Kulturwissenschaft
11.02.2013 | 16:53 1

Berlinale: Ich habe die Zukunft des deutschen

Films gesehen ! Sie heißt Sven Halfar! Sein Film heißt: "DeAD" UND : DIE ZWEI COOLSTEN TYPEN DER BERLINALE sind im deutschen Film zu finden

Es gibt diese Erstlingsfilme, in denen man über kleine Holprigkeiten oder Längen hinweg sieht, weil man das Talent dahinter erkennt.  Nicht so hier; Dieses Talent springt einem von der Leinwand direkt und mit voller Wucht entgegen.

An dem Film "DeAD" ist alles mit absoluter Hingabe an das Detail, mit Leidenschaft und mit einer unglaublich hohen Professionalität gemacht worden. Es ist eines dieser Wunder, die von der ersten bis zur letzten Minute stimmig sind, wo nicht eine Einstellung zu lang oder falsch ist, in dem alle Figuren unglaublich gut besetzt sind, jedes Bild für sich schon eine Geschichte ist.

Ein Kunstwerk, das man für seine Kunstfertigkeit  und für die Geschichte, die es erzählt, lieben muß.

Schon das Drehbuch: jede Figur in der Geschichte erzählt quasi nochmal einen eigenen Film, die Dialoge zeigen den Spaß am Spielen und das Innerste der Figur , die Handlung ist eigentlich klar und doch immer wieder überraschend.

Man traut sich gar nicht mit dem Loben anzufangen aus Angst, jemanden zu vergessen, es ist wirklich alles großartig, die Kamera, das Licht, die Musik, das Set...

Und die Schauspieler! Alle! Sie beschützen ihre Figur in jedem Moment und zeigen uns dennoch deren Seele (allen voran die zwei coolen Hauptfiguren, die eben nicht nur cool sind).

Danke!

 

 

 

 

 

Kommentare (1)

kelander 15.02.2013 | 11:59

Gott sei Dank. Der Kritiker des obigen Artikels, hat sich geirrt. Er meinte natürlich nicht DeAD von einem gewissen Sven Halfar sondern irgendeinen anderen Film der auf der Berlinale lief. Denn DeAD kann sicher nicht gemeint sein mit obiger Hymne eines geglückten Kunstwerks. Denn in DeAD ist gar nichts geglückt: weder Dialog, noch Schauspielerführung, noch irgendetwas anderes. Wenn die Schauspieler ihre Rollen gerade nicht verraten, dann tut es mit erstaunlicher Zuverlässigkeit die Regie und die peinliche "Für eine handvoll Dollar"-Musik. Einen uninspirierten Tarantino-Abklatsch mit miesesten "verfickten" Dialogen bei denen man den Schauspielern anszusehen meint, dass sie sie kaum über die Lippen bekommen. So etwas funktioniert eben nicht in bundesdeutscher Villa mit weißem Porsche davor. Es mangelt an Charme, Glaubwürdigkeit und allem was einen Sehenswerten Film ausmacht. Und die beschriebene Coolness der Akteure verhindert, dass überhaupt irgendwer seine Probleme ernst nimmt und dadurch berührt oder interessiert. Viel mehr sieht man das Bemühen die Stimmen so klingen zu lassen als wäre der Synchronsprecher von Al Pacino oder Uma Thurman am Werk. Aber klar, worein soll man sich retten, bei diesen belanglosen Dialogen, schlecht übersetzt aus Tarantino Filmen die mit ein bisschen Verficktismus aufgemotzt und dann seelenlos in Szene gesetzt wurden von einem Talentbefreiten Regisseur? 

Perspektive Deutsches Kino? Das sind ja düsterste Aussichten!

Gute Nacht