JR's China Blog
09.02.2013 | 14:46 8

Deutschland total verarmt

Böses Omen. Der Mittelstand steigt ab. Das passiert meist graduell. Die Erfahrung macht der Mittelstand aber täglich. Zum Beispiel, wenn er falsch versichert ist.

Verden (Aller), 09.02.2013 --- An der Kasse in einem Supermarkt  (Tabak- und Glücksspiel-Abteilung). Zwei Leute müssen warten, weil noch ein Gespräch läuft.

Kunde: Das Essen [im Krankenhaus] war aber in Ordnung.

Kassiererin: Ich würde lieber sterben, als ins Krankenhaus zu gehen. Meine Mutter hat mit Schwarzköpfen in einem Zimmer gelegen!

Kommentare (8)

Oberham 09.02.2013 | 15:53

..... ist das jetzt eine Bildungslücke - ich hab das bis dato nur mit Kopfwaschpulver in Vergindung gebracht.

Ups.... das ist schon zweideutig!

Also wahrscheinlich haben sich manche, die hellhäutig sind nicht nur die Haut gewaschen, sondern das Zeug hat irgendwie auch das Hirn gebleicht.

Bei uns grüßen sich fröhliche Menschen - egal wie sie aussehen und die traurigen, oder wie auch immer gerade beseelt Seienden, gehen aneinander vorbei und versuchen sich nicht in die Blickquere zu kommen. (Wegen dem Link)

Das an der Kasse - was hat der Zuhörer  der Schwarzkopf-Konsumentin entgegnet?

Lee Berthine 10.02.2013 | 19:00

Angst vorm Krankenhaus habe ich insofern, dass das Personal dort total überarbeitet ist, ich wurde zum Beispiel auf dem Weg zur OP schon mal voll karacho gegen die Wände geknallt, weil die (deutschstämmige) Helferin überfordert war und der "Transportdienst" aus kräftigen Männern bestehend gerade aus Kostengründen abgeschafft worden war. Was während der OP los war, habe ich wegen der Narkose zum Glück nicht mitbekommen. Der Arzt hat hoffentlich währenddessen keinen Kaffee zum Wachbleiben gekippt, oder ähnliches.

Au weia, deswegen, weil wenn das Gespräch an der Kasse authentisch war, es ein erschreckendes Bild abgibt. Andererseits habe ich den Namen "Schwarzkopf" außer für Haarpflegeprodukte noch nicht gehört.

Die Leute aus anderen Kulturen und Ländern, die ich bisher kennengelernt habe, sind freundlich, vor allem gastfreundlich und meist liebenswert. Natürlich gibt es unter den "Ausländenr" Leute, die mir unsympathisch sind, aber das ist hier wohl nicht das Thema.

JR's China Blog 11.02.2013 | 10:35

Das Gespräch an der Kasse war authentisch. Ich habe kein gutes Gedächtnis, wenn ich mir nicht unmittelbar nach solchen along-the-way-Erfahrungen ein paar Notizen mache, und die mache ich mir in solchen Fällen ja meistens nicht.

Aber besonders exemplarisch fand ich dieses Gespräch wegen der Dummheit, die sich nicht nur im Rassismus der Kassiererin ausdrückte, sondern auch in ihrer Ansage, sie würde eben aufgrund ihrer Einstellung lieber sterben, als ins Krankenhaus zu gehen.

Die Ironie, die darin für mich lag, wollte ich dann doch mal eben schriftlich festhalten...