Lutz Herden
07.01.2013 | 12:49 16

Auf in den Stellungskrieg

Syrien Die jüngste Rede von Präsident Assad ist von der Hoffnung geprägt, Breschen in das Lager seiner Gegner schlagen zu können und den Kampf noch nicht verloren zu haben

Auf in den Stellungskrieg

Assads Auftritt vor der syrischen Nationalflagge

Foto: AFP-Photo

Es war eine Rede der großen Absagen. Syriens Präsident Bashar al-Assad will nicht kapitulieren, nicht mit seinen Feinden verhandeln, die er getrost Todfeinde nennen kann, und nicht ins Exil gehen, auch wenn die russische Diplomatie andeutet, es könnte das Beste sein. Wo sollte er auch hin, wer würde ihn aufnehmen? Wo wäre er mit seiner Familie sicher?

Seit dem Auftritts Assad an diesem 6. Januar 2013 in der Nationaloper von Damaskus dürfte auch die Bitte von Vizepräsident Faruk al-Scharaa hinfällig sein, die Opposition solle doch in Verhandlungen über die Bildung einer Übergangsregierung eintreten. Als dieses Angebot kurz vor Weihnachten lanciert wurde, war in der entsprechenden Erklärung erstmals nicht von „islamistischen Terroristen“ die Rede, die Syrien zerstören wollten, weil sie als „Agenten der Golfstaaten“ handen. Die Nationale Koalition als Dachverband des Anti-Assad-Lagers im Ausland hat sich der Offerte brüsk verweigert – es sei zu spät, das Regime über alle Maßen diskreditiert, dass es nur noch den schnellen Abgang geben dürfe.

Alles oder nichts

Das musste – und das sollte wohl auch Staatschef Assad in die Hände spielen. Ihm konnte unter diesen Umstanden gar nichts anderes übrig bleiben, als seine Anhängern mit der Parole „Jetzt erst recht! Alles oder nichts!“ auf ein Durchhalten um jeden Preis einzuschwören. Diese Botschaft richtet sich an die Anhänger aus der regierenden Baath-Partei ebenso wie an die Streitkräfte – die Eliten-Einheiten der Assad besonders ergebenen Luftwaffe, die loyalen Republikanischen Garden und die Territorialmilizen. Solange sie nicht zerfallen und demoralisiert sind, muss das Anti-Assad-Lager – ohne massiven militärischen Beistand aus dem Ausland – den großen Enthauptungsschlag schuldig bleiben, auch wenn Nachrichten über Desertionen und die Flucht hochrangiger Offiziere (zum Teil sind es Generäle) in die Türkei, nach Jordanien und in den Libanon nicht abreißen.

Derzeit überwiegt der Eindruck, keine der Konfliktparteien ist in der Lage, eine strategische Initiative zu ergreifen, die dazu führen könnte, die Schlacht um Syrien zu entscheiden. Die Streitkräfte der Regierung halten trotz aller Rebellenangriffe das Kernland um die Hauptstadt, das Hinterland der Häfen von Tartus sowie Latakia und die Höhenzüge des Dschebel al-Alawia und Jabal an-Nusayriyah, der syrischen Ausläufer des Libanon-Gebirges. Für den Notfall fände sich hier ein Rückzugsgebiet, das auch für den Assad-Clan in Frage käme. Für seine Elitebrigaden gilt das sowieso. Diese Bergwelt könnte Refugium und Bastion sein, um vom Bürger- auf einen Guerilla-Krieg umzusteigen.

Gebiete an der Grenze zur Türkei und zum Libanon wurden hingegen von den Assad-Verbänden aufgegeben. Worauf sich die Führung in Damaskus einzustellen scheint, das ist ein Abnutzungskrieg, der den Gegner in Schacht hält und irgendwann zermürbt. Das damit bewahrte Patt könnte irgendwann zu einem Konflikt-Stadium führen, das beide Lager zu der Einsicht zwingt, ohne fremde Hilfe nichts gewinnen zu können. Nur was dann? Werden dann doch von außen – mutmaßlich von türkischem Territorium aus – Flugverbotszonen errichtet, um den im Westen schon sicher geglaubten Regime Change in Damaskus durchzusetzen. Und letzten Endes Anleihen beim libyschen Muster zu nehmen? Oder wird dann UN-Vermittler Lakhdar Brahimi größere Chancen haben, mit seiner Idee einer großen internationalen Syrien-Konferenz durchzudringen, die alle an einen Tisch zaubert und einer politischen Lösung den Vorzug gibt?

Die eine oder andere Bresche

Die Zeit muss nicht unbedingt gegen Präsident Assad laufen. Bisher kann er sich noch darauf verlassen, überaus heterogenen Widersachern gegenüber zu stehen. Die Nationale Koalition unter Moas al-Chatib, des ehemaligen (sunnitischen) Imams Umayyaden-Moschee in Damaskus, ist klar ein Geschöpf der Amerikaner. Die Golfstaaten, besonders Saudi-Arabien, haben andere Favoriten im Anti-Assad-Lager. Ganz zu schweigen von der fundamentalistischen Internationale der Gotteskrieger, die aus Irak und dem Jemen nach Syrien eingesickert sind und in diesem Land einen neuen Brückenkopf für den Vormarsch eines radikalen Islam im arabischen Raum gefunden glauben. Gelingt es der syrischen Führung, in diese Front die eine oder Bresche zu schlagen, könnte ihr das neue Spielräume eröffnen.

Kommentare (16)

weinsztein 08.01.2013 | 03:39

Lieber Lutz Herden,

was, glauben Sie, versprechen sich die USA von einem Sieg dieser gotteskriegerischen Rebellen, Widerstandskämpfer, Freischärler - kurz: der vom Westen so genannten syrischen Oppositionellen - usw. über Assad? Oder Frankreich, Deutschland, andere EU-Staaten - vom "Enthauptungsschlag" gegen Assad?

Gibt es den "großen Plan"? Erst mal islamische Gotteskrieger überall in dieser Gegend zunächst siegen und dann abwirtschaften zu lassen? Um dann später die überlebenden laizistischen Kräfte zu unterstützen, um mit ihnen zusammen in dieser Region Naher & Mittlerer Osten aufzuräumen und westliche Standards etablieren? Und am Ende geht es wieder nur um Oil und Gas?

 

Hans Müller 08.01.2013 | 11:23

Das Kalifat, das in Syrien zurzeit installiert wird, stellt vorerst eine größere Bedrohung für Israel dar, als es die Baath-Partei jemals war. Doch das wird riskiert. Man hofft dann auf Pragmatik der geistigen Urheber in Katar und Saudi-Arabien.

Denn mit der Zerstörung Syriens schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe.

 

1. Freie Bahn in den Iran. Der Iran ist der Hauptgegner der USA. Der Fall Syriens isoliert Iran und vervollständigt die Umzingelung durch US-Basen. Zusätzlich werden seit Jahren MKO-Terroristen gegen Teheran ausbildet.

2. Schwächung und Isolierung der Hisbollah. Libanon steht ebenfalls auf der Agenda und durch das Herauslösen von Syrien, wird die Verbindung zum Iran gekappt.

3. Assad widerstand lange Zeit allen Anbiederungsversuchen der USA.  Ein selbstbewusstes Syrien ist ein Hindernis für Pipelines usw.

4. Die Entwicklungen die dort von aussen erzwungen werden, bilden eventuell später die Grundlage für eine "humanitäre Intervention", mit dem Ziel die Exilregierung (die in Syrien keinen Einfluss hat), zu installieren. Ähnlich wie Karsai in Afghanistan.

Die Pläne sind schon lange auf dem Tisch.

 

https://www.youtube.com/watch?v=kkE8Gp-nWEs
(US-General der über die Angriffspläne plaudert)
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/syrien-und-ihr-denkt-es-geht-um-einen-diktator-11830492.html

(Nachhilfe in Geopolitik für Syrien - unbedingt lesenswert!)

Lutz Herden 08.01.2013 | 15:37

Es gibt übrigens einen Drei-Stufen-Plan, den Assad am Sonntag vorgestellt hat, der aber in der Berichterstattung kaum erwähnt wird. Phase eins fordert die Aufgabe jeder finanziellen und sonstigen materiellen Unterstützung für die Rebellen, Phase zwei gilt einem Rückzug der syrischen Armee aus den Kampfgebieten, und Phase drei soll die Bildung einer Mehr-Parteien-Übergangsregierung  beinhalten.

Die hätte dann über eine neue Verfassung zu entscheiden, bei der ein Volksentscheid quasi das letzte Wort hätte.

 

 

Martin Gebauer 08.01.2013 | 17:36

Franklin Lamb: Assad am Opernhaus 12:12 PM | 

Die Oper mit beinahe 1400 Sitzplätzen war gestern bei der Rede des Präsidenten gestopft voll und wie bei der Abschluss-Szene in Mozarts Oper wurde das Ende von Assads Rede mit „einem die ganze Nacht währenden Fest gefeiert“...

Obwohl zugegebenermaßen übermüdet, wurde ich, als ich Bashar al-Assads Rede anhörte, an Macbeths oder Brutus' Monolog erinnert. Ich konnte nicht anders, als in meinen Gedanken, den Appell von Brutus im 3. Akt, 2. Szene in Shakespeares 'Julius Caesar' zu vertauschen:

„Wer ist hier so roh, daß er nicht wünschte, ein Syrier zu sein? … Wer ist hier so schlecht, daß er sein Vaterland nicht liebte? Ist es jemand, er rede … Ich halte inne, um Antwort zu hören." 

Nach seiner Rede an die Nation sagte eine einheimische Journalistin, die manchmal kritisch gegenüber der Regierung ist, auf meine Frage nach der anhaltenden Popularität Assads in dieser tragischen Periode des syrischen Volkes: „Das ist wahr. Und das kommt teilweise durch die Tatsache, dass er bescheiden ist, sogar demütig – und gut erzogen im Gegensatz zu einigen regionalen Monarchen, die im Grund Analphabeten und uninteressiert an der Welt außerhalb ihrer Lehnsgut-Paläste sind“. Und sie fuhr fort: „Vor der Krise war es nicht ungewöhnlich, dass er ohne Sicherheitsbeamte im Stadtzentrum persönlich herumfuhr, das Auto voller Kinder und Einkäufe erledigte oder mit ihnen zum Essen fuhr oder sie von der Schule abholte. ...

 

Nach der Rede, kam das nette Zimmermädchen, das täglich mein Zimmer in Ordnung bringt, herein, um etwas zu erledigen. Ich las und sah die Nachrichten. Man zeigte einen Abschnitt aus der Präsidenten-Rede. Sie strahlte, als sie Bashar sah, ging spontan quer durch das Zimmer und umarmte den Fernseher und küsste den Schirm. Im merkte, dass sie nasse Hände hatte und fürchtete, dass sie einen Schlag bekommen könnte. ...

Assad hat in seiner Rede, die manche Historiker und Nahost-Analytiker wohl als historisch bezeichnen werden, einen neuen Plan für seine Landsleute sowie für Freund und Feind gleichermaßen und für die internationalen Gemeinschaft angeboten, um die Krise unmittelbar zu beenden.
Er umfasst der Reihe nach:

die ausländischen Länder stellen die Finanzierung der Rebellen ein;

Syriens Regierung legt die Waffen nieder und erklärt eine Amnestie;

eine nationale Konferenz und Dialog;

das Entwerfen einer Verfassung, die von einem Referendum gebilligt wird;

eine Regierungskoalition bis zur Abhaltung der Wahlen, voraussichtlich 2014.

Ein Kongress-Angestellter im Komitee für ausländische Beziehungen des US-Senats hat heute eine e-Mail-Nachricht geschickt, dass die Obama-Verwaltung bereit sein könnte, Bashar al-Assads „Opernhaus“-Formel zu akzeptieren, angesichts der sich schnell verändernden geopolitischen Realität der Region und der militärischen Patt-Situation vor Ort in Syrien. Beide Fakten deuten darauf, dass es keine realistische Alternative für die gegenwärtige gewählte Regierung gäbe oder dass es irgendeine realistische Aussicht gäbe, dass das Regime das Handtuch werfen oder in Bälde kollabieren würde.

Syrien: Umkipp-Punkt oder Wende-Punkt?

 

Martin Gebauer 11.01.2013 | 13:25

Es ist nicht zu fassen, was die ARD an propagandistischen Schwachsinn ihren GEZ Kunden antut.

"Eiskalt und frei von Selbstzweifeln"

 10. Januar 2013

Mit seiner Rede am Sonntag hat der syrische Präsident Bashar Al-Assad eine überraschende Granate gezündet, die direkt im Kopf der Kriegsführer der westlichen Wertegemeinschaft explodiert ist.

 Freudig kündigte die Propaganda der westlichen Wertgemeinschaft die Rede an, und führende TV-Stationen der westlichen Wertegemeinschaft wie beispielsweise der regelmäßig besonders scheußliche anti-syrische Lügen verbreitende Kanal “Al Jazeera” übertrugen die Rede in Echtzeit.

Doch die Rede von Präsident Assad war ganz anders, als die im Spiegelkabinett ihrer eigenen Lügenpropaganda gefangene westliche Wertegemeinschaft sich das gedacht hat. Sie war ruhig im Ton, doch bestimmt, und so klar und deutlich in der Sache, wie sich die blutrünstigen Kriegsfürsten der westlichen Wertegemeinschaft das in ihren schlimmsten Alpträumen nicht ausgemalt haben.

Hier sind einige kommentierte Auszüge aus der Rede von Präsident Assad.

Sie haben Zivilisten und Unschuldige ermordet, um das Licht und die Weisheit in unserem Land zu töten. Sie haben qualifizierte und sich auszeichnende Leute umgebracht, um ihre Ignoranz über unserem Verstand auszubreiten. Sie haben die mit dem Geld des Volkes gebaute Infrastruktur sabotiert, um unser Leben mit Leid zu überfluten.

Sie haben den Kindern ihre Schulen vorenthalten um die Zukunft des Landes zu zerstören und ihre Ignoranz zu verbreiten. Sie haben Stromerzeuger, Kommunikationslinien und Heizölzufuhr unterbrochen, was die Alten und die Kinder vom kalten Wetter leiden lässt, ohne Medizin, in Bestätigung ihrer Verkommenheit.

Sie haben Getreidespeicher zerstört, Getreide und Mehl geraubt, um einen Leib Brot einen Traum für Bürger zu machen und das Volk auszuhungern. So, ist das ein Konflikt um Amt und Macht oder ist das ein Konflikt zwischen dem Heimatland und seinen Feinden? Ist das ein Kampf um Macht, oder ist es Rache gegen das syrische Volk, das diesen terroristischen Mördern nicht das Schlüsselwort zur Auflösung Syriens und seiner Gesellschaft gegeben hat? Sie sind die Feinde des Volkes, und die Feinde des Volkes sind die Feinde von Gott, und diese Feinde von Gott werden am Tag des jüngsten Gerichtes im Höllenfeuer schmoren.

Am Anfang wollten sie eine gefälschte Revolution, aber das syrische Volk hat gegen sie rebelliert, dann versuchten sie es heimlich mit Geld, Medien und Waffen aufzuzwingen, und nachdem sie dabei gescheitert sind gingen sie in eine zweite Phase über wo sie die Maske einer “friedlichen Revolution” fallen ließen und den Schleier über den Waffen, die sie heimlich benutzten, lüfteten, um sie offen zu benutzen, wobei sie ihre Versuche starteten, bestimmte Städte zu besetzen, um von da aus andere Städte anzugreifen.

Ihre Brutalität hat unser Volk nicht eingeschüchtert, dank seiner Aufmerksamkeit und Standhaftigkeit, so hat unser Volk sie zurückgewiesen und ihre Lügen bloßgestellt. Deshalb beschlossen sie Rache an der Bevölkerung zu nehmen und wahllos und überall Terrorismus zu verbreiten.

Sie nennen es eine Revolution, aber tatsächlich hat das nichts mit Revolutionen zu tun. Eine Revolution braucht Denker. Eine Revolution ist auf Gedanken aufgebaut. Wo sind ihre Denker? Eine Revolution braucht Führer. Wo ist ihr Führer? Revolutionen bauen auf Wissenschaft auf und nicht auf Ignoranz, darauf, das Land voranzubringen und es nicht Jahhunderte in die Vergangenheit zurückzuwerfen, darauf, Licht zu verbreiten, und nicht Stromkabel zu zerstören. Eine Revolution wird üblichereise vom Volk gemacht und nicht durch den Import von Ausländern, die gegen das Volk rebellieren. Eine Revolution wird im Interesse des Volkes gemacht und nicht gegen das Interesse des Volkes. Ist das eine Revolution? Sind das Revolutionäre? Sie sind ein Haufen Krimineller.

Takfiristen haben im Hintergrund mit Bombenanschlägen und Massenmorden gearbeitet, den bewaffneten Banden die Frontlinien überlassend, aber die Einheit des syrischen Volkes und der Armee haben sie gezwungen, sich zum Kampf an die Frontlinie zu begeben, wo sie das Ruder eines Schiffes aus Blut, Mord und Verstümmelung übernommen haben. Weil das takfiristische Gedankengut unserem Land fremd ist, mussten sie es aus dem Ausland importieren, ob als Terroristen oder als Gedankengut.

und eine politische Lösung zu akzeptieren bedeutet nicht uns nicht zu verteidigen, aber eine politische Lösung bedeutet auch die Existenz eines politischen Partners, der fähig zum Dialog ist und willig ist, ihn zu führen.

Wir haben niemals die politische Lösung zurückgewiesen, und wir haben sie implementiert vom Tag eins, basierend auf Dialog als die Hauptsäule während wir unsere Hand denen entgegenstrecken, die ein nationales politisches Projekt verfolgen, das Syrien vorwärts bringt. Aber mit wem führen wir einen Dialog? Mit denen, die extremistisches Geankengut verfolgen, und die an nichts anderes glauben als an Blut, Mord und Terrorismus?

Sollen wir Dialog führen mit Banden, die ihre Befehle aus dem Ausland erhalten und einem Ausländer folgen, der ihnen befiehlt, Dialog zu verweigern, weil angenommen wird, dass Dialog seine Machenschaften verhindert, die darauf abzielen, Syrien zu schwächen und zu unterminieren?

Und, was den Westen betrifft, die Nachfahren des Kolonialismus und die Eigentümer des ersten Planes in der Politik der Spaltung und des abscheulichen rassistischen Hasses, er ist es, der die Tür des Dialoges mit uns zugeschlagen hat, weil er es gewohnt ist, zu Unterwürfigen Befehle zu erteilen, und wir Souveränität, Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit gewohnt sind, weil er süchtig nach Lakaien und Unterworfenen ist, und weil wir mit Würde und Stolz aufgewachsen sind, und so soll es bleiben. So, wie kann er einen Dialog mit uns führen, und warum sollte er einen Dialog mit uns führen?

Deshalb, diejenigen, die nur über eine politische Lösung sprechen und diese Fakten ignorieren, sind entweder ignorant oder schwach. Sie liefern ihr Land und ihr Volk als zartes Häppchen Kriminellen und denen, die hinter ihnen stehen, aus, verkaufen ihr Volk und das Blut ihrer Märtyrer kostenlos, und das werden wir nicht erlauben.

Es ist weder eine Angelegenheit zwischen Loyalisten und Opposition noch einer Armee gegenüber Banden und Kriminellen. Wir sind in einem Zustand des Krieges im ganzen Sinne des Wortes. Wir schlagen eine grimmige ausländische Aggression zurück, in einer neuen Verkleidung, die tödlicher und gefährlicher ist als ein traditioneller Krieg, weil sie nicht ihre Mittel benutzen, um uns anzugreifen; stattdessen implemntieren sie ihre Projekte, ud greifen Syrien an, indem sie einen Haufen Syrer und eine Menge Ausländer benutzen.

Es ist weder eine Angelegenheit zwischen Loyalisten und Opposition noch einer Armee gegenüber Banden und Kriminellen. Wir sind in einem Zustand des Krieges im ganzen Sinne des Wortes. Wir schlagen eine grimmige ausländische Aggression zurück, in einer neuen Verkleidung, die tödlicher und gefährlicher ist als ein traditioneller Krieg, weil sie nicht ihre Mittel benutzen, um uns anzugreifen; stattdessen implemntieren sie ihre Projekte, ud greifen Syrien an, indem sie einen Haufen Syrer und eine Menge Ausländer benutzen.

Phase 1:

Erstens: die betreffenden regionalen und internationalen Länder verpflichten sich selbst dazu, die Finanzierung, Bewaffnung und Stationierung von bewaffneten Elementen zu beenden. Parallel dazu, werden die bewaffneten Elemente ihre Terroroperationen stoppen, was die Rückkehr der versprengten Syrer an ihre ursprünglichen Wohnorte in Sicherheit ermöglicht.

Unmittelbar danach werden die Streitkräfte die Militäroperationen stopppen, dabei jedoch das Recht behalten darauf zu antworten, wenn das Heimatland, Bürger und öffentliche und private Einrichtungen irgendwie angegriffen werden.

Zweitens: das Auffinden eines Mechanismus, um sicherzustellen, dass alle den obigen Punkt einhalten, besonders in Bezug auf die Kontrolle der Grenzen.

Drittens: Die gegenwärtige Regierung wird sofort beginnen, intensive Kontakte mit allen Spektren der syrischen Gesellschaft mit all ihren Parteien und Körpern aufzunehmen, um eine offene Diskussion aufzunehmen, die den Weg ebnet, um eine Konferenz eines nationalen Dialoges abzuhalten, an der alle Kräfte, die eine Lösung in Syrien suchen, teilnehmen werden, mögen sie innerhalb oder außerhallb des Landes sein.

Phase 2:

Erstens: Die gegenwärtige Regierung ruft zur Abhaltung einer umfassenden Konferenz des nationalen Dialoges auf, um einen nationalen Pakt zu erreichen, der festhält an Syriens Souveränität, Einheit und territorialer Integrität, ausländische Einmischung in seine Angelegenheiten zurückweist, und Terrorismus und Gewalt in all ihren Formen ausschließt.

Der Ruf der Regierung an die Parteien und die Spektren der Gesellschaft wird darauf abzielen, die Kriterien für die später abzuhaltende Konferenz zu setzen.

Was den Pakt angeht, so wird er die politische Zukunft Syriens zeichnen und das konstitutionelle und juristische System und die politischen und ökonomischen Eigenschaften zeichnen, und das wird auch beinhallten ein Vereinbarung über neue Partiengesetze, Wahlen, die lokale Verwaltung, und so fort.

Zweitens: Über den Pakt wird es eine Voksabstimmung geben.

Drittens: Eine erweiterte Regierung wird gebildet werden, die die Komponenten der syrischen Gesellschaft repräsentiert, welche damit beauftragt werden wird, die Bestimmungen des nationalen Paktes zu implementieren.

Viertens: Über die neue Verfassung wird es eine Volksabstimmung geben, und nachdem sie angenommen wurde, wird die erweiterte Regierung die in der Konferenz des Dialoges vereinbarten Gesetze entsprechend der neuen Verfassung umsetzen, einschließlich des Wahlgesetzes. Danach werden neue Parlamentswahlen staffinden.

Wir können das Wort “falls” benutzen in Bezug auf Alles was die Verfassung und die Gesetze angeht, weil Alles davon abhängt, ob bei der Dialogkonferenz eine Vereinbarung bezüglich der Verfassung und der Gesetze erzielt wird, welche dann der Regierung vorgelegt werden wird, wenn sie vereinbart ist.

Phase 3:

Erstens: Eine neue Regierung wird gebildet entsprechend der zu dieser Zeit existierenden Verfassung.

Zweitens: Eine generelle Konferenz für nationale Versöhnung wird abgehalten werden und eine generelle Amnestie wird den aufgrund der Ereignissen inhaftierten gewährt werden, während die bürgerlichen Rechte der Geschädigten gewahrt werden.

Drittens: Es wird an der Wiederherstellung der Infrastruktur und dem Wiederaufbau gearbeitet, und denjenigen, die betroffen von den Ereignissen sind, wird geholfen und Entschädigung gezahlt werden.

Was die Amnestie angeht, werden die zivilen Rechte der Geschädigten gewahrt werden, weil der Staat zwar auf seine Rechte verzichten kann, er jedoch kein Recht hat, die Rechte der Geschädigten zu verwerfen.

Ich glaube, wenn wir diese Phase erreicht haben, so wird Amnestie nicht nur vom Staat gewährt werden, sondern auch von anderen, die Rechte haben. Dann werden wir praktisch eine nationale Versöhnung erreicht haben, wo jeder jedem vergibt.

Lasst uns jeden dieser Punkte in seinen Kontext setzen, denn wir Leben in einem Zeitalter von Fälschungen und Misinterpretation. Es sind nicht wir, die Dinge interpretieren, aber das ist der generelle Fall, dass Dinge interpretiert ihr Bedeutung entgegengesetzt interpretiert werden. Deshlab, lasst uns Inge in ihren Kontext setzen, und die vorgeschlagenen Ideen und Bedingungen präzisieren.

Erstens, was diese Vision angeht, werden einige besorgt sein und sich beunruhigt fühlen, in Erwägung ziehend, das könne ein Schritt rückwärts in Bezug auf Sicherheit sein, aber ich versichere jedem, dass, was die Bekämpfung von Terrorismus angeht, so werden wir nicht stoppen solange es auch ur einen Terroristen in Syrien gibt. Was wir begonnen haben werden wir nicht stoppen. Alles was wir in dieser Initiative tun bedeutet nicht, den Kampf gegen den Terrorismus zu vernachlässigen; im Gegenteil, je bessere Fortschritte wir im Kampf gegen den Terrorismus machen, umso größer ist die CHance für de Erfolg dieser Vision.

Zweitens, diese Vision, man kann das eine Initiative, eine Vision oder Ideen nennen, ist gerichtet an all iejenigen, die Dialog wünschen und die eine politische Lösung in Syrien in aher Zukunft sehen wollen. Sie ist nicht gerichtet an diejenigen, die keinen Dialog wollen, und wir werden also von heute an viel Ablehnung von den Parteien hören, die man gut kennt, und wir sagen ihnen im vorab: warum etwas ablehnen, was zunächst einmal gar nicht an Euch gerichtet ist? So müssen sie nicht ihre Zeit verschwenden.

Drittens, jede Initiative, die von einer Partei, Person oder einem Land vorgeschlagen wird, muss auf der syrischen Vision basieren; das bedeutet, keine Initiative kann das Ersetzen, was wir als Lösung der Krise betrachten. Noch klarer aufgedrückt ist: jede Initiative ist Initiative zur Hilfe dabei, was die Syrer tun werden, und ersetzt das nicht. Nach der Vorlage der Ideen durch die Regierung muss jede vom Ausland kommende Initiative darauf basieren und sie unterstützen. Es gibt keinen Grund, unsere Zeit und die Zeit anderer mit Initiativen zu verschwenden, die von diesem Kontext abweichen.

Gleichzeitig, wenn wir uns wundern, wie ausländische Initiativen uns helfen können, so gibt es zwei Achsen: die Achse der politischen Arbeit, und die Ache des Anti-Terror-Kampfes. Bei der ersten Achse brauchen wir keine Hilfe, wir als Syrer sind elbst in der Lage, einen integrierten politischen Prozes auszuführen, und die, die Syrien in einer paktischen, faktischen und aufrichtigen Art helfen wollen, erfolgreich zu sein, können sich auf den Punkt des Eindringens von Bewaffneten, Waffen und ihren Finanzierungen aus dem Ausland konzentrieren.

Ämter des Staates und der Regierung sind vorübergehender Natur, aber das Heimatland ist für immer. Die Tränen der beraubten Mütter werden die reinen Seelen der gegangenen Liebsten erneuern und die Kriminellen verbrennen, die das Lachen unserer Kinder gestohlen haben, und hier versuchen sie ihre Zukunft in einem sicheren, starken und stabilen Land zu stehlen.

Syrien wird bleiben wie es ist, und es wird, so Gott will, stärker. Es gibt kein Abtreten von Rechten oder Aufgeben von Prinzipien. Diejenigen, die ihre Wette darauf gemacht haben, Syrien zu schwächen, sodass es de Golan vergisst und die besetzten Gebiete, haben sich verkalkuliert. Der Golan gehört uns, und Palästina unsere Sache, für die wir viele kostbare Sachen, Blut und Märtyrer geopfert haben. Wir werden die Unterstützer des Widerstandes gegen den einen Feind bleiben. Widerstand ist eine Kultur, kein Individualismus. Widerstand ist Gedankengut und Praxis, nicht Konzessionen und das Ergreifen von Gelegenheiten.

Quelle:

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/01/10/fuhrer-der-westlichen-wertegemeinschaft-in-bezug-auf-syrische-front-ratlos/#more-7079

 

J.Taylor 12.01.2013 | 10:37

@ Hans Müller

zu 1) denke ich, dass der Hauptgegner des Iran nur Saudi-Arabien sein wird und sein kann.

zu 2) kann es lustig werden, wenn Nasrallah sich einen neuen Keller suchen und den Libanon verlassen muss, was zwingend ist, wenn die Schutzmacht Syrien paralysiert ist.

zu 3) und 4) ist zu bemerken, dass die Planungen für die Pipeline "Blue Stream", die von der Russischen Föderation über die Türkei, Syrien, Libanon nach Israel und Zypern führen soll, der Maßstab ist, an dem sich geopolitische Gewichte zu richten haben. In 10 - 15 Jahren sieht die Gegend dort ganz anders aus, wetten?

Ansonsten teile ich Ihre Einschätzung.

Hussain 12.01.2013 | 18:56

@J.Taylor

 

Nasrallah und seine Partei sind fest in der libanesischen Bevölkerung verankert und auch wenn es hier nicht verstanden wird in großen Teilen der Bevölkerung beliebt!

Bedeutet unabhängig davon ob Assad gestürzt wird oder sein Regime "paralysiert" ist wird Nasrallah und die Hizbollah weiterhin eine gewichtige Rolle im Libanon spielen.

Man sollte trotz der Mainstreampropaganda im Westen begreifen das es sollte es zu einem neuerlichem Bürgerkrieg im Libanon kommen diese "Terroristen" von Nasrallah quasi die Schutzmacht für die dortigen Christen sind denn es sind die sunnitischen Extremisten vor denen sie sich fürchten und das (sieht man mal wieder in Syrien nachdem es im Irak schon deutlich wurde) ist eine Tatsache!

 

 

Phineas Freek 12.01.2013 | 21:55

Ein FAZ-Interview mit dem ehemaligen libanesischen und christlichen Ministerpräsidenten Michel Aoun, der 1990 – nachdem schon Frau und Kinder ums Leben gekommen waren -  vor den syrischen Besatzern ins Exil floh und erst 15 Jahre später in den Libanon zurückkehrte. Was sagt dieser Mann heute über Syrien:

 

„„Zurzeit jedenfalls ist Syrien näher an der Demokratie als alle anderen Länder in der Region, die von sich behaupten, die Menschenrechte zu verteidigen.“

 

 

 

PS

Das Erscheinen dieses, der Dauerpropaganda und Kriegslügen widersprechende Interview ausgerechnet in der FAZ, ist bemerkenswerter, als die paar Wahrheiten, die in Aouns Antworten durchscheinen…

 

 

 

http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/michel-aoun-im-f-a-z-gespraech-es-ist-kein-fruehling-es-ist-die-hoelle-12020554.html