Maike Hank
15.02.2012 | 13:35 11

Tag 6

Berlinale-Tagebuch ..

 

Es geht ja frühmorgens nicht nur darum, rechtzeitig um neun in der Vorstellung im Berlinale Palast zu sitzen, sondern vorher am Presseschalter seine Tickets für die Vorstellungen des kommenden Tages zu holen. Für die Pressevorführungen brauchtt man ausschließlich sein Badge, aber für die Vorführungen, die auch für's Publikum zugelassen sind, benötigt man zusätzlich Karten, die natürlich nicht unerschöpflich verfügbar sind. Je früher man also da ist, desto größer ist die Chance, alle Tickets für sein persönliches Programm zu bekommen, das man sich vorher mühevoll zusammengestellt hat. Auf rosa Zetteln stehen alle Filme samt Barcodes, es ist ein wenig wie im Paradies, wenn man rechtzeitig da ist.

Mittlerweile ist im Berlinale Palast irgendein Platz in der ersten Reihe oben auf der Galerie für mich zum geliebten Standard geworden. Ich will eigentlich nur noch von dort oben alle Filme dieser Welt gucken! In Christian Schmids Was bleibt besucht der in Berlin lebende Schriftsteller Marko gemeinsam mit seinem Sohn die Eltern, welche in der Nähe von Bonn auf dem Land in einem großen, sehr modern eingerichteten Haus leben. Sein Bruder ist dort geblieben und betreibt – subventioniert von den Eltern – eine schlecht gehende Zahnarztpraxis. Was als schönes Wochenende gedacht war, wird allmählich zu einem Desaster, nachdem die Mutter verkündet hat, dass sie, die nun bereits seit 30 Jahren manisch-depressiv ist, bereits vor drei Monaten ihre Medikamente abgesetzt hat und von nun an lieber auf Akupunktur und andere Naturheilverfahren vertraut. Nach und nach kommt heraus, dass sich alle schon seit Jahren gegenseitig etwas vormachen, nur um diese Familie irgendwie aufrecht zu erhalten. 

'Hurra!' Denke ich, als ich das Kino später wieder verlasse. Das war ein deutscher Problemfilm, wie ich ihn mag! Im Gegensatz zu dem artifiziellen Barbara von Petzold, bei dem ich mir ständig dachte, dass sich so doch niemand verhält und man eigentlich gar nicht so recht glauben und verstehen mag, dass sich die Figuren überhaupt aufeinander einlassen, waren die Charaktere in Was bleibt realistisch und jeder auf seine Art nachvollziehbar und -empfindbar.

Lars Eidinger, der den Max spielt, mag ich ohnehin sehr – aber ein wenig eigenartig war es schon mit ihm, denn es ist noch nicht einmal zwei Wochen her, dass ich Eidinger an der Schaubühne als Erde fressenden, blutbespritzten Hamlet erlebt habe. Mit weitaus weniger Haupthaar als im Film, der also schon vor einer Weile gedreht worden sein muss.

Das ist ja ohnehin etwas, an das man nie denkt, wenn man einfach nur so ins Kino geht: wie lange das alles dauert von der Idee bis zum Drehbuch bis zum Drehen bis zum Schnitt bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Film ins Kino kommt. Ich habe drei Jahre als Produktionsassistentin gearbeitet und weiß mittlerweile, dass sich meine Ungeduld nicht mit dem Tempo des Filmemachens verträgt. Ich bewundere die Beharrlichkeit und die Ausdauer der Filme machenden Menschen.

 

Nachmittags gucke ich The Iron Lady und langweile mich zu Tode. Eine demente Maggie Thatcher halluziniert Gespräche mit ihrem längst verstorbenen Mann und bleibt beim Ausmisten seiner Sachen an Gegenständen hängen, die unter anderem Auslöser für Rückblenden in die Vergangenheit sind. (Oh, die olle Thatcher guckt auf eine Soldatenstatue, dann jetzt rasch zu den Falklands!)
Es ist nicht wirklich nachvollziehbar, warum Thatcher wann wie agiert. Schnell habe ich eine Weichzeichner-Aversion, immer wenn ich mich gerade ein wenig eingefunden habe, wird in der Zeit hin und her gesprungen und bis zum Schluss finde ich keinen Zugang zu jener Figur, deren Leben da doch erzählt wird und um die sich immerhin der ganze Film dreht. Am Ende weiß ich weder Interessantes über Frau Thatcher, noch habe ich etwas über die Politik erfahren, die sie gemacht hat und ich weiß auch nicht mehr über England als zuvor.

Ich stürme sofort aus dem Kino, um immerhin drüben im Hyatt in der Pressekonferenz einen Blick auf Meryl Streep zu werfen. Ich will endlich mein Hollywooderlebnis! Vorhin habe ich mich deshalb bereits kurz in die Konferenz von Young Adult gesetzt, wo der kleine Dicke aus King Of Queens saß, der nicht Dough ist, aber das löste leider nichts in mir aus. Und es kam bereits eine Mail von der Special-Sektion, dass ich leider keine Akkreditierung für die morgige Veranstaltung mit Keanu Reeves(!!) in HAU bekommen habe. (Die Schweine!) So kehre ich nicht zurück, als ich im Treppenhaus bemerke, dass ich meinen Schal im Kino vergessen habe. 'Den werden sie schon finden und einem Kästlein mit anderen verloren gegangenen Sachen aufbewahren.' denke ich, denn schließlich werden die Kinos nach jeder Vorführung aufgeräumt.

Vor dem Konferenzsaal wird bereits ordentlich gedrängelt, denn sie lassen erst einmal niemanden mehr hinein. Journalisten fangen an, ihre Presse-Badges hochzuhalten, als seien sie etwas Besonderes und vergessen, dass wir alle hier in der Traube solch einen Ausweis um den Hals tragen, denn sonst wären wir gar nicht vor Ort. Die Stimmung ist gereizt, schon fangen die ersten Journalisten an, die Ordner zu beschimpfen. Das ist wirklich unerträglich und ich verlasse umgehend den Pressebereich. Auf dem Weg zum nächsten Film beschließe ich, einfach noch ein wenig am Nebeneingang des Hyatss, wo bereits die Limousinen bereitstehen, auf Meryl Streep zu warten. Die Pressekonferenz wird ja nicht lange dauern und auf den Leinwänden vom Berlinale Palast sehe ich, dass bereits mit dem Photo Call begonnen wurde.

Es ist kalt, es schneeregnet, ich habe nicht einmal einen Schal um und da ich bereits vor Tagen einen meiner Handschuhe verloren habe – als wäre der Potsdamer Platz eine große Analogie zum Socken-Waschmaschinen-Mysterium liegen hier ständig einzelne Handschuhe auf den Gehwegen herum und meiner ist gewiss auch dort irgendwo – kann ich bereits nach kurzer Zeit meine Finger nicht mehr bewegen. Ich setze mir ein Zeitlimit: 'Wenn sie bis voll nicht da ist, gehe ich.'
Als es fünf nach sechs ist, beschließe ich, zu gehen, wenn sie bis viertel nach nicht da ist. Um zwanzig nach bin ich unfassbar wütend auf Meryl Streep, aber nun kann es ja wirklich nicht mehr lange dauern, und wo ich jetzt schon so lange gewartet habe, wäre es doch völlig sinnlos, wenn ich jetzt ginge und dann käme sie genau in dem Moment, wenn ich dem Ganzen den Rücken zugedreht hätte. Die Fans sprechen sich mittlerweile lautstark ab, ob sie Mamma Mia singen sollen, wenn sie heraus kommt. Und als sich endlich die Türe öffnet, geht Meryl Streep winkend zum Auto, steigt ein und das war's. Aha. 

Ich bin sehr, sehr froh, dass ich kein wirklicher Fan von irgendwem bin. Zwar kann ich nachvollziehen, dass man bereits etwas früher auf Konzerte geht, damit man dort nicht ganz hinten stehen muss, aber nur wegen eines kurzen Blicks, der wenige Sekunden dauert, womöglich stundenlang unter schrecklichsten Bedingungen auf eine verehrte Person zu warten, kommt mir nun noch sinnloser vor als je zuvor.
Wenigstens bekomme ich anschließend im Kino meinen Schal wieder.

 

 

 

In Rentaneko von Naoko Ogigami lernen wir Sayoko kenne, die in Tokio gemeinsam mit vielen Katzen in einer kleinen Wohnung samt angrenzendem Garten lebt. Die Katzen vermietet sie an Menschen, die einsam sind und hilft ihnen so, das Loch in ihren Seelen zu füllen. Dabei wird schnell klar, dass Sayoko selbst ein Loch zu füllen hat, vor allem seit ihre Tante gestorben ist, von der sie die Anziehungskraft auf Katzen geerbt hat. Das Ganze klingt schon ziemlich pathetisch und wäre der Film nicht aus Japan, wäre er vermutlich schwer zu ertragen.

So gucken wir jedoch auf eine recht fremde Welt, auf Menschen, die eine andere Gestik und Mimik haben als wir. Zudem ist der Film mit japanischem Humor durchzogen, der gleichzeitig reduziert und dennoch irgendwie albern ist. Mir gefällt es, dass die Geschichte in mehreren Durchgängen erzählt wird, deren Aufbau immer der gleiche ist. Ich mag es, wie die Katzen die ganze Zeit in Sayokos Wohnung herumlungern oder durchs Bild hüpfen. 'Das ist ja wie bei dir' sagt der Lieblingsfreund und tatsächlich freue mich heute besonders auf zuhause. Zum Glück gibt es dort aber nur zwei Katzen und die eine hat mit Miu (美羽 – schöne Feder) sogar einen japanischen Namen. 

Erst als ich im Bus sitze, merke ich, wie gut mir der Film doch gefallen hat – im Kino war ich mir dessen überhaupt nicht sicher. Eine Stimme in meinem Kopf sagt ununterbrochen ありがとうございまし. Das Einzige, was ich auf Japanisch sagen kann, ohne darüber nachzudenken.

 

Filmplaner für morgen (das schon heute ist):
Haywire von Steven Soderbergh
Ein Tag mit dem Wind von Haro Senft

Kommentare (11)

Georg von Grote 15.02.2012 | 15:41

Wäre schon mal interessant zu wissen, was mit all den Sachen, die auf der Berlinale verloren und nicht abgeholt werden, passiert.
Das mit den Handschuhen ist natürlich ungzt. Vor allem bei dem Wetter. Man könnte ja auf der Strasse suchen ob man einen linken und einen rechten findet. Als Notlösung. Aber vielleicht hat hier ja einer der Berliner noch ein zweites Paar zu Hause und leiht sie aus.

Und PKs bringen auch nicht wirklich ein Hollywood-Erlebnis. Das kann dann schnell zur Ernüchterung führen. Wir haben die früher gemieden, wie die Pest. Nur besucht, wenn es nicht anders ging.
Obwohl eine war mal witzig, sehr witzig. "Space Cowboys" in Venedig. Da war dann 5 Sterne-Hollywood vertreten. Clint Eastwood, Tommy Lee Jones, James Garner und Donald Sutherland und die Cowboys machten yippie yippie yeah und hatten so was von einem trockenen Humor. Da konnte fast keiner eine Frage stellen, weil sich alle die Bäuche hielten vor Lachen.

Schade, dass Edda (sorry Edda, aber Du hast Dich ja gestern geoutet. Das haste nun davon) nicht akkreditiert ist dieses Jahr. Die würde die gute Maike Hank glatt an die Hand nehmen und sagen, heute machen wir zusammen den Antonio, den Banderas. Der kann sehr witzig sein. Und charmant.
Das hätte dann ein Hollywood-Erlebnis werden können, quasi auf Du und Du. Das Sie gibt es ja im Englischen nicht. :-)

Aber ich vermute an den beiden Ausrufezeichen. Maike Hank, steht wohl mehr auf Keanu Reeves :-) kann ich sogar als Mann nachvollziehen. Der hat was.

Gustlik 15.02.2012 | 16:22

So fleißig das ist...

Es bleibt das Gefühl, dass solche Texte als Spartentexte ungelesen in der Vielfalt verschwinden, wie viele der Filme im Spartensender.

Man wünschte sich eine Alternative... Nur 1 (ein) Film am Tag, mehr geht eigentlich nicht. Man will doch nicht mit emotionaler Vorkrümmung vom Abspann in den nächsten Vorspann stolpern...

die_edda 15.02.2012 | 22:25

"(sorry Edda, aber Du hast Dich ja gestern geoutet. Das haste nun davon)"
och georg, ich klink mich doch hier nicht mit diesem, meinem echten vornamen ein, gebe als allererstes einen irrsinnig wichtigen kommentar zum thema film ab und glaube dann noch an anonymität.

"Die würde die gute Maike Hank glatt an die Hand nehmen..."
und nein, würde sie nicht. aus dem einfach grund, weil ich lese, dass maike hank sehr gut mit der berlinale und ihren nebenwirkungen zurecht kommt! (zwei total verwerfliche tipps gibt's am ende dieses kommentars trotzdem)

"und sagen, heute machen wir zusammen den Antonio, den Banderas"
und das würde sie schon überhaupt nicht sagen! jedenfalls nicht während der berlinale. ich hab in den letzten jahren das interview-führen während der berlinale hassen gelernt. 15 1/2 minuten mit einem übermüdeten "talent" und 20 kollegen an einem runden tisch sind kein vergnügen.
es sei denn, man wird mit 20 internationalen kollegen an einen tisch gequetscht und hat die echt wirklich unglaublich rare möglichkeit das interview ungeschnitten und -gekürzt irgendwo unterzubringen. das ist dann culture clash pur!
aber banderas ist wirklich unterhaltsam... wenn er will.

und überhaupt: unterhaltsam ist dieser blog hier auch.
ich lese hier wirklich gerne mit, nicht zuletzt auch, weil ich damit den erschöpfungszustand, der sich bei einem filmfestival bei 3-5 filmen/tag, unweigerlich einstellt, so schön outsourcen kann.
der wust an bildern und geschichten, der sich am ende eines tages in den hirnwindungen zusammenballt und erst beim schreiben wieder haarklein auseinandergefitzelt wird, wobei man auch noch der informationspflicht an den leser nachkommen will, obwohl man an sich lieber in einer mittelheißen quelle auf island dümpeln würde... oder eine japanische katze ausleihen. (den film mochte ich auch sehr, übrigens! auch erst im nachhinein lieber als beim sehen.)

und dann macht das maike hank auch noch täglich! ich bin echt beeindruckt.

und hier die tipps:
1)für die karten nicht vor dem ersten film anstellen, sondern sich im letzten drittel des ersten films rausstehlen, um dann am counter die buchungen vorzunehmen.
dabei winkt zudem: entspanntes berlinale-personal!
(die gesamte prozedur dauert auch nicht länger als ein morgenlicher toilettengang ohne zeitung)

2) vor einer pressekonferenz mit weltstarappeal den film 30 minuten vor ende verlassen und im pk-saal zwei plätze reservieren, und zwar einen für sich selbst und einen für den kollegen, dessen jacke und ggf tasche man mitgenommen hat. der kollege muss dann zwar relativ leicht bekleidet über po-platz, kommt dann aber problemlos in den pk-saal (weil er ja "nur kurz mal draußen war") und kann einem dann das finale in der wartezeit bis zu pk-beginn (ca. 30 min später als offiziell terminiert) erzählen.

so oder so, ich hoffe, sie sind in die haywire-pk gekommen, frau hank! soderbergh hat eigentlich immer interessante sachen zu sagen (vermutlich sogar bei einem solala-actioner). und hey... michael fassbender ist nur alle 4 jahre in deutschland (wenn ich richtig mitgezählt habe).

Maike Hank 15.02.2012 | 22:46

Niemals würde ich aus einem guten Film vorher rausgehen, nur um in eine Pressekonferenz zu gehen oder mich für ein Ticket anzustellen. Das Anstehen am Counter geht ja wirklich sehr schnell. Selbst wenn sich die Schlange lustig um diverse Tische windet.

In der Pressekonferenz von Haywire war ich wirklich und ich verstehe jetzt immerhin, wieso Antonio Banderas immer mit so einem blöden spanischen Akzent synchronisiert wird : )
Leider habe ich Ewan Mc Gregor vermisst : )

Schön, dass Ihnen der Katzenfilm auch gefallen hat. Der hallt erstaunlich in mir nach. Auch heute noch.

Georg von Grote 16.02.2012 | 00:16

"Leider habe ich Ewan Mc Gregor vermisst : )"

Schau an, der Ewan :-)
Ich hab keine Ahnung, ob Edda damals dabei war, als wir mit nem Raddampfer übern Wannssee tuckerten. Mit Ewan McGregor und Cameron Diaz.
Lange her, war glaube ich " A Life less ordinary"

War ne nette Tour. Für uns Print Journalisten. Die Radio Leute haben damals getobt, denn die hatten irgendwie ständig das Hämmern des Schiffsdiesels im Ohr und auf dem Tape.
Am nächsten Tag hatte ich noch mal TV-Interviews im damals neueröffneten Adlon. Die verschoben sich, weil der gute Ewan offenbar sich in Borchardts oder sonstwo den Magen verdorben hatte. Aber Profi, wie er war, saß er sogar irgendwann mit bleichem Gesicht, aber gutem Humor vor der Kamera.

Apropos Fernsehkameras und Interviews.
Ich missbrauche mal Ihren blog, Frau Hank, den ich ja nun sehr liebe für einen kleinen Ausschnitt, was ein Schauspieler über Fernsehkameras denkt und zitiere mal aus aus einem alten Interview.

Zuvor, kann ich mir jetzt nicht verkneifen auch was über Morgan Freeman. Und was Nicholson da sagt, stimmt. Dieser Mann ist nicht zu fassen, selbst wenn man ihn in Louisiana besucht. Ein Mysterium.

Nun Jack Nicholson

„Morgan ist ein Mysterium. Wir kennen uns jetzt schon so lange und mir gefällt so einiges, was er macht. Manches bewundere ich auch. Er hat einen Pilotenschein und fliegt selbst überall hin. Er geht alleine segeln, er führt ein bekanntes Jazzlokal, züchtet Pferde und ist ein verdammt guter Schauspieler. Aber ich kann nicht in ihn hineinschauen. Er bleibt für mich einfach geheimnisvoll.“

Sie leben von der Kamera und dennoch weigern Sie sich seit Jahrzehnten, Fernsehinterviews zu geben oder in Talkshows aufzutreten.

„Ich finde einfach, dass so etwas einem Schauspieler nicht gut tut. Sie müssen das so sehen, jeder kann das Publikum irgendwohin führen, verzaubern, wenn es nicht weiß, wer Du bist. Der professionelle Teil der Arbeit beginnt ja nach den Dreharbeiten, nämlich dann, wenn alle glauben zu wissen, wer Du bist und eine Story daraus machen wollen. Mit Worten, also Ihren Worten, bin ich nicht in vollem Umfange zu erfassen. Fernsehen ist da etwas anderes. Da wird eine Aufnahme gesendet und gesendet und wiederholt, bis ein Gesicht langweilig wird. Das will ich nicht. Das kann ich nicht mehr kontrollieren. Ich will mir einfach ein Stückchen vom Geheimnisvollen bewahren, sonst kann ich ja niemanden mehr überraschen.“