Lutz Herden
22.03.2013 | 14:06 43

Kleines Boot auf hoher See

Existenzkampf Der Republik Zypern wird in der Eurozone das Recht verwehrt, sich als Finanzdienstleister trotz des drohenden Staatsbankrotts über die Zeit zu retten

Kleines Boot auf hoher See

Foto: Patrick Baz / AFP

Es hört sich so wunderbar selbstverständlich an, die zypriotischen Autoritäten sollten endlich Vernunft annehmen und schlucken, was ihnen die Euro-Finanzminister vorschreiben. Bitteschön Plan A abnicken! Und durch eine Sondersteuer auf Bankguthaben die geforderten 5,8 Milliarden Euro an Eigenleistung aufbringen! Dann gibt es die versprochenen zehn Milliarden von den Eurostaaten und dem IWF, um die Staatspleite aufzuhalten oder abzuwenden.

Warum sich in Nikosia trotzdem Resthoffnungen hingeben und auf einen Sonderfonds – auch Plan B genannt – setzen, der extreme Risiken birgt? Und die gibt es. Zum Beispiel, wenn die Rentenkassen herangezogen werden, um Sicherheiten für neu ausgegebene Staatsanleihen anzubieten. Werden die abgerufen, um auf diese Weise aufgenommene und abgesicherte Kredite zu tilgen oder Zinsen zu zahlen, kann das eine soziale Katastrophe heraufbeschwören. Zypern-Investoren und Gläubiger – wenn die sich denn überhaupt finden lassen – kennen kein Pardon. Was sie beim Erwerb der über einen solchen Sonderfonds angebotenen Bonds an Zinsen draufschlagen, dürfte sich gewaschen haben.

Die Rating-Agentur Moody's hat bereits Anfang 2013 die Kreditwürdigkeit des Landes so stark in Zweifel gezogen, dass deren Analysten den Entzug der Zertifizierung B3 für unumgänglich hielten und beim Ranking um drei Stufen nach unten gingen, um bei Caa3 zu landen. Wem das widerfährt, der hat jede Fallhöhe über dem Stadium Ramschniveau verloren und ist nicht mehr weit davon entfernt. Wozu das bei potenziellen Investoren führt, konnte im Vorjahr bei Italien besichtigt werden, als dort die Zinsauflagen bei der Versteigerung von Staatsanleihen zuverlässig jenseits der Sieben-Prozent-Marke lagen.

Zwischen Untergang und Untergang

Die Regierung von Präsident Nikos Anastasiades rudert mit ihrem Plan B in einem winzig kleinen Boot auf extrem hoher See. Aber was sollte sie sonst tun? Worin besteht der Unterschied zwischen Untergang und Untergang? Der zypriotische Staat ist Mäzen und Schutzbefohlener eines Wirtschaftsstandortes, für den es um Sein oder Nichtsein geht. Und dieser Topos hat nur als Finanzplatz eine Zukunft oder muss dem Nichts weichen.

Zypern ist in einen Existenzkampf geraten, bei dem es genau genommen um mehr geht als bei den elementaren Herausforderungen, denen Griechenland bei allen Auflagen und Selbstbeschneidungen seit 2011 ausgesetzt ist.

Welche Dimensionen im Spiel sind, lässt sich allein der Tatsache entnehmen, dass zypriotische Geldhäuser wie die Bank of Cyprus und die Laiki-Bank durch die Griechenland-Malaise bis Mitte 2012 Verluste von 4,5 Milliarden Euro erlitten haben. Das sind in etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, das im Vorjahr krisenbedingt auf einen Wert unter 22 Milliarden Euro fiel.

Es wird trotz allem und gerade jetzt verzweifelt um den Status eines Finanzdienstleisters gekämpft. Weil es auf absehbare Zeit dazu keine ernstzunehmende Alternative gibt.

Eine Nische gesucht

Die deutschen Kanzlerin macht es sich leicht, wenn sie vor der Bundestagsfraktion von CDU/CSU ungerührt verkündet, Zyperns "Geschäftsmodell" sei am Ende. Nur, welche Konsequenzen hat das, wenn es kein anderes gibt, um in der Konkurrenzgesellschaft Eurozone wettbewerbsfähig zu bleiben?

Seit der türkischen Invasion und folgenden Teilung des Inselstaates im Sommer 1974 muss die Republik Zypern im Süden auf zwei Drittel der einstigen Wirtschaftskapazitäten verzichten. Bis zu diesem Zeitpunkt lag die touristische Infrastruktur zu 80 bis 90 Prozent im Norden. Die ist seit fast vier Jahrzehnten ebenso verloren und musste ersetzt werden wie der Hafen und Handelsplatz Famagusta.

Es ist nach marktwirtschaftlichen Maßstäben nicht ehrenrührig, sich bei einem solchen Aderlass nach neuen Standortvorteilen umzusehen und als Finanzdienstleister bzw. lukratives Kapitaldepot eine gute Adresse zu sein. Zypern hat seit seinem Beitritt zur Währungsunion im Jahr 2001 davon profitiert, dass es für diesen Verbund eben keine Vereinheitlichung elementarer Normen gab: beim Umgang mit Banken und ihren „Geschäftsmodellen“, bei Steuersätzen und nicht zuletzt bei sozialen Standards.

Die Republik Zypern hat sich ihre Nische gesucht, aus der sie nun vertrieben wird und die sie natürlich auch durch eigene Schuld gefährdet hat. Keine Arche Noah wird die Schiffbrüchigen aufnehmen, die Euro-Gemeinschaft oder die EU wird und will ein solches Floß nicht in Dienst stellen.

Kommentare (43)

sven kyek 22.03.2013 | 15:03

Sehr geehrter Herr Herden , sehen Sie am Ende keine Chance für Russische oder und Chinesische Hilfe ? So ein Wasser-Grundstück mit eigenem Gasanschluß würden die doch aus der Porto-Kasse zahlen . Oder meinen Sie das da doch Respekt vor der EU und USA im Wege steht ? Im Übrigen habe ich beim Wert der Gas-Vorkommen Zahlen von 100 bis 600 mrd USD gehört . Oder denken Beide eventuell , aus einer Insolvenz-Masse ein Schnäppchen zu machen ?

Avatar
Ehemaliger Nutzer 22.03.2013 | 15:10

Deutsche Schwarzgelder sind kaum in Zypern angelegt - man benutzt da eher die Schweiz, Karibikinseln (z.B. die Caymans) oder auch Irland, dessen Banksystem von der EU mehr oder weniger gerettet wurde. Also können Finanzminister und Kanzlerin sich beruhigt eine Staatspleite von Zypern vorstellen.

Das die Zyprioten mehr oder weniger vom Bankensektor abhängig sind, kann man, wie im Artikel beschrieben, auch auf den Einmarsch der Türkei zurückführen. Da ist viel zerstört worden und die Tourismusbranche hatte erhebliche Verluste.

Heinz Lambarth 22.03.2013 | 16:27

Soviel zum (vermeintlichen) auslaufthema "Kolonialismus" - wenn die kolonial unterworfene gesellschaft "schwierigkeiten" bereitet (z.B. dadurch, dass ihre "finanzdienstleistungen" anderen zugute kommen), wird gezeigt, wer der wirkliche  (kolonial)herr ist. Und die konkurrenten werden aus dem boot gedrängt...

Wenn es um herrschaftsverhältnisse geht, gibt es kein pardon! ...und falls die kolonie Zypern es wirklich schafft, aus den fängen einer kolonialmacht zu entkommen, dann nur um den preis von einer anderen unterjocht zu werden. Kolonialismus kann in klassengesellschaften niemals überwunden werden, weil es um die aneignung von resourcen (sprich profiten) per struktureller gewalt geht. Wer das bestreiten wollte, wird durch die jüngsten beispiele von Griechenland über Portugal bis Zypern eines bessern belehrt.

fahrwax 22.03.2013 | 16:30

Frohe Ostern?

Medwedew will Euro abstoßen:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/21/waehrung-zu-riskant-medwedew-will-euro-abstossen/

In der Woche vor der Entscheidung der EU für eine Zwangsabgabe in Zypern, sollen fast 4,5 Milliarden Euro das Land verlassen haben. Vor allem von Regierungsmitgliedern und Personen aus dem Umfeld der Regierung ist die Rede.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/19/in-letzter-minute-zypern-politiker-pluenderten-ihre-bank-konten/

Plünderung der Rentenkassen: Merkel und das Europa der doppelten Maßstäbe

http://www.iknews.de/2013/03/22/pluenderung-der-rentenkassen-merkel-und-das-europa-der-doppelten-massstaebe/

 

Ein tragisches Charakteristikum der Dummheit zeigt sich darin, dass sie sich selbst nicht erkennt. Anders ist es auch kaum zu erklären, dass der moderne zivilisierte Mensch noch nie so viel Leid über seine Artgenossen gebracht hat wie in der Welt von heute. Niemand ist bewusst oder gar freiwillig dumm, jeder hält sich für den alleinigen Träger der Weisheit. Am täglichen Massenmord ist keiner Schuld. Jeder macht immer alles richtig, gemeinsam versagen wir total.

http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=5aaa0a31dbb34289811127d2171a898a&tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=13729

Avatar
Ehemaliger Nutzer 22.03.2013 | 16:38

Ein „Geschäftsmodell“, das im Prinzip darauf fußt den übelsten Finanzspekulanten eine Zuflucht zu bieten, wird im Freitag  verteidigt? Wird man damit rechnen können zukünftig Blogs mit Solitaritätsbekundungen  für  Luxemburg, Lichtenstein oder Schweiz hier lesen zu dürfen?

freedom of speech? 22.03.2013 | 16:39

Da flossen jedes Jahr ca.

100 Milliarden Euro

am russischen Staat vorbei hin und her.

Das ist das Fünfache des BIPs von Zypern!

In nur wenigen Tagen floss da die Höhe des nun einmalig von Zypern geforderten Anteils von 5,8 Mrd.

http://russia.gfintegrity.org/index.html

Den anderen Europäern gegenüber ist das - sehr sehr freundlich ausgedrückt - unlauterer Wettbewerb.

Zypern ist kein armes "Kleines Boot auf hoher See" sondern eine "Turbogeldwaschmaschine" zu Lasten aller.

Ist es denn so schwer, die Angelegenheit mal anhand der Fakten zu betrachten, anstatt monoton die eigene Seite zu beschuldigen:

"Der Republik Zypern wird in der Eurozone das Recht verwehrt, sich als Finanzdienstleister trotz des drohenden Staatsbankrotts über die Zeit zu retten"

Mannoman, wenn das linke Betrachtungsweise ist, dann hat die Linke völlig zu Recht jede Glaubwürdigkeit und alle Wahlchancen verloren.

 

Viele Grüße

fos?

balsamico 22.03.2013 | 17:11

Mannoman, wenn das linke Betrachtungsweise ist, dann hat die Linke völlig zu Recht jede Glaubwürdigkeit und alle Wahlchancen verloren.

Genau. Und wahrscheinlich waren es ja auch die Linken, welche dort unten mit den Milliarden schacherten, dass es rauschte. Aber ohne Flachs: Es fällt auf, dass sich anders als bei Griechenland keine westliche Bank das Maul zerreisst aus Furcht, dass die dort angelegten Milliarden futsch sein könnten. Hm...

Hans Springstein 22.03.2013 | 17:12

Für Ihr Verständnis: Kritisiert wird hier von den meisten das Prinzip, dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden, welches im Fall Zypern recht deutlich und unverfroren angewandt wird. Keiner fordert, die Spekulanten zu schonen. Das Perfide ist ja, dass das Geld, das Zypern braucht, am Ende wie im Fall Griechenland und den anderen bei denen landet, die die ganze Krise verursacht haben: Den Banken, also den größten Spekulanten. Es wird doch nicht den betroffenen Ländern "geholfen", sondern den Banken. Eiegtnlich sollten die gelder direkt an diese gehen, damit das deutlicher wird, nicht erst noch formal durch den jeweiligen Landeshaushalt. Und noch etwas bleibt auch bei Zypern etwas unterbelichtet bei all den Untergangsberichten, so weit ich diese überblicke: Die Verluste der einen sind die Gewinne der anderen. It's economy ... Zypern ist die Insel im Haifischbecken ... Das passt doch

freedom of speech? 22.03.2013 | 18:10

@BALSAMICO

"...Und wahrscheinlich waren es ja auch die Linken, welche dort unten mit den Milliarden schacherten, dass es rauschte. Aber ohne Flachs:..."

Kein Flachs?  :)

Wenn mich nicht alles täuscht, ist die als "Kommunistische Partei Zyperns (KKK)" gegründete "Anorthotiko Komma Ergazomenou Laou" AKEL (Fortschrittspartei des werktätigen Volkes) seit mehr als 10 Jahren die stärkste Kraft in Zypern und stellte mit Dimitris Christofias vom 28. Februar 2008 bis zum 27. Februar 2013 den kommunistischen Staatspräsident der Republik Zypern.

Sorry  :)

 

Viele Grüße

fos?

gweberbv 22.03.2013 | 18:53

Die "russische Karte" (Flottenstützpunkt, Gas, etc.) ist aus drei sehr einfachen Gründen für die Zyprioten nicht viel Wert: Türkei, Türkei, Türkei

Wer dort Truppen stationiert oder in großen Umfang in die Gasförderung investiert, der ist auf das Wohlwollen der Türken angewiesen. Dieses Risiko wird sich Russland, das beispielsweise im Armenien-Aserbaidschan-Konflikt massiv gegen die Interessen der Türkei arbeitet, nicht ohne Not ans Bein binden wollen.

gweberbv 22.03.2013 | 19:00

Es wird doch nicht den betroffenen Ländern "geholfen", sondern den Banken.

Die zypriotischen Volksvertreter scheinen das anders zu sehen. Sie wollen ihrem Land lieber 6 Mrd Euro zusätzliche Kredite aufbürden anstatt diesen Betrag von den Geldbesitzern einzukassieren. Und wenn man die Kohle nicht von der Troika bekommt, dann bedient man sich eben bei den Pensionären oder verschachert das Gold der Notenbank.

Vielleicht wäre der Bevölkerung durch eine EU-Zwangsverwaltung mehr gedient, als ihre eigenen Volksvertreter weiter wursteln zu lassen.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 22.03.2013 | 20:02

Jetzt scheinen die zypriotischen Abgeordnete doch noch zur Vernunft zu kommen und eine Sondersteuer auf Bankeinlagen über 100K zu erheben anstatt die Rentenkasse zu plündern.
Damit werden die herangezogen, die auch vom „Geschäftsmodell Zypern“ am meisten profitiert haben: deutsche Banken, britische Banken, russische Steuerflüchtlinge.

Querdenker 22.03.2013 | 20:54

Der Republik Zypern wird in der Eurozone das Recht verwehrt, sich als Finanzdienstleister trotz des drohenden Staatsbankrotts über die Zeit zu retten

Zypern stellt auch einen Lutz Herden auf die Zerreißprobe.

Ließ er in der Vergangenheit kaum eine Gelegenheit aus, die Finanzmärkte dieser Welt zu geißeln, verbündet er sich nun, in seiner unbeirrbaren Abneigung gegenüber Angela Merkel und deren Politik, mit der Steueroase und bevorzugten Geldwaschanlage russischer Oligarchen und Steuerhinterzieher. Bravo.

Rupert Rauch 22.03.2013 | 21:03

Einfache Frage, einfache Antwort:

"um in der Konkurrenzgesellschaft Eurozone wettbewerbsfähig zu bleiben"

Austreten, eigene Währung einführen, mit einem Mindesmaß an Wirtschaftsförderung, auf was auch immer die sich spezialisieren möchten.

In der Eurozone müssen sie als Finanzplatz gegen Luxemburg anstinken, welches seine Finanzbetrügereien irgendwie cleverer anstellt und seine Vertreter (Juncker) ganz oben in der europäischen Bankendiktatur positioniert hat(te) und welches als Nordland ohnehin einen Vertrauens-Bonus  hat.

Auch gegen die Londoner City wirds schwer.

 

Dann lieber das (überaus erfolgreiche alternative) Modell einer anderen Insel und deren Statement zur Finanzindustrie ist eindeutig:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/153643

Weg damit!

 

Roger11 23.03.2013 | 00:28

Der engste Verbündete Zyperns der letzten 40 Jahre war und ist Griechenland. Und in deren Krise schwierig zu platzierende Anleihen zu zeichnen war in erster Linie ein Akt der Loyalität Zyperns, und mit Sicherheit nicht Renditejagd. Das hätte man woanders mit weniger Risiko fahren können, bei annährend gleicher Rendite.

Auch will ich Finanzplätze wie Zypern, Irland oder Luxemburg ob ihrer eingeschränkten Realproduktivitäts-Kapazitäten in ihrer moralischen Legimitation nicht bewerten. Der Autor hat die Umstände ausreichend dargelegt.

Wie wir aktuell am Beispiel Moskau beobachten können, lässt man eine implodierende Steueroase fallen wie nichts. Und man wird weiter ziehen. Schliesslich gibt es derer immer noch genug. Und auch die EU wird gezwungen sein, Zypern fallen zu lassen, da kein Land es sich leisten kann, innerhalb einer Gemeinschaft soziale Unverträglichkeiten zu tolerieren. Insbesondere dann nicht, wenn dies seitens Kapital ausserhalb des Euroraums ausgenutzt und befeuert wird.

Wie auch immer die Geschichte jetzt ausgeht, drei Dinge sollten wir daraus gelernt haben:

1. Eine gemeinsame Währung ist kein Garant für Völkerverständigung.

2. Transferunion ja, aber bitte transparent, mehr Direkte Demokratie.

3. Bankenaufsicht seitens der EZB muss her, ausgestattet mit exekutiven Rechten, die nicht von Brüssel ausgehebelt werden können.

freedom of speech? 23.03.2013 | 10:10

 

"...Genau. Und wahrscheinlich waren es ja auch die Linken, welche dort unten mit den Milliarden schacherten, dass es rauschte. Aber ohne Flachs:..."

Geldanlagen in Zypern & Co.  Brandenburgs riskante Finanzgeschäfte

http://www.morgenpost.de/brandenburg-aktuell/article114704077/Brandenburg-legte-Geld-im-von-Pleite-bedrohten-Zypern-an.html

 

sorry two

 

Viele Grüße

fos?

 

balsamico 23.03.2013 | 13:16

"...Genau. Und wahrscheinlich waren es ja auch die Linken, welche dort unten mit den Milliarden schacherten, dass es rauschte. Aber ohne Flachs:..."

Geldanlagen in Zypern & Co.  Brandenburgs riskante Finanzgeschäfte

http://www.morgenpost.de/brandenburg-aktuell/article114704077/Brandenburg-legte-Geld-im-von-Pleite-bedrohten-Zypern-an.html

 sorry two

Als Beweis dafür, dass auf Zypern die Linken den Karren in den Dreck gefahren hätten, ist das ein bisschen dünn, ebenso wie Ihr früherer Hinweis darauf, dass dort die Kommunisten politisch mitmischen. Recht haben Sie aber insofern, als auch viele sog. Linke Tomaten auf den Augen haben, wenn es ums Raffen geht. Unter dem Strich sind es aber, gefühlt, deutlich weniger als sog. Rechte. Und abgesehen davon: Dass russische Oligarchen "Linke" wären, werden Sie wohl nicht behaupten wollen.

balsamico 23.03.2013 | 14:00

Der engste Verbündete Zyperns der letzten 40 Jahre war und ist Griechenland. Und in deren Krise schwierig zu platzierende Anleihen zu zeichnen war in erster Linie ein Akt der Loyalität Zyperns, und mit Sicherheit nicht Renditejagd.

Genau. Das macht die Haltung der deutschen Regierung so vordergründig. Denn es ist doch so, dass vom griechischen Schuldenschnitt deutsche Banken hart betroffen waren, weil sie haufenweise griechische Anleihen hielten, wohingegen die zyprischen Staatsanleihen größtenteils von den zyprische Banken gehalten werden. Während man sich daher bei den Griechen mächtig ins Zeug legte, dass die deutschen Banken möglichst ungeschoren davon kommen sollten, denkt man den zyprischen Banken anders, weil da die deutschen Banken weniger betroffen sind. Was kümmert es da, dass sich die Griechen, bevor sie in die Grütze ritten, bei den zyprischen Banken refinanzierten, damit - vor der Krise - außer dem Rubel auch der Euro rollte, und wovon auch die deutschen Banken nicht schlecht profitierten? Tatsächlich handeln die Deutschen und die Europäer momentan nach der Devise: Nach uns die Sintflut. Bei Griechenland sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen - und wenn die Zyprer eben deswegen die Letzten sind, welche bekanntlich von den Hunden gebissen werden - was haben wir damit zu tun (blauäugigguck)?  Ok, die 10 Milliarden, welche die EU beisteuert, sind kein Kleingeld. Aber so zu tun, als wären die Probleme in Zypern dort hausgemacht oder gar eine rein russische Veranstaltung, ist zutiefst lächerlich.

Und nochwas zeigt sich gerade in der Zypern-Krise überdeutlich: Ins Zeug legt man sich nur, solange man selbst am Absaufen ist. Hat man wieder Boden unter den Füßen, guckt man nicht unamüsiert zu, wie sich die anderen abstrampeln. MaW: Europa ist eine Veranstaltung, die nur bei gutem Wetter stattfindet, dann freilich völlig ungehemmt und möglichst auch unkontrolliert. Bei schlechtem Wetter gibt es Almosen. Solidarität geht anders.

digitales 23.03.2013 | 15:21

Kein kleines Boot auf hohe See:

eher eine auf Sand gesetzte Schatzinsel.

Samt anstehender und zu erwartender Kapitalflucht.

Wenn Käptn Nuss mit Käptn Iglo Schokolade aus altem Fisch destillieren möchte,  da kann sowas schon bei 'rauskommen.

Zyprioten: arm wie die Kirchenmäuse, die in der Geldwaschmaschine mal eben durchgeschleudert werden.

Da könnte man schon ins Grübeln kommen.

Macht aber kaum einer.

freedom of speech? 23.03.2013 | 17:56

"...ebenso wie Ihr früherer Hinweis darauf, dass dort die Kommunisten politisch mitmischen...."

Nun ja, der geniale Ex Präsident Dimitris Christofias, "sozialisiert" in der sowjetischen Jugendorganisation Komsomol, (Das können Sie wohl im ND Archiv nachlesen, ich hab da keinen Account :)

https://www.nd-archiv.de/artikel/307086.dimitris-christofias-neuer-generalsekretacr-der-akel.html

war immerhin in den letzten 5 Jahren der Boss in Zypern. Bei der Größe von Zypern weiss so jemand haargenau, wer auf der Insel seinen Müll nicht getrennt hat.  :)

"...Dass russische Oligarchen "Linke" wären, werden Sie wohl nicht behaupten wollen...."

Hmmm, lassen Sie die zwei Pünktchen über dem "wären" weg und dann wirds wohl häufig passen. "Seilschaften" zu den roten Bossen (alte Oligarchen)

http://www.netstudien.de/Russland/neue.htm


sind zwar nebulös, konnten beim Raffen sehr hilfreich gewesen sein. Die jüngeren "Putin Oligarchen" konnten im UDSSR Kindergarten wohl weniger Schäfchen ins Trockene bringen.

Aber eins ist ja ganz klar:

Die Deutschen sind immer schuld.

Das weiss man inzwischen auch in Spanien:

http://www.presseurop.eu/de/content/article/3561461-ist-merkel-schuld-na-klar

Falls nicht, dann haben zumindest die Anderen Schuld.

http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-schuld-sind-immer-die-anderen,1472602,22166480.html

 

"...Recht haben Sie aber insofern, als auch viele sog. Linke Tomaten auf den Augen haben, wenn es ums Raffen geht. Unter dem Strich sind es aber, gefühlt, deutlich weniger als sog. Rechte...."

Das haben Sie jetzt aber nett gesagt. :)

Da geht es dem Herrn Helmuth Markov (Linke) gefühlt bestimmt gleich viel besser.

http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/736220/

Man sollte sich wirklich nicht durch schnöde Fakten die Gefühle versauen lassen.   :)

 

Viele Grüße

fos?

freedom of speech? 24.03.2013 | 17:20

"...dass vollkommen verarmt in die kalten Wasser einer Welthochleistungsfinanz geworfen wurde und sich hat werfen lassen...."

Das ist so nicht ganz richtig.

http://www.arte.tv/de/zyperns-eu-beitritt-ein-kuhhandel-vom-feinsten/6772178,CmC=6775934.html

"...Vorgeschlagen wurde der EU-Beitritt Zyperns schon 1990. Eine Bedingung stellte die damalige Europäische Gemeinschaft: Eine Mitgliedschaft gibt es nur, wenn eine Lösung für den Jahrzehnte alten Konflikt gefunden wird. Diese Rechnung aber hatte die Staatengemeinschaft ohne Griechenland gemacht, das kein Interesse an einer Beilegung des Streits hatte. Beim EU-Gipfel 1999 nutzte Athen die Gunst der Stunde. Die geplante Öffnung der EU gegenüber des griechischen Erzfeindes Türkei ging Athen gegen den Strich und so kam es zu einem echten EU-Kuhhandel: Dem Kandidatenstatus Ankaras stimmte Athen nur zu, wenn die Lösung des Zypern-Konflikt keine Bedingung mehr für die Mitgliedschaft Zyperns sei. Und es funktionierte: 2004 wurde die Republik Zypern EU-Mitglied – nach wie vor geteilt vom Norden der Insel, der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzyperns...."

Der Rest Europas ausser Griechenland wollte eigentlich vor dem Beitritt die Zypernfrage gelöst sehen.

Das war auch die Hoffnung der Europa freundlichen türkischen Zyprioten, die eiskalt von Griechenland ausgeklinkt wurden. "...Viele (türkische Zyprioten) hatten gehofft, der Konflikt würde gelöst und vor allem: Sie könnten sich von ihrer „Schutzmacht“ Türkei lösen...."Statt Frieden wurden aber fortan - sehr wahrscheinlich mit Hilfe alter Seilschaften aus UDSSR Zeiten - das nunmehr geplatze, höchst europafeindliche "Banken-/Geschäftsmodell" von GR und CY installiert und genutzt, um zum Gewinn Weniger: - Oligarchen die Steuerflucht in Hundertemilliardenhöhe zu erleichtern- das eigene Volk- Nachfolgestaaten der UDSSR, - insbesondere den russischen und ukrainischen Staat - und die europäischen Partner hinters Licht zu führen und über den Löffel zu barbieren.Und dieses Modell funktionierte nur, weil mit der oben genannten "griechischen Überredungskunst" 1999 EU Bonität für eine völlig pleite gewirtschaftete, chaotische Insel ergaunert wurde. Letztlich brachte dieses Vorgehen - wegen seines betrügerischen Kerns, dessen Verwandte schon bei den Bilanzfälschungen Griechenlands sichtbar wurden - den Euro in Gefahr.
Auf diesem Hintergrund ist die Bemerkung des Oberhauptes der Orthodoxen Kirche in Zypern:"...Es sei in der aktuellen Lage geboten, darüber nachzudenken, wie Zypern einem Zusammenbruch des Euro entkommen könne, sagte Chrysostomos...."

nichts als ein bodenlose Frechheit!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/chrysostomos-ii-zyprisches-kirchenoberhaupt-fordert-euro-austritt-a-890563.html

 

Viele Grüße

fos?

 

janto ban 24.03.2013 | 17:47

|| Die deutschen Kanzlerin macht es sich leicht, wenn sie vor der Bundestagsfraktion von CDU/CSU ungerührt verkündet, Zyperns "Geschäftsmodell" sei am Ende. Nur, welche Konsequenzen hat das, wenn es kein anderes gibt, um in der Konkurrenzgesellschaft Eurozone wettbewerbsfähig zu bleiben? ||

Die Konsequenz wäre natürlich, dass alle Kräfte auf ein Ende der "Konkurrenzgesellschaft Eurozone" hinarbeiteten, sofern an einem friedlichen und dauerhaften Fortbestand EURO-Europas Interesse bestünde. Der ESM sollte doch angeblich sowas sein. Anscheinend hebt man sich dieses - extra so schön undemokratisch gestaltete - Monstrum 'für gut' auf.

Wir (Deutschland) sanieren uns doch auf deren Kosten. (Pssst, bitte nicht stören, Finanzminister träumt von ausgeglichenen Staatshaushalten.) Und unter'm Tisch brodelt das Target-II-System lustig vor sich hin. (Wie sieht's damit eigentlich aus? Nochmal was gehört..?) Und wie sollen diese Verwerfungen - ohne den 'großen Knall' - denn noch jemals zu einem Ausgleich geführt werden..? Unmöglich.

Was wir da beobachten, ist ja nichts anderes, als das gleiche Phänomen, das wir auch innerhalb der einzelnen Staaten beobachten können: Die Schere geht so lange auseinander (bis sie bricht). Kann nicht mehr lange dauern..

fahrwax 24.03.2013 | 18:53

Wo leben wir denn eigentlich? Wieder in ähnlichen Verhältnissen wie 1933? 
Damals wurde bewusst gegen "Zigeuner", Juden, Kommunisten und andere Linke gehetzt. Das Weltjudentum, dass Deutschland Böses wollte, wurde heraufbeschworen. Ein hässliches Bild von krummer Nase, fliehendem Kinn, wilden Augen und Haaren wurde heraufbeschworen. Osteuropäern wurde das Menschsein ebenso abgesprochen. Wilde waren sie, die dumpf auf ihrer Scholle, die eigentlich besser den Deutschen gehören sollte, primitiv vor sich hin werkelten.
Was ist heute so anders?
Es geht im eigenen Land wieder gegen alles, was sich links nennt oder gegen diejenigen, die sich erlauben nicht zu arbeiten, obwohl es kaum Arbeitsplätze gibt. Dazu kommen als Feindbilder die Muslime. Die werden immer mit Bart, ihrem weißen Häkelkäppi und fanatischen, hasserfüllten Augen dargestellt, nicht unähnlich dem bösen Weltjuden, den wir heute wegen unserer Geschichte nicht mehr als Feind aufbauen. Des Weiteren sind es wieder die "Zigeuner", die man heute Roma nennt, aber immer noch so hasst wie damals. 
Die große Gruppe der Feindbilder sind aber die Südeuropäer. Gegen die darf munter gehetzt werden. Dass sind die, die uns bis auf Hemd ausziehen, obwohl sie doch so dankbar sein sollten, dass sie zur europäischen Familie gehören dürfen. Das sind die, die lieber Siesta machen, als zu arbeiten und das sind die, die uns Deutsche aussaugen, wie einen nassen Schwamm.

http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/2013/03/da-schlage-doch-das-fass-die-krone-ins.html

 

janto ban 24.03.2013 | 22:33

So ungefähr. Aber warum schreibst du mir das? Weiß ich doch. Sobald die Troika mit ihren 'Rettungspaketen' kommt, ist Holland in Not. Oder Griechenland. Ich kann es doch nicht ändern. Die nennen das 'Friedensprojekt' - ich nenne das Irrsin im Quadrat.

Dass Lutz Herden hier die These vertritt, dass ein schlechtes Geschäftsmodell Zyperns für den Moment besser sein könnte als gar keins, ist ja irgendwie nachvollziehbar. Aber auch an Tragik kaum zu überbieten. Das ist schlichtweg die vielleicht dämlichste Währungsunion aller Zeiten, hier das.

Hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass Merkel und Schäuble Zypern als weitere Bedingung für die Hilfsgelder die Abnahme von ein deutschen Qualitätsprodukten auf's Auge gedrückt hätten. Und sicherlich kann man - für den Fall, dass es in Zypern demnächst so steil bergab geht wie in Griechenland - das ein oder andere gepanzerte Kettenfahrzeug ganz gut gebrauchen. Als pro-EURO-europäische Regierung. Sehr lächerlich das alles. Und die sogenannten Experten haben jahrelang zugeguckt. Pffff.

digitales 25.03.2013 | 18:19

Während Ihr Akzent eine politische Einschätzung der Entwicklungen in CY ins Betrachtungsfeld rückt (auch die könnte übrigens durchaus anders und deswegen nicht weniger treffend aussehen), habe ich den "aktuellen" Auslöser akzentuieren wollen.

Monokausale Erklärungen dürften kaum zureichen, die gegenwärtige Situation in CY,  annähernd wie umfassend zu beschreiben - vlt besteht darüber ja eine Art von "Minimaldissens", wie ihn die FAZ zb in ihrer Berichterstattung über die jüngsten Entscheidungen zur Causa CY ausgemacht zu haben glaubt.

Dass die gegenwärtige Situation in CY zuvörderst ein Bankenproblem, nur zwar nicht nur eines zypriotischer Banken, darstellt und dass Bankenaufsicht, auch europäische, Prozesse beschreibt, die korrigiert werden können und sollten läßt an den Validitäten des zypriotischen "Bankensektors" insofern zweifeln, als das Bankensystem insgesamt CY als bequemen Parkplatz für allerlei Geschäftsmodelle betrachtet zu haben scheint und es dies offenkundig immer noch zu tun scheint.

Dennoch sollte man vlt die Sogwirkung, die die Lehmannpleite zu entwickeln vermochte, den in der Staatsschuldenkrise vieler europäischer Staaten ausgehandelten Zeitgewinn vlt. nicht unterschätzen.

Der Tsunami Systemkrise des Finanzsektors, auch des globlisiert operierenden, "flutet" u.a. eben auch in CY auf, was für Beobachter des Geschehens übrigens nicht ganz unerwartet gewesen war.

Wie es bei Verquickungen unterschiedlicher Sachverhalte nun mal ist, die in Politik münden schiene mir sinnvoll aktuelle Entwicklungen in CY, Stichwort die Rolle CY's als wirtschaftlicher Faktor in EURO-Europa, aus unterschiedlichen Aspekten zu betrachten, um auf diese Weise vlt. "zurückzudröseln", wie der Knoten CY überhaupt "zustande kam".

So etwas mag vlt unpopulär sein, schiene mir jedoch sinnvoller, als künstlichen Aufgeregtheiten zu einer sauber installierten Geldwaschmaschine für das globalisierte Finanzmarktsystem zu folgen, bei dem CY selbst eine eher untergeordnete Rolle zu spielen scheint, jedoch voll in die Haftung genommen wird für Entwicklungen, für die CY ausgesucht wurde.

Danach stünde imao erst an, den tatsächlichen Umfang der Rolle der zypriotischen Regierung sowie daran beteiligter zypriotischer Bankinstitute herauszuarbeiten.

Wenn CY hier im Husch-Husch Verfahren "gerettet" werden soll, um danach zur "Tagesordnung" überzugehen: das war ja wiedermal ein "Unfall" mit dem keiner rechnen konnte, könnte man auch zu dem Eindruck gelangen CY habe hier eine Sündenbockrolle einzunehmen, zu der es, bei gründlicherer Betrachtung, lediglich relativiert Anlaß bestünde.

Wie schon gesagt: nur ein Akzent.

Indes einer, den man vlt auch nicht aus dem Blick verlieren sollte.

Beste Grüße

 

freedom of speech? 26.03.2013 | 18:31

"....Monokausale Erklärungen dürften kaum zureichen, die gegenwärtige Situation in CY,  annähernd wie umfassend zu beschreiben...."

Da gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht. Es wird aber immer und immer wieder die Teilung der Insel und der Konflikt mit der Türkei als Faktor in jedem Bereich auftauchen. Auch - und neuerdings besonders - im wirtschaftlichen Bereich.

Viele Zyprioten denken wegen der Teilung vorsichtig ausgedrückt "anders". Das ist manchmal ganz schwer nachzuvollziehen.

Eine rein rationale wirtschaftliche Betrachtung wäre in der Tat wünschenswert aber schwer zu erreichen.

Die EU wollte nicht umsonst vor dem Beitritt diesen Konflikt gelöst sehen. Aber es hilft Nichts, jetzt muss man durch. Und die Zyprioten haben immerhin auch von Schäuble und Merkel ein Bekenntnis zur gemeinsamen Verantwortung bekommen.

 

Viele Grüße

fos?

digitales 27.03.2013 | 20:15

Und was, wenn die politische Situation Zyperns eben dieses finanzpolitische Desaster nachgeradezu evoziert hätte?

Auch wenn die Frage nach der Henne und dem Ei damit vlt tangiert sein sollte - mitunter könnte man darüber auch ins Grübeln geraten.

Inzwischen könnte man auch zu dem Eindruck gelangen, die EU probte mit Zypern einen gesteuerten Crash vice versa, was, wie man nachvollziehen könnte, auf durchaus unterschiedliche Haltungen treffen könnte.

Laiki oder Lakai - wer weiß es genau?

Und the Bank of Cyprus erfährt Erschütterungen, die Banker im globalisierten Weltwirtschaftsystem nachgeradezu als Alptraum erscheinen könnten.

Dass mit der Verzögerungstaktik, eben einen Run auf die Banken in Zypern zu vermeiden dieser noch befeuert werden könnte, zeigt, dass die Nerven zwar noch nicht blank zu liegen scheinen, indes, dass wir es auch mit einem erstaunlichen Experiment zu tun haben könnten.

Das Finanzsystem indes dürfte seine Residue Vertrauen nicht nur erst jüngst zusehends vollends verspielen.

Was danach geschehen wird: wir werden es sehen, ob es uns nun gefällt oder nicht.

Bleiben wir zuversichtlich - am Besten.

 

Beste Grüße