In seinem neuen Roman erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans spielt - und erschafft so zugleich eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns
Christian Kracht (* 29. Dezember 1966 in Saanen) ist ein schweizerischer Schriftsteller und Journalist. Kracht wurde als Sohn seines gleichnamigen Vaters in der Schweiz geboren. Er besuchte mehrere internationale Internate, unter anderem die Schule Schloss Salem und die kanadische Lakefield College School in Lakefield, Ontario. Kracht ist Absolvent des Sarah Lawrence College in Bronxville, New York, USA. In Deutschland war Kracht als Journalist für die B.Z. und Tempo tätig. Mitte der 1990er Jahre ging er als Indienkorrespondent des Spiegel nach Neu-Delhi. Anschließend lebte er für mehrere Jahre in Bangkok und bereiste von dort aus verschiedene Staaten Asiens. Von seinen in 19 Sprachen übersetzten Büchern sagt der Autor, sie seien bloß „light entertainment“. Jedoch verbirgt sich hinter dieser Aussage Krachts eigener Anspruch: „Das höchste Erreichbare in der Kultur ist nach der Architektur die Komödie. Ich begreife meine Werke humoristisch“. Kracht, der sich als Kosmopolit betrachtet, ist eine der umstrittensten Figuren der deutsch-sprachigen Gegenwartsliteratur. Die Bedeutung seiner Interviewaussagen ist selten eindeutig. So sind auch Krachts oft als provokant empfundene Einlassungen zum Zeitgeschehen mitunter cum grano salis zu nehmen bzw. in ihrem Zusammenhang zu verstehen.