aleata

Blog von aleata

Kommentare

Kommentar zu

Wulffs Demokratie

Politik | 05.01.2012 | 12:10 Tom Strohschneider
portrait
05.01.2012 | 23:08 Matto
5. Januar 2012 um 8:52 Uhr Wulff klammert sich an sein Amt Verantwortlich: Wolfgang Lieb www.nachdenkseiten.de Er setzt darauf, die Affäre um seine Person aussitzen zu können und er baut darauf, dass...
portrait
06.01.2012 | 03:07 aleata
"Ob Wulff bleibt oder nicht, ist eine nachrangige Frage,..." Caro Matto, no, no, no! Das ist es nicht.
Kommentar zu

Wulffs Demokratie

Politik | 05.01.2012 | 12:10 Tom Strohschneider
portrait
05.01.2012 | 16:05 aleata
Ein prägnanter, erhellender Artikel. Doch möchte ich anmerken, dass Wulff nicht in irritierender Dummheit agiert hat, sondern ein gerissenes Hündchen ist. In dem ARD/ZDF- Interview zeigte Wulff deutli...
portrait
06.01.2012 | 02:54 aleata
Danke für die weiterführende Anmerkung zur Wulffsnatur. ja, er ist auch ein Emporkömmling, der gelernt hat. A campy guy. Dank auch für den Verweis auf "Gas-Gerd" Schröder. Ein treffender Vergleich. Sowieso hinterfragt in dieser Nation niemand mehr die Machenschaften von Schröder, der nicht nur eine Partei (genauso wie Oskar) in den Ruin geführt hat, sondern die Ära der Suprematie der Performation über die Policy eingeläutet hat. Und ich sehe es genauso wie Sie, dass die Hinterbänkler eine große Rolle spielen und die Seilschaften. Der Fall Wulff stellt auch die Frage nach der direkten Partizipation des Volkes an einer Wahl des Bundespräsidenten. Und: Mich würde im Zusammenhang mit Verstrickungen noch interessieren: Was hatte Gerhard Schröder beim Pressetermin bei Karstadt zu suchen, als das Unternehmen verkündete, dass Berggruen den Konzern rettet? Kam Schröder nur zum Sekttrinken vorbei oder wollte er seine Berluti- Schuhe ausführen? Achtung: Auch die nobelsten Treter lösen sich einmal in Nichts auf! Das geschieht exemplarisch in Christian Krachts Roman "1979", in dem ein reicher Junge aus guten Hause den Boden unter den Füßen verliert. Wo wir wieder bei Karl-Theodor sind.
Kommentar zu

Wulffs Demokratie

Politik | 05.01.2012 | 12:10 Tom Strohschneider
portrait
05.01.2012 | 16:05 aleata
Ein prägnanter, erhellender Artikel. Doch möchte ich anmerken, dass Wulff nicht in irritierender Dummheit agiert hat, sondern ein gerissenes Hündchen ist. In dem ARD/ZDF- Interview zeigte Wulff deutlich Karl-Theodor- Qualitäten. Wulff rückte von sich selbst ab und sprach immerzu von "man". Als ob es ein anderer gewesen sei, der gerne telefoniert und Kredite abschließt. Wulff ist ein Blender und gehört zu dem neuen Typus Politiker (oder generell gesprochen Mensch), der wie modernes Autodesign funktioniert: Glatt, auf den ersten Blick schön rund (meint pseudooffen und pseudozugänglich), klobig und platzeinnehmend. Da ein Modell aber dem anderen gleicht und man einen Porsche SUV nicht mehr von einem Audi unterscheiden kann, fehlt Charakter (ich sage hier auch mal im ursprünglichen Sinne Charisma). Und vor allen Dingen eine ethische Haltung. Ich denke oft auch an Horst Köhler, den man abservierte, weil er kein Konformist war. Wulff ist ein gerissener im Schafspelz. Zum Interview: Schausten und ihr ARD- Kollege haben zu seicht gefragt, waren nicht präzise genug, haben nicht nachgehakt. Warum stellten sie nicht die auf der Hand liegende Frage: Herr Wulff, wollen Sie nicht auch deshalb im Amt bleiben, weil Sie an Ihre Pension denken? Und so, wie es auch schon der Artikelschreiber formulierte, sind auch die Medien verstrickt. Dass ein Interview so abgekartet wie ein Schaukampf verlaufen kann, finde ich unglaublich! Zumal es sich um öffentlich-rechtliche Sender handelt. Da geht es um Verantwortung. Hatten sie etwa angst, unangenehme Fragen zu stellen, weil man es sich dann mit der polit. Elite verscherzt? No transparency auch hier! Ich vermute, dass ARD und ZDF vorher die Fragen zusenden mussten, dass Wulff (wie es auch an anderen Stellen anklang) genug Zeit zur Vorbereitung hatte. Vielleicht gab es sogar Absprachen, die es verboten haben, spontane Fragen im Gespräch stellen zu dürfen. Und dann am Ende: der SWR- Kommentator in der ARD (im Rahmen der schlaffen Tagesthemen), der Wulff verbal wieder fest ins Amt gefaselt hat. Die Tagesthemen waren reine Zuhilfe für Wulff. Die Akte Wulff ist beschämend für die Demokratie, für die Politik und auch für die ARD und das ZDF!
Kommentar zu

Zum Abschied von Christa Wolf

Kultur | 14.12.2011 | 11:00 Ulrike Baureithel
portrait
14.12.2011 | 15:14 aleata
Liebe Frau Baureithel, Ihr Artikel würde mich sehr interessieren. Ist er schon hier erschienen oder in einem anderen Medium, oder bin ich gerade zu deppert, ihn zu finden? Ich möchte Ihnen, wenn ich darf, noch das literarische Sachbuch meiner Freundin und Kollegin Anne Siegel ans Herz legen: "Frauen, Fische, Fjorde", Bucher Verlag. Siegel machte über 300 deutsche Frauen ausfindig, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Island auswanderten. 6 von Ihnen, die noch leben, hat sie besucht und erzählt deren spannende Geschichte, die auch über den Krieg und die Zeit danach für uns Deutsche aufschlussreich ist. Beste Grüße
Kommentar zu

Zum Abschied von Christa Wolf

Kultur | 14.12.2011 | 11:00 Ulrike Baureithel
portrait
14.12.2011 | 14:41 aleata
Ein sehr schöner Artikel, und, liebe Magda: Für die ARD und das ZDF (die Buchstaben stehen ja nun laut Moderator und Koch Steffen Hensler für "Zentrum Der Freude"; es fehlt nur noch der Nachsatz "Kochen macht frei"; da sehen Sie- wie neu die Uhren in Deutschland ticken und für Geschichte steht auch Christa Wolf, der man keine gesonderte Anerkennung geben will und auf die Berichterstattung zur Beerdigung verzichtet. Dort sprach ja auch Grass, den man ähnlich beschimpfte und verhöhnte) zählt nur noch die Quote, und das bei einem öffentlich- rechtlichen Sender, der tausende von Euro für eine Sendeminute einer Talksendung ausgibt...è una storia troppo lunga- eine zu lange Geschichte. Ich möchte hier am Ende Giuseppe Ungaretti auszugsweise zitieren, den die wunderbare Schriftstellerin Sabine Gruber als Vorwort zu ihrem Roman "Stillbach- oder die Sehnsucht", C. H. Beck, verwendet hat. Der Roman arbeitet Geschichte auf, und das Zitat passt auch zu Christa Wolf und dem Andenken an sie. Und es ist kein Zufall, dass Ingeborg Bachmann das Gedicht übersetzte: Cessate d`uccidere i morti... lieta dove non passa l`uomo. Hört auf, die Toten zu töten Schreit nicht mehr, schreit nicht, wenn ihr sie noch hören wollt... Sie haben das unmerkbare Flüstern Sie machen nicht mehr Lärm als das Wachsen des Grases Froh, wo kein Mensch geht.
>> mehr
aleata
A Little Yes and a Big No. George Grosz
Mitglied seit:
15.10.2011
Zuletzt aktiv:
06.01.2012
Status:
Bloggerin
Aktivität:
Beiträge: 0
Kommentare: 16
Logbuch
10:23
GEBE hat gerade einen Kommentar geschrieben.
10:21
Nashira hat gerade einen Kommentar geschrieben.
10:20
EnidanH hat gerade einen Kommentar geschrieben.
10:15
Nashira hat gerade einen Kommentar geschrieben.
10:14
merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
David Graeber Schulden. Die ersten 5000 Jahre Klett-Cotta 2012

536 Seiten. Gebunden.

26,95
 
Seit der Erfindung des Kredits treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG