Matthias Dell
30.01.2013 | 11:30 60

Die Mitarbeiterin des Monats

Kino In Kathryn Bigelows Film „Zero Dark Thirty“ sucht eine CIA-Agentin Osama bin Laden bis zum Ende. Erfolgreich. Über die politische Leere dahinter kann das nicht täuschen

Die Mitarbeiterin des Monats

Foto: Universal Pictures

"Sie machen einen guten Job“, sagt eine service-freundliche Stimme am Anfang von Kathryn Bigelows Film Zero Dark Thirty. USA, 11. September, die Leinwand bleibt schwarz, während die Tonspur ein Knäuel von Anrufen aus dem World Trade Center versammelt, in dem man am besten diesen wiederholten Satz identifizieren kann. Man muss das nicht zynisch finden, dass einer Hotline-Dame zur Beruhigung einer Frau in Todespanik nichts anderes einfällt, als ihr zu bescheiden, sie mache ihren Job als Todespanikerin gut. Es zeigt bloß, wie tief die Floskel vom reinen Professionalismus, dem bloßen Handwerk ins Denken eingewandert ist.

Zero Dark Thirty handelt von der Jagd auf Osama bin Laden, und den 11. September als Eröffnung braucht es, um dem ganzen Projekt – der Jagd wie dem Film – Sinn zu geben. Rache hat den Vorteil, dass sie Sinn prozessiert nach den Statuten der Champions League. Demnach wäre der 11. September am Anfang von Bigelows Film der 0:1-Rückstand, dem die USA dann im Auswärtsspiel zweieinhalb Stunden lang hinterherlaufen, ehe kurz vor Schluss der langersehnte Treffer die Hoffnung aufs Weiterkommen wahrt. Das mag zynisch klingen, aber ganz fehl geht man nicht, wenn man den Begriff von (Rache-)Politik, den Bigelows Film zeigt, in etwa so wiedergibt. Wichtig ist dabei, wie sich Zero Dark Thirty verhält zu solch schlecht motivierten Kriegshandlungen – affirmativ oder kritisch.

Leicht lässt sich das nicht sagen. Zero Dark Thirty ist eine Wucht, etwas, das man sich vom Leib halten will, auch wenn die Qualitäten Bigelows offensichtlich sind. Der erste Film über Osama bin Ladens Erschießung wird schon der beste gewesen sein. Bigelow ist viel zu klug, um ihren (US-amerikanischen) Zuschauern den Skalp des Volksfeinds als patriotischen Triumphzug zu bescheren. Aber andererseits kann Zero Dark Thirty gar nichts anderes sein als eine Apologie der US-Außenpolitik, schon weil er aus dieser Perspektive erzählt. Nicht von ganz oben, wo immer noch jemand sitzen muss, der zwischen Option A (Reingehen) und Option B (Draufhauen) entscheidet. Aber eben aus dem Apparat der CIA, der das Geschäft am Laufen hält.

Portables Gebrauchsamerika

In der letzten und entscheidenden halben Stunde, wenn Bigelow perfekt, präzise und völlig ruhig inszeniert, wie US-Spezialtruppen ins Haus von UBL (wie er in Film und Abspann nach der amerikanischen Schreibweise Usama bin Laden nur heißt) eindringen und Raum für Raum mordend einnehmen, dann sieht das aus wie die Aufzeichnung des Ereignisses, dem Obama, Clinton und die anderen damals im „Situation Room“ live beiwohnten. Und man kann durch diese brutale Sachtheitschoreografie, bei der die Kamera immer aus der zweiten Reihe filmt, verstehen, worin der Reiz von Militaria besteht, von dieser grotesken Ausrüstung der Soldaten, diesen vieläugigen Brillen. Einen besseren Werbefilm für die CIA kann es nicht geben.

Zero Dark Thirty ist ein Film der widersprüchlichen Formen. Das Antlitz des toten Osama bin Ladens wird nicht frivol vorgezeigt (am schärfsten vermittelt durch eine Handykamera), und doch ist dessen Ermordung das Zeugnis, das der Film ausstellen muss. Zu lokalen Alltagsszenen fällt der Musik, die im Finale schweigt, die billige Orientalfolklore ein, die wie ein Pawlow‘scher Reflex jeden „Araber“ begleitet im westlichen Kino. Eigentlich interessiert sich Zero Dark Thirty nur für die Arbeit der handelnden Personen, aber dann gibt es ein, zwei Szenen, in denen Maya, die Frau, deren Suche zwölf Jahre dauert, erklären muss, dass sie keine Freunde hat und „fuck in the firm“ keine Option für sie ist. Daraus entsteht die – immer noch zurückhaltende – Personalisierung der Geschichte, in der Jessica Chastains unbeugsame Kämpferin in einer Männerdomäne nicht zufällig als Schwester Kathryn Bigelows im Filmgeschäft erscheint.

Man stellt sich in diesem reichen Film viele praktische Fragen – wie etwa die Bestechung eines Informanten mit einem teuren Sportwagen abgerechnet wird in der CIA-Buchhaltung, eine Investition, die – und nicht die heiß diskutierten Folterszenen des Films – schließlich auf die Spur von Bin Laden führt; was mit den Kindern im Haus von Bin Laden geschieht, die nicht getötet, aber anders als die demütigenden, weil so gestrigen Videokassetten auch nicht eingesackt werden. Oder man sinniert über die Ästhetik des Provisorischen, an der Zero Dark Thirty nebenher schreibt, über jenes portable Gebrauchsamerika, das in all den Basen steht, die sich die USA auf der Welt errichtet haben, um mit ihr nichts zu tun haben zu müssen.

Aber all das täuscht nicht über die Leere hinweg, die unter diesem Film liegt und die eine Politik meint, die selbst nicht recht glaubt, dass mit der Ermordung des einen großen Bösen etwas zu gewinnen oder zu begleichen wäre. Über diese Zweifel soll Professionalität hinwegtrösten, und die wird, was vielleicht das Erschreckendste in Zero Dark Thirty ist, vermittelt von, man muss sagen, Kindern wie Maya oder ihrem Kollegen Dan (Jason Clarke).

Der kann knallhart foltern, ist mit seinem Hipsterbart zugleich aber vorstellbar als Buddy in einem Provinzkaff mit Metal-Band, Kinderbetreuung und Barbecues. Oder als Anzugträger in der Zentrale. Maya ist die berufserfolgsorientierte Angestellte der Gegenwart, die geschichtslos ihren Weg geht von der High School in alle Rankings, die ewige Mitarbeiterin des Monats, keine Freizeit, kein Umfeld. Weshalb am Ende eine Träne fließt (die zweite in dem Film; die erste, ebenfalls vieldeutige entwich einem Gefolterten, der Essen bekam). In der Träne ist die komplizierte Weltpolitik eingeschlossen als leicht sentimentale Bestätigung. Sie hat einen guten Job gemacht.

Kommentare (60)

Lieschen 30.01.2013 | 12:29

Ich lese in dem Artikel drei Mal das Wort "Morden" bzw. "Ermordnung". Laut Wikipedia ist Mord eine besonders verwerfliche Tötung aus niederen Motiven. Eine recht zweifelhafte Wortwahl für einen Fall, in dem eine Partei den Anführer einer anderen Partei tötet, die  ihr den Krieg erklärt und tausende von Zivilisten ermordet hat (ja, in diesem Fall ist das Wort angemessen). Hat man Ihnen, Herr Dell, auf der Schurnalistenschule nicht beigebracht, Worte präzise zu setzen (immerhin ist die Sprache Ihr wichtigstes Handwerkszeug)? 

goedzak 30.01.2013 | 13:11

Lieschen klein, guck dir den Film an, du wirst dich amüsieren. Es wird nicht nur der Anführer einer anderen Partei (ge)tötet, die  (...) den Krieg erklärt und tausende von Zivilisten ermordet hat, sondern auch ein paar Kollateral-Zivilistinnen. Und das läuft so: ein paar Schüsse aus dem Hightech-Gewehr, blutige Löcher im Hidschab, Frau stürzt hin, der US-Held geht ran, Nahschuss, Ende. Unbesiegbar!

Du stehst auf der richtigen Seite!

Lieschen 30.01.2013 | 13:18

@goedzak

"Lieschen klein, guck dir den Film an, du wirst dich amüsieren."

Das glaube ich  eher nicht, Ballerfilme sind nicht so mein Ding.

"Es wird nicht nur der Anführer einer anderen Partei (ge)tötet, die (...) den Krieg erklärt und tausende von Zivilisten ermordet hat, sondern auch ein paar Kollateral-Zivilistinnen."

Mitgefangen mitgehangen. Das mit den Kollateral-Zivilisten kennen ja gerade wir Deutschen sehr gut, zumindest aus dem Geschichtsuntericht. So ist das eben, wenn man sich mit Verbrechern ins Bett legt. 

"Du stehst auf der richtigen Seite!"

Ja.

goedzak 30.01.2013 | 13:29

Der erste Film über Osama bin Ladens Erschießung wird schon der beste gewesen sein.

Und diese Rezension dazu ihrerseits auch schon die beste, könnte ich mir vorstellen.

Ich dachte beim Anschauen oft den Satz: "Herrenmenschen bei der Arbeit!" Technologisch, moralisch, ästhetisch, sogar physisch totalüberlegen. Wobei der eigentliche Super-Held die Maschinerie ist, in der jede(r) ein perfekt sitzendes, mit Stolz und Überzeugung seinen Platz einnehmendes Rädchen ist.

 

 

beobachtermann 30.01.2013 | 13:30

Aber all das täuscht nicht über die Leere hinweg, die unter diesem Film liegt und die eine Politik meint, die selbst nicht recht glaubt, dass mit der Ermordung des einen großen Bösen etwas zu gewinnen oder zu begleichen wäre.

Was bereits allerdings an The Hurt Locker unschwer zu erkennen gewesen wäre.

Mit dem Verschwinden des Bösen ist auch das Gute obsolet.

Viele vergessen sowas gerne.

 

beobachtermann 30.01.2013 | 14:00

Sowas wie Apocalypse Now, Platoon und Full Metal Jacket fand früher mal, als in Deutschland noch Literatur stattfand, seine Vorläufer in so eigenartig wirkenden Klamotten wie in 0815 und Im Westen Nichts Neues ea.

Und der Schleifer Asch begegnet uns heutzutage wieder politically correct als Dornröschen, das uns wachküssen will mit seiner Friedfertigkeit - bis die letzten Hühner ins Lachen kommen vor lauter Wehklagen.

 

Indes, dass inzwischen der Bodycount des WKII verglichen mit den seither stattgefundenen Kriegen des Friedens der Menschen inzwischen übersteigt in Summa - das gerät dabei auch leicht in Vergessenheit, vorausgesetzt man verfügt über so etwas wie Vergessen, das nicht eigentlich eine Besinnungslosigkeit back futured zu entspringen scheint.

derKrieger 30.01.2013 | 15:18

Zumindest nach deutscher Rechtsprechung gilt auch Rache als niederer Beweggrund. Zudem sind als weitere Mordmerkmale evtl. Heimtücke, Grausamkeit und auf jeden Fall der Einsatz gemeingefährlicher Mittel einschlägig. Kriegsrecht findet nach völkerrechtlichen Kriterien auch keine Anwendung, denn Schwerverbrecher und Kriminelle wie BL sind keine Kriegsparteien, und eine Großfamilie mit Frauen und Kindern schon mal gar nicht.

Dies alles, leider muss man das ja dazusagen, nicht als Sympathiekundgebung für den Mörder BL, aber als Anregung zum Verstehen, dass genau solche Wortverdrehungen es nicht nur den (guten!) USA sondern eben dann auch jedem anderen mächtigen Staat erlauben, die Grenzen zwischen Krieg und Frieden zu verwischen. Zum weiteren Nachdenken lohnt es sich, zu fragen, wie gut du oder ich die Aktion gefunden hätten, wenn sie nicht in einem pakistanischen Ort sondern bei uns um die Ecke passiert wäre. ^^

sven kyek 30.01.2013 | 15:33

Vielleicht gibt es ja mal ein deutsches Meisterwerk.                                                           ,, Blinde Kuh `´ 10 Jahre auf den Spuren des NSU. Nur am Ende etwas ändern  und die GSG 9 am ausgebrannten Wohnmobil. Na gut, die                       ,Feuerwehr und ein Streifenwagen tut es auch. Ich kenne den in Rede stehenden Film leider nicht und es fällt mir schwer zu glauben,daß die darin enthaltende Botschaft etwas Neues bietet. Zur Meinungsbildung reichen mir das Bin Laden Buch gelesen zu haben und folgende beiden Quellen :

http://attiyyah.wordpress.com/2012/12/19/der-deutsche-lowe-murat-k-ein-gedicht-von-abu-talha-al-almani/

und :

http://vimeo.com/14055605

Georg von Grote 30.01.2013 | 16:23

Man kann mit Film sicherlich aufrütteln, zum Nachdenken anregen, aber wer rangeht und glaubt mit seinem Film die Gesellschaft oder die Politik verändern zu können, muss zwangsläufig an diesem Anspruch scheitern. Jetzt ist Bigelow weiß Gott nicht so ein Typ und der Film wird durchaus sehr zwiespältig aufgenommen. Es ist einfach ein Stück nackte und brutale Realität, die sie da teilweise kommentarlos darstellt und da geht jeder Zuschauer anders damit um. In "Apocalypse Now" saßen viele auch im Kino johlten beim Walkürenritt mit den Helis und fanden das affentittengeil. Die Message, die Coppola senden wollte hat die jedenfalls nicht erreicht.

Bigelow ist ja nun nicht, wie einer hier kürzlich behauptete, ein Werkzeug der CIA um für die Propaganda zu machen, sondern im Prinzip tendenziell anti-US-Politik eingestellt. Andererseits weiß sie aber auch, was das Publikum will und die letzte halbe Stunde ist einfach nur perfektes, rasantes Actionkino.

beobachtermann 30.01.2013 | 16:24

@ Lethe

Sie schreiben mit allem Recht von Kriegspolitik(en), die es, glaubt man den jeweils gültigen Staatsräsonaiments, eigentlich garnicht geben dürfte.

Film als Kunstmedium kann nicht dazu geschaffen sein das zu ändern, sondern lediglich zu referieren wie sich die Menschen das mit dem Aufeinandergekloppe alles so ausgedacht haben könnten.

 

Sergej Eisenstein konnte daher auch nur filmen wollen, was Lenin als Bewirker seiner Zeit an Deutungshorizonten abgeliefert hatte.

 

Mit den Künsten ist es aber auch ein Leid: sie bilden ab was sie sehen. Die leidvolle Wirklichkeit von Realpolitikern, die Völker bluten zu lassen vermögen, das können und wollen Künste nicht leisten.

Nicht dass Künstler deswegen feige wären: indes die Darstellung des angerichteten Leids erfordert jedes Künstlers vollste Aufmerksamkeit.

Nichtzuletzt deswegen gelten Künstler für jedes Machtgefüge als zuvörderst gefährlich - qed/qde

beobachtermann 30.01.2013 | 16:30

@Lethe II

Das, oder ein wie auch immer eingebildetes "Projekt" der Moderne ist schon längst in die Praxis nachmoderner Steinzeitler der Gegenwart pulverisiert.

Jedenfalls scheint kaum ein Argument noch verfügbar mit Fug und Recht von einem Projekt der Moderne zu behaupten.

Lyotard konnte es mit seinen Postmoderna als Behauptungshaltung mit der Moderne jedenfalls insoweit aufnehmen wollen, das nichtzuletzt er, Kind der Kohlmächtigen Generation, von Postmoderne daherzuschwefeln vermochte, wie in einem Boulevardmagazin heutigertage von Menschenrechten dahergeschwefelt wird.

Aufklärung tut not und weder le Parisienne noch der Stern dürften dabei als aufklärerische Blätter sich besonderns hervorgetan haben.

Phineas Freek 30.01.2013 | 16:44

Die Inszenierung einer Inszenierung.

Eine echte Herausforderung für die Kooperationsgemeinschaft Pentagon, CIA, Weißes Haus und Hollywood. Über zuwenig Arbeit zur Zeit  können sich die Bürovertretungen der US-Army in Hollywood nun wirklich nicht beklagen.

Propagandakino und schwarze Zahlen ("Top Gun" - Effekt!)  – ein 1945 verstorbener deutscher PR-Fachmann wäre entzückt über seine gelehrigen Schüler.

 

 

Lieschen 30.01.2013 | 17:05

" Kriegsrecht findet nach völkerrechtlichen Kriterien auch keine Anwendung, denn Schwerverbrecher und Kriminelle wie BL sind keine Kriegsparteien, und eine Großfamilie mit Frauen und Kindern schon mal gar nicht."

Soviel ich weiß ist das umstritten und viele Juristen sind durchaus der Meinung, dass Kriegsrecht anwendbar ist. Naja, zwei Juristen drei Meinungen. Wie auch immer, die Sinnlosigkeit Ihrer Argumentation wird schon daraus ersichtlich, dass die Amerikaner, wenn man IHnen folgt, faktisch gar keine legale Handhabe hätten, der Banditen und Mörder, die in ihrem Land so großes Leid verursacht haben, habhaft zu werden. Wenn das aber wirklich die Realität des Völkerrechts ist, dann ist es keinen Pfifferling wert.

Es ist schon amüsant, wie empfindlich europäische Linke stets reagieren, wenn es irgendwo auf der Welt einem Schurken an den Kragen geht, der ein Feind der USA (oder natürlich auch Israels) ist. Da werden feinsinnig (man sieht förmlich den abgespreizten kleinen FInger) Paragraphen und Philosophen zitiert und die "Moderne" (was immer das sein soll) beschworen. Eine sehr robuste KOnstitution zeigt der Linke dagegen, wenn es um die paar Folteropfer in iranischen Gefängnissen oder die paar mehr INsassen nordkoreanischer Gulags geht. Da kann man dann schon mal alle fünfe grade sein lassen. 

Wolfram Heinrich 30.01.2013 | 18:10

@Georg von Grote

In "Apocalypse Now" saßen viele auch im Kino johlten beim Walkürenritt mit den Helis und fanden das affentittengeil. Die Message, die Coppola senden wollte hat die jedenfalls nicht erreicht.

 

Die Idee, Flugzeugattacken mit dem Walkürenritt zu untermalen, war bereits zu Coppolas Zeiten nicht mehr ganz taufrisch.

 

Ob die Botschaft der Wochenschau-Redakteure das damalige Publikum erreicht hat?

 

Ciao

Wolfram

 

Wolfram Heinrich 30.01.2013 | 18:16

Seinerzeit, als die Tötung Osama Bin Ladens noch eine aktuelle Meldung war, habe ich mir zu diesem Thema einige Gedanken gemacht.

 

Mord, hm.

Aber, Gottchen, was heißt schon "Mord"? Der Staat, jeder Staat dieser Erde, nimmt für sich das Recht in Anspruch, Dinge zu tun, die er dem privaten, nur für sich handelnden Staatsbürger strengstens verbietet und als moralwidrig verdammt. Der Staat sperrt Leute ein, was bei mir "Freiheitsberaubung" hieße und dazu führte, daß man mich einsperrte, also der Freiheit beraubte. Der Staat tötet Menschen, sei es im Krieg, sei es im Rahmen der Todesstrafe. Würden ich desgleichen tun, so würde ich für diese Tötung eingesperrt oder - je nach Weltgegend - getötet.

Gegen diese Monopolisierung von Gewalt ist im Prinzip nichts einzuwenden, das staatliche Gewaltmonopol macht unser Leben doch um einiges geruhsamer als wenn wir noch in der Zeit des Faustrechts lebten.

Es wird also getötet in dieser gottverdammten Welt und es wird und wurde ständig und massenhaft getötet. Entgegen anderslautenden Gerüchten ist nämlich das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit kein unveräußerliches Menschenrecht. Dieses Recht wird veräußert und genommen, auch von denen, die es verkünden.

Die Frage ist aber: Wenn denn schon getötet werden muß, wen sollte man dann töten? Den Soldaten, den Gotteskrieger, den "Terroristen"? Oder irgendwelche Leute, die gerade zufällig in einem Haus in Bagdad oder einer U-Bahn in London zusammensitzen? Oder doch eher die Anführer, jene, die hinter dem Soldaten, dem Gotteskrieger, dem Terroristen stecken?

Ich mein, an die Anführer kommt man normalerweise nur sehr, sehr schwer ran, klar. Wenn aber... Sollte man sich dann wirklich Gedanken drüber machen, ob ihre Tötung eventuell Mord ist, während man gleichzeitig die Tötung der von diesen Anführern geschickten Leute als normale Kriegsfolgen in eine Statistik einträgt?

Wen denn, wenn nicht Bin Laden hätte man töten sollen? Den begehrten Titel "Schmusebär des Jahres" hätte Bin Laden sowieso nicht bekommen, auch dieses Jahr nicht.

Wenn ich - es wird nie dazu kommen, klar, aber machen wir halt ein Gedankenexperiment - ...wenn ich also eine MP in die Hand gedrückt bekäme und man mich unter Androhung schwerster Übel vor die Alternative stellte, entweder einen iranischen Gotteskrieger, Ali Irgendwer etwa, zu erschießen oder die gesamte iranische Regierung samt angeschlossener Höherer Geistlichkeit - glaubt einer im Ernst, ich würde auch nur einen Moment lang darüber grübeln, welche der beiden Alternativen die sinnvollere wäre? Ich würde darüber grübeln, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine der mir gestellten Alternativen zu wählen, ob es nicht eine Zumutung ist, mir überhaupt das Töten zu befehlen. Ich würde also grübeln, ob es nicht vielmehr erheblich sinnvoller wäre, den zu erschießen, der mir die MP in die Hand gedrückt hat. Aber wenn denn wirklich nur die Wahl bliebe zwischen den beiden Alternativen... Natürlich ist es sinnvoller und ethisch vertretbarer, einen General zu erschießen anstatt eines normalen Rekruten und es ist nochmal sinnvoller und ethisch vertretbarer, den Oberbefehlshaber des Generals zu erschießen als den General.

Nein?

Es sage jetzt keiner, die Tötung Bin Ladens wäre keine Kriegshandlung gewesen sondern eine zivile Tötung. Der Terrorismus ist nicht eine Sache von Serienmördern, die schlicht Vergnügen dran finden, Leute - und möglichst viele davon - zu töten. Der Terrorismus ist vielmehr der Krieg des kleinen Mannes (zunehmend auch der kleinen Frau). Wer nicht das Geld und die Infrastruktur hat, Flugzeuge oder Raketen loszuschicken, um eine Stadt zu bombardieren, der ist gezwungen, die Bombe von Hand in die Stadt zu tragen und sie dort zu zünden.

Machen wir uns nichts vor, der Dritte Weltkrieg ist längst im Gange

Die Tötung Bin Ladens war keine Exekution sondern ein gezielter kriegerischer Akt. Der Tod Bin Ladens ist nicht beweinens- und verurteilungswerter (eher weniger) als die Vernichtung irgendeines Kriegstoten.

Generell gilt meines Erachtens: Es gäbe viel weniger Kriege, wenn die Wahrscheinlichkeit, in einem Krieg getötet zu werden mit der Höhe des Ranges in der Kriegsmaschinerie anstiege.

 

Ciao

Wolfram

mymind 30.01.2013 | 23:10

Bigelow ist ja nun nicht, wie einer hier kürzlich behauptete, ein Werkzeug der CIA um für die Propaganda zu machen, sondern im Prinzip tendenziell anti-US-Politik eingestellt. Andererseits weiß sie aber auch, was das Publikum will und die letzte halbe Stunde ist einfach nur perfektes, rasantes Actionkino.

Vorab: Ich habe den Film nicht gesehen, werde ihn auch nicht sehen.  Nicht weil ich Mitleid mit OBL habe, sondern eine Vorstellung, wie die Mache des Films ist, erlaube mir also ein Vorurteil!

Die perfekte Action mag ja sein, aber macht sie das zu einer Regisseurin, die zu diesem Thema einen guten Filme gemacht hat? Beim Publikum ohne Nachdenken abzuliefern, bezeugt entweder mangelnde Phantasie, Schock- & Spannungsakzente ohne überzogene Action & wilde Ballerei  umzusetzen oder schlichtweg Profilierung auf einem rot gepflasterten Weg, der zumeist auch Erfolg verspricht...leider....

Ein Schelm 31.01.2013 | 01:49

Diese Art von Diskussion ist doch schon drölf Mal geführt worden - das Ende ist meist, dass man das sieht, was man sehen will.

Um eine naheliegende Parallele anzuführen: Antikriegsfilme sind notwendigerweise auch Kriegsfilme, so dass immer die Möglichkeit besteht, affirmativ auf einen Film zu reagieren.

Für MICH ist der Film kalt und lakonisch, und da ich Fr. Bigelow unterstelle, dass dies auch so gewollt ist, "lese" ich ihn als Kritik am Verlust der amerikanischen Werte, also als Bestandteil der inneramerikanischen Auseinandersetzung über den "Krieg gegen den Terror".

Aber vielleicht sehe auch ich nur, was ich sehen will ... ;-)

Georg von Grote 31.01.2013 | 10:39

Wer sagt, dass Bigelow abliefert, ohne nachzudenken?

Sie emotionalisiert nur nicht. Versucht auch keine Voraberklärungen zu suchen, versucht aber auch nicht den Zuschauer zu belehren oder ihm eine Meinung aufzudrängen. Sie zeigt einfach eine brutale Wirklichkeit und die Sinnlosigkeit der Folter, denn am Ende ist zwar der Gefolterte am Boden und gebrochen, die Folterer allerdings um keine Information reicher.

Was jetzt der einzelne Zuschauer daraus für sich für Schlüsse zieht, bleibt ihm überlassen, man kann sich dem aber nur sehr schlecht entziehen.

Lethe 31.01.2013 | 16:11

Aufklärung tut not und weder le Parisienne noch der Stern dürften dabei als aufklärerische Blätter sich besonderns hervorgetan haben

Ich bezweifele, dass Aufklärung mehr als ein allererster Ansatz sein kann. Menschen können sich längst Wissen in jedem Umfang aneignen, der zu einer adäquaten Einschätzung von Fakten notwendig ist. Aber selbst dort, wo dieses Wissen erworben wird, erfolgen der Transfer ins eigene psychische Gefüge und die Verwendung dieses Wissens auf der Grundlage von Weltbildern, letztlich von Ideologien. Wie die Geschichte der letzten 250 Jahre belegt, wirkt Aufklärung genauso ideologiebildend wie Religionen, Philosophien oder Staatstheorien.

Was not tut, ist die Gewinnung inneren Abstands von den eigenen Überzeugungen, im Prinzip also eine Art Psychoanalyse. Alles andere führt nur zur Reproduktion des ewig Gleichen in immer neuen Gewändern, die nur sehr unbedarfte Menschen für Fortschritt halten können.

Gold Star For Robot Boy 02.02.2013 | 22:13

"Die Tötung Bin Ladens war keine Exekution sondern ein gezielter kriegerischer Akt."

Warst du dabei,Wolfram? Mal unabhängig davon,dass die Verlautbarungen  seitens der US-Regierung zu seiner Tötung sehr widersprüchlich waren und man ihn schnell im Meer versenkte,wäre eine Verhaftung und ein Gerichtsverfahren wünschenswert gewesen.Ein unbewaffneter Terrorverdächtiger, der einst von den USA finanziert wurde und den man in Afghanistan entkommen ließ wurde auf fremden Staatsgebiet erschossen.Dass die USA mittlerweile unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung ihre eigenen Leute gezielt tötet und weltweit Schattenkriege führt, zeigt,dass der GWOT endlos sein wird.

Bigelows Streifen schenk ich mir.Lieber noch mal Fahrenheit 9/11 und 9/11: Press for Truth ansehen.

“Certain elements within our government absolutely, intentionally, purposefully ignored and let it (9/11) happen.” Former FBI translator Sibel Edmonds ( RT December 2012)

“Ich bin überzeugt, dass es eine direkte Verbindung zwischen zumindest einigen der Terroristen, die die Anschläge vom 11. September verübten und der Regierung von Saudi-Arabien gab”, sagte der ehemalige Senator Bob Graham, ein Demokrat aus Florida, in einer eidesstattlichen Erklärung, als Teil einer von den Familien der Opfer 11. September und Anderen eingereichten Klage gegen die saudische Regierung und Dutzende von Institutionen des Landes. Graham leitete 2002 eine Kongressuntersuchung der Anschläge vom 11.September.

Sein ehemaliger Senatskollege, Bob Kerrey aus Nebraska, ein Demokrat, der in der gesonderten 9/11 Commission tätig war, sagte in einer eidesstattlichen Erklärung, dass “wesentliche Fragen” zur Rolle  saudischer Institutionen “unbeantwort bleiben”. “Beweise, die sich auf die plausible Beteiligung möglicher Agenten der saudischen Regierung an den Anschlägen vom 11.September bezogen, wurden nie vollständig verfolgt, ” sagte Kerrey. (New York Times)

Gold Star For Robot Boy 02.02.2013 | 22:19

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Georg von Grote 03.02.2013 | 12:40

Da wäre ich schon etwas vorsichtig. Das Aufspüren, das Stürmen des Hauses, in dem Bin Laden sich aufhielt war vielleicht ein kriegerischer Akt. Bei seinem Tod wäre ich da skeptischer. Ich hab da noch die ersten Berichte der beteiligten Einsatzkräfte im Ohr, die von einem Bin Laden allein mit seiner Ehefrau sprachen, irgendwelche Waffen zwar in Reichweite aber nicht in der Hand. Das dann voll ausgebildete Navy Seals nicht in der Lage gewesen wären, ihn zu überwältigen und festzunehmen, will da nicht so recht einleuchten. Es da wohl eher davon auszugehen, dass die Liquidierung von vorne herein Teil des Plans gewesen ist und die Einsatzkräfte den Befehl hatten, die wichtigen Personen der Befehlsebene in diesem Haus zu töten.

Aus Sicht der Amerikaner wohl auch richtig. Ein gefangengenommener Bin Laden und ein eventueller Prozess hätte wahrscheinlich mehr Probleme bereitet als der schnelle Tod und das heimliche versenken der Leiche im Meer.

beobachtermann 03.02.2013 | 12:56

Im Film geht es "lediglich" um wenig mehr imao, als um so etwas wie eine Darstellung des Selbstverständnisses einer "leading Nation" sowie deren Protagonisten, dieses Diktum auch durchzusetzen.

Ernstzunehmend.

Der Mord an Bin Laden soll dabei die Morde an Amerikanern in 09/11 nicht nur kompensieren, sondern mit der Ermordung des selbsterklärten ideellen Kopfes dieser Ungerheuerlichkeit 09/11 klar machen, was mit den USA nicht geht.

Ein Gerichtsverfahren hätte die komplexen Verbindungen der Bush-Family zur arabischen Community thematisiert.

Das mußte verhindert werden und es wurde verhindert: nicht nur um den Preis von bald mehr als 500.000 Kriegstoten seit 09/11, sondern auch um den Preis einer veritablen Weltwirtschaftskrise, wie sie die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte.

 

Nach dem Fall der beiden Türme, auf den die Bush-Administration ebenso schlicht wie unüberlegt reagiert hatte, zeigt sich heute erst mit der sogenannten Finanzkrise und Billionen von USD/EUR aufgetürmten Schulden das eigentliche Ausmaß der Unüberlegtheit der Bush-Administration.

 

Darauf geht Bigelow nicht ein: sie referiert lediglich mit den dramaturgischen Mitteln eines Blockbusters, wie so etwas "an der Front" ausgesehen haben könnte.

Und darauf wäre hier in Europa niemand gekommen.

beobachtermann 03.02.2013 | 16:20

Fast wartet man auf so etwas wie einen gelungenen filmischen europäischen Wurf, der die Ereignisse aus europäischer Sicht beleuchtet.

Frankreich? zero points

Russland? zero points

Italien? zero points

Spanien? zero points

Deutschland? zero points

Europa? zero points.

Alle sind mit sich selbst und ihren Krisen beschäftigt, wie die USA btw auch.

Provinzkino.

Schade eigentlich.

Und da, wo es kein Provinzkino gibt ist Cartoon zur conditio sine qua non fürs Popcornkino deklariert.

Wolfram Heinrich 03.02.2013 | 16:26

@Georg von Grote

Das Aufspüren, das Stürmen des Hauses, in dem Bin Laden sich aufhielt war vielleicht ein kriegerischer Akt. Bei seinem Tod wäre ich da skeptischer. Ich hab da noch die ersten Berichte der beteiligten Einsatzkräfte im Ohr, die von einem Bin Laden allein mit seiner Ehefrau sprachen, irgendwelche Waffen zwar in Reichweite aber nicht in der Hand. Das dann voll ausgebildete Navy Seals nicht in der Lage gewesen wären, ihn zu überwältigen und festzunehmen, will da nicht so recht einleuchten. Es da wohl eher davon auszugehen, dass die Liquidierung von vorne herein Teil des Plans gewesen ist und die Einsatzkräfte den Befehl hatten, die wichtigen Personen der Befehlsebene in diesem Haus zu töten.

 

Du schaust dir den... ich sag's mal ganz neutral: Vorfall in Abottabad mit den Augen eines Kriminalkommissars oder Staatsanwalts an, der einen Todesfall im Rahmen eines Polizeieinsatzes in Grünwald zu untersuchen hat. Das würde voraussetzen, daß man Osama bin Laden als einen ganz normalen Bandenchef betrachtet, der festzunehmen und vor Gericht zu stellen gewesen wäre. Osama bin Laden war aber Kriegsteilnehmer, Chef einer Einheit, die im Dritten Weltkrieg (der längst begonnen hat, ich wiederhole mich) gegen die Amerikaner und ihre Verbündeten gekämpft hat und weiter kämpft.

Mir ging es in meinem Kommentar um den Umstand, daß man einerseits wegen des Todes von Osama bin Laden ein Riesengeschiß macht, andererseits die Tötung irgendeines Gotteskriegers oder was immer in einer Statistik abhakt.

Ob die Aktion gegen Bin Laden nun opportun, das heißt sinnvoll war, ist noch einmal eine ganz andere Frage.

 

Ciao

Wolfram

danki 03.02.2013 | 17:55

Das zeigt nur die ganze Perversität dieses Landes USA.Das Töten eines Menschen,und der Präsident,so auch im Original,schaut mit seinen Leuten im Wohnzimmer zu.Aber jeden Sonntag eifrig zum Gottesdiest gehen.Wir haben hier aber auch eine Partei mit dem hohen C,die in dieser Sache auch nicht christlich ist,da die Affinität unseres Landes zu den USA immer deutlicher wird.Ich könnte abko...!

Daniel Meister 05.02.2013 | 14:03

NATÜRLICH war die Tötung Osamas ein Akt imperialer amerikanischer Politik. Wieso nur haben die GIs nicht versucht, ihn mit Worten dazu zu bewegen sein Versteck freiwillig zu verlassen? Wieso nur wurde der loyale Partner Pakistan nicht informiert, welcher nie im Leben Bin Laden gewarnt hätte. Warum zieht man es überhaupt in Betracht, einen Mörder auszuschalten -  wer weiß vielleicht hätte OBL noch ein Mittel gegen Krebs erfunden und sich nützlich machen können?

@Phineas Freek 

...und wieder ein Griff in die Nazikiste...ganz ala "DDR", alles was nicht passt ist "faschistisch"

Phineas Freek 05.02.2013 | 16:48

 

 

 Bigelows Hollywoodinszenierung ist ausschließlich die Fortsetzung damaliger (US) imperialer Öffentlichkeitsarbeit und ihres finalen Multimediaspektakels im ehemaligen „Open House“ des pakistanischen Geheimdienstes ISI. 

Mit dieser globalen Inszenierung ging die imperiale Ankündigung einher, ihren ehemaligen engen Mitarbeiter und späteren nicht weniger nützlichen Exmitarbeiter, als Kriegsrechtfertigende Berufungsinstanz, nicht mehr nötig haben zu wollen. 

Ein Imperium bedarf schließlich keiner Moral, schon gar keine Rechtfertigende!

Ein vollendetes Imperium ist schon längst die Verkörperung von Moral - und zwar in allem was es treibt, eben weil dieses es treibt!

 Zumindest was den imperialen Anspruch auf seine globale Befolgung anbelangt!

Eins war diese Ansage an die Welt ganz sicher nicht: ein Gerechtigkeitsstiftendes Sonderangebot fürs schlichte Patriotengemüt seiner Untertanen, auch wenn nun sehr gern zugegriffen wird – wie man oben ja lesen kann.

In nichts Anderen, als die Aufbereitung damaliger Ansage, besteht nun Bigelows filmisches Sonderangebot.

Und je düsterer und grausamer („Realismus!“ nennen die Hirnspender das) die unabwendbaren Notwendigkeiten imperialer Gerechtigkeit daherkommen, umso effektiver scheint diese Propagandaposse auch zu gelingen.