15.02.2013 |
22:34
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Wieder ein Verlust
Gestorben Dietrich Kittner ist gestorben
Von den ÖR gegen das Prinzip der Meinungsfreiheit von diesen aus der Öffentlichen Medienlandschaft verbannt, kann Dietrich Kittner nicht mehr scharf schießen ... intellektuell. Es bleiben seine gespeicherten Auftritte.
Danke Dietrich Kittner für den Kampf gegen eine Diktatur. Die Herrschenden der Diktatur wussten, warum sie dich verbannten. So würgt Diktatur*.
*Diktatur ist Herrschaft der wirklich Herrschenden, vernebelt durch eine wabernde Demagogiewolke.

Kommentare (20)
Das ist wirklich ein Verlust.
Wer war er denn? Zu einer Danksagung gehört auch eine Erinnerung wofür - für die, die ihn nicht kannten.
Google oder andere Suchgeräte ... schon mal von gehört/gelesen?
Ich finde, wenn man jemand lobt, verehrt, wie immer auch, findet man persönliche, eigene Worte. Eine Quintessenz eines Lebens, an dem man beobachtend oder sonst wie teilgenommen hat.
Ich finde keine eigenen Worte. Ich bin über den Verlust wortlos.
Nachrufe obliegen mir nicht. Warum auch.
Stille Trauer ... deshalb halt' ich jetzt meine Schnute.
kittner war ein linker, der mit den üblichen behinderungen hierzulande zu kämpfen hatte und zu kämpfen verstand. eine platte hat den titel: der staat, das bekannte unwesen.
nur ein beispiel.
er war bis zuletzt mitherausgeber der zeitschrift "Ossietzky".
ich hab ihn einmal in einer kleinstadt auf der bühne erlebt. danach blieb er noch zu einem bier im kleinen kreis.
>>…ich hab ihn einmal in einer kleinstadt auf der bühne erlebt. danach blieb er noch zu einem bier im kleinen kreis.<<
Ich auch, und wir stellten dabei fest, dass wir im Prinzipe die gleichen Erfahrungen mit der SPD haben. Das verbindet.
Gerade dass Dietrich Kittner nie im Fernsehen auftreten durfte, dass man selber hingehen musste, ermöglichte die Erfahrung, dass er authentisch war: Ein Volksvertreter (und Ketzer und Denklehrer) im besten Sinne des Wortes.
Sein Tod ist ein Verlust, aber sterben müssen wir eben alle mal. Dietrich Kittners Erbe ist allerdings für alle da, die es annehmen und weiter machen wollen.
Ciao
Wolfram
Danke für die Erinnerung. Ich habs gestern auch gehört.
lieber zeitleser, unkenntnis kann ein bekenntnis sein. man kann ja schließlich nicht überallhin sehen und bescheid wissen oder?
Dietrich Kittner war als kabarettist ein Garant für Kampagnenstärke und gesellschaftspolitsxch Elan.
Mit seinem Tod erleben wir einmal mehr, dass Alter nicht nur nach Weisheit, sondern vor allem auf Verlust hin, auf Loslassen durch hütendes Erinnern zustrebt?
Texte können Tränen sein.
jedenfalls - wie so oft, lernen jetzt einige Menschen seine Lyrik kennen.....
Ich denke er hatte einen guten Übergang, da schon öfter im Transzendenten herumtapste als unsereins es wohl tut.
...hatte ihn längst vergessen....und jetzt gedenkt sogar die Stuttgarter Zeitung ....via dpa-Meldung....
Stuttgarter Zeitung ... toll.
Nur die ÖR nicht ... buh.
In diesem Bereich müssen Texte keine Tränen sein, sondern gezielte Schüsse auf die Hauptfeinde ... die Blockierer und Verzögerer des gesellschaftlichen Fortschritts.
Hab' ihn in den späten Achtzigern im sozialistischen Magdeburg erlebt und nicht für möglich gehalten, dass das von ihm gegeißelte Untier im Osten GER noch einmal fatale Urständ feiern konnte.
Wetten, wenn der Kriegsbefürworter und Gitarrenkwäler Biermann mal das Manna schlucken muss, dann hagelt es Nachrufe.
Von dem Typen seit langem keine "laue Luft" gehört.
Dein Text klingt sn diesem Ort wie eine unterdrückte Träne.
Wieso feierliche Urständ GER?
Ich bin da nicht sachverständig, aber dass Biermann dem Kittner als Gitarrist nachsteht/nachstand, habe ich nicht bemerken können.
Hier ist noch ein Nachruf.
Es ist doch halt die Frage, zu welchem Zweck jemand eine Gitarre kwält ... zur Belustigung von Urlaubern, zur Stimmungsmache gegen den Sozialismus, zur grundlegenden Kritik gegen das Unrechtssystem der BRD, oder gegen den Vietnamkrieg oder, oder ...
mehrere Tränen
Fröhliche Urständ für die Nutznießer ... schlimme Zustände für die Betroffenen.
Kittner hat die Geißeln des Kapitalismus gegeißelt. Nach 89/90 konnte ich dann selbst die Erfahrung mit jenen Geißeln machen, die Kittner kritisierte, und über die ich damals "herzhaft" lachen konnte.