17.01.2013 | 11:25

Leichte Schwere

Netzschau Rezensionen und Kritiken aus dem Netz: "Mit Humor und Offenheit zeichnet sich David Sievekings Familienchronik durch ungekünstelte Teilnahme und liebevolle Zuneigung aus."

Leichte Schwere

Foto: Sebastien Bozon/AFP/Getty Images

Feinfühlig und heiter

"Liebevoll und mit zärtlicher Distanz dokumentiert er ihre krankheitsbedingte Veränderung und seine Versuche, ihr das Leben zu erleichtern. Mit viel Sinn für kleine Gesten und für den Zauber des Augenblicks schafft er ein feinfühlig heiteres Familienporträt. Eine würdevolle, niemals rührselige Reise durch ein Menschenleben, an dessen Ende ein Anfang steht und in dem die Familie neu zueinander findet." BR Online

Balanceakt

"Sievekind inszeniert die Geschichte seiner eigenen Eltern so offen, so universell, so nachempfindbar – bleibt zugleich aber auch selbst immer im Bilde, entfernt sich niemals zu sehr von der eigenen Familiengeschichte. Er hält die Balance, ein schwerer Akt, auf vielerlei Ebenen. Es ist ein Stück Intimität von der er erzählt, zugleich auch eine allgemeingültige Studie über den Alzheimer-Demenz-Verlauf. Es ist aber auch eine tragische Lebensgeschichte, nur um dann im nächsten Moment umzuschlagen zu einer heiteren Familienepisode." Filmtogo

Gemeinsame Erkundung

"Der Regisseur David Sieveking betrachtet in 'Vergiss mein nicht'  den Umgang mit Menschen mit Alzheimer in der heutigen Gesellschaft. Die Besonderheiten des Film sind das Verhältnis zur Protagonistin, sie ist Davids Mutter, und die Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte. Der Film hat mir das Gefühl vermittelt, dass die Familie sich seit jeher sehr nahe steht, durch die Erkrankung der Mutter allerdings noch näher zusammenrückt  ist und gemeinsam bis dato verborgene Details aus der Vergangenheit erkundet." kurzweilig zeitgeistig

Humor und Offenheit

"Die Veränderung der Mutter zwingt die Familie, sich mit ihren Konflikten auseinanderzusetzen, und lehrt sie einen herzlichen Umgang, der zu neuem Zusammenhalt führt. Mit Humor und Offenheit zeichnet sich David Sievekings Familienchronik durch ungekünstelte Teilnahme und liebevolle Zuneigung aus, wobei stets die Menschen und nicht die Krankheit im Zentrum stehen." Alzheimerblog

Wunderbar lichte Momente

"David gelingt es, mit seiner verwirrten Mutter wunderbar lichte Momente zu erleben. Sie verliert ihr Gedächtnis und ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt etwas anderes: eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld, gepaart mit überraschendem Wortwitz und weiser Poesie." Filmfrage.net