Ich möchte mich lediglich kurz auf den letzten Satz des Artikels beziehen: Das Instrumentenbesteck können wir außen vor lassen. Es gibt (wie der Artikel ja durchaus erkennt) Systemerkrankungen, von denen der ganze (Staats-)Körper betroffen ist. Da hilft nur eine ganzheitliche Behandlung die alle Körperteile beeinflusst. Die Quintessenz wäre am ehesten eine gründliche Diätberatung, die einem (wie virtuos auch immer geführten Skalpell) deutlich vorzuziehen wäre.
Da fällt mir die Frage eines alten Dozenten ein:
"Sie sind Atheist? Dann ist Ihnen sicher geläufig, dass auch Sie Gott dringend benötigen."
Hat eine Weile gedauert, bis mir die Bedeutung seiner Wort...
Etwas wert zu schätzen das vorhanden ist ist die eine Sache, Der "Naturalist" wendet sich bejahend der vorhandenen Natur und den ihr eigenen Gesetzen zu. Der "Atheist" gibt sich als ein Gott Verneinender zu erkennen. Kann er etwas verneinen das es nicht gibt? Das war meine Frage.
Da fällt mir die Frage eines alten Dozenten ein:
"Sie sind Atheist? Dann ist Ihnen sicher geläufig, dass auch Sie Gott dringend benötigen."
Hat eine Weile gedauert, bis mir die Bedeutung seiner Wort...
@elzoido
...ja, und beißt sich da nicht die Katze in den Schwanz? Kann ich mich erfolgreich von etwas lösen ohne es zuvor als vorhanden anerkannt zu haben?
Ich bin Schriftstellerin, ich bin Teilzeitegoistin und ich bin eine hoffnungslos hoffnungsfrohe alte Frau. Vielleicht, ja vielleicht gibt es ja wirklich noch eine kleine Chance auf die Wiederkehr jener Kaffeehäuser in denen jemand wie ich bei einer Tasse Kaffee und einem Glas Wasser eine Stunde in Ruhe arbeiten darf. Von mir aus belächelt, aber trotzdem bekannt und wohlgelitten. Vielleicht wird mir dieser Kaffee sogar wieder bekommen und ich werde mich dank der nicht darin enthaltenen Zusätze und sonderbaren Hilfsstoffe auch nicht kratzen müssen wie ein verflohter Straßenköter. Vielleicht werden in den wiederkehrenden Kaffeehäusern auch die jungen Leute eingestellt, die heute bei Starbucks ein mehr oder weniger gutes Auskommen finden. Vielleicht, ja vielleicht wird es dem Kaffeehausbetreiber ja genügen, von seiner Arbeit vernünftig leben zu können... Vielleicht.
Vielleicht bin ich ja auch nur eine komische Alte Saeckin, die ihre seltsamen Sehnsüchte einfach nicht aufgeben mag.
Da fällt mir die Frage eines alten Dozenten ein:
"Sie sind Atheist? Dann ist Ihnen sicher geläufig, dass auch Sie Gott dringend benötigen."
Hat eine Weile gedauert, bis mir die Bedeutung seiner Worte vollumfänglich aufgegangen ist. So cirka 30 Jahre....
Mich interessiert ganz ehrlich ein guter, mutiger und Haltung zeigender Inhalt eines Blogbeitrags. Da kann ich gut und gern auf ein Gesicht verzichten. Mit einem Foto von dem, der's geschrieben hat .....
Klare Position beziehen, Stellung nehmen zu etwas und dazu meine Nase hinhalten! So habe ich es gelernt, geübt und werde mich wohl auch als Alte Saeckin in diesen Dingen nicht mehr umstellen. Vielleicht ist das Verlangen nach weitgehender Anonymität eine besondere Erscheinung innerhalb der nachfolgenden Generationen. Mag sein, es sei jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil bin ja schon ganz froh, dass es Menschen gibt, die sich ÜBERHAUPT noch selbstdenkend mit politischen Fragen auseinandersetzen.
Gelänge es uns ein paar davon in politische Schlüsselpositinen zu befördern, könnten wir vielleicht ein paar der bestehenden Probleme besser resp. zukunftsorientierter anpacken. Wie auch immer Anjuschka, vielleicht haben ja die, die sich nicht allzu kenntlich machen wollen durchaus vernünftige und nachvollziehbare Gründe für diese Entscheidung, es sei ihnen unbenommen. Für mich gehört meine Person zum persönlichen Engagement, verstaubt vielleicht aber jedenfalls mein Weg.
Links hin, links her,
es ist für mich klar, dass ich für meine Meinung als Person einstehe. Dazu gehört, dass ich Nase zeige und die sitzt eben mitten im Gesicht.
Sollte ich Karriere machen wollen/können, dann muss ich mir überlegen, welche Prioritäten ich setze. Die Freiheit meine Meinung sagen zu können gehört für mich in die oberste Prioritätenkategorie. Dass ICH diese Meinung sage und nicht die Verantwortung dafür im Zweifelsfall auf mein alter Ego häufe ist mir wichtig.
Andere Meinungssager erlaube ich mir nur dann ernst zu nehmen, wenn sie mir eine Möglichkeit einräumen sie als Person zu identifizieren.
Damit spreche ich freilich niemandem das Recht ab, seine Identität für sich zu behalten, andererseits darf er dann selbstverständlich auch nicht erwarten, dass das was er von sich gibt allzu ernst genommen wird. Es sei jedem diese Form der Beliebigkeit gegönnt der sich eine persönliche Meinung nebst der dazugehörigen Konsequenz nicht leisten kann oder will.
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