HerrSchmitz

plakative platzierungen

23.01.2009 | 10:40

whitest boy alive rules

nach längerem hören des neuen longplayers der in berlin ansässigen kombo erwächst in mir das gefühl, das ein bis zwei worte mehr als bis dato durchaus ihre legitimation hätten. also. wir alle sollten dreams kennen, den vorgänger und erstling von erlend oyes seitenprojekt the whitest boy alive: ein kleines meisterwerk des unangestrengten indiepops. es geht leicht über die ohren, selbst eingefleischte housler finden ihren gefallen, was nicht zuletzt daran liegt, dass man zunächst eben dies im kopf hatte: elektronische tanzmusik. erlends großer traum vom modernen michael jackson.

nach einigem hin und her entschloss sich die kombo aber, sozusagen in aktion, die elektronischen spurenelemente beiseite zu legen und sich komplett auf analoges zu beschränken. herausgekommen ist dabei damals reduzierte gitarrenmusik, deren tanzbarkeit sich nicht zuletzt und unter anderem auch in einem gewissen fred falke remix widerspiegelt.

und genau da geht es weiter. mit rules erfinden sich erlend oye, marcin öz, sebastian maschat und daniel nentwig nicht neu. ganz im gegenteil. den nörglern wird das aufstoßen. man kann sich aber auch freuen (so wie ich), da es eines der wenigen alben ist, bei denen man genau das bekommt, was einem versprochen wird. in diesem fall: minimaler, bewegungsfreudiger indiepop, genau wie im ersten turnus.

der ganze rest des albums ringt sich um ein studio irgendwo an einem mexikanischen strand, 10 songs, die 10 regeln repräsentieren, einen organischen ansatz hinsichtlich der produktion - will heissen alle stücke wurden live eingespielt und kommen ohne nachträgliche zusatzbausteine aus (trotz alledem ist alles erstaunlich glatt) - und ein neues, eigenes label namens bubbles.

letzteres kann euch vielleicht auch demnächst sagen, wo ihr diese schallplatte erwerben (!) könnt. denn das sollte man tunlichst. unumwunden und ganz ohne häme: ich mag dieses album, sehr. ich mag diese typen. und ich mag die illustrationen. grund genug also. für alles.

musik und weiteres hier

mehr informationen findet ihr auf der wba-homepage und auf myspace. ps: kaufen, kaufen, kaufen, spätestens im märz geht es los. und bis dahin ein bisschen guten willen zeigen, aber bitte. oben findet ihr zwei lieder als teaser, download wie immer durch klicken der titel. mit herzlichem dank an waves at night. für den mut.
 
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Kommentare
Daniel schrieb am 24.01.2009 um 10:24
Aber auch kaufen und nicht runterladen...
HerrSchmitz schrieb am 25.01.2009 um 07:18
das steht auch schon da oben. und genau dafür trete ich auch ein.
HerrSchmitz
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