MopperKopp
30.11.2012 | 11:40 107

Die FAZ und das Leistungsschutzrecht

Kampagne Steht das Z in FAZ für Zensur, Zensur durch Auslassung, in der aktuellen Leistungsschutzrecht-Kampagne, bei der es um ein Lizenz-Monopol für Presseerzeugnisse geht?

Der von Presseverlegern jahrelang betriebene Kampagnen-Journalismus um ein Lizenz-Monopol für Presseerzeugnisse legt das Zensurpotentiel durch einseitige, unausgewogene und parteiische Bereichterstattungder FAZ einmal mehr offen.

Wie Stefan Niggemeier in seinem Artikel "Dann reden wir mal über »Zensur«" belegt, ist das Verhalten großer Verlage mehr als kritisch:

"So ist das: Was den großen renommierten deutschen Zeitungen bei ihrem Kampf für ein Leistungsschutzrecht im Weg steht, findet in den großen renommierten deutschen Zeitungen im Zweifel nicht statt. Eine unabhängige, von Eigen-Interessen unbeeinflusste Berichterstattung kann man von ihnen nachweislich nicht erwarten. Manch einer irgendwo könnte da schon von »Zensur« sprechen."

In seinem Beitrag listet Niggemeier Zensur durch Nichtberichterstattung auf, die auch in einer Zeitung wie der FAZ, welche immerhin den Anspruch des Qualitätsjournalismus für sich beansprucht, stattfindet.

Einen Tag nach der ersten Lesung des LSR (Leistungsschutzrecht), dem durch Lobbyismus eingebrachten Monopolisierungsgesetz der Presseverleger, wird diese Tatsache untermauert. 

Auf tagesschau.de und in der FAZ gibt es zu der Nacht- und Nebelaktion zwei fast identische Beiträge:

Worin unterscheiden sich die Beiträge? Der Beitrag auf tagesschau.de bringt in den letzten Absätzen die erstaunliche und berichtenswerte politische Aktion:

"In einem ungewöhnlichen Bündnis über politische Lagergrenzen hinweg hatten sich zuvor die Jugendorganisationen fast aller maßgeblichen politischen Parteien in Deutschland gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechtes für Presseverlage ausgesprochen.

Es gebe bereits jetzt technische Möglichkeiten, Inhalte im Internet dem Zugriff beispielsweise durch Suchmaschinen zu entziehen, erklärten Junge Union, Jusos, Grüne Jugend, Junge Liberale und Junge Piraten."

Kein Wort davon in der FAZ. Dieser Part, in einem ansonsten fast deckungsgleichen Beitrag, wird zensiert. Ebenso zensiert wie schon die vernichtende Kritik der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) sowie weiterer führender Wissenschaftler.

Solch massive Zensur (Informationskontrolle) findet in der FAZ stetig statt, kann aber nicht immer so eindeutig belegt werden. Sobald der Westen Krieg führt, wenn neoliberale Ideologie jahrelang Strukturen zerstört, wenn der Finanzsektor dereguliert wird, immer dann findet in der FAZ wie auf Kommando Zensur statt, in einem Kampagnenjournalismus, der auch bedenkenlos über längere Zeiträume geführt wird.

Wenn die Vierte Gewalt Machtprivilegien derart rücksichtslos missbraucht, dann ist es an der Zeit und eine freie, offene Gesellschaft erarbeitet Alternativen. Genau das soll durch das Monopol LSR (Leistungsschutzrecht) verhindert werden. Presseverleger wollen ihre Macht behalten, um jeden Preis.

Mir stellen sich die Fragen: Für wie dumm verkauft die FAZ ihre Leser, wenn sie derart ersichtlich zensiert, Informationen unterdrückt? Ist das LSR (Leistungsschutzrecht) der Versuch, dies weiterhin ungestört tun zu können?

Und letztlich natürlich die Frage:
Welche Leistung soll eigentlich geschützt werden?

Weiter geht es hier, mit:

-> Pressemonopolisten verschärfen Lügenkampagne

Kommentare (107)

luddisback 30.11.2012 | 15:39

"Kai Diekmann (Bild), Mathias Döpfner, Friede Springer  (beide Springer), Stephan Sattler (Focus), Frank Schirrmacher (FAZ)"

 

das waren die (bekannt gewordenen) vertreter der hofberichterstattung, die seinerzeit im kanzleramt an ackermanns geburtstagssause teilnehmen durften. nun ja.

 

aber zu der frage, ob und wenn ja wie sehr die faz ihre leser fuer bloed haelt. ich glaube, der gemeine faz-leser liest die faz (politik deutschland), um den konservativ zurechtzensierten teil der realitaet mitgeteilt zu bekommen. die "richtige" meinung also, oder nennen wir es die "parteilinie". die wenigsten suchen oder erwarten doch wahrheiten.

MopperKopp 30.11.2012 | 15:55

Ein interessanter Ansatz. Damit wäre die FAZ eine Filterblase (filter bubble) aus Papier.

"Die Filterblase (englisch filter bubble) oder Informationsblase (englisch informational bubble) ist ein Begriff, der vom Internetaktivisten Eli Pariser in seinem gleichnamigen Buch[1] geprägt wurde. Er beschreibt damit das Phänomen, dass Webseiten bestimmte Algorithmen verwenden, um gewissermaßen „vorauszusehen“ welche Informationen der Benutzer gerne sehen würde, basierend auf den verfügbaren Informationen über den Benutzer - beispielsweise Standort des Benutzers, Suchhistory (englisch search history oder web history), Klickverhalten.

Als Folge dieser Algorithmen neigen Internetseiten dazu dem Benutzer nur Informationen anzuzeigen, die mit dem bisherigen Ansichten des Benutzers übereinstimmen. So wird der Benutzer sehr effektiv in einer „Blase“ isoliert, die dazu tendiert Informationen auszuschließen, die den bisherigen Ansichten des Benutzers widersprechen."

Die FAZ verwendet somit einen Algorithmus, den Schirrmacher-Algorithmus, und hält Leser durch mehr oder wenige geschickte Zensur dumm aber glücklich, da sie sie in ihrer eingeschränkten Sicht bestätigt. Fallen somit die so oft vorgetragenen Angriffe auf Internet-Algorithmen in die Rubrik Ablenkung und Selbstbetrug?

luddisback 30.11.2012 | 18:27

ja, die "filter bubble" beschreibt sehr gut, wie die hiesige medienlandschaft zu funktionieren scheint. und wenn man dann die meldungen von faz, spon, zeit und sueddeutscher zu politisch heiklen themen übereinanderlegt und hell genug ist, dass noch licht durchscheint, kann man hin und wieder zwischen den zeilen erkennen, worüber überall gerade nicht berichtet wurde.

 

in den "alternativlosen" fragen scheint die gleichschaltung auf die neoliberale doktrin aber bereits umfassend zu funktionieren, was die seriös genannten medien angeht. ich suche jetzt als beispiel nicht die jubelarien raus, die landauf landab 2009 über den auftakt der bankenrettung gesungen wurden, hab aber noch vokabeln wie souverän und umsichtig im ohr, mit denen merkel und steinbrück da gepriesen wurden. 

 

oder ich erinnere mich an die verlautbahrung frau lagardes vor ein zwei jahren, aus der zum ersten mal seit schröders kahlschlag zu lesen war, dass deutschland inzwischen zum billiglohnland geworden ist. da waren gerade zehn jahre rum, in denen sich die schon oben so genannten seriösen die erfolge der reformen gepriesen hatten, ohne je etwas davon sinnvoll zu begründen.

 

beste grüße

MopperKopp 30.11.2012 | 19:05

Genau so ein Tool fehlt noch:

"wenn man dann die meldungen von faz, spon, zeit und sueddeutscher zu politisch heiklen themen übereinanderlegt und hell genug ist, dass noch licht durchscheint, kann man hin und wieder zwischen den zeilen erkennen, worüber überall gerade nicht berichtet wurde."

Ein Tool, welches Übereinstimmungen verdichtet, Differenzen erkennt und Auslassungen hervorhebt. Höchstwahrscheinlich gibt es das, nur eben nicht mit einer nutzerfreundlichen Oberfläche für Otto Normalsurfer. Aus den gewonnenen Informationen ließen sich News zweiter Ordnung schnitzen, die beispielsweise als einprägsame Info-Grafiken Zwischenräume erhellen. Ein neues Geschäftsfeld?

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Ehemaliger Nutzer 30.11.2012 | 23:44

Selten so einen Schwachsinn gelesen. Natürlich filtern alle Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsender, Radiostationen, aber auch Blogs. Das hat aber nichts mit Zensur zu tun.

Zensur ist es, wenn bestimmte Medien oder Ansichten vom Staat verboten werden.

Auch Herr Niggemeier lässt manche Kommentare oder Kommentatoren nicht zu. Ist das Zensur?

Mopperkopp, das Beste an Dir ist Dein Name.

 

MopperKopp 01.12.2012 | 00:31

Nun, das, was der Herr von und zu Grote darunter versteht, das ist nicht zwangsläufig das, was auch darunter verstanden wird, siehe oben: Informationskontrolle. Staatliche Zensur lässt sich wunderbar durch mediale Informationskontrolle erreichen, daher begeistern sich konservative Politiker so für das Leistungsschutzrecht. Aber das führt nun zu weit, da schon der Einstieg in die Thematik solche Schwierigkeiten zu bereiten scheint :-) 

Georg von Grote 01.12.2012 | 00:36

Hallo? Wenn ich entscheide, was ich in einem Artikel bringe und was ich weglasse, soll Zensur sein? Bitte noch einmal nachdenken.

Zensur kann man Informationskontrolle nennen, aber die Kontrolle muss dann schon von außerhalb erfolgern und wenn die FAZ selbst entscheidet, was sie in einem Artikel an Informationen bringt und was sie verschweigt, dann hat das mit Zensur nichts zu tun.

MopperKopp 01.12.2012 | 00:36

Der gleiche Prantel hat eben noch einen völlig einseitigen, tatsachenverdrehenden Beitrag zum LSR geliefert.

Bleiben wir doch einfach bei den Tatsachen: Die FAZ propagiert massiv das LSR und unterdrückt gezielt, besonders in den letzten Tagen, also vor der 1. Lesung, alle Contra-Positionen, egal aus welcher Ecke sie kommen. Das ist Fakt, kein Zufall und keine lässliche Sünde. Weiteres siehe den Beitrag und die weiterführenden Links.

miauxx 01.12.2012 | 01:13

Ich will mich jetzt auch gar nicht wirklich über den bzw. einen Begriff von "Zensur" streiten. Ich stimme Dir in der Sache vollkommen zu, dass es ein Manko ist, wenn so einseitig, gar nicht oder mit bewussten Streichungen konträrer Meinungen berichtet wird! Ein Qualitätsausweis ist das für die betreffenden Medien nicht. Allerdings ist es auch nichts Neues, das gerade eine FAZ sehr in eigener Sache bzw. der einer bestimmten Klientel agiert. So hat mich die Tage z.B. auch mal interessiert, wie sich die FAZ zur Zensur (!) des "Armutsberichtes" durch das Wirtschaftsministerium äußert. Auf FAZ-online dazu KEINE Meldung (oder sie war verdammt gut versteckt)!

Interessieren würde mich, wo sich er Prantl für das LSR bzw. den IGEL ausgesprochen hat.

MopperKopp 01.12.2012 | 01:22

Das sehe ich auch so, allerdings spielen sich Presseverleger, und die FAZ positioniert sich hier sehr eindeutig, momentan als Retter, nicht des Universum, aber immerhin der Demokratie, durch Qualitätsjournalismus, eine seltsame Wortschöpfung, auf und instrumentalisieren die Politik, damit diese ein Gesetz backt, als Schutz vor der Konkurrenz im Kapitalismus, der könnte ansonsten im Zuge der kreativen Zerstörung noch auf dumme Gedanken kommen und überholte Geschäftsmodelle vom Markt spülen. Welch eine verlogene Heuchelei. 

MopperKopp 01.12.2012 | 01:30

Genau das ist der Punkt, Auslassung, nicht Erwähnen, den Leser nicht informieren, so funktioniert es, Falschmeldungen sind heutzutage schnell entlarvt und der Meldende steht dumm da. So ganz ohne jegliche Meldung stehen die angesprochen Medien meist nicht da, irgendwo im Hintergrund, gut versteckt und vergraben werden die täglichen Nachrichtenticker gespiegelt. Dann hat man zwar auf den ersten drei Seiten in unzähligen Artikeln eine bestimmte Meinung verbreitet und dabei gewisse Informationen unterschlagen, aber man kann bei entsprechender Kritik immer mit der Kurznachricht von Seite 33 wedeln.

Georg von Grote 01.12.2012 | 01:48

Hört mir auf mit diesem ständigen "Qualitätsjournalismus". Der Begriff ist mittlerweile so abgedroschen, dass er jeglichen Wert und auch Qualität verloren hat.

Ihr träumt von einem objektiven Journalismus. Den gibt es aber nicht und wird es nie geben. Journalismus ist immer subjektiv.

Bevor man das nicht begriffen hat, braucht man auch gar nicht weiter zu reden.

mymind 01.12.2012 | 02:25

Der Mensch neigt zu subjektiven Einschätzungen, so weit so gut. Nun haben einige die Möglichkeit nicht nur zu denken,  sondern auch zu reflektieren.  Von einem Journalisten erwarte ich das, es ist schließlich auch sein Job nicht nur Offensichtliches wiederzugeben sondern ggf.  bestimmte Begebenheiten zu hinterleuchten,  sich mit dem Background zu beschäftigen, evtl.  zu hinterfragen, recherchieren usw. & so fort.  Natürlich hat es auch investigativen Journalismus gegeben, ob aus subjektiven  oder objektiven Impulsen heraus ist doch egal. Nichtsdestotrotz ist doch festzustellen, dass zu vielen Themen seit vielen Jahren dieser nicht mehr stattfindet & keine Informationsvielfalt vorzufinden ist. Unabhängig davon ob es sich um politische Themen, soziale & gesellschaftliche Inhalte, selbst bei Kulturevents, immerzu  findet sich eine Einheitssauce,   von links nach rechts & umgekehrt  im nahezu harmonischen Verständnis des gegenseitigen Abschreibens.

Auch wenn ich noch nicht uralt bin, aber das habe ich schon differenzierter erlebt bzw. gelesen.  Die FAZ bildet in der Hinsicht ´Zensur  ´oder vielmehr ´Meinungscourage´ kein Alleinstellungsmerkmal.  Alle Pressehäuser hierzulande berichten mit angezogener Bremse, das fing unter H.K. an & geht immer gehemmter weiter, bzw. nicht weiter, da von einer freien Presse im Grunde keinn Rede mehr sein kann. Davon können nicht nur diejenigen berichten, die ihre kritisch reflektierten Beiträge nicht unterbringen können, sondern auch der Leser, der nicht ganz so dummdusselig vor sich hin lebt…

M.O.I. 01.12.2012 | 08:08

faz und zensur, das passt! regelmässig werden meine kommentare nicht veröffentlicht. taz, spon und taggeschau.de stehen dem aber in nichts nach. bei den privaten, nun ja, da lass ich ja noch das reaktionäre hausrecht gelten. das aber auf tagesschau.de zensiert wird zeigt einmal mehr das es mit meinungsfreiheit in unserer mehrheitsdiktatur nicht so weit her ist wie es gern geheuchelt wird!

MopperKopp 01.12.2012 | 11:16

Das hat man bezüglich Leistungsschutzrecht (LSR) schon mehrfach gehört. Selbst bei sachlich fundierten Kommentaren, die nur auf die Stellungsnahme des Max-Planck-Institutes für Immaterialgüter– und Wettbewerbsrecht, der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) sowie mehrere weitere Wissenschaftler und Rechtsexperten hinweisen wollten. Was in den Zeitungsartikeln nicht vorkommt, darf auch durch Leserkommentare nicht ersichtlich werden. 

Die Prawda (Wahrheit) wäre blass vor Neid.

MopperKopp 01.12.2012 | 13:49

Bezüglich Werbung gibt es eine Studie des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft: Journalistische Qualität in der Wirtschaftskrise

"Zentralisierung der Werbevermarktung wird vor allem von großen Verlagen vorangetrieben, wobei sich zwei Trends abzeichnen: Erstens fand vielfach eine Integration von Print- und Online-Vermarktungsabteilungen statt. Im Oktober 2008 bündelte Axel Springer 50 Print- und Onlinetitel unter dem Vermarktungsdach von Axel Springer Media Impact (Werben & Verkaufen vom 19.02.09); auf dem Berliner Markt erfolgt die Anzeigenvermarktung nun bspw. für DIE WELT und die BERLINER MORGENPOST gemeinsam. Die gemeinsame Werbevermarktung von unterschiedlichen Lokal- oder Regionaltiteln kann aber nur begrenzt sinnvoll sein. Im September 2009 kündigte auch der SpiegelVerlag an, die Print- und Online-Vermarktung zusammenzulegen (Horizont vom 10.09.09). Die Verlage erwarteten mehr Anzeigenerlöse durch Crossmedia-Angebote, d. h. Werbeangebote über mehrere Medien hinweg. Bei der WAZ-Gruppe wurden seit Herbst 2009 Crossmedia-Pakete aus Zeitungsanzeigen, Online-Werbung, Spots beim Regionalsender NRW.TV und elf Regionalradios vermarktet (Kontakter vom 15.06.09). Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck bündelte zuvor getrennt vermarktete Online-Beteiligungen unter dem Dach der Vermarktungstochter IQ Digital. Der Verlag vermarktete ab März 2009 Angebote wie die Social Communities STUDIVZ, SCHÜLERVZ und MEINVZ gemeinsam mit redaktionellen Angeboten wie HANDELSBLATT.COM, ZEIT ONLINE, TAGESSPIEGEL.DE und BLOOMBERG.DE (Kontakter vom 03.03.09). Im Dezember 2009 wurde bekannt, dass der FAZ-Verlag einen Kooperationspartner für die Onlinevermarktung sucht (Kontakter vom 07.12.09). Der Focus Magazin Verlag und die Verlagsgruppe Milchstrasse, beides Töchter von Hubert Burda Media, legten ihre Vermarktung am 1. Januar 2010 zusammen (kress.de vom 28.10.09). Auch bei diesen Maßnahmen bestand das Kalkül darin, Größenvorteile durch die Vermarktung im Verbund zu erzielen. Resultieren aus den Zusammenlegungen allerdings Anzeigenkombinationen, deren Titel von den Anzeigenkunden nicht getrennt voneinander gebucht werden können, wird dies zum Teil von den von uns befragten Experten als problematisch empfunden, da verschiedene Zeitungen oder Zeitschriften häufig unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

Ein zweiter Trend, der mit der Integration von Print und Online einherging, hielt unter der Devise ›One Face to the Customer‹ Einzug. Statt wie bisher jedes Medium von einem Anzeigenverkäufer vermarkten zu lassen, sollten Werbekunden und Mediaagenturen es künftig nur noch mit einem Verantwortlichen von Seiten des Verlags zu tun haben."

MopperKopp 01.12.2012 | 13:59

Und natürlich die Studie der Otto Brenner Stiftung, "Wirtschaftsjournalismus in der Krise - Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik"

"Der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus ist ein gläubiger Diener des Mainstreams, kein kritischer Träger der Aufklärung. Im Bereich der Wirtschaft, den die Gesellschaft selbst für ihren wichtigsten hält, leistet sie sich einen tagesaktuellen Journalismus, der wenig Information bietet und viel Desorientierung verursacht. Der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus hat als Beobachter, Berichterstatter und Kommentator des Finanzmarktes und der Finanzmarktpolitik bis zum offenen Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise schlecht gearbeitet; Pfusch am Bau nennt man das im Handwerk. Die besten Tageszeitungen dieser Republik sind erst mit dem Krach der Krise publizistisch und journalistisch “erwacht”. DPA und ARD-Aktuell machten auch dann in ihrer handwerklich schlechten Alltagsroutine einfach weiter wie zuvor."

MopperKopp 01.12.2012 | 16:21

Nicht zuletzt die zutiefst undemokratische Ausgrenzung und Nichtberücksichtigung der Partei die Linke vor der Bundestagswahl 2009 durch die FAZ, die Kampagnenpolitik gegen das Vorhaben einer von den Linken tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung in Hessen, das hämische Nachtreten gegen die SPD-Politiker Andrea Ypsilanti und Hermann Scheer und viele weitere ähnlich gelagerte Fälle. Immer wieder findet massive Zensur nach dem gleichen Muster statt.

MopperKopp 01.12.2012 | 16:41

Die Zensurvorwürfe lassen die FAZ nicht kalt, man reagiert auf die Kritik am LSR durchpolitische Jugendverbände, Wissenschaftlern, Professoren und weiteren Kapazitäten, allerdings, wie nicht anders zu erwarten mit einem dümmlich diffamierenden Kommentar.

Dazu äußert sich Stefan Niggemeier: FAZ: Was wissen Professoren schon vom Geldverdienen?

"Das ist ja praktisch. Die FAZ muss sich nicht inhaltlich mit der Kritik auseinandersetzen, weil sie eh nur von Schnorrern und Soziale-Hängematten-Bewohnern kommt. Weil in den Jugendorganisationen von CDU/CSU, FDP, SPD, Grünen und Piraten, die gemeinsam vor dem Leistungsschutzrecht warnen, auch Schülerinnen und Schüler sind, die möglicherweise noch keine Zeitung austragen, kann man ihre Äußerungen getrost ignorieren. Und Professoren sollen erst mal schön in der privaten Wirtschaft ihr Geld verdienen, ehe sie uns mit ihrem Expertentum belästigen.

...

Die FAZ verschweigt ihren Lesern relevante Kritik und diffamiert pauschal die Kritiker. Ausgerechnet die FAZ, die bei diesem Thema seit Jahren beweist, dass sie zu einer unabhängigen, ausgewogenen, fairen Berichterstattung nicht willens oder fähig ist, spricht den Professoren ab, vernünftig urteilen zu können, weil sie ja vom Staat bezahlt werden."

Unbedingt den Beitrag komplett lesen, es lohnt, wie fast immer bei Niggemeier.

MopperKopp 01.12.2012 | 21:18

Nun nimmt sich auch noch der Deutschlandfunk der Sache an:

Niggemeier: Zeitungen berichten "nicht zuverlässig" über Leistungsschutzrecht

"Medienjournalist kritisiert FAZ und SZ für ihre Darstellung des Streits um Google

Das Gespräch führte Karin Fischer

Die Kritik am Gesetzesentwurf zum Leistungsschutz werde in den großen deutschen Tageszeitungen unterschlagen, moniert der Medienjournalist Stefan Niggemeier. Es gäbe jedoch eine "technisch ganz einfache Lösung" für die umstrittene Arbeit der Suchmaschinen."

MopperKopp 02.12.2012 | 15:11

Schirrmacher bezieht bei Stellung, zum Beitrag von F!XMBR, Die Glaubwürdigkeit der FAZ. Teile seiner Argumentation:

"6. Die FAZ ist eine Stiftung. Sie gehört niemandem als sich selbst. Niemand zieht Geld aus der Zeitung. Gewinne werden investiert, für Investitionen zurückgestellt oder gemeinnützig über die Stiftung ausgeschüttet. Es ist unmöglich für die Redaktion, dem Verlag Vorschriften zu machen. Das gilt aber auch umgekehrt. Damit sind wir kein regulärer Bestandteil traditioneller Medienökonomie. Obwohl es auch für uns keine leichten Zeiten sind haben wir damit als Redaktion einen längeren Atem und eine etwas anderen Blick auf die Entwicklung als hier suggeriert wird. Man sollte auch bei den Redakteuren, die anderer Meinung sind, vielleicht annehmen, dass es einfach ihre Meinung ist. Die mag man gut finden oder nicht — aber daraus eine Systematik abzuleiten ist falsch.

Es ist unmöglich so etwas hier in der Tiefe zu diskutieren. Längst sind wir in einer Logik, wo jeder von jedem das Schlechteste denkt. Also ist der entscheidende Punkt, was sich im Feuilleton materialisiert. Die Homogenität von Meinungen, wo jeder Kommentator das Gleiche denkt, ist nicht das Ideal. Im Gegenteil: Zeitungen haben die Aufgabe, die in Frage zu stellen."

Dann mal los, liebe FAZ, nieder mit der veröffentlichen Homogenität von Meinungen der LSR-Befürworter.

MopperKopp 02.12.2012 | 21:16

Eine weitere, sehr aufschlussreiche Analyse des LSR (Leistungsschutzrecht) durch die Anwaltskanzlei Ferner. 

Gesetzentwurf: Leistungsschutzrecht für Presseverlage im Überblick:

"Rechtspolitisch kann der Entwurf sicherlich als rückwärtsgewandtes Desaster bezeichnet werden. Insofern stimme ich der Einschätzung des “Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrechts” (hier als PDF) vollends zu. Die mitunter schon an Peinlichkeit grenzenden Kommentare in manchen Publikationen (stellvertretend nur Prantl, der mich schlicht sprachlos machte) helfen da auch nicht ab. Man mag insofern die beeindruckende Liste der Unterzeichner des Max-Planck-Schreibens im Vergleich auf sich wirken lassen."

MopperKopp 03.12.2012 | 15:01

Es geht Schlag auf Schlag: 

Journalismus?

"Die deutschen Zeitungen versagen gerade in spektakulärer Weise bei diesem Test. Sie demonstrieren jedem, der es sehen will, dass sie uns im Zweifel nicht zuverlässiger informieren, als es irgendein dahergelaufener amerikanischer Konsumhersteller täte.

Es ist eine bittere Ironie, dass sie diesen Beweis im Kampf für ein Gesetz liefern, dessen Notwendigkeit sie im Kern damit begründen, dass sie als zuverlässige Informanten der Bürger unverzichtbar und unersetzbar sind.

...

Ich habe mich selten so unwohl gefühlt, Mitglied dieser Branche zu sein."

MopperKopp 03.12.2012 | 15:26

Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs, schreibt im FAZ Feuilleton: Eine unheilige Scheindebatte

"Die Strategie der Verlage – allen voran der Axel-Springer-Verlag – ist es zunächst, über das Leistungsschutzrecht eine Zahlungspflicht zu erzeugen, um dann im zweiten Schritt durch den – unbestreitbar berechtigten – Hinweis auf die Monopolstellung Googles per Kartellregulierung oder eine gesetzliche Festschreibung der Suchmaschinenneutralität dafür zu sorgen, dass die nunmehr kostenpflichtigen Inhalte weiterhin in der Suchmaschine zu finden sind."

MopperKopp 04.12.2012 | 13:53

Nun blasen Presseverleger zum letzten Zapfenstreich: Zeitungen planen große Kampagne für eigene Branche

"Die deutschen Zeitungen werden in einer groß angelegten Kampagne für ihr Medium werben. Mit Anzeigen, Plakaten und Spots wolle die Branche die Stärken der Zeitung als universales Qualitätsmedium in einer digitalen Medienkultur stärker im Bewusstsein verankern. Das sagte der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Hans-Joachim Fuhrmann, auf Anfrage von dpa."

Konfuzikuntz 04.12.2012 | 15:40

Wobei ich eines nicht verstehe...

(Mich aber auch mit dem Thema nicht so eingehend beschäftigt habe, dass ich auf die Prämisse, womöglich allzu falsch zu liegen, verzichten könnte. Falls das so ist, sagen Sie es mir bitte)

Warum kämpfen die Deutschen Zeitungsverlage gegen Windmühle anstatt sich einfach zusammenzutun und ALLE Nachrichtensites wie sueddeutsche.de, welt.de, faz.net und wie sie alle heißen hinter EINER paywall zu organisieren.

Ich habe irgendwie den Eindruck, dass man nicht versteht, dass ein Mensch, der eher eine (wenn überhaupt) als zehn Tageszeitungen abonniert, tatsächlich im Stande sein könnte, im Web auch etwas anderes als das online-Angebot seines Lieblingsblattes zu besuchen.

Ich würde NIE Geld zahlen für das Online-Angebot EINER Zeitung.

Aber wenn die wesentliche Zeitungslandschaft mir zurufen würde:

Kuntz, 15 Euro im Monat für alle unsere digitalen Angebote oder kein digitales Angebot?

Ich würde einschlagen.

Unabhängig von Details -  ist das so gaga?

MopperKopp 04.12.2012 | 15:55

Vielleicht ist es die Prämisse, nach der es um Qualitätsjournalismus geht. Tut es aber nur vordergründig, für das Publikum. Wie sähe es denn aus, wenn die ganze Aktion, LSR (Leistungsschutzrecht), Lobbying, Rettung der Demokratie unter dem wahren Banner geführt würde: Werbeeinnahmen, siehe obigen Kommentar. Da gibt es sehr starke Konkurrenz und das vorgeschlagene Konzept dieses einen, für Leser vorteilhaften Angebotes, passt nicht zu dem Bestreben, Werbekunden auf die eigenen Seiten zu locken. (Springer will nicht die Werbeeinnahmen der Konkurrenz indirekt stützen.) Es wäre gleichbedeutend mit einem Webeportal, bei dem Erlöse anteilig ausgeschüttet werden, etwas, das Google heute schon bieten könnte. Gibt es eine Lösung?

Konfuzikuntz 04.12.2012 | 16:09

Ich weiß nicht, ob es eine "Lösung" gibt. Halte das auch nicht für derart von Belang. Aber ich den Verdacht, dass sich die Verlage - vielleicht mit der Ausnahme Springer - digital zusammentun oder einzeln untergehen können, den hege ich schon länger.

Ansonsten haben Sie in der Tendenz Recht: Journalismus ist in 98% ein Systembausteinchen ist, das sich diesbezüglich in die Tasche lügt.

Wieviele lebende "Qualitätsjournalisten" fallen ihn denn spontan ein?

Damit ist alles gesagt. Der Rest ist seichte PR-Anfälligkeit, die Sau der Woche durchs Dorf treiben und Agenturmeldungsgebastel.

Neuerdings - da ist der Freitag eine sehr positive Ausnahme - auch noch Kommentarzensur.

MopperKopp 04.12.2012 | 16:51

Passend zur Problematik von Juristen mit dem LSR (Leistungsschutzrecht) ein Beitrag von Thomas Stadler, Internet-Law: Die handwerklichen Mängel des Leistungsschutzrechts

"Die Debatte um das Leistungsschutzrecht wird vielfach emotional und ideologisch geführt. Was hierbei bislang zu kurz kommt, ist eine Auseinandersetzung mit den handwerklichen Defiziten des aktuell im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Entwurfs. Ich möchte deshalb zwei juristisch-handwerkliche Mängel des Entwurfs näher darstellen und gleichzeitig vor allem die Juristen dazu einladen, weitere Mängel und Ungereimtheiten des Gesetzesentwurfs zu diskutieren."

klonkifanko 05.12.2012 | 07:45

Hätter dieser Beitrag nicht eigentlich der "Zensur" zu Opfer fallen müssen?

 

Ganz ehrlich: So wichtig Kritik der mächtigen Medienmacher in diesem Land ist; Wortbeiträge, die gleich das schwerste Geschütz der Verteidigung der Pressefreiheit auffahren, werden außerhalb einer Rabdgruppe, die sich geradzu durch Ablehnung des sog., selbstverständlich durch sie definierten "Mainstream" konstituiert, nicht einmal wahrgenommen. 

 

Würden wir es ehrlich meinen mit der politischen Aufregung um das LSR, müsste die Argumentation schon subtiler ausfallen. Hier ist jedenfalls beobachtbar, wie sachliche Argumente wie das zur Frage nach der Abgrenzung von Selektion und Zensur einfach mit Freund-Feind-Dichotomien abgewürgt werden. Zensur?!

MopperKopp 05.12.2012 | 15:09

Nun greift auch mal wieder Döpfner in bekannter Springer-Stiefel Manier in die Diskussion ein. Der ZEIT sagte Döpfner: „Wir glauben dem Google-Slogan ‚Don't be evil’ und denken, die netten Jungs mit dem bunten Logo meinen es doch nur gut. In Wirklichkeit will Google nur erzkapitalistische Interessen durchsetzen und sein Geschäftsmodell optimieren. Das ist so, als würde eine Hehlerbande bei Amnesty International eine Menschenrechtspetition zur Verteidigung der freien Bürgerrechte beim Ladendiebstahl einreichen.“ 

Wie gut, dass Springer sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlt.

Anschließend träumt er von steigenden Erlösen bei Anzeigenpreisen: "Döpfner geht davon aus, dass mit der Einführung der Bezahlschranke auch die Anzeigenpreise steigen werden, weil im Werbemarkt erfahrungsgemäß ein zahlender Leser mehr wert sei als ein nicht zahlender. „Perspektivisch ist die Preiserhöhung die logische Konsequenz“, sagte der Verlagschef."

MopperKopp 05.12.2012 | 15:14

Ein Kommentar bei heise zu den Äußerungen von Döpfner:

"Sehr geehrter...
...Genosse Döpfler! 

Sie können sich auf auf unsere Solidarität gegen die imperialistische Aggression durch Google verlassen, die Ausbeutung der indigenen Verleger die Blut und Druckerschwärze geben und sich bisher behaupten gegen das internationale Suchmaschinenkapital muss ein Ende finden! 

Viva la Revolution! 

Viva la Bilaädsgj a"

MopperKopp 05.12.2012 | 15:22

Huch, die Hälfte hat der Freitag verschluckt, neu:

"Sehr geehrter...

...Genosse Döpfler! 

Sie können sich auf auf unsere Solidarität gegen Sie können sich auf unsere Solidarität gegen die imperialistische Aggression durch Google verlassen, die Ausbeutung der indigenen Verleger, die Blut und Druckerschwärze geben und sich bisher behaupten gegen das internationale Suchmaschinenkapital, muss ein Ende finden!

Viva la Revolution! 

Viva la Bilaädsgj a

Sorry, bin mal kurz wegen einem Lachkrampf vom Sessel gekippt, geht schon wiedera fdsölhutaegsm"

MopperKopp 05.12.2012 | 15:25

Der allllllerletzte Versuch:

Sehr geehrter...
...Genosse Döpfler! 

Sie können sich auf auf unsere Solidarität gegen die imperialistische Aggression durch Google verlassen, die Ausbeutung der indigenen Verleger, die Blut und Druckerschwärze geben und sich bisher behaupten gegen das internationale Suchmaschinenkapital, muss ein Ende finden!

Viva la Revolution! 
Viva la Bilaädsgj a

Sorry, bin mal kurz wegen einem Lachkrampf vom Sessel gekippt, geht schon wiedera fdsölhutaegsm

MopperKopp 05.12.2012 | 16:19

Weiter geht es mit der Kampagne, der einseitigen und unausgewogenen Berichterstattung in den Medien zum LSR (Leistungsschutzrecht), mal wieder mit Niggemeier: 

Ausgewogenheit, wie sie Hubert Burda meint

"»Kritisch und ausgewogen« hätten sich die Journalisten und Redakteure der deutschen Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Leistungsschutzrecht geäußert, schrieb Verlegerpräsident Hubert Burda den Bundestagsabgeordneten. Das ist ein guter Anlass, ausnahmsweise in den »Focus« zu schauen, den er herausgibt.

...

Argumente gegen das Leistungsschutzrecht aus der Debatte werden im »Focus« nicht erwähnt. Ein Gegner des Gesetzes kommt im »Focus« nicht zu Wort. Von der Kritik namhafter Wissenschaftler an dem Gesetz erfährt der »Focus«-Leser nichts."

MopperKopp 06.12.2012 | 15:33

Das Niveau der LSR-Befürworter, in diesem Fall von Cheflobbyist Christoph Keese, kennt keine Begrenzung nach unten. 

"Google ist eine Art Taliban und wehrt sich gegen jede Art von Fortschritt."

Solche Schmähungen kann er über Horizont.net verbreiten, wie Golem berichtet. Zusätzlich verbreitet er noch unwidersprochen zum wiederholten Male Unwahrheiten über die vielfäktigen Gestaltungsmöglichkeiten der Snippets, die Suchmaschinen schon seit längerer Zeit bieten.

Der Ansehensverlust, der durch derartige Schmutzkampagnenen entsteht, ist enorm.

MopperKopp 06.12.2012 | 21:03

Genau auf diesen Auftritt bezieht sich Marcel Weiss in neunetz.com:

Axel-Springer-Lobbyist Christoph Keese lügt

"Christoph Keese weiß, dass seine Aussagen zu robots.txt falsch sind. Er hat unter anderem auf seinem Blog versucht, die Vorwürfe von Stefan Niggemeier zu entkräften.

Christoph Keese behauptet, auch nachdem er darauf hingewiesen wurde, weiter nachweislich Falsches; immer wieder dabei auch die gleiche Aussage.

Nun wäre ein Lobbyist, der für die eigene Sache der Öffentlichkeit die Hucke voll lügt, nichts besonders.

Allerdings handelt es sich bei diesem Herrn um jemanden, der im Namen der deutschen Presseverlage für ein Gesetz wirbt. Ein Gesetz, dass die großen deutschen Presseverlage für sich fordern, weil sie laut Eigenaussage dank ihrer Verpflichtung zur Wahrheit essentiell wichtig für die Demokratie sind.

Die Folge: Er darf ungestraft weiter Lügen in der Presse verbreiten.

...

Warum wird dann sonst nirgends – lassen Sie mich das wiederholen: nirgends -, in keinem Artikel von SZ über Zeit bis FAZ, darauf hingewiesen, dass auf Seiten der Befürworter des geplanten Leistungsschutzrechts immer wieder gelogen wird?"

MopperKopp 07.12.2012 | 17:19

Lesenswert:

Wolfgang Münchau - Der Tod der Verleger

"Zum Zweiten verändert die digitale Welt die Produkte selbst. In digitalen Medien sind Informationen aufteilbar. Die alte Zeitung war, technologisch bedingt, eine Art große Koalition aus Politik, Wirtschaft, Feuilleton und Sport. Die meisten Leser legen immer sofort mindestens zwei Teile einer solchen Zeitung weg, obwohl sie dafür bezahlt haben. Die Katze im Sack ist im Internet unverkäuflich, weil es genügend Katzen außerhalb der Säcke gibt."

MopperKopp 09.12.2012 | 14:29

Axel Springer vs. Google: Schlagabtausch zum Leistungsschutzrecht

"Dass Keese mit seinen Anmerkungen zur robots.txt nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, hatte der Medienjournalist Stefan Niggemeier bereits vor einiger Zeit ausgeführt. Googles Oberbeck betonte nun, es handele sich bei der traditionellen Anweisungsdatei an Webcrawler nicht um einen Lichtschalter, den man nur an oder aus knipsen könne. Vielmehr verberge sich dahinter ein "Dimmer". Mit diesem sei "sehr granular" einstellbar, "welche Inhalte man in einer Suchmaschine einsehen kann oder nicht". Zudem bauten Verlage wie Springer bereits Metadaten in ihre Texte ein, um etwa den Rechteinhaber auszuweisen. "Holzschnittartige Vergleiche" brächten die Diskussion nicht weiter.

...

Der Suchanbieter selbst mache sich Gedanken, wie redaktionelle Inhalte noch besser gefunden werden könnten. Er leite schon jetzt millionenfach "Kunden" an die Verlage weiter. Eine von Google entwickelte Bezahllösung hätten diese aber "leider nicht implementiert"."

MopperKopp 11.12.2012 | 18:22

Immer weiter stolpert die Regierung in ein Gesetz, welches man als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von Juristen für Juristen bezeichnen kann:

Leistungsschutzrecht: Bundesregierung erwartet gerichtlichen Klärungsbedarf

"Für einiges Erstaunen dürfte sorgen, dass die Bundesregierung jedoch ebenfalls angibt, "keine eigenen belastbaren statistischen Daten" zum Wertschöpfungsmechanismus der Beziehung zwischen Suchmaschinen und Verlagswebseiten zu besitzen und auch keine anderen nennt.

...

Von der Linksfraktion, die Anfrage an die Bundesregierung stellte, kommt Kritik an diesen Antworten: "Die Bundesregierung hat indirekt alle Befürchtungen über die Unwägbarkeiten des Leistungsschutzrechts bestätigt. Die ungeklärten Fragen bleiben ungeklärt, statt dessen verweist sie auf die Gerichte", kritisiert Petra Sitte, technologiepolitische Sprecherin der Linksfraktion die Antwort."

MopperKopp 13.12.2012 | 17:48

Google und belgische Zeitungsverlage schließen Frieden

"Google hat mit belgischen Zeitungen eine weitreichende Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das teilte der Chef von Google in Belgien, Thierry Geerts, in einem Blogeintrag mit. Google verpflichtet sich dabei, in den Medien der Verlage, die in der Rechteverwertungsgesellschaft Copiepresse zusammengeschlossen sind, für seine Dienste zu werben. Die Verleger wollen im Gegenzug Google-Werbedienste wie AdWords nutzen, um neue Leser zu gewinnen und ihre Reichweite zu steigern. "

MopperKopp 13.12.2012 | 18:28

Die ultimative Simulation des Analogen

"Ich spreche mit Thierry Chervel (Perlentaucher) über das geplante Presseleistungsschutzrecht, wie sich deutsche Journalisten ihr Publikum vorstellen, ePaper und andere gescheiterte Bezahlmodelle, Paywalls, Leserbriefseiten im Economist, Finanzdatendienstleister, automatisierte Textproduktion, die Provinzialität der deutschen Politik, wie die Architektur eines modernen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks aussehen könnte, relativieren die Lesbarkeit von “The Wealth of Networks” und einiges mehr."

MopperKopp 14.12.2012 | 11:22

Max-Planck-Jurist Hilty zum Leistungsschutzrecht
Ich will, dass ein freier Markt besteht

"Sie belegt im Grunde nur, dass ein Eingriff des Gesetzgebers nicht nötig ist - die Marktteilnehmer können das selbst regeln. Ohnehin ist der Trend zu beobachten, dass nur noch Kurzinformationen frei, ausführlichere Inhalte aber kostenpflichtig angeboten werden. Auf jene können Suchmaschinen nicht verlinken. Das können Verlage jetzt schon nutzen. Wir wissen allerdings aus der Musikindustrie, dass das nicht ganz einfach ist. Die Qualität und die Preise müssen schon stimmen."

MopperKopp 15.12.2012 | 18:06

Neues zum Leistungsschutzrecht

"Der Frage, ob es beim Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse nicht nur Vettern-, sondern vielleicht sogar Brüderwirtschaft gibt, versucht das Blog netzpolitik.org nachzugehen.

Hintergrund ist der Umstand, dass der Staatsminister im Kanzleramt Eckart von Klaeden der Bruder von Dietrich von Klaeden ist, der beim Springer-Verlag die Leitung der Regierungsbeziehungen für Deutschland innehat und der sich öffentlich – u.a. auf Twitter – für ein Leistungsschutzrecht stark gemacht hat. Diese Konstellation verfügt auch unabhängig vom Leistungsschutzrecht über ein gewisses “Geschmäckle”."

MopperKopp 15.12.2012 | 18:08

Leistungsschutzrecht im Bundeskanzleramt: Informationsfreiheits-Anfrage könnte Erfolg der Entscheidung vereiteln

"Das Bundeskanzleramt weigert sich, Dokumente zum Thema Leistungsschutzrecht und der Rolle von Staatsminister Eckart von Klaeden herauszugeben. Eine Auskunft nach Informationsfreiheitsgesetz wurde abgelehnt, weil eine vorzeitige Bekanntgabe der Informationen den Erfolg der Entscheidung vereiteln würde. Zudem sind Kabinettsitzungen und Kabinettprotokolle immer Verschlusssachen."

MopperKopp 16.12.2012 | 00:53

maschinenlesbarer keese

"christoph keese schreibt:

Immer wenn ich Robots.txt, die von Google bevorzugte Rechtesprache, kritisiere, hagelt es Vorwürfe der Lüge und Dummheit. Manche meinen, ich sei dumm und verlogen zugleich.

und dann zählt er eine liste von „Informationen“ auf, „die man in [eine] gute maschinenlesbare Rechtesprache eintragen können sollte, und die von anderen Marktteilnehmern zu berücksichtigen wären“. fast alle informationen die keese auflistet kann man bereits jetzt in verlagsprodukte die von verlagen ins netz gestellt werden eintragen oder genauso wie er fordert umsetzen. einige dieser informtionen werden vom axel-springer-verlag bereits auf seinen webseiten genutzt, viele nicht. was derzeit keine suchmaschine und kein aggregator auswertet, sind preisinformationen. diese wären aber ohne weiteres maschinenlesbar in jede verlagsseite einbettbar. sobald ein verlag anfängt diese maschinenlesbar eingebetteten preise für aggregation oder versnippung oder zugänglichmachung einzuklagen, werden suchmaschinen diese preisinformation garantiert sehr schnell beachten. allerdings ziert sich der axel-springer-verlag bisher sehr, diese preise irgendjemandem zu nennen."

MopperKopp 16.12.2012 | 13:50

LEISTUNGSSCHUTZRECHT:
Etwas Besorgniserregendes geschieht in Deutschland

"In den nächsten Monaten fällt die Entscheidung, ob Presseverlage ein Leistungsschutzrecht erhalten. Niemand profitiert davon, alle verlieren. Besonders besorgniserregend ist deshalb die Befangenheit der Presse.

Denn wenn die Politik in einem demokratischen Land vor der Verabschiedung eines für alle Akteure schädlichen Gesetzes steht, dann sorgt üblicherweise die Presse als vierte Gewalt dafür, dass der öffentliche Druck auf den Gesetzgeber zunimmt, und erzwingt dadurch Modifikationen oder eine komplette Einstellung des Vorhabens.

Im Hinblick auf das Leistungsschutzrecht geschieht dies jedoch nicht. Denn die Verlage wollen das Gesetz, und sie unternehmen alles, um Öffentlichkeit und Politiker im Unklaren über die möglichen Konsequenzen für das Internet, die Onlinewirtschaft und generell alle am Webgeschehen aktiv partizipierenden Personen zu lassen. Stattdessen nutzen sie ihre eigene Reichweite und Meinungsmacht, um nahezu täglich Artikel zu veröffentlichen, in denen Journalisten und führende Medienmanager die angebliche Notwendigkeit des Leistungsschutzrechtes hervorheben. Es handelt sich hierbei um unverfrorenen Lobbyismus unter dem Deckmantel von professionellem Journalismus."

MopperKopp 17.12.2012 | 22:28

INSM gegen Presseleistungsschutzrecht

""Gibt es eigentlich überhaupt irgendjemanden außerhalb der Presseverlage und der zu ihrer Branche gehörenden Gewerkschaften und Verbände, der für das Presseleistungsschutzrecht ist?

Johannes Eber im Blog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft:

"Es gibt ein eingängiges vermeintliches Argument pro Leistungsschutzrecht. Nämlich dass Google von den Verlagen profitiere, und deshalb auch dafür zahlen solle. Denn schließlich setze Google Inhalte der Verlage auf seine Seiten und verdiene mit den daneben platzierten Anzeigen viel Geld. Ja, das stimmt. Aber das stimmt in eine Million anderer Fälle auch. Geschäftsmodelle bauen auf anderen Geschäftsmodellen auf. So ist das Geschäfts-Leben."

 

MopperKopp 06.01.2013 | 20:58

Zeitungen zwischen Anspruch und Realität

"Zeitungsverlage offenbaren in ihrer existenziellen Krise eine beinahe öffentlich-rechtliche Grundhaltung. Da sie sich für systemrelevant halten, fällt es ihnen schwer zu erkennen, dass sie sich in einem Wettbewerb befinden, den sie nicht gewinnen können. Anstatt auf eine magische Rettung zu spekulieren, sollten sie sich zu gemeinnützigen Einrichtungen wandeln oder einen Teil ihrer Inhalte konsequent kommerzialisieren. Oder beides! Ein Gastbeitrag inklusive fünf Reformvorschläge von Peter Littger."

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Ehemaliger Nutzer 10.01.2013 | 15:26

@MOPPERKOPP

scheiße nochmal! ja!

in seiner schrift "agonie des eros" schreibt der philosoph

byung-chul han, auf seite 64-65:

"(...) die datengetriebene positivwissenschaft bringt keine erkenntnis oder wahrheit hervor. informationennimmt man nur zur kenntnis. aber die kenntnis ist noch keine erkenntnis. aufgrund ihrer positivität ist sie additiv und kumulativ. informationen als positivitäten verändern und verkünden nichts. sie sind ganz folgenlos. die erkenntnis ist dagegen eine negativität. sie ist exklusiv, exquisit und exekutiv. so kann eine erkenntnis, der eine erfahrung vorausgeht, das gewesene in gänze erschüttern und etwas ganz anderes neu beginnen lassen. das übermaß an kenntnisnahme lässt keine erkenntnis aufkommen. die informationsgesellschaft ist eine erlebnisgesellschaft. auch das erlebnis ist additiv und kumulativ. darin unterscheidet es sich von der erfahrung, die oft einmalig ist.(...)"

'einmalig' empfand ich das aha-erlebnis, dank ihres links; was für spannende 53 minuten, in denen ich die möglichkeit erhielt aus einer schwammigen kenntnis, aus einem schwammigen kenntnis-gemenge eine art erkenntnis zu destillieren.

MENSCH MOPPERKOPP ... - ich danke ihnen für die 'mühe/lust', die sich machen, erkenntnis/se zu generieren.

mit ungetrübt wertschätzenden grüßen - der max

MopperKopp 13.01.2013 | 11:00

Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger nach dem Regierungsentwurf zum 7. UrhRÄndG

"In der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht hat Malte Stieper, Urheberrechtsprofessor an der Uni Halle-Wittenberg, den Regierungsentwurf zum Presse-Leistungsschutzrecht analysiert. Sein Ergebnis: Der Entwurf verfehlt das Ziel, Suchmaschinen abgabepflichtig zu machen. Newsaggregatoren wie Rivva und Virato würden im Zweifel aber betroffen sein. Auch sonst sei er handwerklich misslungen."

rechercheuse 13.01.2013 | 11:26

@mopperkopp

 

"Ein Tool, welches Übereinstimmungen verdichtet, Differenzen erkennt und Auslassungen hervorhebt. Höchstwahrscheinlich gibt es das, nur eben nicht mit einer nutzerfreundlichen Oberfläche für Otto Normalsurfer. Aus den gewonnenen Informationen ließen sich News zweiter Ordnung schnitzen, die beispielsweise als einprägsame Info-Grafiken Zwischenräume erhellen. Ein neues Geschäftsfeld?"

 

>>> in kooperation mit dem chaoscomputerclub!?

MopperKopp 14.01.2013 | 18:13

Leistungsschutzrecht-Lobby bearbeitet Kanzleramt seit Frühjahr 2009

"Lobbyisten der Axel Springer AG haben sich im Kanzleramt fünf Monate vor der Bundestagswahl 2009 für ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage stark gemacht. Die Bundesregierung hat auf Anfrage der Fraktion der Linken im Bundestag erklärt, dass Springer-Cheflobbyist Dietrich von Klaeden sowie Konzern-"Außenminister" Christoph Keese bereits im April 2009 beim Kultur-Staatsminister Bernd Neumann (CDU) vorstellig geworden waren. Die auf Abteilungsleiterebene geführten Gespräche hätten dem Austausch "der jeweiligen Vorstellungen" zum Schutz von Presseerzeugnissen im Internet gedient, teilte die Bundesregierung mit. Keese hatte öffentlich erstmals Anfang 2009 Unterstützung von der Politik eingefordert und sich für eine Verschärfung des Urheberrechts ausgesprochen."

MopperKopp 14.01.2013 | 18:15

Dokumentiert: Einflussnahmen auf das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage

"Petra Sitte, Halina Wawzyniak und die Bundestagsfraktion DIE LINKE haben in einer Kleinen Anfrage nach „Einflussnahmen auf das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage“ (BT-Drs. 17/11973) gefragt. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung vor. Herausgekommen ist eine Dokumentation darüber, welche Vertreter und Verbände der Presseverlage wann im Bundeskanzleramt und in einzelnen Bundesministerien vorstellig wurden. Weitere Hintergründe, die Vorabversion der Antwort als pdf-Dokument und eine erste Einschätzung gibt es auf Netzpolitik.org. Im folgenden dokumentieren wir die Antworten der Bundesregierung auf die gestellten Fragen:"

MopperKopp 15.01.2013 | 23:46

Leistungsschutzrecht: Anhörung im Bundestag Ende Januar

"Der Bundestag hat den Termin für die geplante öffentliche Anhörung zum Regierungsentwurf für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger bekannt gegeben. Demnach soll das umstrittene Vorhaben am 30. Januar im federführenden Rechtsausschuss erörtert werden. Den Vorsitz wird der CDU-Politiker Siegfried Kauder einnehmen, der kein großer Freund der Initiative ist und sie unter anderem als "Taschenspielertrick" bezeichnete. Interessierte Besucher können sich beim Sekretariat des Gremiums anmelden, eventuell erfolgt auch eine Online-Übertragung durch das Parlamentsfernsehen."

MopperKopp 17.01.2013 | 14:39

Der Gesetzesentwurf wird einhellig von deutschen Urheberrechtlern zu Recht abgelehnt

"Das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist systemwidrig und erzeugt erhebliche Probleme. Das ist das Fazit eines Sachverständigen für den Rechtsausschuss des Bundestages, der am 30. Januar eine Anhörung zum Thema veranstaltet. Damit das Gesetz schnell verabschiedet werden kann, soll das auch die einzige Anhörung bleiben. Die Begründung der Bundesregierung: Immerhin sitzen ja die Lobbyisten mit am Tisch."

MopperKopp 20.01.2013 | 17:07

Wenn das Leistungsschutzrecht kommt: Darf Google filtern?

"Immer weiter arbeitete sich der Gesetzesentwurf durch die politischen Gremien – mal leicht geändert, immer hochumstritten. Aber noch ist es nicht so weit: Ein Ausschuss des Bundestages berät derzeit darüber, ob das Leistungsschutzrecht für Presseverleger gesetzlich verankert werden soll. Was wäre, wenn? Gerne sagen Skeptiker eine vermeintlich simple Lösung voraus: Falls Google für Textteile in seinen Suchergebnissen zahlen soll, dann hört man eben auf, sie zu listen.

Doch läge das in Googles Interesse? Und dürfte Google das überhaupt – Erzeugnisse von Presseverlegern aus den Suchergebnissen streichen? Wer sich das fragt, könnte Antworten im Kartellrecht finden."

MopperKopp 21.01.2013 | 17:02

Leistungsschutzrecht: Das Presseimperium schlägt zurück

"Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat die Kampagne "Verteidige deine Presse" gestartet, um Behauptungen Googles im Kampf gegen das geplante neue Leistungsschutzrecht zu widerlegen. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat der VDZ zudem ein Kurzgutachten (PDF-Datei) des von ihnen beauftragten Kölner Rechtswissenschaftlers Rolf Schwartmann veröffentlicht. Es soll untermauern, dass die Initiative der Bundesregierung unerlässlich ist als "Basis eines funktionierenden Marktes"."

MopperKopp 21.01.2013 | 17:05

Verteidige deine Presse!

"Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger antwortet aktuell auf die „Fakten“ gegen ein Leistungsschutzrecht, die von Google im Rahmen seiner „Verteidige dein Netz“-Kampagne auf dessen Webseite angeführt worden sind. Im Folgenden werden die Argumente von Google jeweils im Titel aufgegriffen und im Anschluss dekonstruiert. Dadurch wird deutlich, dass die Fakten nicht besonders faktisch sind."