KMoya

Vielleicht ja doch

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Der Zellkämpfer

Wochenthema | 23.02.2012 | 07:00 Mikael Krogerus
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23.02.2012 | 22:25 luggi
Findet man die Krankheit deshalb stärker in der westlichen Welt? Richtig. Und Krebs nimmt auch in der unterentwickelten Welt zu. Dieses Zitat mal nur als Beispiel ... denken Interviewer bei ihren Fra...
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24.02.2012 | 00:14 KMoya
Das Buch (The Emperor of All Maladies: A Biography of Cancer, Pulitzerpreis 2011) ist gerade auf Deutsch erschienen und der Autor anscheinend auf Lesereise (in der Berliner Zeitung war eine Veranstaltung für heute Abend angekündigt, die aber schon zum Zeitpunkt der Ankündigung vollkommen ausgebucht war). Ich habe das Buch vor mehreren Monaten gelesen und kann es nur wärmsten empfehlen. Es gibt nicht häufig so klug geschriebene Bücher. Schade ist eigentlich nur, dass auch hier im Freitag erst dann darüber geschrieben wird, wenn die heimischen Verlage zum großen Marketingrundumschlag ausholen.
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Die Ohren des Massenmörders

Kultur | 21.02.2012 | 14:25 Harriet Sherwood
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22.02.2012 | 10:41 KMoya
Kleine Anmerkung zur Übersetzung und einer kleinen dort enthaltenden Ungenauigkeit: Es handelt sich um den Holocaust-Überlebenden Lothar Hermann, der 1939 nach Argentinien geflohen war. Hermann war Ha...
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22.02.2012 | 18:15 KMoya
Immer gern
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Die Ohren des Massenmörders

Kultur | 21.02.2012 | 14:25 Harriet Sherwood
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22.02.2012 | 10:41 KMoya
Kleine Anmerkung zur Übersetzung und einer kleinen dort enthaltenden Ungenauigkeit: Es handelt sich um den Holocaust-Überlebenden Lothar Hermann, der 1939 nach Argentinien geflohen war. Hermann war Halbjude, der sich im sozialistischen Widerstand engagierte, und in den 1930ern Häftling im KZ Dachau gewesen.
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Immer schön sexy

Alltag | 12.02.2012 | 12:00 Michael Ginsburg
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12.02.2012 | 22:40 KMoya
Ach ja, die unemanzipierte russische Frau! Das scheint ein Lieblingsthema der Deutschen zu sein, wann immer es um Russland geht. Ich finde allerdings den Artikel leicht oberflächlich: Das Beziehungsle...
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12.02.2012 | 22:48 KMoya
Sorry, in dem Satz hier sind ein paar Worte verloren gegangen. Es natürlich: Der Lebensentwurf als Frau ohne festen Partner und Familie durchs Leben zu gehen, ist selbstverständlich verpönt, doch seien wir ehrlich, auch in Deutschland planen nur wenige junge Mädchen, allein zu bleiben
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Immer schön sexy

Alltag | 12.02.2012 | 12:00 Michael Ginsburg
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12.02.2012 | 22:40 KMoya
Ach ja, die unemanzipierte russische Frau! Das scheint ein Lieblingsthema der Deutschen zu sein, wann immer es um Russland geht. Ich finde allerdings den Artikel leicht oberflächlich: Das Beziehungsleben der Wohlhabenden und Reichen ist eine Sache und deren Unsitten sind weltweit ungefähr gleich. Es gibt jedoch weit mehr russische Frauen, deren Verlobte/Männer/Liebhaber nicht Manager oder Oligarchen sind als solche auf die das zutrifft. Natürlich kann man sagen: Stalin ist daran schuld, dass die Frauen arbeiten mussten. Das stimmt insofern, dass eine Berufstätigkeit der Frauen in den Städten und in der seit den 1930er Jahren kollektivierten Landwirtschaft, indem das allgemeine Lohnniveau so gelegt war, dass eine Familie zwei Einkommen benötigte, das geschah jedoch bereits vor dem Krieg im Zuge der Industrialisierung, die trotz allen Verwerfungen und dem daraus resultierendem Leid eine nicht unbedeutende Leistung der daran beteiligten Männer und Frauen war. Ob es Stalin allein über das Lohnniveau entschieden hat oder nicht, sei dahingestellt, auch ist nicht zu bezweifeln, dass es in den Kriegsjahren zur Beschäftigung von Frauen kaum eine Alternative gab. Die Berufstätigkeit eines Großteils der Frauen in Friedenszeiten ist auch kein alleiniges Merkmal von Planwirtschaften, so marode sie auch waren. Es wäre zudem sinnvoll dabei nicht zu vergessen, dass auch vor der Oktoberrevolution die meisten Frauen Russlands in Umständen lebten, die ihnen harte Arbeit abverlangten. Man kann sich auf Youtube mittlerweile sämtliche Filme des Produktionsstudios Mosfilm ansehen, eine kurze Sichtung von Filmen der 1940er, 1950er, 1960er 1980er und 1990er zeigt, dass die modischen Accessoires der jeweiligen Epoche auch in der Sowjetunion getragen wurden (wie schwierig es war, sie in bestimmen Momenten zu besorgen, ist eine andere Frage). Aus eigenen Erleben weiß ich, dass russische Frauen auch schon vor 40 oder 30 Jahren der Meinung waren, dass die deutschen Frauen sich irgendwie zu wenig um ihr Aussehen scheren würden. Dieser Meinung sind übrigens auch Frauen aus zahlreichen anderen Ländern. Das macht sie nicht automatisch zu Luxusladies. Ich bin unendlich froh darüber, in einer Gesellschaft zu leben, die Frauen nicht erbarmungslos zum Tragen hochhackiger Schuhe zwingt, aber es ist ein eklatanter Irrtum, zu denken, dass flache Schuhe und das Recht, ungeschminkt herumzulaufen der Beweis für bereits erreichte Gleichberechtigung wären. Auch behaupte ich dass viele Frauen in Deutschland mehr Geld für Kleidung, Friseur usw. ausgeben, als ihr Anblick im ersten Augenblick vermuten lässt. Die heutige russische Gesellschaft ist zweifelsohne von zahlreichen Plagen gebeutelt und die Geschlechterbeziehungen sind sicher alles andere als unproblematisch. Viele Frauen und Männer suchen in der Hinwendung auf die Religion und die Normen und Werte der idealisierten vorrevolutionären Gesellschaft Orientierung und Halt, beides trägt erheblich dazu bei, dass ein konservatives Rollenverständnis der Geschlechter in der Öffentlichkeit stärker artikuliert wird. Der Lebensentwurf als Frau ohne festen Partner und Familie durchs Leben selbstverständlich verpönt, doch seien wir ehrlich, auch in Deutschland planen nur wenige junge Mädchen, allein zu bleiben. Aus einem einzigen Beispiel zu schließen, dass russische Frauen ihre ökonomische Unabhängigkeit leichten Herzens beim Auftauchen eines Mannes aufgeben, ist doch ein bisschen gewagt. Schon aufgrund der erheblich höheren Lebenserwartung im Vergleich zu den Männern, ist zu vermuten, dass eine große Gruppe Frauen von ihren eigenen Einkommen lebt. Und für diejenigen, die mit einem Partner in einer funktionierenden Beziehung zusammenleben, ist schon aus diesem Grunde der Druck, diese Beziehung pfleglich zu behandeln, ausgesprochen groß. Im Selbstbild empfinden sich russische Frauen nicht als schwach, sondern als diejenigen, die in der Familie die wichtigsten Dinge entscheiden und die Männer mehr oder weniger subtil lenken. Das mag oft genug eine Illusion sein, doch angesichts dessen verwundert es nicht, dass die sehr sperrige Genderdiskussion keinen Enthusiasmus weckt. Sperrig deswegen, weil angesichts der großen Ungerechtigkeiten und Fliehkräfte "spätkapitalistischer" (die Anführungszeichen sollen einen ironischen Unterton verdeutlichen) Gesellschaften, viele der dabei diskutierten Probleme den meisten Leuten als zweitrangig erscheinen. Hinzufügen möchte ich noch, dass Feminismus und Miniröcke sind keineswegs ausschließen, dass eine Diskussion in diesen Bahnen verläuft, zeigt eigentlich nur, wie gründlich sich die beiden hier beschriebenen Gruppen missverstehen. Und wieso ist Russisch eine geschlechtergerechte Sprache? Es hat drei grammatikalische Geschlechter wie zahllose andere Sprachen auch.
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KMoya
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merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
David Graeber Schulden. Die ersten 5000 Jahre Klett-Cotta 2012

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