Matthias Dell
14.07.2013 | 21:45 27

Und du Blödmann machst hier Wahlkampf

Polizeiruf Unsere Gewohnheit ist verstimmt: Mitten in die Sommerpause der Erstaustrahlungen schwebt am Sonntagabend ein Münchner Polizeiruf ein. Ein herausragender allerdings

"Es ist egal, aber" (Tocotronic) nicht nur Götz George, auch uns irritiert die Programmierung bei der ARD. Tatort also Polizeiruf also Sonntagabendkrimi lebt von Gewohnheit, dass immer dann, bevor die Arbeit wieder losgeht, die Freizeit mit dem Sonntagabendkrimi aufhört. Im Sommer haben wir uns daran gewöhnt, dass der Sonntagabendkrimi in die Ferien fährt, obwohl man, wenn man gegenüber Pressestellenmitarbeitern der ARD "Sommerpause" sagt, daraufhin gewiesen wird, dass keine Sommerpause ist, weil Tatort-Folgen ja gezeigt werden. April, April.

Pause ist nur von den Erstausstrahlungen, von denen doch aber immer nur die Rede ist, weil sie dem Gefühl den Takt vorgeben. Womöglich liegen wir auch falsch mit unserer Sorge und sind nichts anderes als ein pingeliger Papi, der will, das Ordnung herrscht im Kinderzimmer, aber so was von, wenn wir hier anmerken, dass die sogenannte Marke Tatort, die von der ARD doch immerfort geschätzt und gestärkt werden will, eben dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird, dass Zuverlässigkeit und Gewohnheit suspendiert werden, wenn nach zwei Wochen Wiederholung am Sonntagabend oder vor weiteren Wochen Wiederholungen am Sonntagabend mal eben eine ur neue Erstsendung dazwischenfunkt.

Die Erklärung liefert das Münchner Filmfest, das erst  Anfang Juli stattfindet und auf dem der BR seinem neuesten Polizeiruf unbedingt eine Festivalpremiere organisieren muss (mit der Ausstrahlung dann zu warten bis zum Start der neuen Saison ging irgendwie auch nicht; die offizielle Erklärung lautet auf Überproduktion, wie immer man sich das vorstellen kann). Man kann das, also die Festivalpremiere, eitel nennen oder auch provinziell, in jedem Fall soll das eine Art Markenzeichen des Münchner Polizeiruf sein – der kommt immer so krass kunstvoll daher, dass er unbedingt seine Premiere haben muss auf einem Filmfestival, das romantischerweise von der Idee lebte, dass Kinofilme mehr "Qnst" (Thomas Kapielski) seien als Fernseharbeiten.

Eintopf mit Überlauf

In Deutschland funktioniert diese Trennung zwischen Kino und Fernsehen nur leider nicht, weil es in Deutschland nur Fernsehen gibt, wobei man dem Polizeiruf: Der Tod macht Engel aus uns allen dann wiederum zugute halten muss, dass er mehr Luft zum Atmen hat als mancher Fernsehfilm, der zuerst im Kino läuft. Das liegt am Drehbuch Günter Schütters, der seinerzeit den fulminösen Graf-Polizeiruf mit Meuffelsn geschrieben hatte (der hatte à l'époque ebenfalls Premiere auf Münchner Filmfest, konnte aber bis zur Saisoneröffnung warten, by the way).

Schütters Buch kann man sich als Eintopf vorstellen, der auf hoher See serviert wird, es geht dauert hin und her und auch mal was drüber, und man braucht eine Weile, um die Griesklößchen der Geschichte auszumachen, aber gerade dieser Überschuss an allem stellt doch sehr zufrieden. Natürlich reden selbst gehobenere Polizisten wie hier der Korrup-Truppkommander Lenny Jacob (der große Hans-Jochen Wagner) nicht so tolle Sätze über ihre Kinder in echt: "Die haben beide weder Verstand noch Charme. Reden, was alle reden, und träumen ihr Leben in so RTL-Formaten." Aber das macht nix. Der Kulturpessimism trägt bei Schütter die schönsten Kleider, und die Männlichkeitsinszenierungen, im maillot jaune wie immer Meuffels (Matthias Brandt), sind von einer Elaboriertheit, die weder sich den Rotz von der Nase wischend auf die böse Gleichstellung zeigen, die ja an allem Schuld, noch in die Muckibude ihrer ostentativen Abenteuerlust gehen müssen, um sich selbst zu beweisen, dass es sie noch gibt.

Für Schütterns Anlage spricht, dass die Geschichte von Der Tod macht Engel aus uns allen fesselt, obwohl sie unspannend im Sinne von Whodunit ist: Meuffels muss Innenrevision betreiben, weil eine Transgenderista zu Tode gekommen ist auf dem Revier von Lenny und seinen Kollegen. Für die Buchhalter des sogenannten Realismus gibt es viel zu notieren, und auch wenn wir beipflichten würden, dass der vierfache Salchow dieses Films – also die great, great question, ob die Hinterbliebene (Lars Eidinger als Lady im Rock) nicht mehr von dem Geld hat, das Meuffels sammelt bei den schuldigen Kollegen als von so was wie Rechtssprechung – wahrscheinlich nicht ganz gestanden wird: dass überhaupt ein Fernsehfilm uns solche Dilemmata vor Augen zu führen weiß, nimmt ein.

Pulli mit Schäferhund

Unklar bleibt, wie groß der Anteil von Regisseur Jan Bonny, der mit Brandt vor Jahren bereits sein Debüt Gegenüber gedreht hatte, an der Größe dieses Polizeiruf ist. Bonnys Handkamerageschmuddel (die Pläte, der Unglam von Eidinger) verträgt sich gut mit Schütters Atmosphäreninhalieren, und es ist fast egal, wie sehr das alte München in diesem Film in der Dunkelheit leuchtet oder nicht. Schütters Buch ist so eine Art Drei-Wetter-Taft, das sitzt von allein, die Rollen sind so kernig, dass sie sich von selbst spielen durch Brandt, Wagner, aber auch die gesammelten Kollegen (amazing: eigentlich alle, besonders: Anne Müller als einzige Frau im Männerverein), Eidinger und Anna Maria Sturm (das letzte Mal als Anna "Burn, Baby" Burnhauser – tant pis, aber verständlich bei der Rolle aka Meuffels-Zentrierung): Spitzencasting (Daniela Tolkien).

Womöglich gehen die Einfälle mit den Döner essenden Polizisten (wie einfach die Geste, wie viel Atmo sie reinholt) oder den sich auf Brust (Mann) und im Schritt (Frau) rasierenden und nebenher redenden Eier-Meier-Paar (auch groß: Shenja Lacher) ja auch den Regisseur zurück. Etwas merkwürdig kommen nur ein paar Lücken daher, die Landfluchtheimholung von Anna etwa oder diese völlig zusammenhanglose und diffus aufgelöste Szene, in der Lennys Trupp kurz vor Schluss, als die Schuld schon feststeht, mal eben auf einem Einsatz zusammengeschlagen werden, als wüssten die Schläger um ihren highestrichterlichen Auftrag (Rache, nicht Recht oder so). Gewöhnungsbedürftig auch der ziemlich abrupte Mood-Wechsel bei Meuffels nach der schönen Draußenrauch-Szene mit dem "Nahraum", in der Meuffels, auch wenn er ein Herrenreiterlein sein mag, nicht wiederzuerkennen ist. Der Schäferhund-Pulli von Anna (Kostüm: Katharina Ost) ist aber allerliebst.

Im Zweifel geht das alles durch, weil Schütters Geschichte so dick wuchert.

Ein Vorwurf, den man nach Snowdens Leak so nicht mehr machen würde: "Ich hatte Angst, dass die mich orten – Sag mal bist du bescheuert"

Eine Frage, die wir Kollegen nicht stellen würden: "Mensch, Anna, was ist denn das für eine Behördenscheiße hier?"

Eine Begrüßung, die man sich gefallen lassen kann: "Guten Morgen, Ihre Durchlaucht"

Kommentare (27)

lebowski 14.07.2013 | 22:30

Zustände wie in Beirut. Nix mit Weltstadt mit Herz.

Ich habe letztens den schönen Krimi "Unter Feinden" von Georg M. Oswald gelesen. Auch da wurde ein Kommissar von einen kriminellen, drogensüchtigen Kollegen an den Rand des Abgrunds gezogen.

Kanns sein, dass München außerhalb der SchickiMicki-Meile ein ausgesprochen unangenehmer Ort ist.

 

Achtermann 15.07.2013 | 09:34

"Kanns sein, dass München außerhalb der SchickiMicki-Meile ein ausgesprochen unangenehmer Ort ist."

Keine Frage, das ist so. Denke mal an Daisy, die Hündin Rudolph Mooshammers, die nach dessen Ermordung vorrübergehend herrenlos wurde. Der Modedesigner hatte sich am Bahnhof einen Sexualpartner gegen Bezahlung gesucht, der ihn anschließend aus Habgier erdrosselte. Und dann gibt es dort noch den Bambi-Preisträger Hoeneß. Ein Angestellter seines Fußballimperiums, ein Brasilianer, zündete sein gemietetes Haus an und sitzt derweil noch im Knast. Die Reihe der Ereignisse dieser eher unfeinen Art ließe sich noch lange fortsetzen.

Matthias Dell 15.07.2013 | 09:47

"Kanns sein, dass München außerhalb der SchickiMicki-Meile ein ausgesprochen unangenehmer Ort ist."

das alte münchen aus diesem polizeiruf ist wohl sehr geschickt zusammengeschnitten: eineinhalb blocks zwischen bahnhof und theresenwiese. das westend mit der gollierstraße weiter südwestlich, die beim kommissar ja noch verruchtes arbeiterviertel ist, ist mittlerweile, äh, saniert

koellerms 15.07.2013 | 15:14

Habe vorab eine andere Kritik gelesen, http://www.prisma.de/film.html?mid=2013_polizeiruf_110_der_tod_macht_engel_aus_uns_allen, ist schon interessant, wie daneben manche Leute in ihrer Einschätzung liegen können, wird doch einfach das schon abgekaute Vorurteil gegen modernes Regietheater neu aufgelegt und als Kritik ausgegeben. Liegt vielleicht an Eidinger, der hier aber doch zeigt, was in ihm steckt und wie viel Potential als Schauspieler er doch hat.

Denke aber auch, dass viele der Prisma - ähhm Kritik beipflichten würden, einfach weil sie jahrelang schon Fernsehgewohnheiten ausgesetzt waren, die verinnerlicht wurden. Folge: Gutes im TV, Kunst wird nicht mehr als solches erkannt. 

 

Eh-DD 15.07.2013 | 15:32

Prisma hatte ja z.B. was gegen den "sprunghaften Schnitt" - gerade diesen fand ich sehr erfrischend. Man muss nicht alles in Bildern auserzählen - diese Übergänge zwischen Szene und Weitererzählung (z.B. beim Selbstmörder) war gekonnt.

 

Für mich mausert sich der Polizeiruf immer mehr zum mutigeren Fernsehen - während der Tatort im selbst auferlegten "bloß-nix-falsch-machen" eingeht. Rostock bislang on top, jetzt kommt München dazu...

vergo 15.07.2013 | 15:34

eidinger war großartig, den rest der truppe... na ja... selbst brandt war seltsam uninspiriert in seiner darstellung. ich musste ständig auf seine zähne gucken. ist mir vorher noch nie passiert.

der krimi selbst war käse. was sollte das einsammeln von dem geld ? warum kann meuffels die handydaten nicht abwarten ? wieso bringt sich ein polizist um, der doch im besitz von kostbaren täterwissen gewesen ist. soviel kunst, so wenig krimi, schade.

Matthias Dell 15.07.2013 | 15:42

mausern ist vielleicht das falsche wort, zumindest beim münchner polizeiruf liegt das wohl in der logik eines großen und irgendwie auch ambitionierten senders: dass der polizeiruf in münchen sich unterscheiden muss vom tatort in münchen, deshalb der kunstwille, die festivalpremieren. das kann man immer auch wie vergo finden, und die sprunghaften schnitte haben etwas, wobei ich bezweifeln würde, dass sie immer einem genauso gewollten plan folgen

Achtermann 15.07.2013 | 17:52

Eigentlich bin ich froh, nicht der Einzige zu sein, der die Dialoge und sonstigen Unterhaltungen akustisch nicht immer verstanden hat. Es lag demnach weder an meinem Gehör noch an meiner Auffassungsgabe. Es war die Tontechnik, wie in Spiegel Online jetzt nachzulesen ist. Zahlreiche Zuschauer hätten sich beschwert. Der Improvisationsfreiraum, den man den Darstellern gegönnt habe, hätte keine ins Detail festgelegte Choreografie zur Folge gehabt. Die Tontechniker scheinen damit an ihre Grenzen gekommen zu sein.

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Ehemaliger Nutzer 15.07.2013 | 18:52
Dieser PR war handwerklich-technisch sowie "psychologisch" eine Wonne, ebenso wie der androgyne Eidinger, siehe ganz haltlos, also unbegründet Halterlose […]. Das Einzige, das mich gestörtz/irritiert hat, war der Ton. Es war vielleicht, wie beim Handkameraeinfluss, absichtlich naturalistisch. Die Hintergrundgeräusche waren gleich oder lauter wie/als das Gesprochene. Oder es lag am Dialekt und meiner Müdigkeit. Im Kino es wäre besser gewesen! So super, wie der PR auch war - Eidinger ist in Filmen besonders gut, wenn er - als Bühnendarsteller - auf Unterspielen (vgl. z.B. Balázs oder aber Hicketier), ob bewusst oder nicht - verzichtete? @Mathias Dell: Eidingers Seltenbeglatzungsansatz am Hinterkopf als Sexsymbolhemmer? Forget it. Die synchrone Brustfrisiererei des Brutalbullen mit seiner intimhaarentfernenden Kleinen im Bad war eher peinlich. :)
GEBE 15.07.2013 | 20:06

Ich bin inzwischen der Ansicht, daß diese ganze „Tatort“- Chose eine einzige, als „Unterhaltungskrimi“ angelegte Konditionierung der Bevölkerung ist. Subtil und effektiv. Höchstwahrscheinlich gehört auch der miese, m. E. bewußt miese gewählte Ton dazu; so wird Television nämlich ganz besonders zur Tele-Vision. Attitüden werden als Gepflogenheiten installiert.

P.S. Ich sehe mir den Schmarrn schon lange nicht mehr an. Höre ich alleine schon die Titelmusik, schalte ich umgehend ab, genau so wie bei dem "Di-dada-diii-da, dada-da daaaa ..." der Lindenstraße.

Achtermann 15.07.2013 | 20:56

"Ich bin inzwischen der Ansicht, daß diese ganze „Tatort“- Chose eine einzige, als „Unterhaltungskrimi“ angelegte Konditionierung der Bevölkerung ist. Subtil und effektiv."

Diese Meinung teile ich. Aber dieses Mal war es anders. Da waren die Bullen die Bösen. So wie man sie eben auch aus dem Alltag kennt. Und eine Minderheit, die Transsexuellen, waren die Guten. Ich erinnere an die kürzlich vorgefallene Einkesselung der Demonstranten in Frankfurt; da zeigte sich die Polizei - und die Innenminister-Politik - mit ihrem vorherrschenden Berufsethos: Knüppel raus und drauf.

 

dernetzmeider 16.07.2013 | 02:28

Hab mir gerade den Polizeiruf 110 angeschaut (die Wiederholung), und ich bin nur wütend! So und noch viel schlimmer läuft es tatsächlich ab - ich habe so etwas schon miterlebt und bin auch mal "aus Versehen" die Treppe runtergefallen. Jeder weiss scheinbar Bescheid und niemand unternimmt etwas gegen willkürliche Polizeigewalt. Gerade in unserer Stadt sind Polizisten als üble Schläger aufgetreten. Aber vor Gericht kommt da nichts!

Meyko 16.07.2013 | 12:07

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass der ...

Nein, nein, so nicht. Jedoch: In den 80er-Jahren gab es 12 Tatorte pro Jahr. Nun sind es schon 35. Hinzu kommen all die anderen Krimis und Thriller in unserer Fernsehlandschaft.

Der Ethnologe  Thomas Hauschild hat sich etwas zu Ritualen des Spannungsabbaus beim "Krimigucken" überlegt:

"Ich hab als Jugendlicher sehr viel Gewalterfahrung machen müssen und bin deswegen da gar nicht so geneigt, mir diese Sachen alle anzugucken. Aber für sehr harmlos groß gewordene und ein bürgerliches Leben führende Zuschauer scheint das eine ganz normale Sache zu sein, sich die ungeheuerlichsten Gewalttaten anzusehen mittlerweile. Ich sehe das auch so, dass diese Rituale des Spannungsabbaus, die wir hier haben, diese niedertourigen Rituale über die Medien, dass die natürlich auch ein Doppelgesicht haben.

Das heißt, wenn der Gewaltpegel unterschwellig oder der Aggressionspegel in der Bevölkerung steigt, dann werden die immer wichtiger, und irgendwann kippt das auch um. Und dann können auch solche Szenen und solche Medienerlebnisse zum Auslöser werden für Gewalt.

Da sind wir aber im Moment noch weit entfernt, anscheinend. Aber wenn die äußere Spannung sehr steigt, Arbeitslosigkeit und diese Dinge, dann könnte man sich vorstellen, dass das dann irgendwann entartet, und dann sucht man nach Vorbildern, wenn man Gewalt ausüben will und muss, und das kann man an der Geschichte Deutschlands in den späten 20er-, frühen 30er-Jahren gut sehen, als dann große Teile der jungen männlichen Bevölkerung mit Knüppeln und Messern aufeinander losgegangen sind und mit Pistolen..."

miauxx 16.07.2013 | 20:50

"was sollte das einsammeln von dem geld ? warum kann meuffels die handydaten nicht abwarten ?"

Naja, der Zuschauer wursste doch nahezu den ganzen Film lang, dass diese Polizisten tatsächlich die Täter waren. Hätte Meuffels dann die Handyauswertung vorgelegt, wäre das ganze ja nur öde gewesen. Im Endeffekt dreht sich der Film halt um das finale Dilemma für Meuffels: Wenigstens etwas Gerechtigkeit für die/ den Hinterbliebene/n, unter Inkaufnahme einer weiteren dienstrechtlichen und rechtsstaatlichen Unmöglichkeit, oder gar nichts erreicht.

"wieso bringt sich ein polizist um, der doch im besitz von kostbaren täterwissen gewesen ist."

Na weil er selbst erledigt war: Aufgeflogen als Drogendealer und Bordellbesucher - als Polizist und Beamter. Da konnte er sich mit seinem Zeugenwissen, das ihn obendrein noch als Mittäter am Tod des in Gewahrsam-Genommenen entlarven musste, wohl kaum beruhigen.

 

miauxx 16.07.2013 | 20:56

Jaja, ich und viele andere verstanden den Ton ja auch nicht so richtig. :-)

Was Gespräche und Gemurmel der Protagonisten angeht, fällt mir das im Übrigen nicht nur bei diesem Polizeiruf hier auf, sondern auch in anderen aktuelleren Tatort-Folgen. Oft ist es gerade auch ein unmögliche Abmischumg von Musik und Dialogen, wenn diese gemeinsam auftreten. Musik meist zu laut - und dabei entweder belanglos oder die Szenenstimmung penetrant überzeichnend.

ceebee 18.07.2013 | 13:48

sprachlich vertraut dell wie gewohnt schiefen bildern wie "die Muckibude ihrer ostentativen Abenteuerlust". das erpart die mühe der sprachlichen durchdringung. intensiviert aber jede woche die frage ob er denn benennen könnte was er sah oder empfand -wenn er es wollte.

dilettantismus als stilmittel funktioniert in der musik und malerei -beim verfassen von texten jedoch leider nicht.