MopperKopp
13.02.2013 | 16:49 2

Der Wegwerf-Penis

Sex Während Menschen einen religiösen Hype um den Phallus veranstalten, Kulturen ihn in den Mittelpunkt des Geschehens stellen, haben Seeschnecken ein entspanntes Verhältnis

... zum Dödel. Man wirft ihn nach einmaligem Gebrauch einfach weg. Nun gut, innerhalb von 24 Stunden liegt Ersatz bereit und als simultane Hermaphroditen, man hat sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane und kann diese gleichzeitig einsetzen, ist ein Weiblichkeits- oder Männlichkeitswahn mit einer einhergehenden Überhöhung der Geschlechtsorgane eher nebensächlich. Dass der Penis außerdem mit Stacheln besetzt ist, wird SM-Liebhaber bestimmt in Verzückung versetzen, dient aber nur dazu, das Sperma eines möglichen Vorgängers aus der Leibeshöhle des Paarungspartners zu entfernen. Auch die Frage: "Wer hat den Längsten?" geht man entspannt an, durch eine komprimierte und spiralenförmige Lagerung lassen sich drei Penislängen locker verstauen. Interessant bleibt die Frage, welch eine Philosophie aus solchem Sein erwächst, noch wissen wir es leider nicht.

Prachtsternschnecke

Quelle: Chromodoris reticulata - Prachtsternschnecke

 

Kommentare (2)

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Ehemaliger Nutzer 13.02.2013 | 17:59

Das mit dem Verhältnis ist sehr einfach, werter Mopperkopp. Diese Nacktschnecken waren vor 98 Mio. Jahren einmal die intelligenteste Art auf dieser Welt, kurz davor, den Weltraum zu erobern. Der überbordende Sexismus hat dazu geführt, dass ein Großteil der Hirnmasse in den regenerativen Riesendödel investiert wurde, die Art wieder zurück ins Wasser ging, wegen der besseren Kühlung der Samenstränge und die Weltraumfahrt aufgab. Geblieben ist eine sexistische Rarität. Es zeichnet sich ein befriedetes und befriedigendes Schicksal des Menschen ab ... ohne Waffen mit multiblen Pidel. Welch ein Segen.

KH