzeitig sinkt der pH- Welt unter 5,8. Für die Erzeugung von Dauerwurst, also Rohwurstware ist dieses minderwertige Fleisch nicht en  

2. Trichinose = Von Trichinen im Fleisch verursachte Muskelerkrankung beim Menschen mit oft tödlichen Ausgang bei Nichtbehandlung.

Mit dem Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch, eingebunden in religiösem Tabu schützen die Priester die Menschen.

Das  Krokodil galt in diesem als heiliges Tier: Wirkung: Als Aasfresser schütze es die Gewässer = den Nil und somit die Menschen vor Seuchen.

Kröten und Frösche waren geschützt. Sie vertilgten einen großen Teil der Insekten. Wirkung= Schutz vor Fliegen und Stechmücken.

Der hohe Verzehr von Schweinefleisch u.a. Fleischsorten führt beim Menschen zu  einem erhöhten Harnsäurewert beim Menschen. Purine im Fleisch sind die Ursache. Das fördert die Gicht. Feine Kristallnadeln lagen sich in den Gelenken ab. Starke Schwellungen, Entzündungen und höllische Schmerzen folgen.

Die größte derzeitige Gefahr von industriell hergestelltem Fleisch ist die Anreicherung von Medikamenten und Antibiotika im Fleisch und den Innereien (Leber). Im Tierfett lagern sich, über die kurze oder längere Lebenszeit der Tiere, allerlei Rückstände ab. Dioxin als Beispiel. Diese Stoffe gelangen nun in den Nahrungskreislauf des Menschen und werden ebenfalls im Fettgewebe gelagert. Erkrankt dieser Mensch, baut er sein Körperfett sehr schnell ab und die Giftstoffe kommen mit erhöhter Dosis zur Wirkung. Ein Teufelskreis schließt sich und beginnt gleichzeitig einen neuen Teufelskreis, wenn  über die menschlichen Ausscheidungen diese Stoffe erneut in die Natur gelangen.

 Im Hirn, Milz, Augenbindehäute und Rückenmark der Schweine können sich sogenannte Prionen bilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass über das Schwein eine Erkrankung mit BSE möglich ist! 

Letztlich ist noch die Gefahr des verdorbenen Schweinefleisch zu erwähnen. Wird verdorbenes Fleisch erhitzt, das immer hoch verkeimt ist, werden die Bakterien abgetötet.  Nur eine Erhitzung über 100 Grad C., mit ausreichender Einwirkzeit, vernichtet alle Keime. Dabei überstehen einzelne krankmachende Toxine = Stoffwechselprodukte der Keime, sehr wohl diesen Sterilisationsprozess. Sie können weiterhin Erkrankungen verursachen. Das Gleiche gilt für Eiweißzersetzungsprodukte im Fleisch.  

Brühwurst kann und wird oft aus minderwertigem Fleisch hergestellt. Das Ultra -Kutterverfahren mit Eiswasser ermöglicht den Produzenten, eine höchste Zerkleinerung der Tierprodukte. Einfach gesagt: Es lässt sich viel untermischen, was eigentlich nicht in die Wurst gehört. Produkte aus zerkleinertem Fleisch bieten den Keimen immer eine vielfach größere Andockfläche. Gleichzeitig verdirbt dieses zerkleinerte Fleisch viel schneller. Je höher der Eiweißanteil im Fleisch, je höher die Gefahr einer Fleischvergiftung durch Eiweißtoxine.

Fleisch, auch vom Schwein ist ein Lebensmittel das schmeckt und für unsere Ernährung ein wichtiger Bestandteil sein kann.  Wie alles im Leben, sollte dieses Lebensmittel verantwortungsvoll verarbeitet und genossen werden. Mir fehlt in der gesamten Lebensmittelproduktion ein wichtiges Merkmal: Die frühere Handwerksehre. Das Ehrenwort des Landwirts, des Fleischers, des Handels und das Vertrauen des Verbrauchers. Alles diese wird und wurde geopfert auf dem Altar des maximalen Profits. Leider.. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel!!!    

Mit Gruß und gutem Appetit

H. Eckert

  

 

alf harzer 16.02.2013 | 13:49

würde ich eine note abgeben wollen, dann würde ich sagen 6, weil Thema verfehlt. Was soll dieses Gefasel von Black....?  Hier geht es einmaql mehr um Täuschung der Verbraucher zugunsten der Rendite weniger Gieriger. Flankiert von der Politik, die alles unterläßt sondern eher begünstigt, dass  Schund als Lebensmittel in die Regale kommt.

Natürlich großes Geschrei von "großen" kleingeistigen Poltiker/-innen wie unsere Produzentenschutzministerin Eigner, wenn so etwas mal wieder ans "Tageslicht" kommt. In einigen Wochen wird es vergessen sein und dann kann die Msschpoke aus Wirtschaft und Politik weitermachen.

Im jahre 1988 gab es bereits Berichte über Schweinezucht(Buch tierische Geschäfte, ein TV beitrag: "Wer hat das Schwein zur Sau gemacht"), es folgten über jede Tierart dann Veröffentlichungen, die sich in ihrem Ekelgehalt ständig steigerten, sei es Legehennen, die keinen Platz zum Leben haben, die igitt-Drehspieße, nicht zu vergessen Puten, welchen Eurotourismus z.B. Krabben zurücklegen, bis sie "frisch" auf den Tisch landen, bis zum buchstäblichgen Gammelfleischskandal. Markige Worte der Politik mit Du du du..

Ich denke, man sollte den ganzen Dreck den Chefs dieser lebvensmittelmafia und den Politikern zum Fraß vorlegen. Vielleicht ein Bankett von Politik und Lebensmittelvergifter etc. mit allen diesen netten "Lebensmitteln. entsprechend erhitzt und gewürzt würde die doch vom Gourmeessen schwärmen.

Pfui Deibel.

J.Taylor 16.02.2013 | 15:00

Das wirkliche Problem ist der Einsatz von Medikamenten und Hormonen bei der Fleischproduktion, aber eben auch die mangelnde Hygiene bei der Verarbeitung und der Zubereitung. Europäer essen vieles nicht, was als Eiweißlieferant sinnvoll und notwendig ist.

Nach vielen Jahren in Asien bin ich da abgehärtet. Was dort nicht schnell genug einen Unterschlupf findet, landet im Wok. In einer chinesischen Stadt, den Namen lasse ich besser weg, habe ich in 9 Jahren nur einen freilaufenden Hund und 2 Katzen gesehen, obwohl die Wochenmärkte voll davon waren. Irgendwann habe ich gar nicht mehr gefragt, was da vor mir duftet, bringt eh nichts.

rheinhold2000 16.02.2013 | 20:56

"Im Hirn, Milz, Augenbindehäute und Rückenmark der Schweine können sich sogenannte Prionen bilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass über das Schwein eine Erkrankung mit BSE möglich ist!"

es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass wenn man pfefferminztee mit joghurt und erdbeeren in einem bestimmten mischungsverhältnis zusammen gibt ein dämon entsteht der uns alle verschlingt.

rheinhold2000 16.02.2013 | 20:56

"Im Hirn, Milz, Augenbindehäute und Rückenmark der Schweine können sich sogenannte Prionen bilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass über das Schwein eine Erkrankung mit BSE möglich ist!"

es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass wenn man pfefferminztee mit joghurt und erdbeeren in einem bestimmten mischungsverhältnis zusammen gibt ein dämon entsteht der uns alle verschlingt.

ed2murrow 17.02.2013 | 16:28

Jepp, lieber Jörn Kabisch. Wohin auch sonst mit den Zossen, die im Pferderennen nicht das Hafer wert sind, das man ohnehin lange genug in sie investiert hat. Was im übrigen auch für Rennhunde gilt und das Pendant zum Rasen in dem wahnsinnig interessanten Sport Schlittenhundfahren gefunden hat. Gnadenhöfe sind schließlich auch nur dazu da, um den darauf lebenden (und wirtschaftenden) Menschen die Existenz zu sichern.

Flipper, Black-Beautie, Lassie, sie sind kommestible Energieträger, bei denen der Etikettenschwindel noch weit vor den Disney-Filmen stattgefunden hat: Der beste Freund des Menschen, das noble Tier, der Retter von Seeleuten. Selbst Ratten sind spätestens seit Ratatouille nicht mehr Träger der Pest(flöhe), sondern pussierlich auf das sie keiner mehr schief anschaue.

Dabei ist nicht der Inhalt (wieder mal) das Problem, sondern die Form (sic): Wer Durchgedrehtes kauft und alleine damit die   stillschweigende Einwilligung zu Vermischtem erteilt, sollte nicht klagen, dass im Allerlei vorgesetzt wird. In diesem Sinn, Ihr treuer Leser e2m

Henry Stützchen 17.02.2013 | 22:35

@alle:

" Daher* also?

 

Warum darf eigentlich, Black Beauty,

Nicht in die Wurst nach heavy Duty?

Das wissen heute keine Schweine

Mehr.  Aber... dieses Blatt* alleine...

Erklärt uns – wunderbar – die Welt?

???

Papst Gregor war’s, damals, der III.,

Der so, ab dann, nur zum Beritte

Die Mähre kurzerhand  erklärte,

Was auch dogmatisch lange währte.

Doch Großbritannien schert jetzt aus...

...

Sie sind schon clever, diese Briten...

Das, was per Jagd man durchgeritten

Hat, ob auf Fuchs oder am Oxer,

Kommt in den Topf und sei dem Boxer,

Und andern Sportlern, neue Droge?

???

Die, die BSE einst verschwiegen,

Sie wollen heute richtig liegen

Und lassen, weil die vielen Zossen

Zu teuer werden, statt erschossen,

Verwerten?  Geizig,  very  british!

 ...

So ist jetzt Schluss mit der Verschwendung

Und solch ein Gaul, vor der Verendung,

Soll endlich einen Nutzen haben,

Als eine von den Gottesgaben,

Die jetzt ein neuer Papst absegne?!

...

Auf, dass es Pferdewürste regne!

Denn  die, uns schon lange dienen

Hab’n - nicht wie’s Schwein - keine Trichinen!

Doch, „Scheinheil“ ist der Päpste Pflicht:

Freitags wird Biber dann ge...FISCH...t.

???

Halle Berry... äh... Halleluja!

_____

* Zum allgemeinen Hype um "Pferdefleisch in Fertigerzeugnissen, Döner  usw." kommt mir  just dieser Artikel als  Auslöser gerade recht, ein „Gedicht  zum Thema“ zu verfassen.

Nr. 12  für Feb. 2013 aus insgesamt 2506 Gedichten ab März 2004; Kreativkernzeit: 17.02.13, ca. 20:15 – 21:20 Uhr, Copyright © Heinz-Albert Ellner (alias "Henry Stützchen") – D56727 Mayen,"

Kotz zum Gruß

Euer Henry Stützchen

ed2murrow 19.02.2013 | 11:47

Sie schreiben:

"Wir haben Ausländer aus Südosteuropa in der Nähe. Ich weiß definitiv dass es in diesen Ländern üblich ist auch diese Tiere zu schlachten. Für die Felle bekommt man gutes Geld."

Gegen eine derartige Diffamierung von "Ausländern", unabhängig von ihrer Provenienz, erhebe ich hiermit öffentlichen Protest. Denn es klingt nicht nur nach dem berüchtigten "Katzlmacher", sondern erhebt Sie, die Kommentatorin, durch Eigenüberhebung auf das Podest besserer Moral. Dieser Dreck, da Empathie gegenüber Tieren über die gegenüber Menschen gestellt wird, ist auf politisch einschlägig bekannten Plattformen gang und gäbe. Hier hat das nichts zu suchen!

bertamberg 19.02.2013 | 16:53

.. man sollte den ganzen Dreck den Chefs dieser lebvensmittelmafia und den Politikern zum Fraß vorlegen.“ – Das wäre dann die Nagelprobe, inwieweit menschliche Individuen Allesfresser sind.

Der Umstand, dass die meisten Menschen sehr wählerisch bei dem sind, was sie an Essen schlucken spricht allein schon dafür, dass der Mensch höchstens potentiell ein Allesfresser ist, aber in der Regel nicht individuell: Er könnte, wenn er wollte, aber tut es nur, wenn die Verweigerung ihn dauerhungern liesse oder das Überleben kosten würde.

Nach Jean-Paul Sartre ist „Fleisch“ eine philosophische Kategorie, die die Faktizität eines anderen bezeichnet und nicht objektivierbar ist. „Fleisch“ bezeichnet also etwas Lebendes, im Sinne dessen, was Theophrast von Hohenheim (Paracelsus) als „anatomia essata“ im Gegensatz zur „anatomia mortis“ bezeichnete.

Bei den Raubtieren wird zwischen Fleischfressern und Aasfressern unterschieden, und ich finde, das was als Allesfresser im Tierreich bezeichnet wird, sind Lebewesen, die neben pflanzlicher Kost totes Fleisch fressen, und das ist auch bei den humanen Allesfressern so.

Von daher ist es ein Euphemismus, vom Fleisch(fr)essen zu sprechen, korrekterweise sollte man einen eigenen Begriff dafür prägen, wenn chemisch-thermisch präparierte Leichenteile als Nahrungsmittel herhalten müssen, „Carrionismus“ oder „carrion-food“ als Anglizismus würde sich doch gut anhören und wäre linguistisch korrekt.

sven kyek 20.02.2013 | 11:59

Der Schlachter an sich der ist kein Schlechter                                                          tötet nur was schmeckt,                                                                                                         geht es denn noch viel gerechter ?

Dann wird zerlegt, mit Zertifikat von der EU                                                          in Alles was der Kunde will                                                                                             getrennt nach Schwein , dem Pferd und auch der Kuh.                               

Und dann beginnt und nimmt das Elend seinen Lauf                                   um Andere zu täuschen                                                                                                        klebt jeder Zwischenhändler ,,seine" Marke drauf

Um an Flaschenpfand zu kommen bastelt sich der Pole                             für Blanko Flaschen                                                                                                             auch schon längst die ,,fälschungssichere " Banderole.

Jeder Landkreis führt für Hühner , Hunde , Schafe ein Kataster          was geschlachtet auf der Straße ist                                                                           erkennt man an dem  Kühlgerät, meist oben an dem Laster.

 Salmonellen , falsche Etiketten und auch die Marke fest am Ohr        alles was mal Augen hatte                                                                                               gehört, gezwungen, vor Verarbeitung in ein staatliche Labor .                                                               

                             

 

 

Heinz 25.09.2013 | 22:40

Die körperliche nicht, aber die geistige;

Rinder werden für den Milch- und Fleischmarkt produziert,

Pferde über den Fleischmarkt entsorgt.

Was wir im Supermarkt kaufen ist ein Hightechprodukt der Pharmaindustrie; die Rinder, die hier ganzjährig auf der Weide stehen, werden teuer nach Italien verkauft, die Italiener scheinen noch zu wissen was Qualität ist.

Die Verbraucher werden hier also ver-ge-pferde-äppelt.

Heinz 27.09.2013 | 19:37

Das kommt doch gaaaanz zum Schluss.

1. Die meisten Bullenkälber für den Fleischmarkt.

2. Kuhkälber werden für den Milchmarkt herangezogen.

3. Milch, Quark, Käse, Joghurt GmbH & CO KG.

4. Wenn ausgelutscht, dann Fleischmarkt und Konserve.

5. Haut zu Leder verwerten.

6. Klauen, Knochen, aller Rest in die Abdeckerei für Dünger, Futtermittel is  nich mehr - verboten wegen BSE.