Philip Grassmann
07.01.2013 | 17:31 75

Wowi-Dämmerung in Berlin

Hauptstadt-Airport Das Debakel um die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens zeigt: Die Zeit des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit geht zu Ende. Und das ist auch gut so

Wowi-Dämmerung in Berlin

Als Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft will Klaus Wowereit nicht mehr weitermachen. Als Berliner Senatschef dagegen schon

Foto: Sean Gallup / Getty Images

Es gab mal eine Zeit, da war Klaus Wowereit so etwas wie der König von Berlin.  Seine Koalitionspartner konnte er sich nach Belieben aussuchen, die Opposition war harmlos und selbst die Springer-Presse biss sich am Regierenden Bürgermeister von Berlin die Zähne aus.

Das ist lange her. Nun herrscht in Berlin Wowi-Dämmerung. Zum vierten Mal musste die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens verschoben werden. Bei der ersten Absage im Mai 2012 war es noch eine Berliner Provinzposse. Die zweite Verschiebung war ein schwerer Imageschaden. Inzwischen ist die Sache längst ein handfester Skandal. Denn dass es erneut nichts mit der geplanten Eröffnung werden würde, war intern seit dem 18. Dezember bekannt. Aber anstatt die Öffentlichkeit zu informieren, sprach Wowereit, der als Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft die Verantwortung trägt, wolkig davon, dass der Eröffnungstermin im Herbst 2013 nicht zu garantieren sei. Wie die Lage wirklich aussah, erfuhr die Öffentlichkeit dann aus den Zeitungen. Dass Wowereit nun den Vorsitz des Flughafen-Kontrollgremiums niedergelegt hat, wird nicht reichen. Denn es geht um wesentlich mehr als nur um formale Zuständigkeiten.

Es geht darum, dass die Berliner Politik nicht in der Lage ist, ein so großes Projekt zu steuern. Es geht um viele Millionen Euro, die Berlin zusätzlich für das Großprojekt hinblättern muss, weil die Eröffnung immer wieder verschoben wird. Es geht um die Glaubwürdigkeit des Berliner Senats. Und es geht um einen lustlos agierenden Regierenden Bürgermeister, der schwer angeschlagen ist. Die Grünen wollen einen Misstrauensantrag gegen ihn einbringen. Dass er angenommen wird, ist unwahrscheinlich. Aber es wird interessant sein, wie viele Abgeordnete aus der rot-schwarzen Regierungskoalition gemeinsam mit der Opposition stimmen werden.

Eines ist dagegen jetzt schon sicher: Das Prinzip Wowereit, es funktioniert nicht mehr. Jahrelang hat sich der einstige Hoffnungsträger der SPD-Linken in der Hauptstadt so durchgemauschelt, immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen. Wenn es mal Probleme gab, dann ließ sich Wowereit davon nicht aus der Ruhe bringen. Er machte einfach weiter wie bisher. Und kam damit durch. Hinterher war er dann noch stärker als vorher. Und damit verkörperte er lange Zeit auch das Berliner Lebensgefühl.

Das ist jetzt vorbei. Denn es ist genau dieser Politikstil, der Wowereit nun zum Verhängnis geworden ist. Weitermachen wie bisher: Das wird kaum gehen. In den Umfragen ist der Berliner Senatschef bereits abgestürzt, nun droht der einstige Liebling der Partei im Bundestagswahlkampf neben dem Spitzenkandidaten Peer Steinbrück zu einer weiteren Belastung zu werden. Und ob die vierte auch die letzte Terminverschiebung war, lässt sich kaum sagen.

In der Berliner SPD ist Wowereits Macht längst erodiert. Der Partei- sowie der Fraktionschef sind nicht mehr seine Gefolgsleute. Im Gegenteil: Sie achten auf inhaltliche Distanz zum Mann im Roten Rathaus. Kein Wunder: Bei den Berliner Sozialdemokraten haben die Überlegungen, wie die Zeit nach Wowereit aussehen könnte,  längst  begonnen. Doch ein Nachfolger ist derzeit nicht in Sicht. Starke Politiker hat der machtbewusste Senatschef neben sich nicht zugelassen. Wowereits einstiger Kronprinz Michael Müller wurde vom Parteivorsitz gestürzt, er wäre höchstens ein Mann für den Übergang. Der neue Berliner Parteivorsitzende Jan Stöß ist noch nicht so weit, ebensowenig wie die türkischstämmige Arbeits- und Familiensenatorin Dilek Kolat.

Doch  eines ist sicher: Die Ära Wowereit in Berlin geht zuende. Und man muss sagen: Das ist auch gut so.

Kommentare (75)

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Ehemaliger Nutzer 07.01.2013 | 18:49

>Die Ära Wowereit in Berlin geht zuende. Und man muss sagen: Das ist auch gut so.<

Und man muss auch sagen, früher, wäre noch besser gewesen ! Der "Wowimeyer, ohne den, keine Feier..."

Ich verstehe nicht weshalb Berlin, /der Wähler, so lange an dem Mann festgehalten hat. Kann es mir eine/r erklären ?

 

Miamaria 07.01.2013 | 19:57

Die Erklärung ist einfach: Es gab keine personelle Alternative. Ich bin der Meinung, dass Wowereit über Jahre Berlin gut repräsentiert hat. Nun mag seine Zeit abgelaufen sein aber ich sehe ehrlich gesagt immer noch niemanden, der ihn beerben könnte. Oder eher gesagt niemanden mit wenigstens ein bisschen Charisma...

Es greift meiner Ansicht nach auch viel zu kurz, das BER Desaster nun einzig Wowereit anzulasten. Da müssen wohl noch einige Köpfe mehr rollen, auch der Platzecks.

mymind 07.01.2013 | 20:13

Vorab: Im folgenden Kommentar geht es nicht darum, Wowi zu entschuldigen o.ä. Die ´Sündenbock´- Suche, johlende Gezetere, Häme etc. scheinen mir genauso wenig angebracht. Mein Kommentar von August 2012 zu dem Thema hat immer noch Relevanz, hier in leicht ergänzter Wiederholung:

Die NeverEnding Story ´Wir bauen einen Flughafen in Berlin´ ist inzwischen zu einer Groteske gediehen. Die jüngsten Entwicklungen sind dabei die stringente Steigerung der Entscheidungs- & Verfahrensfehler, Pleiten, Kungeleien, Streitigkeiten & Inkompetenzen der letzten 20 Jahre.

Die gigantomanische Entscheidung (wie auch beim HBF) für einen Mega-Flughafen & dafür Tegel zu schließen, war auch nicht wirklich nachvollziehbar. Eine Nr. kleiner, mit enstprechenden Ausbaumöglichkeiten, wäre immer noch groß genug gewesen, aber in Berlin muss alles noch imposanter, noch großartiger, noch moderner sein als in Städten vergleichbarer Größenordnung, da passt der 70er Charme eines TXL nicht ins Konzept.

Die Einbeziehung von King Kommerz ist ebenso fragwürdig. Brauchen wir Giga-Malls mit Bahn- & Fluganschluss, die einen enormen technischen Aufwand erfordern & die Kosten entsprechend in die Höhe treiben? Wer profitiert am meisten davon & rechnet sich das, auch für die Allgemeinheit?

Dass die Kosten bei öffentlichen Bauvorhaben explodieren ist schon bei professional abgewickelten Bauvorhaben normal, das hat allerdings auch etwas damit zu tun, dass sie vorher künstlich runtergedimmt werden. Mit diesen Zahlen sollen erstmal alle Zustimmungen eingeholt werden können, dabei will vermieden werden, dass der Kostenfaktor als Politikum instrumentalisiert werden könnte _ so geschehen bei den Bundesbauten, HBF, Elbphilharmonie etc.

Wenn zu diesen üblichen Zahlendrehern weitere Faktoren hinzukommen, wie z.B. von vornherein durchgeprügelte & unrealistische Terminierungen, der Einsatz neuer, noch nicht erprobter Technologien & Materialien, permanente Änderungen nach dem Motto ´ ich wünsch mir was & alles ist möglich´ gepaart mit Überschätzung, Überforderung ohne rechtzeitige Grenzziehung etc., dann wird es kritisch & eskaliert dann auch oft. Nun ist BBI im öffentlichen Fokus, der Vorhang ist etwas zur Seite gerutscht, dadurch kann, wer möchte, die Praxis im Bauprozedere besser betrachtet & nachvollzogen werden. Die entscheidende Phase für die Realisierung einer Planung & der Bauten erhält zeitlich gesehen einen kleinen Abschnitt, gemessen an der Phase zur Entscheidungsfindung & Finanzierungssicherung sowie Durchlauf aller Gremien. Diese Abläufe stehen oftmals in einem nicht annähernd ausgewogenen Verhältnis.

Formal gesehen kann bei derartigen Pannen die Verantwortung nicht auf den/die Auftraggeber, i.d.F. politisch vertreten durch Wowereit & Platzeck, übertragen werden. Die Komplexität der Bauvorhaben dieser Größenordnung ist durch Fach- & Sachunkundige nicht durchdringbar & ist im Endeffekt auch nicht deren Job. Dafür wurden schließlich namhafte & erfahrene Profi´s engagiert, Generalplaner, Objektüberwacher, Projektsteuerer etc. Nach Insiderinfos haben von denen nicht nur einige auf voller Linie versagt, was unter o.g. Umständen nachvollziehbar ist, gleichwohl nicht in diesem Umfang eintreten durfte. Schließlich ist es nicht der 1. Flughafen & auch nicht das 1. Megaprojekt, das die  beauftragten Planungsbüros & Dienstleistungsunternehmen realisieren. Das KnowHow ist eigentlich da, deswegen wurden sie schließlich mit der Aufgabe betraut (da wollte der AG auf Nr. Sicher gehen), ebenso das Selbstbewusstsein auch mal die Reißleine zu ziehen als auch. die erfahrene Voraussicht, wann sie sogar gezogen werden muss. Das Vertrauen auf angebliche Sicherheit in der Kombination mit unmöglichen Erwartungshaltungen & Forderungen, Arroganz gepaart mit einem übersteigerten Ego, ebenso überspanntes Selbstbewusstsein verflochten mit Ignoranz & Inkompetenz, diese Kombinationen sind inzwischen nicht nur Merkmale von Erfolgsmenschen, sie sind auch Voraussetzung dafür…

Dennoch: in dem peinlichen Desaster ist niemand freizusprechen für unsinnige Entscheidungen & Abläufe. Ob es klug war, den Generalplanervertrag fristlos zu kündigen & damit nur abhängig vom Wohlwollen & Nichtgrollen der EX-Planer Zugang zur umfassenden Bauhistorie & entscheidenden Details für das Krisenmanagement etc. ermöglicht, macht die Fertigstellung mit 99 % Wahrscheinlichkeit nicht schneller. Das gilt auch für die jüngsten Forderungen nach einem Rücktritt Wowereits, hinter der eher ein Abrechnen zu vermuten ist, als eine sachlich fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik, geschweige denn ein Streben nach einer wirksamen Lösung.

Last but not least: Diese beispiellose Kette von Pannen, Mängel & von der Genehmigung abweichenden Ausführungen ist so absurd, dass selbst ein absurder Gedanke nicht ausgeschlossen werden kann: Sabotage.

fahrwax 07.01.2013 | 22:19

Elmar Theveßen hat soeben, im ZdF in "Heute", ungewöhnlich knackig Wowie Rücktritt für überfällig erklärt. Er erzählte viel von Verantwortung und dem ungeschickten Halbrücktritt im Aufsichtsrat: ob die Schande nun aufgeteilt würde fragte er (sinngemäss).

War, für die rechtlichen öffentlichen, richtig derbe.

Zum verlinken ist mir leider nichts begegnet

Magda 07.01.2013 | 22:42

Klasse.

Ich habe gerade anderswo gelesen, dass der Staat als Auftraggeber eben nicht "funktioniere" und dahinter steckt dann wieder eine ganze Menge "Ideologie". Der Staat soll sich raushalten oder so.

Aber andererseits: Ich denke mir dann, auch die Unternehmen sehen im Staat einen "Dödel", den man ruhig ein bisschen bescheißen kann.  Hat was "Sozialistisches". Die verhalten sich wie die Großbanken "too big to fail". Der Staat in dem Falle die Aufsichtsräte sind aber  zu wenig aufmerksam. 

 

mymind 07.01.2013 | 22:53

O.K. & was Herr Theveßen für knackige Argumente hervorgebracht?

Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie sind Häuslebauer & da Sie überhaupt keine Ahnung haben wie ein Haus gebaut wird, geschweige denn die Zeit sich in die Materie einzuarbeiten, beauftragen Sie entsprechend  Architekten, Tragwerks- & TGA(Technische Gebäude-Ausrüstung) -Planer, & je nach Gebäudegröße  ggf. noch einen Brabdschutzgutachter, Lüftungsgutachter, Sicherungsbeauftragten,  Fördertechnikplaner, Innenarchitekten, Landschaftsplaner usw. & so fort  & darüber hinaus Projektsteuerer, Projektkontroller, Objektüberwacher, Ausschreiber, ausführende Firmen, Subunternehmer usw. & so fort.

Sind Ihnen  als auch Herrn Theveßen diese Ausmaße bewußt? Bitte eine ehrliche Antwort...

mymind 07.01.2013 | 23:12

Ob das was Sozialistisches hat? In meinen Augen eher kaptalistisches Verhalten: Beschwer, geschweige klage & Du bist  weg vom Fenster, sprich erwarte keine weiteren Aufträge & im schlimmsten Fall Mund-Propaganda...

Hey, es gibt hier zwar eine privilegierte Schicht, aber die hat sich total nach oben verschoben. Als Planer bist Du oft der letzte Arsch & als Handwerker auch, aber was wäre unsere Umwelt  als auch eine hoffentlich humanere Umgebung , wenn wir unseren Arsch nicht aufreissen würden?

mymind 08.01.2013 | 00:36

o.k., habe, den Kommentar von E.T.  gehört. Darin beinhaltend berechtigte Kritik, aber auch eine gehörige Vorverurteilung über einen Sachverhalt, den er nicht näher äuß vorh. Komm. .

Dennoch nervt mich mich zunähmendst, dass sich Politiker, Journalisten, Bürger zu Wort melden, die nicht annähernd eine Ahnung haben wie erbärmlich auch die deutsche  Technolgie & Witrtschaft mit diesem Flughafen-Deaster gekoppelt ist. Wie ich bereits erwähnte, es muss ja hier immer das neueste das tolleste & nicht selten das teuerste sein, was wir  umsetzen möchten. Es geht nicht immer alles auf einmal & irgendwie finde ich es auch ganz gut, dass mal alle in ihren Höhenflügen merken, dass die Erde eine Anziehungskraft besitzt....

Sisyphos Boucher 08.01.2013 | 01:46

Wowi-Dämmerung gibt es nicht erst seit und schon gar nicht wegen des Großflughafen-Debakels. Es ist wirklich Zeit, dass der Und das ist auch gut so! endlich abtritt.

Allerdings wundere ich mich über die große Empörung wg. des Flughafens. Dass dieser um ein Vielfaches teuerer werden würde und dass die ursprünglichen Wirtschaftlichkeitsprognosen illusorisch waren, sind weder neue Erkenntnisse, noch unerwartete Folgen - man lese die Plenarprotokolle der 1990er Jahre von Abgeordnetenhaus Berlin und Landtag Brandenburg zu dem Projekt.

Thomas Mank 08.01.2013 | 02:26

Wer schon einmal als Freischaffender eine Behörde oder staatliche Institution als Auftraggeberin hatte weiß, wie unendlich mühselig die Verfahren sind. Das fängt schon bei der Bewerbung an, wo in den Ausschreibungen übergenau darauf geachtet wird oder werden soll, dass bloß keine Vetternwirtschaft oder ähnliche Bevorzugungen entstehen könnten. Zugleich wird in der Regel immer das günstigste, oder besser: billigste Angebot genommen, um sich vor dem Steuerzahler rechtfertigen zu können. Oder die Behörde bindet sich per Pauschalvertrag gleich für mehrere Jahre an einen Anbieter.

Das Fazit von all dem: Langen Entscheidungsprozessen folgen möglicherweise günstige, aber unter Umständen auch qualitativ schlechte Lösungen. Das habe ich selbst häufig erlebt als freischaffender Gestalter.

Wenn ich mir diese Auftragskultur nun bei einem so komplexen System wie dem Flughafenbau vorstelle, wundert mich das Chaos und die Schlamperei nicht. Sachunkundige sollen Leistungen beurteilen, von denen sie keine Ahnung haben und legen dabei dann Maßstäbe an, die ihnen zwar vertraut sind, Stichwort Einsparungen, aber die keine guten Lösungen ergeben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das BER-Desaster ist meiner Ansicht nach das Ergebnis einer verklemmten und praxisfernen Vergabepraxis, die schon längst hätte reformiert werden sollen. Und das gilt sicher nicht nur für den Flughafenbau.

Oberham 08.01.2013 | 08:31

u. @ Grassmann

"Es geht darum, dass die Berliner Politik nicht in der Lage ist, ein so großes Projekt zu steuern."

Also auf Start und PPP´s?

Ich wage zu behaupten, der Staat ist längst ein PPS ein Private Public Supermarket - die für ihre Verantwortung horrende Taschengelder einsteckenden Volksverkäufer verkaufen die Arbeit der mehrheitlich wirklich sich krumm und dämlich biegenden Menschen, an die Kunden, die renditescheffelnden vermeintlich klugen, letztlich aber einfach nur bösartig schlauen "Unternehmer und Leistungsträger".

Das tollste an diesem Prinzip, die verkaufte Ware, bezahlt nicht nur mit ihrem Leben und vor allem der Zukunft ihrer eigenen Kinder - nein, sie gibt auch weit mehr als die Hälfte von dem offiziell für ihre Erniedrigung und Anpassung gnädig zugestandenen Arbeitslohns um die Verkäufer und die Sonderangebote zu finanzieren.

Wer den ganzen Wahnsinn dann noch global reflektiert, der hört doch sowieso regelmäßig zu denken auf, würde er weiter reflektieren bestünde wohl eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung.

Insofern ist die Kaprizierung auf einen einzelnen dieser Volksverkäufer wohl eine Art Selbstschutz, dass sich hinter seinem Rücken Hundertschaften von wuselnden, ebenso absahnenden öffentlich bezahlten Vertretern, die absolute Negativleistungen für die Allgemeinheit verrichten, verstecken, blendet man lieber aus.

Einige hier im Forum und generell vor allem in der Berlin-SPD weisen ja ohnehin ganz offen auf die Tatsache hin: "Wer sonst sollte es den machen?"

 

Armes Berlin, Millionen Menschen und Wowi ist anscheinend der am wenigsten schädliche potentielle Chef im Dorf.

 

Marginalie am Rande - Was kassieren eigentlich die Aufsichtsräte der Flughafengesellschaft für die plattgesessenen Arschbacken in den diversen Sitzungen? (Also Extrabezahlung ist wohl obligatorisch - schließlich sacken doch auch die ganzen Wahlbeamten für ihre diversen Aufsichtsratsposten in der Republik in Summe mehrere hundert Millionen Euro ab - teilweise sechsstellige Beträge aus öffentlichen Kassen - manche mit höheren Stundengagen legt man es um - als sie ein Vortragsclow wie Steinbrück als verdeckte Provision für Regierungsgeschenke zuweisen lassen konnte....)

Ich find das alles nicht klasse!

Oberham 08.01.2013 | 08:59

... kurz und knapp, ich unterstelle - die Verantwortlichen wussten wohl schon im Sommer 2011 wenn nicht gar früher, dass die Termine unhaltbar sein würden.

Hätte man damals offen die ganze Problematik gemanagt, mit lösungsorientiertem Sachverstand und nicht nach wahltaktischen, bzw. ganz persönlichen Gesichtspunkten in einer Gemeinschaft der am Projekt gescheiterten, der Moloch würde wohl in diesem Jahr zum Betriebsleben erwachen.

So aber war wohl - und sich wahrscheinlich noch - nichts als Strippenziehen, Abfindungen aushandeln, ganz individuelle kleine Wünsche absichern angesagt.

Dabei haben naturgemäß die Leute an der Spitze die besten Plätze.

Wowi fällt noch nicht ins Rettungsboot, da keiner auf die Brücke mag - von den "Fachleuten" sind ja die meisten längst in Rettungsboote umgestiegen - Grundgehälter auf Jahre abgesichert und Abfindungen fürs Versagen in der Tasche.

Verlierer sind wie immer die braven Schaafe in ihren Wohnwaaben, die meist ihre stumpfsinnigen 40 Stundenjobs abschrubben und den ganzen Irrsinn mit Zeit und Geld finanzieren.

Nur - sie sind eben brav und nehmen alles hin, solange sie mit ihrem Golf in Wochenende und mit Air Berlin nach Malle fliegen dürfen - es lebe das Simm- und Arbeitsvieh, es macht uns Spaß und wir die Leistungsträger geben Gas!

Fragt sich nur gegen welche Wand eine dermaßen dämliche Community eines Tages mit Vollgas prallt!

Sabotage? Ich würde mal behaupten, wir sabotieren uns doch allem ganz willig selber - tagtäglich, indem wir devot und kompromissbereit unsere Gedanken verleugenen und jedes noch so widerliche Tagwerk im Auftrag dieser Führungsklicke exekutieren - 42. Mio willige Ameisen die ihren Bau langsam kaputttrampeln - dazu nur ein Ameisenhaufen unter Dutzenden.

SusaBerlin 08.01.2013 | 09:39

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1815250/ZDF-heute-journal-vom-07012013

Mitschrift:

„Transparenz, Ehrlichkeit und Anstand: Das sind keine altmodischen Werte, sondern Pflichten für jeden Volksvertreter. All das wird beim Flughafen Berlin-Brandenburg mit Füßen getreten. Seit Monaten. Und dazu passen die abenteuerlichen Maßnahmen von heute: Ein Verantwortlicher tritt „ein bisschen“ zurück, aber tauscht eigentlich nur mit einem anderen.

Was kommt bei der nächsten Hiobsbotschaft? Darf jeder mal, damit an keinem alles - oder an jedem nur ein bisschen - kleben bleibt? Haben die Herren Wowereit, Platzeck, Ramsauer wirklich erst jetzt von der Verschiebung erfahren? Und wie kann es sein, dass angeblich erst jetzt auffällt, dass der Brandschutz allen Vorschriften widerspricht? Warum war das nicht längst geklärt? Jeder Steuerzahler hat ein Recht darauf, dass bei einem staatlichen Bauprojekt von Tag eins an jedes Gesetz, jede Vorschrift aufs Peinlichste genau eingehalten wird. Dies zu überwachen ist auch die Aufgabe des Aufsichtsrats. Jetzt steht der Vorwurf im Raum, dass er stattdessen ungeheuerliche Schlampereien dauerhaft ignoriert hat. Zum Schaden des Steuerzahlers. In jedem anderen Fall würde längst die Staatsanwaltschaft ermitteln – wegen Untreue. Ein Untersuchungsausschuss muss her. Nur so lässt sich der Sumpf trocken legen, in dem ein Milliardenprojekt zu versinken droht. Wenn dabei noch Schlimmeres als nur Dillettantismus festgestellt würde, dann würde selbst das kaum noch überraschen. Erich Kästner schrieb einmal: „An jedem Unfug, der passiert, sind nicht nur die schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“ Das hat was mit Verantwortung zu tun. Die zu übernehmen, mag man altmodisch finden, ich nenne es: anständig. Genau das wäre ein echter Rücktritt.“ (Elmar Thevessen, 7.1.2013, Kommentar im zdf heute-journal)

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Ehemaliger Nutzer 08.01.2013 | 09:41

Es wird Zeit das Wowi verschwindet! Ihn als linken SPD-Mann zu bezeichnen zeigt nur, wie weit rechts die SPD inzwischen ist.

Wowi ist eine echte Mischung aus Unfähigkeit und Arroganz! Und bisher hat er nur den Vorsitz des Aufsichtsrats abgegeben, seinen Posten im Aufsichtsrat aber behalten. So wird sich nichts ändern und der Bürger soll dann schlussendlich für den Mist der Verantwortlichen bezahlen!

fahrwax 08.01.2013 | 10:32

Ich vermute stark, da steht keine NEOLIB Theorie dahinter, sondern vielmehr die täglichen Erfahrungswerte, das dieser Staat eben nicht funktioniert. So besehen geht hier längst alles seinen "sozialistischen Gang": dieses aufgeblähte Wesen Staat möchte gern ernstgenommen werden, führt aber nur noch ein Scheinleben.

Vielfach wird einfach nur noch der Anschein gewahrt, so getan, als ob getan wird. Der dazu passende Arbeitnehmergerechte Spruch: ihr tut so als wenn ihr uns bezahlt, wir tun so, als wenn wir arbeiten.

Diese Mentalität glaube ich auf immer mehr Ebenen entdecken zu können. Wowi wird natürlich für seinen Anschein eher fürstlich bezahlt.

Heinz Klaus Dieter 08.01.2013 | 10:53

was ist denn hier los in Deutschland! Wie kann man einen Flughafen ohne Fachleute planen und bauen lassen. Das Ding war doch von Anfang an ein Chaos. Die Leute die hier, leitend die Greiffinger im Spiel hatten und noch haben, sollten alle, ausnahmslos alle wegen Wirtschaftssabotage vor den Kadi und empfindlich zahlen. Ein Wowi oder Platzek oder Steinbrück, alle aus der SPD, sollte diese Partei noch Glaubwürdigkeit besitzen? Es gibt bessere und ehrlichere SPD-Leute.

Beim BER kommt mir immer die Galle hoch, soviel Blödheit und unverfrorene Geldgier auf einem Platz. Und warum ist Sperenberg nicht das geworden, was hier nicht wird? Korruption, Korruption an einem Band, von 1995 bis heut. darüber gibt es einen älteren Film der ARD.

Helmut Eckert 08.01.2013 | 14:44

Es sollte geklärt werden, welche Nobelfahrzeuge auf Sylt und Norderney mit den Geldern des Berliner Flugplatzes  finanziert wurden und werden?Welche Privatkonten sich seit dem Baubeginn füllten mit den abgezweigten Finanzmitteln des Flughafens Berlin?Es ist zu prüfen, ob nicht die Nachfahren der alten Ägypter den Flughafen fertig bauen! Schließlich können wir Fernsehkonsumenten fast täglich diversen Fernsehkanälen der öffentlich- rechtlichen Fernsehanstalten miterleben, wie tüchtig diese Ägypter ihre Pyramiden bauten. Wäre Wowereit und seine Mannen vor Baubeginn nur nach Kairo gereist und hätte sich diese Bauwerke in der Wüste angeschaut. Dann eine positive Lehre gezogen… der Staat hätte viel Geld gespart… Wäre, Wenn und  Aber, die drei Lieblingsworte aller Politiker..  Eine Frage hätte ich noch: Wurde Wowereit einmal geprüft, ob er in der Lage ist, einen Wandnagel so in seine Wohnzimmerwand zu schlagen, das gewährleistet ist, das dort hängende Wandgemälde wird nicht nach wenigen Stunden, mangels solider Befestigung, eben dieses Wandnagels, von eben dieser Wohnzimmerwand fallen?  Sicher ist, ein Politiker muss keinen Wandnagel fachgerecht einschlagen können. Sicher ist auch, ein Politiker kann den Vorsitz eines „Flughafen-Kontrollgremiums“ übernehmen… Da muss er ja keine Wandnägel richtig einschlagen können!

Oberham 08.01.2013 | 16:15

... pass auf, die Maulwürfe aus Stuttgart könnten in der Nähe des Bauzauns den Untergrund unsicher machen..... - kommt zum Kichern aus Hamburg das laute Grollen aus Stuttgart - das sind wohl die bekanntesten Solisten im Kompetenzorchester bundesrepublikanischer Umverteilungskunst qua Großprojekt - nur zynische Stimmen erwägen, desto mehr Milliarden in ein Stuttgarter Loch versenkt - sprich an Löchergraber und vor allem die Verwalter des Löchergrabens - werden, desto weniger Flüsse können einbetoniert, BABs schnurstracks durch die Lande gezogen, oder Panzer für das Heer gekauft werden - das man mit Geld auch sinnvolle Dinge finanzieren könnte - daran glauben die schon gar nicht mehr.

Kritisch wird es, wenn die Kommunen zu stinken anfangen, da die Kanalisation endgültig marode zusammenbricht, wenn die Arbeislosen zu hunderttausenden auf Null sanktioniert werden müssen, da der Topf nicht bedient werden kann (erst müssen die Politiker und all die anderen Topleute in irgend einer Lohnrubrik der öffentlichen Kassen mit Milliarden bedient werden - und - bin schon gespannt auf die Verhandlungsrunde im ÖD - auch der gemeine Verwaltungsbeamte mag schließlich weiter gut verdienen...)

Fazit - das Nötige wird zuerst gestrichen, das lukrativste für die Kleptokraten wird auch noch durchgezogen - wohl so teuer wie irgend machbar - wenn die Leute schon auf den Straßen liegen.

balsamico 08.01.2013 | 17:34

"Es geht darum, dass die Berliner Politik nicht in der Lage ist, ein so großes Projekt zu steuern."

Dazu muss sie, glaub' ich, auch nicht in der Lage sein. Schließlich ist ein OB kein Projektsteuerer und schon gar kein Oberbauleiter. Daher war Wowereits Versagen vorprogrammiert.  Oder glaubt jemand, als Aufsichtsrat hätte er etwas mit Bauaufsicht zu tun? Ein Problem unter vielen anderen ist, dass man - nicht nur hier - Aufsichtsräten Aufgaben zudenkt, die zu erfüllen sie schlicht nicht in der Lage sind. Wenn Wowereit etwas vorzuwerfen ist, dann ist es, dass er den Job übernommen hat.

 

FOXEL 08.01.2013 | 21:41

Worüber wird sich hier eigentlich aufgeregt? In Frankfurt gibt es seit der Flughafenerweiterung ständig wegen des Fluglärms Proteste - da können die Berliner doch wirklich sehr froh sein, dass der BER in den Sand gesetzt wurde und vielleicht - hoffentlich - nie mehr in Betrieb geht. Der zunehmende Flugverkehr und so Sachen wie Flugbenzin-Subventionierung sind aus vielerlei Gründen alles andere als wünschenswert - gelinde ausgedrückt. Und das Geld, das im BER sinnlos versenkt wurde, kann nun wenigstens nicht mehr anderswo Schaden anrichten - und das ist auch gut so

 

 

balsamico 09.01.2013 | 13:30

Was noch dazu kommt:

Ein Flughafen ist eigentlich nie "fertig" wie z.B. ein Auto, das vom Band läuft und davon fahren kann. An Flughäfen wird immer gebaut und gewerkelt, auch wenn sie längst in Betrieb gegangen sind. Die Frage ist, ob in Berlin tatsächlich soviel im Argen liegt, das man es nicht riskieren kann, den Betrieb aufzunehmen. Ok, Amann hat gemeint, es wäre dort "grauenhaft." Aber was heißt das denn, ohne nähere Angaben dazu was, konkret, grauenhaft ist? Wenn's nur der Brandschutz wäre, da hätte ich meine Zweifel. Habe selten größere Wichtigtuer erlebt als Brandschutzgutachter (außer Bezirksschornsteinfegermeistern, natürlich).

Lee Berthine 09.01.2013 | 13:44

Die Frage beantworte ich gerne, wenn auch ebenso weise mit einer Gegenfrage.

Wird der Begriff "Staat" (wahlweise mit  Politik, Regierung oder "öffentliche Hand") gelegentlich oder womöglich immer dann besonders gern benutzt, wenn die Frage der Verantwortlichkeit anderen zugeschoben werden soll?

Ich zum Beispiel interpretiere "Staat" als einen Überbegriff, eine Zusammenfassung aller in ihm befindlichen Institutionen, Instanzen, Gesetze, Regeln, Gemeinschaften, Regierenden, Regierten, Mehrheiten, Minderheiten, Kritiker, Kritisierten etc. pp. sowie Individuen und kann mich nich davon nicht so wirklich ausnehmen.

"Ominös" deshalb, vielleicht ein etwas unglücklich gewählter Ausdruck - in bezug darauf, dass Mitglieder eines Aufsichtsrates auch "der Staat" sind, wie in besagtem Kommentar geschrieben.

Vaustein 09.01.2013 | 17:31

In der Wirtschaft gehen Großprojekte anders. Ich erwähne ein Beispiel, das ich recht gut kenne: PKW-Werk General Motors, Saragossa, Spanien.

1976 beauftragte GM Opel in Rüsselsheim, ein neues Werk zur Fertigung des PKW Corsa in Spanien zu bauen. Die zentrale Bauabteilung plante 2 Jahre, machte dann eine Ausschreibung der einzelnen Gewerke mit strikten Terminen und Konventionalstrafen. Vor Ort wurde ein zentraler Bauleiter ernannt, der die Arbeiten der diversen Lieferanten koordinierte.

Gebaut wurde zw. 1978 und 1982. Im November 1982 lief der erste Corsa vom Band.

Zeitlich und finanziell lag alles ziemlich nahe an der Planung.

Der Bauleiter war ein sehr erfahrener Fachmann mit einem qualifizierten Team zur Unterstützung. Also kein Dilettant aus anderen Sphären.

Ludwig Hasselberg 09.01.2013 | 18:07

Dabei sein is allet, wa, lieber Chefredakteur? Der Freitag is ja Meinungsmedium. Man sieht's an diesem Stück hier nur zu deutlich.

"Wowi-Dämmerung" -  was für eine Polit-Folklore.

Wowereit trägt natürlich Verantwortung für dieses Projekt, sei es direkt als Aufsichtsrat oder indirekt als Regierender Bürgermeister. Er hat mit der Entwicklung des Desasters vielleicht fehlerhafte Entscheidungen mitzuverantworten, wie etwa den abrupten Austausch des Generalplaners in der Endphase des Baus. Er hat vielleicht auch nicht alles Denkbare getan, um die unmittelbar Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen oder politischen Druck auszuüben.

Was das Desaster nun aber mit einem postulierten "Prinzip Wowereit" zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Denn es war und ist schlicht nicht sein Projekt. Um das herauszufinden, muss man nicht mal Journalist sein. Die Entscheidung für Schönefeld und die anschließende, offensichtlich überambitionierte und unzureichende Planung für diesen Ort vollzogen sich, wie überraschend das festzustellen, bereits in den 90ern. Unter Federführung etwa von Eberhard Diepgen, der Brandenburger CDU, dem Bundesverkehrministerium. In welcher Beziehung steht bitte Herr Wowereit zu diesen drei politischen Entitäten? Ich weiß nicht, wahrscheinlich stellen nur noch Kinder solch offensichtliche Fragen.

Und wenn man den Faden ins Heute weiterspinnt, kommt man natürlich zu dem irritierend offensichtlichen Fakt, das ein "Prinzip Wowereit" gleichfalls ein "Prinzip Platzeck" und ein "Prinzip Rainer Bomba und Werner Gatzer" zu sein hätte, ihreszeichens Vertreter des Cashmasters in der ganzen Angelegenheit, nämlich dem Bund. Doch davon keine Rede.

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Ehemaliger Nutzer 10.01.2013 | 16:07

Was alle Kommentatoren vergessen: Die Grundsatzentscheidung zum BER wurde in der Diepgen-Stolpe-Ära getroffen. Die Politiker-Generation danach hat dieses unsinnige Großvorhaben als Erblast übernehemn müssen. Es ist ein Aberwitz, als Ersatz für eine nachhaltige regionale Industriepolitik sich einen Terminal hinzustellen und laut zu posauen: Mit dem Terminal kommt auch der Aufschwung und Arbeistplätze. Der Terminal könnte auch in einer Wüste stehen, wenn die Anbindungen zu den Wirtschaftsstandorten gut sind.

Nicht der BEr ist der eigentliche Berliner Skandal, sondern die durch Fashion Week, Bread-and-Butter, gekennzeichnete "Wirtschaftspolitik" des Reg.BM. Wenn man genau hinschaut, dann sind es mode- und trendabhängige Industrien, die derzeit blühen: Erwachsenen-Tourismus und Jugend-Club-Tour-Urlauber. Geht der Berlin-Hype vorbei, geht auch der derzeitige zarte Wirtschaftsaufschwung in großen Teilen wieder zu Ende. Mit und ohne BER. Mit und ohne Wowi.  

archinaut 13.01.2013 | 17:46

Wowereit hatte seine politische Halbwertzeit schon vor der letzten Wahl überschritten, leider haben die Berliner Wähler das nicht deutlich artikuliert.... und ein Wahlsieg bestärkt jeden Gewählten in der eigenen Unfehlbarkeit. Schade eigentlich, dass das BER-Getöse (was nicht Wowereit verursacht hat) so viel Aufmerksamkeit verbraucht, dass für andere, wichtige Zukunftsentscheidungen nicht viel Kraft bleibt...

Das schon im Alten Testament beschriebene Phänomen der Baustellen-Entropie scheint eine Konstante in allen Kulturen zu sein, aber auch Ausdruck einer kollektiven Ekstase:

https://www.freitag.de/autoren/archinaut/vor-gericht-und-auf-hoher-see