Joachim Petrick
16.07.2013 | 02:29 68

Angie Merkels Juckreiz im BIG DATA HEUHAUFEN

DATA MAUT, DIE HAUT Dabei müsste Merkel Obama nicht mit ihrer "Säumigen Stecknadel" auf seine "NSA" Stelle pieken. Sie müsste ihm nur flüstern, was sie, was wir Bürger in Europa wollen

Mutti räkelt sich wohlig, bei Gefahr um Leib und Unversehrtheit durch Daten- Nesselfieber, permanentem Juckreiz, im NSA- , Prism- , Tempora-  BIG DATA- HEUHAUFEN

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel springt,

eine Stecknadel, gesichert im Saum ihres türkisfarbenen Blazers,

ungestüm voller Tatendrang, tollkühn aufgelegt, gut gelaunt, nach allen Seiten lächelnd,  ins ARD- Sommerloch 2013 Interview 9 Wochen vor der Bundestagswahl

Prism "Oh! Tempora! Oh! Mores"

!"Was für Zeiten, was für Sitten")

ein global vernetzter Datenheuhaufen Bund der besonderen Art.

Da wirft  Angela Merkel, in vorherige Welten träumend,

in diesen wohlig räkelnd, Stroh im Haar, hirndösig,

als ihr eigen, voller Juckreiz weit ausholend,

 jene gesicherte  Stecknadel ihres tükisfarbenen Blazer Saum,

die Barack Obama, eigentlich, wie lauthalts angekündigt, an der Stelle der  "NSA" pieken sollt,

in eine zweite anlasslose Datenheuhaufen Höhe Wellen Grund.

Und ruft, über den weiten Bunten Blätterwald Horizont, allen, die es hören, nicht hören wollen, erheiternd, munter winkend, zu:

"Suchet!, und ihr werdet nichts finden!" 

"Mich hat niemand abgehört"

Neue Abkommen auf internationaler Ebene und eine Initiative der Regierung sollen die Daten der Deutschen schützen

"Nicht alles was technologisch machbar, ist auch wünswchenswert"

meint die Bundeskanzlerin sinngemäß zu Ulrich Deppendorf, Reiner Becker  im ARD- Sommerinterview am 14. September 2013

Angela Merkel Orginaltonlage:

"Nicht alles, was technisch machbar ist, darf gemacht werden."

Sie selbst sei nicht abgehört worden:

"Mir ist nichts bekannt, sonst hätte ich das schon dem Parlamentarischen Kontrollgremium gemeldet."

Internationale Abkommen müssten her, Deutschland werde da eine "strikte Position" einnehmen. In Sachen Vorratsdatenspeicherung werde nur das gemacht, was der Europäische Gerichtshof vorgibt:

"Hier deuten sich Änderungen an, da sind wir offen, da kommen wir schon überein.".

Bei näherer Betrachtung erweist sich das alles nicht nur als Liste frommer Wünsche, sondern als Ladenhüter "Bestellt und nicht  abgeholt" vorenthaltener Netz  Demokratie.

Oppositionspolitiker/innen, außer der SPD- Generalsekretärin Andrea Nahles;  fordern nun einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA).

Andrea Nahles will von Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt Taten sehen.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sie habe ihren Amtseid verletzt, weil sie es versäumt habe, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Rote und Grüne Politiker der Ersten Reihe verspotten Innenminister Hans-Peter Friedrich als Bittsteller, weil der nach Washington reist und sich dort mit dem US-Vizepräsidenten trifft - um die Abhörmethoden der Amerikaner anschließend doch nur wieder zu rechtfertigen

Da denkt der Laie "Alles in Ordnung", der Experte denkt als Mut- Bürger, außer Rand und Band im Land, Bundeskanzlerin Dr. Angela  Merkel habe nun endlich den Bodensatz ihrer

"Nichts hören!

Nichts sehen!

Nichts sagen" 

Gemütslage aus DDR- Tagen erreicht und muss nun, in seinem Erbarmen heillos überfordert, Gewahr werden, inwendig bebend, erleben, Angela Merkel  kann noch tiefer, weiter, fundiert, umfassend beredt lächelnd, nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.

Dabei müsste Angela Merkel Barack Obama nicht einmal mit ihrer "Säumigen Stecknadel" auf seine "NSA" Stelle pieken.

Sie müsste ihm nur flüstern, was sie, was wir Bürger in Europa wollen

"Wir wollen, dass die, die staatlich, geheimdienstlich angewiesen, privat gewerblich, urbi et orbi, unterwegs, anlasslos auf  globalen Daten- Autobahnen, computergesteuert, hochfrequent, taktierend, massenhaft Datendateien, inhaltlich verbindend, abgreifen, klauen mit einer elektronischen  Mautsystem, zu Gunsten des Aufbaus von NGOs  und der Finanzierung der UNO ,kostenwirksam", Alarm schlagend,  namenlos  gehauen sind.

gespeichert veranlagt  werden können"

Die zweite anlasslose Datenheuhaufen Höhe, in der sich Angela Merkel gerade  noch eben, wohlig juckelnd, räkelt,

 gibt, sie wird, dank dem Whistleblower Edgar Snowden  im Moskauer Flughafen Transitbereich, mit Wucht zu üppig, sie wird, ausladend, zu reich,

einer dritten Prism- , Tempora- Spionage Tsunamiwelle Höhe wallend ihre Datenflut.

Eine jede Datenflut, unbesehen gespeichert, gibt abgreifend und nimmt gespeichert zugleich,

in sich, unauffindbar, Angelas Merkels Stecknadel auf Ewigkeit geborgen,

strömt hin, strömt her, vor, zurück,

ab in aller unerklärten Willen wilde Büsche und heraus

niemals klaustophob, niemals ruht,

verliert sich endlich

 namenlos Datenmülldeponie

der CIA, NSA, Patriot Act,  dem BND, MI6

anschwellenden Körner Split

Yota Masse

Einer jeden Daten- Wahrheit Pfand

nichts als, ungemahlen, ungelesener Sand

Arm wird dabei, strategisch angestrebt, jedes Land, dass solche wahllos datenabgreifend  Geheimndienste finanzieren will oder unter dem Druck von Dritter Freundes Seite soll.

Allein das Budget der NSA umfasst in anwachsendem Maße 6 Milliarden $ / anno mit 38 000 Analysten als Dachorganisation von 16 weiteren Geheimdiensten in den USA mit weltweit 851 000 Mitarbeitern

Bundeskanzlerin Angela Merkels Strategie ist in diesen Tagen des NSA- Prism Skandales, in den USA, Großbritannien nach außen hin um Antworten bemüht zu wirken, die intern  längst vorliegen:

Warum hat Bundeskanzlerin Angela Merkel, falsche Fährten legend,  Bundesinnenminister Hans- Peter Friedrichs als Reisekader nach Washington und nicht ihren für den BND zuständigen Kanzleramtsminister Pofalla abkommandiert?

Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel nichts mehr fürchtet, als sich in eine Lage zu bringen, in der sie das Gebaren des BND im In- und Ausland  verteidigen müsste

Die Washington-Reise von Innenminister Hans Peter Friedrich ins Gewisse illustriert diese unheilschwangere Haltung der schwarzgelben Bundesregierung im NSA- Datensammelwut Skandal.

Weil die Reise, kurzfristig überhastet unter dem Druck der Opposition anberaumt, die Tragweite der Snowden-Enthüllungen ignoriert, lässt Bundeskanzlerin Merkel ihren Minister, als Reisekader abkommandiert, politische Aktivität in Szene setzen.

Das hat mit Sicherheit ein unwägbares Nachspiel - denn es geht nicht um eine kleine Krise, sondern um das Lehman Brother-Momentum der Souveränität von Staaten und der Bürgerrechte oder deren Konkursanmeldung..

"Die gesamte deutsch-amerikanische Schnüfflerkooperation seit der Jahrtausendwende muss aufgeklärt werden",

bekundete die Linke-Vorsitzende Katja Kipping der Passauer Neuen Presse vom Montag.

Der Grünen-Sicherheitspolitiker Omid Nouripour erläuterte in derselben Zeitung:

"Ein Untersuchungsausschuss zur Spähaffäre ist eine Aufgabe für die nächste Legislaturperiode."

"Wir brauchen eine einheitliche europäische Regelung", betonte Bundeskanzlerin Merkel gegenüber Ulrich Deppendorf und Reiner Becker im ARD- Somerinterview und setzt sich an die Spitze des Rufes nach der Reform der EU-Datenschutzverordnung.

"Die Internetunternehmen müssen Auskunft darüber geben, wem sie Daten weitergeben",

fordert die Angela Merkel.

"Wir haben zwar ein tolles Bundesdatenschutzgesetz, aber Facebook sitzt in Irland, da gilt dann das irische Recht."

Tatsächlich ist die erwähnte Reform auf EU-Ebene seit längerem in Arbeit. Der Datenschutz soll einheitlich zur europäischen Sache werden.

Doch große Internetkonzerne in den USA, die "Bösen Acht" (Google, Facebook, Twitter, Microsoft, AOL, Ebay, Amazon, Yahoo) wollen an dem europäischen Datenschutzgesetz mitschreiben.

Im Umfeld des Europäischen Parlaments in Brüssel, Straßburg ist, raunend, die Rede von einer wahren transatlantischen

"Lobby-Schlacht".

mit dem Ziel, das neue Datenschutzrecht in Europa zu Lasten der Internetnutzer wie einen Schweizer Käse zu durchlöchern.

"International müssen wir auch verhandeln",

sagt die Bundeskanzlerin Angela Merkel und pflichtet der Initiative von Justizministerin Leutheusser-Scharrenberger bei, die ein Abkommen aus dem Jahr 1966, den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, um ein Zusatzprotokoll ergänzt wissen will.

Darin soll der Schutz der Privatsphäre geregelt werden.

Die USA haben den ursprünglichen Pakt von 1966, federführend durch US- Präsident Lyndon B. Johnson, unterschrieben und durch den US- Kongress, Repräsentantenhaus und Senat, ratifiziert.

In Artikel 10 des Abkommens heißt es:

"Jeder, dem seine Freiheit entzogen ist, muss menschlich und mit Achtung vor der dem Menschen innewohnenden Würde behandelt werden."

Nicht nur über 200 Häftlinge in Guantánamo Bay u. a. Militärgefängnissen der USA würden wohl starke Zweifel geltend machen können, dass sich die USA an einmal unterzeichnete und ratifizierte Abkommen auch wirklich halten.

Warum sollte das insbesondere beim Datenschutz anders sein, wenn selbst aus den Administrationen befreundeter Staaten, voran aus Deutschland, womöglich Einladungen zum Bruch so eines Abkommens zu Gunsten der NSA und deren Mitspielern im privaten IT- und Technologie- Bereich der USA und der EU im Geheimen locken?

Im Übrigen müssten die USA das angestrebte Zusatzprotokoll auch erst einmal ratifizieren.

Das wird nicht leicht sein, außer auch in den USA schwillt jetzt ebenfalls, dank der Whistleblower Edgar Snowden, Julian Assange u. a., eine Debatte über Nutzen und Frommen eines erweiterten Datenschutzes für Internetnutzer an

Bei dem Zusatzprotokoll zur Abschaffung der Todesstrafe haben sich die USA bis dato verweigert

    "Wir haben eine Initiatve 'Deutschland sicher im Netz'", sagt BUndeskanzlerin Merkel.

Das ist Angela Merkels "Zusatz- Grundsatz", den sie im ARD-Sommerinterview zu Gehör brachte.

Sie wolle darauf hinweisen, dass diese Initiative Antworten biete auf die Fragen

"Was kann ich verschlüsseln, wie kann ich verschlüsseln, was ist Stand der Technik."

Tatsächlich gibt es die Initiative, sie wurde im Jahre 2006 nach dem ersten IT-Gipfel der Bundesregierung gegründet. Wieweit und ob sie überhaupt  geeignet ist, bei der Abwehr ausländischer Spionage Abhilfe zu leisten, darf stark bezweifelt werden:

Zu den Mitgliedern der Initiative gehören allerdings auch Google und Microsoft, also ausgerechnet jene Globalplayer, die den NSA-Spionen, dem Whistleblower Snowden zufolge, durch ihre Server auf US- Territorium Zugang zu ihren Daten durch installierte "Systemfehler" unerkannt erleichtern und direkt gewährt haben.

Joachim Petrick, 16. Juli 2013

Poetische   Anleihen des Gedichtes

"Der römische Brunnen"

von Conrad Ferdinand Meyer

Kommentare (68)

rechercheuse 16.07.2013 | 08:38

 Brinkbäumer beschreibt die USA im neuen SPIEGEL als kranken, verwundeten und verstörten Staat: "Seit 2005 sind durch Terrorismus pro Jahr im Schnitt 23 Amerikaner ums Leben gekommen, die meisten im Ausland. 'Mehr Amerikaner sterben durch herabfallende Fernseher, schreibt Nicholas Kristof in der 'New York Times', 'und 15-mal so viele sterben, weil sie von der Leiter stürzen.' Seit 2001 haben die USA acht Billionen Dollar für Militär und Heimatschutz ausgegeben."

Aber Hans Peter Friedrich fühlte sich in Washington nicht gedemütigt. Er war froh, dass man ihn überhaupt empfangen hatte. Und ein paar Zahlen hat er ja doch mitbekommen: Wieder daheim in Deutschland verkündete Friedrich, es seien weltweit 45 Anschläge durch Informationen des US-Geheimdienstes verhindert worden, 25 davon in Europa und fünf in Deutschland. Da blieb eigentlich nur die Frage offen, was die größere Beleidigung für die deutsche Öffentlichkeit war: die Tatsache, dass die Amerikaner es nicht einmal für nötig hielten, ihre Bespitzelung der Deutschen zu rechtfertigen? Oder die Micky-Maus-Zahlen des Innenministers, für die es keine Belege gibt und die vielleicht zutreffen oder eben auch nicht?

Im italienischen Grosseto wird gerade der Prozess gegen Francesco Schettino geführt. Er hatte als Kapitän die "Costa Concordia" vor der Insel Giglio auf Grund gesetzt. Und dann hatte er laut Anklage Schiff und Passagiere im Stich gelassen. Im Spionageskandal ist Angela Merkel unser Capitano Schettino. Sie lässt die Deutschen im Stich.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jakob-augstein-ueber-angela-merkel-und-den-spionage-skandal-a-911146.html


h.yuren 16.07.2013 | 09:24

es ist bekannte tradition der herrschaft, dass sie wie der gute hirte gegen ihre schäflein agiert. neuerdings, seit es das digitale netz gibt, selbstverständlich auch auf diesem feld.

warum kritzeln und kratzeln wir nun fleißig an der oberfläche des globalen problems, unrechts? herrschaft ist das verbrechen, das uns stören sollte. herrschaft seit mindestens 6000 jahren. die konzentrierte macht in der reGIERung, dem kabinett, der kanzlerin. was haben wir von den neuen häuptlingen zu erwarten?

es nützte wenig, wenn ein satellitenstaat zur einsicht käme, das imperium aber so weitermacht wie gehabt im alten rom.

das wetter ist endlich im sommer angekommen. was wollen wir mehr?!

Joachim Petrick 16.07.2013 | 11:22

@
"es nützte wenig, wenn ein satellitenstaat zur einsicht käme, das imperium aber so weitermacht wie gehabt im alten rom."

Das ist wohl wahr.
Meine Hoffnung aber ist, dass in der Mitte des Imperiums,in den USA,  dank Edgar Snowden u. a. Whistleblowern,  eine Glasnost, Perestroika Kampagne ausbricht, die Deutschland, anders als die DDR 1985- 1989 gegenüber Michail Gorbatschow in der UdSSR, nährt und vorantreibt

Aussie42 16.07.2013 | 11:36

Ich stimme mit Ihnen ueberein: der politische Umgang mit der amerikanischen Schnueffelei in Deutschland ist reinstes Schmierentheater. Darueber kann man nur noch Satire schreiben.

Ich hoffe nur, dass sich diese Einsicht auch in den systemnahen Medien verbreitet. Mutti Merkel, die maechtigste Frau der Welt  durch den Kakao ziehen, muesste Journalisten doch interessieren.  Eine laecherliche MM kann der deutsche Wahlbuerger dann hoffentlich nicht mehr ertragen. Dann faellt  unsaeglichen Dame vielleicht von ihrem demoskopischen Thron. (Wunschdenken, fuerchte ich.) 

Dass jetzt nebenher rauskommt, dass die BRD ein Satellitenstaat der USA ist, kann man nur begruessen.Ne Ueberraschung ist es nicht.

Nachtraeglich ist es wirklich bemerkenswert, dass sich Schroeder (den ich nicht mag) der Teilnahme am Irak-Krieg verweigern konnte. Nunja, er hat  dafuer in eine gewisse Abhaengigkeit von Russland in Kauf genommen. Schaukelpolitik nannte man das im kalten Krieg, der ja mit kleineren Scharmuetzeln immer noch fortgesetzt wird.

balsamico 16.07.2013 | 12:45

Zu Frau Merkel ist alles gesagt. Steffan Niggemeier schreibt:

Merkel redet darüber, worüber man reden müsste, ohne darüber zu reden.

 http://www.stefan-niggemeier.de/blog/was-angela-merkel-alles-nicht-weiss-und-deshalb-auch-nicht-bewerten-wird/

So ist es! Allerdings: Das kann nicht jede/r. Sie sollte damit im Zirkus auftreten.

Poetische   Anleihen des Gedichtes

"Der römische Brunnen"

von Conrad Ferdinand Meyer

Da muss ich protestieren. Das hat C.F. Meyer nicht verdient. Denn in seinem Gedicht "sitzt" jedes Wort. Ganz im Unterschied zu dem Geschwätz von Frau Merkel.

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

Besser geht es nicht.

balsamico 16.07.2013 | 15:27

Merkel und andere haben natürlich Recht darin, dass die Geheimdienste schon immer ihre "Arbeit" verrichtet haben. Wenn sie freilich, souverän wie sie nun mal ist, meint, es sei notwendig, auf diesen Umstand hinzuweisen, um die Dinge wieder auf das zu reduzieren was sie sind, nämlich schiere Normalität, irrt sie. Denn davon, dass Amerikaner und Briten im Internet tagtäglich mt dem großen Schleppnetz unterwegs sind, war bisher nicht bekannt, ebenso, dass sie mit dem Fang machen können was sie wollen, vorausgesetzt er wurde außerhalb ihrer eigenen 12-Meilenzone herausgeholt. Denn tatsächlich gibt es ja nicht den Schimmer einer international verbindlichen Regel, des Inhalts, dass auf offener See Herausgefischtes unter dem Deckel zu bleiben hat, sofern es mit Terrorismus nichts zu tun hat, und was zudem, zweifelsfrei feststehen muss. Diese Regelung müsste in der Tat schleunigst "auf den Weg" gebracht werden und wozu vermutlich weltweit wenig Neigung besteht. Wenn Merkel daher tönt, man brauche ein internationales Datenschutzrecht, dann ist das schlicht Schall und Rauch, solange sie nicht mitteilt, was, konkret, sie in dieser Richtung zu tun gedenkt, möglichst zeitnah, denn die Sache eilt ja ein bisschen.

Aber es gibt noch einen anderen Aspekt, der wenig thematisiert und problematisiert wird. Es ist ja so, dass in Deutschland und im Rest der Welt unterschiedliche Philosphien zum Datenschutz bzw. zur Datensicherheit existieren. Während die USA z.B. erstmal alles Sammeln, was sie in die Finger kriegen, gleich ob es mit Terrorbekämpfung zu tun hat oder nicht, sind die Deutschen der Ansicht, dass schon beim Erfassen und Sammeln von Daten genau hingeguckt werden muss, was man erfassen und abspeichern kann. Denn was man gepeichert hat, kann bekanntlich in falsche Hände geraten, was nicht passieren kann, wenn man schon beim Erfassen und Sammeln der Daten die Spreu vom Weizen getrennt hat. Letzteres ist ein großer Vorzug des deutschen Datenschutzes, der freilich erkauft werden muss, denn das deutsche System ist nicht halb so effektiv wie das amerikanische oder das britische. Amerikaner und Briten haben erstmal alles im Sack und überlegen dann, was sie damit machen. Die Deutschen passen schon auf, dass nichts in den Sack gerät, was nicht hineingehört. Das ist der kapitale Unterschied.

Der Fall Snowden legt nun in aller Deutlichkeit offen, welches Riesenproblem Briten und Amerikaner in ihrem System angelegt haben: Nämlich das Problem, dass ein Mann wie Snowden auf alle möglichen Daten zugreifen und sie nach seinen Vorstellungen gebrauchen kann, die keineswegs identisch mit den Vorstellungen seiner Arbeitgeber sein müssen. Zwar hat Snowden die von ihm vermutlich illegal gespeicherten Daten nicht missbraucht sondern, gottlob, zur Bewusstmachung des Problems eingesetzt. Dafür gebührt ihm Dank. Tatsächlich sind aber Leute wie er Teil des Problems. Denn ein anderer NSA-Mitarbeiter an seiner Stelle hätte die Daten z.B. zum Zwecke der Erpressung verwenden können, und wobei sich viele Schweinereien denken lassen. Die Frage lautet also: Was, konkret, tun NSA und GCHQ um zu verhindern, dass unsere Daten nicht in falsche Hände gelangen und wobei auch die Hände von Snowden durchaus falsche Hände in diesem Sinne sind, nur mit der Maßgabe, dass er die illegal erlangten Daten bisher jedenfalls nicht dazu nutzt, uns zu schaden, was er aber vermutlich könnte, wenn er kriminell wäre, was er zum Glück nicht ist. Und Merkel wäre zu fragen, was sie zu tun gedenkt, damit NSA und  GCHQ besser auf ihre wie auch immer erlangten Daten aufpassen und darauf, dass sie nicht in falsche Hände geraten.

Joachim Petrick 16.07.2013 | 16:58

"Letzteres ist ein großer Vorzug des deutschen Datenschutzes, der freilich erkauft werden muss, denn das deutsche System ist nicht halb so effektiv wie das amerikanische oder das britische. Amerikaner und Briten haben erstmal alles im Sack und überlegen dann, was sie damit machen. Die Deutschen passen schon auf, dass nichts in den Sack gerät, was nicht hineingehört. Das ist der kapitale Unterschied"

Diese Ansicht kann ich nur bedingt teilen, was die Effektivität des angloamerikanischen Systems einerseits, und den kapitalen Unterschied zum deutschen System anderseits anbelangt.
Denn im deutschen System geraten auch schon Privat- Daten in gespeicherte Sammelsäcke, die da nicht hingehören

Warum?,

weil das angloamerikanische System seine Effektivität erstens bis heute nicht nelegen konnte, zweitens klammheimlich ein ganz neues Fass der nationalen Aufrüstung im IT- Bereich aufmacht, das andere Staaten, die es nur über Schuldenaufnahmen wie die USA finanzieren können, heillos verführt, Gleiches an Hochrüstung im Rahmen einer global angestossenen Rüstungsspirale zu tun. 2012 hat der US- Kongress der NSA auf Antrag der US- Administration einfach einmal 1 Milliarde US $ für das an Technologie Hard- und Software bewilligt, das die NSA jetzt angeblich so effektiv einsetzt.

Was wir, neben internationalen Vereinbarungen zu privaten und staatlichen Datenzugriffen brauchen, ist ein globales Rüstungskontroll- und Abrüstungsprogramm im IT- Bereich offener und geheimer Dienste.

Joachim Petrick 16.07.2013 | 17:06

"Merkel und andere haben natürlich Recht darin, dass die Geheimdienste schon immer ihre "Arbeit" verrichtet haben"

Bereits hier tut sich Angela Merkel ausgesprochen schwer.

Das ist unschwer daran zu erkennen, dass nicht der für den BND zuständige Kanzlertamtsminister Pofalla, sondern der nicht zuständige Bundesinnenminister Friedrichs von ihr, auf Druck der Opposition, zur kostenaufwendigen  Reise in die USA verdonnert wurde

rechercheuse 16.07.2013 | 17:17

ich weiss es nicht ... denke aber, frau merkel ist raffiniert ... weckt die drachen nicht auf ... schlägt keine köpfe ab, wo zwei neue dafür nachwachsen - schlägt ihre gegner mit deren waffen ... übernimmt deren themen als ihre ... wie ein chamäleon ... sehr angepasst und unauffällig ... ähnlich wie in rössler´s froschgeschichte ... tja, wie ihr teflon abkratzen?? ... ich denke eher nicht mit "scharfen" waffen des angriff´s ... eher SIE mit IHREN waffen schlagen ... oh angela, sag nicht so viel ... du warst lange genug unsere mutti ... ruh dich aus ... lass andere für dich entscheiden ... schon wieder so eine lange reise, bleib zu hause  ... man kann ja wirklich nicht alles wissen, soviel neuland ... ja, wahrscheinlich hast du recht, ich denke auch die griechen sind an allem schuld und so lange du lebst, musst du wirklich kein klares wort reden, obwohl, als obama sein jackett ausgezogen hatte - ich finde schon, deinen blazer hättest du auch ablegen sollen - du hattest an dem tag deine haare so schön - trotz der hitze saßen die perfekt ... nein nein ... bitte sag nichts ... vielleicht willst du dich etwas hinlegen? pssst ...

Joachim Petrick 16.07.2013 | 17:52

"... eher SIE mit IHREN waffen schlagen ... oh angela, sag nicht so viel ... du warst lange genug unsere mutti ... ruh dich aus ... lass andere für dich entscheiden ... schon wieder so eine lange reise, bleib zu hause  ... man kann ja wirklich nicht alles wissen, soviel neuland ... ja, wahrscheinlich hast du recht, ich denke auch die griechen sind an allem schuld und so lange du lebst, musst du wirklich kein klares wort reden, obwohl, als obama sein jackett ausgezogen hatte - ich finde schon, deinen blazer hättest du auch ablegen sollen - du hattest an dem tag deine haare so schön - trotz der hitze saßen die perfekt ... nein nein ... bitte sag nichts ... vielleicht willst du dich etwas hinlegen? pssst ..."

Das ist ja eine phantastische Strategie, Drachen außer Gefecht zu setzen.

Das hat aber zur Vorraussetzung, dass Angela Merkel nur von so genannten Gutmenschen als Freunden/innen umzingelt ist.
Andererseits macht es Angela Merkel, wie es

Rainer Maria Rilke in seinem Poem gedichtet

"Entdeckungsreis des Selbst- die Reise zu innerer Ganzheit"

Da heißt es zum Schluss im Gegensatz zum Antwortgeben, was Angela Merkel ja zeitnah so schwer fällt, so sonder wunderbar:

"Wenn man die Fragen lebt,

lebt man vielleicht allmählich,

ohne es zu merken,
eines fremden Tages,

in die Antwort hinein"

Welche Antwort könnte das sein?

Vielleicht die Frage
"Wer kann das alles bezahlen an BIG DATA-  IT- New Deal"
ohne hierzulande oder andernorts im Rahmen einer global gigantisch übedimensionierten Rüstungsspirale im IT- Rüstungs- Sektor Komplex einen Staatsbankrott  herbei zu führen.

rechercheuse 16.07.2013 | 18:20

naja, die freundlichkeit ist natürlich spott und hohn und ironie ... ähnlich der ktg-demo ... ich will ein kind von dir ... gutti - unser könig ...

 

tja, wie bricht man macht? ... lächerlichkeit+macht verträgt sich nicht gut ... den mächtigen spotten, sie wie opfer zu behandeln .... mitleidig wie ein kleines dummes kind (nicht uns, wie ein dummes volk) ... klar die medien müssten das machen ... die theater/pop-musik/schriftsteller/losungen auf plakaten

 

mit eitelkeit und vielen anderen dingen kann man ihr nicht kommen ... wo ist der wunde punkt??? das hitlerbärtchen der griechen? die unerwünschte person in portugal? ... die teflon-analyse war schon gut ... persönlich weiss man wenig ... auch gut ... jeder knopf und jede farbnuance  ihrer blazer (wird mit ihren worten verschwiemelt) wird nach alternativlosigkeit hinterfragt ... möchten sie wirklich, so lange sie leben immer nur hosenanzüge im bundestag tragen? beschreiben sie ihr neuland-gefühl doch etwas genauer ... halt wie bei einem kleinen kind ... und dann? und dann?

Bastian Borstell 16.07.2013 | 19:25

"

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wirft Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sie habe ihren Amtseid verletzt, weil sie es versäumt habe, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

Rote und Grüne Politiker der Ersten Reihe verspotten Innenminister Hans-Peter Friedrich als Bittsteller, weil der nach Washington reist und sich dort mit dem US-Vizepräsidenten trifft - um die Abhörmethoden der Amerikaner anschließend doch nur wieder zu rechtfertigen"

 

Als Reaktion drauf mein Blog:

 

"Deutsche Scheinheiligkeit und Doppelmoral

Prism und SIGINT Kaum jemand hat von SIGINT gehört. Dabei ist das nichts geringeres als das "deutsche Prism". Opposition und Medien sonnen sich in ihrer eigenen Scheinheiligkeit." https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/deutsche-scheinheiligkeit-und-doppelmoral#1373989735566031

 

Joachim Petrick 16.07.2013 | 20:13

"... klar die medien müssten das machen ... die theater/pop-musik/schriftsteller/losungen auf plakaten"
Wie wäre die Crash Pop Art des Jonathan Meese?
"Heil Merkel zum Gruß!"

Da würde Karl Valentin gleich einwerfen, gut Frau Bundeskanzlerin, dass Sie nicht Kraut heißen, dann müsste ich ja "Heil Kraut rufen!"

Nee!,
Angela Merkle ist einfach sympathisch unterwegs.
Andere Politiker/innen inszenieren Skandale, eitle Tumulte, um über ihre Schwächen in der Sache  hinwegzutäuschen. Angela Merkel macht keinen Hehl aus ihren und den Schwächen anderer, ohne sich und andere abzuwerten

Nicht Angela Merkel  ist das Problem, sondern jene, die sonst vor Kraft kaum gehen können, die vor angeblicher Opposition die Backen voll haben und wenn es darauf ankommt, sich als Braut der Politik nicht trauen.

Die Ermattungsstrategie greift bei Angela Merkel wohl am wirkungsvollsten, will sie sich mutmaßlich doch sowieso nach 2014 von der Politik in Gänze verabschieden

h.yuren 16.07.2013 | 22:23

Dennoch würdest du nicht hingehen und sagen "Beschäftige dich nicht mit diesem Backstein! Die Mauer ist es die weg muss!" ... richtig?

richtig, ernstchen. woher weißt du das nur...

da die mauer aus bricks besteht, wenn nicht aus betonplatten, wäre schweres gerät vonnöten, schnell große breschen zu schlagen. sonst heißt es, just another brick in the wall. stein um stein abtragen.

grüße, hy

Aussie42 17.07.2013 | 04:19

Hallo Rechercheuse, mir geht's nicht um copyright, aber den Gedanken mit dem Laecherlichmachen hatte ich auch schon (4. Kommentar zu diesem Beitrag). OK, es ist ja immer schoen, wenn mehrere Menschen einer Meinung sind.

Nur wie soll man's aber machen, dass die Merkel laecherlich wird?. Die Mainstream-Journalisten sind sicher zu feige, weil sie (zu Recht) die Rache der da oben fuerchten muessen. 

Journlisten koennten aber darueber berichten, dass die Merkel im Netz zur Lach-Nummer geworden ist. Das waere ja ne Nachricht! Dazu brauchte es nur ein paar intelligent-lustige you-tube videos die einige zehntausend Mal gesehen wurden.

Vielleicht Merkel im ARDSommerInterwiew aber mit neuen Toenen unterlegt. Sicher gibts noch viel bessere Ideen.

Ich kann sowas leider nicht realisieren. Aber es gibt ja Leute die das problemlos koennen. Waer doch mal 'n Projekt.

 

h.yuren 17.07.2013 | 07:05

Meine Hoffnung aber ist, dass in der Mitte des Imperiums,in den USA,  dank Edgar Snowden u. a. Whistleblowern,  eine Glasnost, Perestroika Kampagne ausbricht,...

lieber jochen,

deine hoffnung ist auch meine. wie berechtigt oder begründet sie ist, zeigt das bild des baumes, der in den himmel wächst. irgendwann und irgendwo wird der morsch und bricht. vielleicht hilft blitzschlag noch kräftig nach...

aber so botanische metaphern helfen wenig bis garnich;-)

die eggheads sind auch nur eggheads in den staaten. hoffnungsfroher stimmt mich, dass der laden schon auf pump betrieben wird. und dass die fossile wirtschaft an grenzen stößt (deepwater horizon). dass mit china ein kolossaler konkurrent aufsteht usw.

mir macht mehr zu schaffen, dass die konkurrenz immer neue nieten produziert und müllberge. abschaffen wird mensch das nicht ganz, wohl aber reduzieren müssen auf menschliches maß. es ist nämlich ein primitiver biologischer erb-rest wie die resultierende rangordnung inclusive imperium.

grüße, hy

 

h.yuren 17.07.2013 | 07:16

Vor zwei Jahren habe ich Roger Waters' "The Wall"-Konzert in der Berliner O2-World gesehen...

als die musik von The Wall im album anfang der 80er auf den markt kam, ernstchen, war ich sofort nach dem ersten ausschnitt einer hörprobe im radio begeistert. unvergesslicher eindruck.

das hörspiel Der Zau-aun, das ich unter dem eindruck der musik schrieb, wurde vor 10 jahren im wdr wiederholt. o tempores...

grüße, hy

rechercheuse 17.07.2013 | 07:32

ja genau!!! ein historiker/geschichtswissenschaftler - der weiss, wie und wann mächtige durch lächerlichkeit entmachtet wurden ... in märchen und der litaratur gibt da bestimmt auch vorlagen ... stell dir vor merkel kommt und keiner hört ihr zu ... sie machen lauet musik + tanzen ... und fragen sie nur wie ein kleines kind, na, wie war der tag denn heute? hat dir im bundestag gefallen? oh, wie schön ist dein blazer heute ...

Ernstchen 17.07.2013 | 09:02

Oh das würde ich sehr gerne mal hören. Hörspiele mag ich als Medium sehr, das Hörbuch langweilt mich zu Tode. In meiner Kunstform, der Musik, ist es schwer und auch oft fragwürdig, politische Themen aufzufassen. Ich beschränke mich da bisher auf den spöttischen Popsong. ;) Wenn mich jedoch einmal die Geduld heimsuchen sollte, wäre ein Konzeptalbum wie "The Wall" oder auch "The Lamb Lies Down On Broadway" ein Traum von mir.

h.yuren 17.07.2013 | 10:21

Oh das würde ich sehr gerne mal hören. Hörspiele mag ich als Medium sehr, das Hörbuch langweilt mich zu Tode.

tja, ernstchen, da könntest du viel fetziges oder brocken aus der Wall hören und ansätze zu meiner philosophie von heute wiederfinden. aber so gern ich dir das zu gehör bringen möchte, ich weiß nicht, wie das gehen sollte...

das skript ist ja nichts für die ohren, ist auch nur die urform, die ich dem wdr schickte, aber die kannst du unter www.funktexte.net leicht finden.

texte höre ich übrigens auch gern, wenn gute sprecher gute inhalte präsentieren. habe aber bis jetzt noch kein hörbuch, und radiotexte in serie hab ich nur zufällig belauscht, ohne der serie zu folgen.

die musik der sprache(n) ist noch einmal ein fall für sich.

grüße, hy

poor on ruhr 17.07.2013 | 12:26

@Jochen Petrick

Für mich hat das  Blog die ganze DATA-Affäre ein  bisschen aufgedröselt.

Ichj habe mir da ehrlich geschrieben noch nicht so viele Gedanken zu gemacht und nur einige Nachrichten im Vorrübergehen mitgenommen.

Lieder hat dieses Mässige Interesse meinerseits auch den Nachteil, dass ich nirgendwo einigermassen fundiert in die Diskussion einsteigen können.

Herzliche Grüße

poor on ruhr 

Joachim Petrick 17.07.2013 | 14:04

@
"Nur wie soll man's aber machen, dass die Merkel laecherlich wird?. Die Mainstream-Journalisten sind sicher zu feige, weil sie (zu Recht) die Rache der da oben fuerchten muessen. "
Das ist doch für den Mainstream unverbindlich die leictere Übung, hat der doch eine helle Freude an seinen schalen Pointen und Spaß an der Freude dabei, dass es die Merkel gibt.
Nein!, Meister Ernst muss her, Spaß nleib hier!

apatit 17.07.2013 | 16:17

DatenschutzRussische Geheimdienste kramen die Schreibmaschine raus

Fortschritt durch Rückschritt: Die russischen Geheimdienste schützen sich mit deutschen Schreibmaschinen vor Spionage. Ganz Geheimes wird nur noch per Hand geschrieben. ( Quelle Zeit )

Ich habe es immer gewusst, mein Einkaufszettel ist sicher und nicht nur der!

rechercheuse 17.07.2013 | 18:48

okay ... dann halt was anderes:

 

Schweigen. Gefühlt minutenlang. Regierungssprecher Steffen Seibert schaut den Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, an. Der schaut Seibert an. Der schaut Paris an. Vielleicht haben sie die Frage ja nicht verstanden. "Sie kennen die Abkürzung für das neue Prism also nicht?" Das Schweigen geht weiter. Seibert spricht endlich: "Ich kann es Ihnen schlichtweg nicht sagen."

Was Seibert gerade zeitgleich mit dem Bundesnachrichtendienst der Öffentlichkeit mitteilt, ist schon eine ziemliche Bombe. Demnach betreiben die Amerikaner nicht ein, sondern zwei Programme, die mit dem Kürzel Prism bezeichnet werden. Angeblich aber hätten Prism I und Prism II nichts miteinander zu tun.

Aufgekommen ist die Frage durch einen Bericht der Bild-Zeitung. Sie zitiert einen Befehl aus dem Jahr 2011, wonach alle Regionalkommandos in Afghanistan angewiesen werden, "wie sie vom 15. September 2011 an die Überwachung von Telefonverbindungen, E-Mails beantragen sollen". Der Befehl laute: "Alle Anträge (zur Überwachung) werden in Prism eingegeben." Die Bild schreibt zudem, aus den Unterlagen ginge hervor, auch der Bundesnachrichtendienst (BND) habe solche Telefonnummern an die Nato geliefert und so ins Überwachungssystem eingegeben.

Eineinhalb Stunden lang wird die Frage hin und her gewälzt. Was macht Sie sicher, dass es sich um zwei Prism handelt? Seibert verweist auf den BND. Woher stammt die Erkenntnis, dass es ein zweites Prism gibt? Seibert verweist auf den BND.

Am Ende will Seibert die Theorie vom zweiten Prism nicht mal mehr als Haltung der Bundesregierung gewertet sehen. Er habe lediglich vorgetragen, was der BND als Meldung herausgegeben habe. Mit anderen Worten: Sein Name ist Hase.

Es sei vielleicht noch einmal daran erinnert, dass Seibert Regierungssprecher ist.

 

Jan Korte von der Linken sagt, die Behauptung, es sei ein anderes Überwachungsprogramm benutzt worden, das nur zufällig den gleichen Namen habe, "reiht sich in die tolldreisten Versuche der Koalition ein, die Öffentlichkeit und das Parlament zum Narren zu halten".

 

Derweil sorgt ein Wort von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich unter dem Hashtag #supergrundrecht für Wirbel: Sicherheit sei "ein Supergrundrecht", sagte er nach Angeben der Welt am Rande der Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums am Dienstag.

Friedrich ist Jurist, sollte also wissen, was er da gesagt hat. Übersetzt bedeutet es, Sicherheit sei ein Grundrecht, das über allen anderen stehe und dem alle anderen Grundrechte unterzuordnen wären. Im Grundgesetz ist so ein Grundrecht nicht vorgesehen.

Der bekannte Strafverteidiger Udo Vetter ‏ twitterte: "Habe gerade noch mal unsere Verfassung quergelesen. Jemand hat vergessen, das Supergrundrecht auf Sicherheit reinzuschreiben." Die Linke-Rechtpolitikerin Halina Wawzyniak bloggt,  sie sei im Grundgesetz nicht mal auf ein Grundrecht Sicherheit gestoßen.

Dabei hatte Friedrich sowohl im Kontrollgremium als auch in der Sondersitzung des Innenausschusses an diesem Mittwoch eigentlich über seine USA-Reise Auskunft geben sollen, statt für neue Verwirrung zu sorgen. In den USA sollte er ja für Aufklärung in Sachen Prism sorgen.

Den Job hat er aber nicht mal nach Auffassung des Regierungssprechers Seibert zur vollen Zufriedenheit erfüllen können. Das sei "natürlich" auch gar nicht möglich gewesen, sagt Seibert. Die Komplexität des Sachverhaltes verhindere das.

Eines müsste die Bundesregierung aber doch schnell klären können. Betreiben die Amerikaner nun ein oder zwei Spionageprogramme mit dem Namen Prism oder nicht? Ein Anruf müsste ja eigentlich genügen, um das herauszubekommen.

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/verwirrung-um-prism-i-und-prism-ii-wortreiches-schweigen-bei-der-bundesregierung-1.1723988

 

 

Joachim Petrick 20.07.2013 | 01:53

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2179826/


16.07.2013
Ex-Bundesinnenminister Gerhart Rudolf Baum (FDP) (Bild: picture alliance / dpa / Klaus Franke) Ex-Bundesinnenminister Gerhart Rudolf Baum (FDP) (Bild: picture alliance / dpa / Klaus Franke)
"Ich möchte einfach wissen, was passiert ist mit meinen Grundrechten"
Ex-Innenminister Baum fordert nach NSA-Skandal Diskussion über Datenschutz bei der UNO
Gerhart Rudolf Baum im Gespräch mit Gerd Breker

"Wir können es uns nicht bieten lassen, dass von außen unsere Grundrechte ausgehöhlt werden", sagt der FDP-Politiker Gerhart Rudolf Baum. Die Bundesregierung müsse den Datenschutz zur Chefsache machen. Auch Ronald Pofalla (CDU) als Koordinator der Nachrichtendienste sei hier gefragt."

apatit 20.07.2013 | 09:23

“als Reisekader nach Washington und nicht ihren für den BND zuständigen Kanzleramtsminister Pofalla abkommandiert?“ Weil der Herr Profalla manchmal ein zu hitziges Gemüt hat! ( … So soll Pofalla zu Bosbach gesagt haben: „Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen“ und, nachdem Bosbach Pofalla auf die im Grundgesetz garantierte Entscheidungsfreiheit von Abgeordneten hingewiesen habe, habe Pofalla daraufhin erwidert: „Ich kann den Scheiß nicht mehr hören“. ) Und nun stell Dir mal vor lieber JP, dieser Wortlaut im weißen Haus … dann wären Flugzeugträger der USA in Nord und Ostsee? Nee, dann lassen wir lieber koordiniert weiter spitzeln.

Joachim Petrick 20.07.2013 | 11:37

",,ieser Wortlaut im weißen Haus … dann wären Flugzeugträger der USA in Nord und Ostsee? Nee, dann lassen wir lieber koordiniert weiter spitzeln."

Ja furchtbar! Noch schlimmer aber ist, dass Merkel nicht ihre Triebkräfte sondern ihre Streitkräfte zu mobilisieren erwägt.

 

Übrigens sprach Roland Pofaala gegenüber seinem parteifreund Bosbach von "Hackfresse"

Sagt Dir das was?, beim BND sind doch viele staatlich legitmierte Hacker  bestallt unterwegs auf den globalen Daten Autobahnen und verschlüsselten Pfaden

apatit 21.07.2013 | 20:36

Es ist erschreckend, wie mit unterschiedlichen Maß hier unser “ Präsident der Herzen “ gewichtet – nein so einfach Herr Gauck kann man es sich nicht machen, selbst wenn man aus Mecklenburg – Vorpommern stammt, wie er immer gerne angibt. Ein stumpfes Messer ist unser Präsident geworden, wo sind seine gewichtigen Worte über Freiheit und Menschenrechte. Der Bürgerrechtler der letzten Stunde, wie ihn Hans-Jochen Tschiche, 82 Jahre alter Pfarrer,  Herrn Gauck beschrieb! Nee mit diesen Stumpfen Messer kann man bis “ nach Pommer reiten ohne sich in den Arsch zu schneiden“ Das pflegte immer meine Oma zu sagen über stumpfe Messer im Haushalt, passt aber hier voll ins Bild. Es geht um mehr, viel mehr um alles weg zu lächeln oder rhetorisch zu salben!