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Ich glaube ja, Pop und Emanzipation werden niemals zusammen kommen. Sobald man einmal denkt, hier ist eine kluge junge Frau, die mit Talent Erfolg hat, zieht sie sich aus, lässt sich vom Ehemann verprügeln, Silikon in die Brüste pumpen.
Für Emanzipation lohnt es sich auch tatsächlich noch zu streiten, denn so selbstverständlich ist das nicht. Man sollte im gleichen Zug nämlich meinen, dass Homosexualität sich so weit emanzipiert hat, dass das Thema langsam verblasst. Tut es aber auch nicht. Jeder halbwegs Prominente darf fleißg vor Kameras über sein Outing und Befinden reden. Mit Frauen redet kaum jemand darüber, ob sich sich nun als emanzipiert geoutet haben, oder doch versteckt und frustiert in ihrer niederen Rolle zurückgezogen haben. Über den Punkt sind wir ja hinaus. Seit Alice Schwarzer, seit Charlotte Roche ist jede Frau emanzipiert, hat gleiche Chancen - oder war da was? Bei Wetten dass hätte man kurz meinen können, Thomas Gottschalk rettet die Emanzipation, als er Uschu Blum aka Hape Kerkeling dafür lobte, dass er eine Frau sei, an der etwas dran ist. Aber auch so ein Kommentar fiel ihm vermutlich nur nonchalant zu Hape ein. Bei Duffy hat er sich vermutlich über das nicht vorhandene Beinkleid gefreut. |
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// #offtopic
@Tessa - hier sied ihr also! Das Theam könnte interessant sein - ich möchte aber noch mal auf etwas anderes hinweisen: Heute früh habe ich in das Blog von Der Freitag geschrieben, dass die Navi weg ist und auf einenn Screensho verlinkt. Inzwischen hat mir Angie aus Paderborn bestätigt, dass das nicht nur bei mir so ist. Einige können offensichtlich trotzdem Blog-Beiträge schreiben, bei denen muss es anders sein (was am Browser liegen könnte oder an anderen Gründen). Wenn euch niemand eine Mail schickt, der dieses Problem ebenfalls hat, liegt das jedenfalls daran, dass man das in Ermangelung eines Links zum internen Mailsystem nicht kann, wenn dieser Platz weiß bleibt. Bitte prüft das doch noch mal Technikseitig. Hier geht es noch immer nicht. Christian // #offtopic |
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Lieber Christian,
ich bin nicht 24/7 online - das ginge arbeitsrechtlich wohl nicht;) Und da die Benachrichtigung über Kommentare noch nicht geht, sehen wir nicht sofort alles. Der einfachste direkte weg ist unsere Emailadresse community [minus] support [ät] freitag [punkt] de. Danke für den Screenshot, wir prüfen das. Bei mir funktioniert allerdings alles. Haben Sie mal einen anderen Browser getestet? Welchen benutzen Sie? Lieben Gruß und einen schönen Sonntagabend Tessa |
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Ontopic, wenn man das so sagen kann:
Ist der Kommentar Dein ernst? "Ich glaube ja, Pop und Emanzipation werden niemals zusammen kommen." Damit kann ich nun wirklich nichts anfangen. Menschen beiderlei Geschlechts sind in heute gleich stark in Ihren Rollen gefangen. Wenn Frauen sich emanzipieren wollen, sollten sie die Männer mitnehmen und das Ziel des emanzipierten Menschen ausrufen. Das im Blog angeführte Video ist doch außerdem sehr emanzipiert, um die Dame mit der lustigen Stimme und dem eher langweiligen Outfit hüpfen lauter Männer rum. |
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/* offtopic
Liebe Tessa, danke für die Mailadresse. Dahin hab ich mal ganz am Anfang geschrieben und bis heute keine Antwort bekommen (Problem habe ich aber selbst lösen können). Ich werde die in solchen Fällen wieder mal zu nutzen versuchen, kann ja kein Fehler sein - obwohl ich lieber mit Teammitgliedern rede, die so zuverlässig und freundlich antworten wie Peggy und Du! ;-) Zu Deiner Frage: Das Problem tritt bei IE 7 auf, den auch Angie in Paderborn nutzt. Ich habe Mozilla und Chrome getestet, da ist alles da (sonst hätten andere auch nicht schreiben können). Ich wünsche Dir auch einen schönen Sonntagabend (und fahre jetzt zurück nach Berlin) Liebe Grüße Christian |
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Was ist mit Peaches, so als ziemlich einsames Gegenbeispiel?
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die hab ich glatt vergessen. dabei waren das ganz andere zeiten. wenn ich patrick wagner zitieren darf: "peaches? die hab ich damals für 800 mark gesignt." für das geld würde sich heute eine popdame noch nicht einmal mehr lippenstift auflegen.
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ach ja, was ich damit eigentlich sagen wollte und im zuge der übermüdung vergaß: bei peaches hat das etwas mit haltung zu tun, und sie verkörpert in puncto feminismus und weiblichkeit eine klare haltung, die man bei popsternchen so kaum finden wird.
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mein voller ernst ist zumindest, dass es keinen weiblichen popstar gibt, der sich nicht über eine extreme fokussierung auf das äußere und den körper verkaufen kann. beth ditto vielleicht. aber das ist auch wieder ein anderes extrem. und natürlich müssen die männer mitgenommen werden. von der abgrenzung halte ich gar nichts. wenn jeder sich innerhalb seines geschlechts emanzipiert, führt das zu keinem fortschritt.
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Ich schau ja auch immer hin...
Aber wäre es nicht unaufrichtig die Tatsache, das Menschen die "besser" aussehen einfach anziehender sind. Für so jemanden schwärme ich doch viel Lieber. Seine CD (oder das Youtube-Video) bietet eben Eye-Candy. Pop ist eben Show, wer das mit dem Leben verwechselt, dem oder der ist ohnehin nicht mehr zu helfen. Vielleicht bin ich auch schon zu sehr verdorben, als Mann im Patriarchat, um das Problem zu erkennen. |
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Was ist mit Janis Joplin, Tracy Chapman, Sinéad O'Connor, Alanis Morisette? Alles keine Topmodels und alle mit einer markanten Stimme.
Sicherlich, Du wirst die "aktuellen" Sternchen aus den Charts meinen (deren Namen ich mir irgendwie nie merken kann). Aber diese Damen haben den Weg bereitet und die Aussage "dass es keinen weiblichen popstar gibt, der sich nicht über eine extreme fokussierung auf das äußere und den körper verkaufen kann" ist mir zu verallgemeinernd. Das gabs alles schon. Von Emanzipierung um des emanzipierens willen halte ich persönlich wenig. Mehr Mitsprache in der Politik, mehr Chancen im Beruf, gerne. Aber wenn wir Frauen uns schon über die Länge der Röcke von Showstars aufregen (und dabei im Innern vermutlich eher über die Länge ihrer Beine), dann hat das für mich wenig mit Emanzipation zu tun. In meinen Augen verursacht dann nicht die selbst- und geschäftsbewusste Trägerin von sexy Kleidung den Rückschritt, sondern wir, die wir uns darüber aufregen und erst in unserem rosa Thesaurus von Alice Schwarzer (ja, den gibts wirklich!) nachschlagen müssen, was eigentlich korrekt sei. |
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Ich meine auch an vorderster Front den Pop, der heute als kommerzielle Vermarktung von Künstlern läuft. Janis Joplin ist da eine andere Kategorie, und auch bei Alanis Morisette wäre ich vorsichtig. Sie stand oft genug aufgrund von Gewichtsschwankungen im Fokus der amerikanischen und kanadischen Boulevardpresse und betreibt als Triathletin eine andere Art von Körperkult, provozierte zu dem durch ein Nacktvideo in dem sie nur von ihren langen Haaren bedeckt war und mit dem Auftritt als Gott in Dogma.
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@insomnia: "Aber wenn wir Frauen uns schon über die Länge der Röcke von Showstars aufregen (und dabei im Innern vermutlich eher über die Länge ihrer Beine), dann hat das für mich wenig mit Emanzipation zu tun. In meinen Augen verursacht dann nicht die selbst- und geschäftsbewusste Trägerin von sexy Kleidung den Rückschritt, sondern wir, die wir uns darüber aufregen und erst in unserem rosa Thesaurus von Alice Schwarzer (ja, den gibts wirklich!) nachschlagen müssen, was eigentlich korrekt sei."
Prinzipiell hast du recht, dass vermutlich viele Frauen aus Neid heraus argumentieren. Darum ging es mir aber wirklich nicht. Sondern darum, dass Duffy im Video wirklich untenrum nackt zu sein scheint. Kurzer Rock ist ja prima, aber keinen Rock finde ich ja definitiv zu wenig. Das hat mit Sexappeal nichts mehr zu tun, das wirkt in meinen Augen billig. Und mit ihrem bisherigen Outfits hat sie gezeigt, dass sie das eigentlich nicht nötig hat - was soll also das plötzliche Nackigmachen? |
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"was soll also das plötzliche Nackigmachen?"
Wir reden über sie! Funktioniert doch super. Bis gestern wußte ich nicht einmal, wer Duffy ist (abgesehen von Bugs Bunnys Freund). Im Grunde ist es nur langweilig. Und während wir in 30 Jahren noch Joplin und hören, werden wir uns fragen: Warum haben wir damals noch darüber aufgeregt, das eine Ente kurze Röcke trägt? |
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"Wenn der menschliche Körper dabei nicht zur bloßen Ware degradiert wird, muss der Körpereinsatz im Pop oder anderen Kulturen kein Zeichen fehlender oder missglückter Emanzipation sein. Eine Frau, die es sich leisten kann, muss im angemessenen Rahmen auch die Vorzüge ihres Körper herausstellen dürfen, ohne dass daraus ihre Bereitschaft abzuleiten wäre, die niedere Rolle zu übernehmen."
Dann bekenne ich mich zu meinen Bartzöpfen, denn ich sehe es ähnlich wie ChristianBerlin. Unabhängig von der missglückten Outfitwahl des Fräulein Duffy, (die, um mal wild und ohne Fußnoten zu spekulieren, einfach Folge einer Unsicherheit aufgrund ihres Alters und dem schnelllebigen Popbusiness in Tateinheit mit Druck seitens der Manager ("sex sells") sein könnte), bin ich der Ansicht, ein anziehendes Äußeres erleichtert es Ziele durchzusetzen, denn es schafft eine positive Grundstimmung. Diese widerum ist Ausgangsbasis um seine Ideen und Ziele gut zu "vermarkten". Ich halte es für legitim, die "visuelle Stärke" der Männer mitzubedenken. Wenn natürlich nichts dahinter steht, wird es auch dies erfolglos bleiben... Und um auf Duffy zurückzukommen, ihre Ziele kenne ich natürlich nicht. Aber wäre ich Popstar (Gott bewahre!), wären meine Ziele ein hoher Bekanntheitsgrad und hohe Gagen für Auftritte. Und weil ich schlechte Werbung immer noch für Werbung halte, glaube ich, sie hat beide Ziele erreicht... |
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Ich möchte heute mal mutig sein und widme meinen 100sten Kommentar hier diesem Thema.
Für mich stellt sich die Sache genau umgekehrt dar. Ein Herausstellen geschlechtlicher Vorzüge muss kein Zeichen missglückter Emanzipation sein. Hunderprozentig gelingen kann Emanzipation nur bei Lesben oder Nonnen. Sobald Frauen Männer mögen, passiert statt dessen Folgendes: [Zitat Tessa]Sobald man einmal denkt, hier ist eine kluge junge Frau, die mit Talent Erfolg hat, zieht sie sich aus, lässt sich vom Ehemann verprügeln, Silikon in die Brüste pumpen. [/Zitatende] Ich halte diesen scheinbar irrationalen Effekt, den Tessa beschreibt, für biologisch bedingt. Die maximalen Glückshormone werden bei Männlein wie Weiblein offenbar nur ausgeschüttet, wo diese Unterordnung stattfindet - sei es vom ersten Augenblick an, nach längerem Geschlechterkampf oder nach vielen 1000 Einzelkämpfen. Das Recht, sich zu vermehren, hat im Tierreich häufig nur das Männchen, das andere besiegen kann oder wenigstens das Weibchen besiegt, mit dem es sich fortzupflanzen gedenkt. Was in Jahrmillionen genetisch programmiert wurde, kann durch soziale Reformen nicht von heute auf morgen mitgewandelt werden. Wie man weiß, sind Männer aber zuweilen versucht, diesen biologisch bedingten Vorteil grenzenlos auszuweiten - bis zur sozialen Amputation oder Entmündigung ihrer Frauen. Dort lag und liegt die große Herausforderung und das bleibende Recht von Emanzipation und Frauensolidarität - unbeschadet dessen, dass auch letztere sofort in ihr Gegenteil umschlagen kann, wo es zwischen Frauen um denselben Mann geht. Die Biologie scheint einfach stärker zu sein als die Vernunft, jedenfalls da, wo es um biologisch begründete Bedürfnisse geht. Wenn der menschliche Körper dabei nicht zur bloßen Ware degradiert wird, muss der Körpereinsatz im Pop oder anderen Kulturen kein Zeichen fehlender oder missglückter Emanzipation sein. Eine Frau, die es sich leisten kann, muss im angemessenen Rahmen auch die Vorzüge ihres Körper herausstellen dürfen, ohne dass daraus ihre Bereitschaft abzuleiten wäre, die niedere Rolle zu übernehmen. Die Kanzlerin hat es vorgemacht. Den Aufschrei darüber fand ich genauso wenig emanzipiert wie die Kritik an dem Video. Wenn ich den Ton wegdrehe, wirkt es auf mich wie das Remake eines Musicals aus den 60ern. Ich halte es für ein bewusstes Stil-Zitat aus dieser Zeit. Den Reflexen nach zu urteilen trägt die Sängerin blickdichte Strümpfe, was im Varietegeschäft damals üblich war. Diese Beobachtungen sprechen m.E. gegen die Theorie, dass hier Erniedrigung ausgedrückt werden soll. Denn dazu hätte Duffy ohne weiteres tatsächlich unten nackt auftreten können, ist schließlich kein Tabu mehr, haben andere ja schon gemacht. Aber wer weiß schon, was in den Köpfen von Künstlern vor sich geht? Der sollte Kritiker werden, denn dann wüsste er schon mal mehr als die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen. |
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E"ine Frau, die es sich leisten kann, muss im angemessenen Rahmen auch die Vorzüge ihres Körper herausstellen dürfen, ohne dass daraus ihre Bereitschaft abzuleiten wäre, die niedere Rolle zu übernehmen. Die Kanzlerin hat es vorgemacht."
Darin gebe ich Dir völlig recht. Man kann sich natürlich emanzipiert ausziehen, sexy sein, mit dem eigenen Körper und Attraktivität Macht ausüben, und das in weitaus weiteren Feldern, als der bloßen Partnersuche. Ob dies aber im Popgeschäft der Fall ist? Da geht es um Haut und noch mehr Haut zeigen. Ob das gut aussieht, ist weniger wichtig. Wenn man einmal zusammenfassend die Bühnenoutfits der weiblichen Popstars betrachtet und zumindest eine Ahnung von Mode, Stil und Ästhetik hat, kann man eigentlich nur zu der Feststellung kommen: Nackte Haut ja, attraktiv nein. Billig vielleicht. Die Betonung von Weiblichkeit und den berechtigten Einsatz der Vorzüge kann auch mit mehr Stoff geschehen, und zudem besser aussehen. |
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Es gab stets einen Fehler auf der Seite, daher 2x eingestellt, entschuldigung.
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macht gar nichts. die doppelten entferne ich in handarbeit :)
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Wow! Gibt es tatsächlich noch Männer, die beim Thema Emanzipation mit archaischen Strukturen bzw. Biologie und vermeintlicher Stutenbissigkeit kommen? Christian, das hat doch sooo`n Bart. Ein paar frischere An- und Einsichten, bitte!
Tessa und Susanne: Ich glaube, das Styling von Duffy bei "Wetten,dass..." sollte eine (ziemlich verunglückte) Reminiszenz an Marilyn Monroe sein: Da gibt es dieses Video, wo sie singt "My heart belongs to Daddy", sie räkelt sich dabei um eine Stange und trägt nur einen Pullover (mit Zopfmuster) und eine Strumpfhose. Und da stimmt Deine These wieder, Tessa: Denn Marilyn war eine Frau, die zweifellos mehr vorweisen konnte als ihr Aussehen. Das wollte bloß kaum einer wissen... |
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Es gibt tatsächlich Menschen, die versuchen ein Phänomen zu verstehen und es unter Umständen erklären. Diese Menschen sind Argumenten gegenüber sicher offen.
Man kann aber auch einfach behaupten sie seien archaisch und ihnen den Geist einen Höhlenmenschen unterstellen. Das spart zumindest Zeit. "Ein paar frischere An- und Einsichten, bitte! " |
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[Zitat Anna Dorothea]Ein paar frischere An- und Einsichten, bitte![/Zitatende]
Nichts dagegen, Anna Dorothea. Aber frischer muss nicht besser sein - und außerdem müssen die nicht unbedingt von mir kommen. Wie erklärst Du denn das scheinbar irrationale Sich-Unterwerfen, das Tessa beschreibt? [Zitat Tessa]Sobald man einmal denkt, hier ist eine kluge junge Frau, die mit Talent Erfolg hat, zieht sie sich aus, lässt sich vom Ehemann verprügeln, Silikon in die Brüste pumpen. [/Zitatende] Erfordernis des Marktes? Herrschaftsstrukturen? Sozial erlerntes Rollenverhalten? Hat alles sooooooooolche Zöpfe - und duftet nicht gerade April-frisch ;-) Aber ich will Dir nichts in den Mund legen, sondern warte gespannt, was Du anzubieten hast ... |
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Meine Ausführung ist übrigens nicht allgemein gültig, aber im Popzirkus ist das die Beobachtung, die man macht. Es gibt abseits davon natürlich viele junge, talentierte Frauen, die diesen Weg nicht einschlagen (wollen/müssen).
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@Tessa
War schon klar. Über die anderen Erfolgsfrauen wissen wir nur kaum etwas, weil uns deren Leben nicht auf einem öffentlichen Tableau präsentiert wird. Oder kennt jemand Studien über das Privatleben von Erfolgsfrauen außerhalb des Rampenlichts? Was jemand privat oder beruflich mit ihnen erlebt hat, ist meiner Meinung nach zu subjektiv und selektiv, um hier ausgewertet zu werden. |
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"Aber frischer muss nicht besser sein ".
@ Christian: Frischeist besser, weil ich es einfach öde finde, wenn Ansichten sich in Endlosschleifen bewegen. "Aber ich will Dir nichts in den Mund legen, sondern warte gespannt, was Du anzubieten hast ..." Du sollst nicht umsonst warten. Hier also mein Erklärungsansatz - nennen wir es "Annäherung": Menschen, die Im Pop/Entertainment-Bereich Erfolg haben wollen, sehnen sich meistens nach Anerkennung und der "Liebe" des Publikums. Dieser Wunsch ist so stark, dass sie bereit sind, eine Menge dafür zu tun: Hart an sich zu arbeiten, tanzen zu lernen, endlos durch Besetzungsshows zu tingeln... (Übrigens ist das nicht nur bei Mädchen so.) Mädchen, die so scharf sind auf öffentliche Anerkennung, sind also sehr stark motiviert. Und wenn sie den Erfolg wittern, so nahe dran sind am großen Auftritt/ dem Plattenvertrag, etc. und da kommt ein geschickter Manipulator - davon gibts viele in der Branche - und der/die sagt: "Wenn Du jetzt dies oder das ausziehst, kommt das noch besser..." und die Agentin daneben sagt das auch (so wars z.B, damals, als Sarah Connor, ebenfalls bei "Wetten, dass"..." scheinbar ohne Slip auftrat) - da braucht man schon eine Menge Standfestigkeit, um "Nein" zu sagen. Oder Lebenserfahrung. Diese Mädchen aber sind sehr jung. Übrigens gibt es auch einige, die sich widersetzt haben: Alicia Keys z.B. hat sich damals nicht den Wünschen ihrer Plattenfirma in spe gefügt, sondern ihre eigene gegründet. Nelly Furtado macht auch ihr Ding. Shakira spielt eher mit ihrer erotischen Ausstrahlung, das kommt mir nicht fremdbestimmt vor. Aber klar, auch sie arbeitet nach "Sex sells". Und wenn die Anspielung auf die verprügelte Ehefrau auf z.B, Rihanna zielt -sie passt gut in das Schema der scheinbar erfolgreichen, dabei nur erfolgreich angepassten Pop-Diva. Das alles hat für mich nichts mit einem biologisch bedingten Wunsch nach Unterwerfung zu tun. Sondern mit einem Markt, auf dem männliche Sänger/Schauspieler so was von sch.. aussehen dürfen, Frauen aber auf keinen Fall. Auf dem Frauen, nicht nur Popstars, immer, immer nach ihrem Aussehen beurteilt werden. Heute leider wieder mehr als vor 30 Jahren. Übrigens gab es mal eine Zeit, in der sich viele Frauen ganz und gar nicht unterwarfen: Das war, wundersamerweise, das frühe Mittelalter: Durch die Zünfte in den Städten konnten Frauen zum erstenmal Berufe erlernen, bis zur Meisterin... Das machte sie finanziell unabhängig - und selbstbewusst. Leider ist der daraus resultierende Mangel an Unterwerfung für sie schlecht ausgegangen, viele wurden nämlich später als Hexen verbrannt. |
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well said.
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Über die Emanzipation der Frauen im Mittelalter durch die Zünfte ließe sich auch streiten - das war durchaus nur ein partielles Phänomen, von Seiten der Kirche, im klassischen Eheleben oder in ihrer Rolle innerhalb der Familie war die Frau immer noch weit davon entfernt, sich nicht zu unterwerfen.
Aber genug aus der Mediävistik. Ansonsten auch hier volle Zustimmung. Ich glaube nicht, dass Duffy von selbst auf die Unten-ohne-Idee gekommen ist. Das wurde ihr angetragen, und sie hat da entweder nicht vehement genug protestiert, oder sie fand es wirklich gut. Trotzdem sah sie nicht aus, als würde sie sich hosenlos auf diesem Podest wirklich wohl fühlen. |
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@SusanneReindke
[Zitat]Trotzdem sah sie nicht aus, als würde sie sich hosenlos auf diesem Podest wirklich wohl fühlen.[/Zitatende] Sie sieht auch auf dem Foto "mit" nicht so aus, als würde sie sich wirklich wohlfühlen. Die Schwierigkeit ist bei einer Künstlerin immer (Künstler eingeschlossen) immer, ob sie das, was wir sehen, nur darstellt oder wirklich ist. |
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@Anna Dorothea
Du lässt mir keine andere Wahl, als Dir ebenfalls zuzustimmen. Schon allein, weil ich nicht über diesen Kenntnisreichtum bei Popkünstlerinnen verfüge. Die Geschichte von dem Manipulator, der sie dazu bringt, auf der Bühne (oder auch dahinter) auszuziehen, kenne aber schon aus einem Stummfilm. Ich erinnere mich sogar noch an den Satz des Kommentators "was zu wenig ist, ist zu wenig" (ob es Hüsch war, weiß ich nicht). als noch über Musikter berichtete, hätte ich sogar mal dieser Manipulator werden können, wenn ich auf die Frage einer erfolgshungrigen jungen Sängerin, ob ich Musikproduzent sei, einfach mit Ja geantwortet hätte. Böse wäre sie mir sicher nicht gewesen für die kurze Illusion, groß raus zu kommen, und schlecht sah sie auch nicht aus. Von daher weiß aber noch, welchen Anteil auch diese im Grunde armen Wesen mit Vehemenz danach verlangen können, betrogen zu werden, dass der böse Manipulator nur dadurch über sie Macht gewinnen kann, dass sie bereit sind, für den Erfolg ihre Seele zu verkaufen. Die Frau, die ich im Video sehe, schätze ich anders ein. Ich glaube, dass sie das bloß spielt, was wir sehen. Ein Indiz ist die blickdichte Strumpfhose, also ist schon die Nacktheit lediglich gespielt. Ich kann mich aber irren. Vielleicht versuche ich sie auch nur als Künstlerin ernst zu nehmen, wenn ich unterstelle, dass sie weiß, was sie tut, immerhin spielt sie in der Weltliga. Dass auf diesem "Markt", wie Du ihn wohl zutreffend nennst, Männer sch... aussehen dürfen und Frauen nur gut, wird zu 50 % von jenen Konsumentinnen entschieden, die dasselbe Geschlecht haben. Du sprichst nicht aus, ob Du das für männliche Willkür hältst, oder ebenfalls schon mal die dazu passende Bart-Geschichte gehört hast, dass auch diese Ungleichheit biologisch bedingt sein könnte (messbar anderes Schlüsselreiz-Konzept). Deshalb sehe ich hier auch keinen Widerspruch. Das beschriebene Marktgesetz trifft nach meiner Einschätzung jedenfalls zu, da bin ich sogar unbesehen sicher. (mehr beim nächsten Teil) |
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Wo haben Sie die Geschichte her,
daß Hexenverbrennung mit mangelnder Unterwerfung von berufstätigen, finanziell unabhängigen und selbstbewußten Frauen im frühen Mittelalter (also 500-1000) zu tun hat? "Viele wurde *später* als Hexen verbrannt? Dann müssen sie mind. 400 Jahre alt gewesen sein. Zünfte sind eine Erscheinung des Hochmittelalters. Die europäischen Hexenverfolgungen fanden schwerpunktmäig 1450-1750 statt, also in der sog. Neuzeit; Opfer waren vorwiegend ältere Frauen und sozial Benachteiligte. Ich empfehle, beim Bloggen neben der Allgemeinbildung aus Schule, workshop und taz auch ab und zu wenigstens das Wikipedia heranzuziehen. Keiner merkts, aber grobe Fehler lassen sich vermeiden. |
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Kleiner Nachtrag zu meinem Kommentar eben, das Fazit fehlt noch,
Das alles (s.o.) erklärt noch nicht, warum sich Frauen nahezu verstümmeln lassen (Silikon in den Busen pumpen ist so was für mich) oder von ihren Freunden/ Männern verprügeln lassen: Mädchen, die soviel tun, um von einem Publikum geliebt zu werden, tun höchstwahrscheinlich ohnehin eine Menge dafür, um geliebt zu werden. Dahinter steckt - banal, aber wahr - große Unsicherheit, Minderwertigkeitskomplexe, alte Verletzungen. So ein Mädchen sucht sich später einen "Macker", um sich beschützt zu fühlen, einen, der scheinbar stärker ist als sie. Bis das Ganze sich gegen sie wendet... denn seine vermeintliche Stärke ist ja auch nur ein "Pfeifen-im-dunklen-Wald", eine Maske, die Unsicherheit verbirgt, und die später Gefühle von Hilf- und Machtlosigkeit in Gewalt verwandelt... Fragt Mickey Rourke! In diesem fantastischen Bericht über ihn anlässlich der Berlinale (im "Freitag") hat er genau so sein altes Macho-Verhalten, das auch von Gewalt geprägt war, erklärt. |
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Ich weiß nicht, ob man an das Problem mit Logik herangehen darf, aber gehen wir davon einfach mal weiterhin aus.
Was Du hier sagst, ist alles streitlos richtig. Aber das erklärt nun gerade nicht, was Du damit begründen willst. Warum lässt denn Mickey Routke sich nicht schlagen und beschützen, und warum markieren Frauen bei ihm nicht die Starke, die sie genauso wenig sind wie er? Beide übernehmen ihre Rollen, um geliebt zu werden. Wahr ist's. Aber warum klappt das nicht umgekehrt? Dafür hätte meine - bzw. die von mir zitierte - Theorie wenigstens eine Erklärung anzubieten - Du bietest m.E. keine dafür an. Ich weiß auch, dass das Verlangen nach Anerkennung tödlich sein kann, wenn man/frau dabei Leitbildern folgt, die charakterlich gar nicht ausgefüllt werden können. Man/Frau kann äußerlich erfolgreich sein, aber innerlich im Abgrund leben, und den Erfolg nur als Droge nutzen, die innere Leere auszufüllen und die Angst, ihn zu verlieren, mit dem Erfolg selbst zu betäuben. Das habe ich einem Beitrag von Tanya Gold entnommen, an den mich die letzten Zeilen von Dir stark erinnert haben. http://www.freitag.de/alltag/0909-alkohol-frauen?searchterm=liebhaber //offtopic PS: Über das grausige Thema der Hexenverfolgung hat ein Freund von mir im früher Dänischen Teil von Schleswig-Holstein geforscht. Nach seinem Erkenntnisstand, war das auf dem flachen Land ein wichtiges Druckmittel, weil Adel und Gutsherren im Rahmen ihrer Gerichtsbarkeit jedes rebellischen Untertans Frau als Hexe anklagen konnten. Dann stand das Urteil fest. In Städten wie Flensburg, wo die Gerichtsbarkeit beim Magistrat lag, sind immerhin auch Freisprüche bekannt - wohl deshalb, weil eine Peronenmehrheit schwerer für eine Intrige zu gewinnen ist. Es ging in dieser bereits protestantischen Gegend jedenfalls nur vorgeblich um die Ausrottung des Aberglaubens und auch weniger um selbstbewusste Frauen, als die Disziplinierung selbstbewusster Männer über diese Schwachstelle im neuen Reichsrecht, das das jütische ablöste. Mein Fazit daraus ist, sehr kritisch zu sein mit moderner Präventivjustiz und Vorverurteilungen - egal, ob es um Männer oder Frauen geht. Eine Architypisierung, die allen Männdern unsterstellt, sie sähen selbstbewusste Frauen als Hexen an und würden sie am liebsten verbrennen, kann ich nicht nachvollziehen. Wohl aber, dass der an sich harmlose Geschlechter Kampf - wenn es ihn denn gibt - unter Umständen so ausarten kann. //offtopic |
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Meine 16jährige Tochter meinte übrigens zu dem Auftritt von Duffy, den sie allerdings gar nicht seltsam fand, daß eine Sängerin evtl. auch gegen ihre Überzeugung etwas freizügiger auftritt, wenn jemand mit Einfluss in der Branche zu ihr sagt: "Die anderen machen das doch auch! Was meinst Du, wie J.Lo berühmt geworden ist?"
@Christian Berlin: Ich würde Deinen Beitrag gern direkt kommentieren, aber da fehlt dieser Link... Hoffe, das ist auch so ok. Erstmal sorry für den "Bart" in meinem ersten Kommentar. Abwertende Kommentare bringen nichts. Ich wollte bloss nicht auf eine emanzipatorische Diskussion einsteigen, aber trotzdem meiner Empörung Ausdruck verleihen. Warum Männer wie Mickey Rourke sich nicht schlagen lassen, liegt wohl auf der Hand: Der Mann hat mal geboxt! Da gibts noch gute Reflexe, bin ich mir sicher. Welche Frau würde den schlagen? Und warum sollte sie das tun?! Höchstens zur Gegenwehr, und auch das ginge wahrscheinlich nicht gut für sie aus. Die Erklärung diesmal ist wirklich Biologie: Männer verfügen meistens über mehr Muskeln und sind körperlich dementsprechend stärker. Wenn eine 1,56 cm grosse Frau dann die körperlich Stärkere spielt, ist - und wirkt - das etwas lächerlich. Übrigens nichts dagegen zu sagen, wenn Frauen sich von Männern aufgrund ihrer Stärke gelegentlich beschützen lassen wollen. Das aber hat mit Unterwerfung absolut nichts zu tun. Was die Hexenverbrennungen angeht und meinen vermeintlich leichtsinnigen Umgang damit, auf den auch Susanne oben schon hingewiesen hatte: Der Aspekt der finanziell unabhängigeren Frauen ist nur EIN Aspekt dieser finsteren Zeit, aber ein relativ unbekannter. Ich habe während meines Studiums eine Ausstellung darüber kuratiert und dementsprechend dazu geforscht. Natürlich gab es noch andere gewichtige Kriterien und HIntergründe. Das selbstbewusste Frauen der katholischen Kirche aber immer ein Dorn im Auge waren und noch sind, ist wohl unbestreitbar. |
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[Zitat Anna Dorothea]Das selbstbewusste Frauen der katholischen Kirche aber immer ein Dorn im Auge waren und noch sind, ist wohl unbestreitbar.[/Zitatende]
Als Evangele würde ich das Gegenteil behaupten: Sie werden abgöttisch verehrt - allerdings erst, wenn sie tot sind. ;-) Die Tragödie ist vielleicht, dass der Geschlechterkampf zwischen Priester und Nonne nicht das sonst übliche Happy-End zu haben plfegt, für das ihn die Natur programmiert hat. (Martin und Käthe hatten einfach nur Glück, weil er vorher gerade den Protestantismus erfunden hatte). Aber die insbrünstige postmortale Verehrung der Kleriker für selbstbewusste Hildegards, Johannas oder Elisabeths, zeigt, dass sich hinter dem zu Lebzeiten nachweisbaren Kampf gegen diesen "Dorn im Auge" zumindest auf der männlichen Seite auch andere Gefühle verborgen haben könnten. Was umgekehrt den Effekt hat, dass es sie immer wieder geben wird, Gott sei Dank! PS: Vom Dank ausgenommen sind radikalfeministische Evangelinnen, die den Protestantismus in einer gigantischen Realsatire der Lächerlichkeit preisgeben. |
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Ehrlich gesagt, bezweifle ich, das Männer im Showgeschäft "scheisse" aussehen dürfen. Wenn man sich einige dieser HipHop Stars ansieht sollte man sich darüber klar sein, das diese gestählten Körper auch nicht vom Himmel fallen. Im besten Fall wurde fleißig trainiert.
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James Blunt? Liam oder Noel Gallagher? Die sind vor allem unerträglich arrogant. Nenn mir eine Frau, die so grottig aussieht wie Liam/Noel Gallagher, ausserdem noch so überheblich ist und trotzdem berühmt geworden ist (natürlich mit Stimme/Können). Da fällt mir keine ein.
Aber Geschmack ist relativ, und mir gehts bei Sängern/Schauspielern nicht ums Aussehen. Nur: Gleiches Recht für alle. Wobei wir wieder am Anfang wären.... |
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Soll ich jetzt auch drei Gegenbeispiele aus dem Hut zaubern?
Cindy aus Marzahn Judith Holofernes (Wir sind Helden) Sandra Nasic (Guano Apes) Noel Gallagher hat Ähnlichkeit mit Amy Winehouse. Oasis als Stil prägende Band in diese Diskussion zu bringen ist schon etwas unpassend. Und James Blunt ist echt süß! 1:1 Nächste Runde... |
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@merdeister:
Eben. Geschmack ist relativ (s.o). James Blunts Musik mag ich, ebenso einige Sachen von Oasis. Judith Holofernes hat sich mit ihrer Band selbst vermarktet, nachdem die Vorgaben der Plattenfirma ihnen nicht gefielen. Gerade deswegen haben sie sich "Wir sind Helden" genannt! Bei EMI hätte bestimmt irgend jemand versucht, mindestens ihre Frisur mit dem Seitenscheitel zu ändern. Aber ich glaube, jetzt wird die Diskussion etwas müßig... |
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"Aber ich glaube, jetzt wird die Diskussion etwas müßig..."
Sicher,wenn wir uns immer weiter vom Kern entfernen und der Konjunktiv eingeführt wird. Vielleicht HÄTTE jemand bei EMI versucht eine Frisur zu ändern. Fakt ist jedoch, das "Wir sind Helden" trotzdem erfolgreich sind. Mein Argument ist also nicht widerlegt. Es geht im Popgeschäft nicht um Emanzipation, sondern um den schönen Schein und auf den fallen Männer wie Frauen rein. |
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Diese biologistische Argumentationsweise halte ich nicht nur für zu eindimensional, sondern auch für wenig hilfreich. Also meine Vorfahren wohnen schon ziemlich lange nicht mehr in Höhlen. Und ich will da bestimmt nicht hin zurück.
So unterirdisch, wie "Wetten, daß..." daherkommt, könnte man Duffy's Garderobe auch als Beitrag zum No Pants Subway Ride verstehen. |
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@drikkes
[Zitat]Also meine Vorfahren wohnen schon ziemlich lange nicht mehr in Höhlen. Und ich will da bestimmt nicht hin zurück.[/Zitatende] Dahin wirst Du zurückkehren wie jede/r von uns. Auch dieser letzte Weg ist in unseren Genen vorprogrammiert - obwohl wir denken, frei und selbstbestimmt zu sein. Am Ende siegt die Biologie über unser Denken, mag unser Denken die Anerkennung dieser Tatsache auch als Biologismus abtun. ;-) |
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Selbst wenn das stimmen sollte, wäre es fatal, danach zu handeln. So entstehen keine Zukunftsvisionen, das führt zu einer "Alles egal"-Haltung. Wenn alle so denken würden, dann hätte die Menschheit die Höhlen gar nicht erst verlassen.
Aber in seinem (Kultur-)pessimismus kann man es sich ja soviel bequemer einrichten. Vor allem, wenn man auf Sätze steht wie "Hab' ich's doch gewusst!"... |
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Vielleicht geht es auch einfach nur darum Dinge zu verstehen, um sie beeinflussen zu können.
Vielleicht muss man einfach aktzepieren, das man selber noch immer in der Höhle sitzt, um sich einige Impulse erklären zu können, die einen so umtreiben. |
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Selbst wenn das stimmen sollte, wäre es fatal, danach zu handeln. So entstehen keine Zukunftsvisionen, das führt zu einer "Alles egal"-Haltung. Wenn alle so denken würden, dann hätte die Menschheit die Höhlen gar nicht erst verlassen.
Aber in seinem (Kultur-)pessimismus kann man es sich ja soviel bequemer einrichten. Vor allem, wenn man auf Sätze steht wie "Hab' ich's doch gewusst!"... |
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Die fehlende Hose ist vermutlich in dieser Sache aus das geringere Problem. Wenn Frauen sich das Ausziehen vorschreiben lassen, ihre Sache. Vielleicht geht es erstmal darum sich bewusst zu machen, dass die Emanzipation noch lange nicht abgeschlossen und viel weniger erfolgreich ist, als generell angenommen wird.
Ich wünsche mir solche Themen für den Wahlkampf, und vielleicht ist ja auch eine Diskussion des heutigen Textes von Eva Behrendt eine Idee. Denn dessen Ende zeichnet den Stand des Feminismus ziemlich trefflich nach: "Ein bisschen erstaunlich ist es dann schon, dass Bitterfotze ganz „heteronormativ“ endet: Sara entdeckt, dass sie wieder schwanger ist, kehrt glücklich zu Mann und Kind zurück – und schließt mit dem Wunsch, das eigene Leben künftig selbstbestimmt zu leben. Das kann nie schaden und fällt häufig auch Männern schwer, wirkt aber, nach all den aufgefahrenen Geschützen, doch etwas kleinmütig und privatistisch. Aber vielleicht ist das ja typisch für eine auch in Sachen Feminismus postutopische Generation, die nach den großen Schlachten noch kräftig an der eigenen Psyche nachfeilen muss." |
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Meiner Meinung nach sollte man sich darüber absolut nicht aufregen. Erstmal, weiß niemand ob sie keine Hose trägt weil es ihr gefällt oder weil ihr Produzent das gerne hätte.
Wenn sie sich so wohlfühlt dann soll sie doch so auftreten. Sollte ihr Manager/Prduzent etc. das verlangt haben ist sie doch selbst schuld wenn sie sich dem beugt. In ihrem Vertrag wird es sicherlich keine "du darfst keine Hose tragen"-Klausel geben. Bei einer Künstlerin wie Duffy würde ich keineswegs davon ausgehen, dass sie mit knappen Kleidern versucht ihre Karriere zu pushen. Man sah bsp. Amy Winehouse häufig in kurzen Kleidern und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie das nicht für ihre Plattenfirma tat.... "[...]bei einer olchen Künstlerin wie Duffy ist das nachträgliche Hosen-Runterlassen eine emanzipatorische Katastrophe.[...]" Wenn eine Frau von einer Frau fordert, sie solle sich bedecken dann kann man sicherlich von einer "emanzipatorischen Katastrophe" sprechen. "[...]Nicht aus falscher Scham oder Prüderie, nicht weil wir altmodisch sind, sondern weil wir überdiesen Punkt schon hinaus waren.[...] Klingt für mich persönlich eher nach: "Oh sie trägt wenig; die bösen Männer, Prduzenten etc. stecken dahinter. Juhu Grund für Protest!" |
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Ah Duffy ist doch ein Pop-Produkt oder nicht?
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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