Alem Grabovac

Blog von Alem Grabovac

23.07.2010 | 15:40

2022 – Der Freistaat Bayern ist jetzt eine Nation

Gestern entschied der Internationale Gerichtshof in Den Haag, dass Bayerns 2021 erklärte Unabhängigkeitserklärung von der Bundesrepublik Deutschland nicht gegen das Völkerrecht verstößt. Grundlage für dieses Urteil war ein ähnlicher Fall aus dem Jahre 2010 im Rechtsstreit zwischen dem Kosovo und Serbien. Damals hatte das Gericht die Legitimität des Kosovarischen Selbstbestimmungsrechtes anerkannt.

„Die Unabhängigkeitserklärung des Freistaates Bayern vom 5. Mai 2021 hat das allgemeine internationale Recht nicht verletzt“, sagte IGH-Präsident Meja Mwangi in Den Haag bei der Verlesung des Rechtsgutachtens, das mit 12 zu 2 Richterstimmen bewilligt wurde. Deutschland hatte mit seiner Klage gehofft, die Verhandlungen in der UN über den Status von Bayern wieder neu aufzurollen. Auch nach der Entscheidung aus Den Haag will Berlin weiter um die Rückkehr Bayerns in die Bundesrepublik kämpfen. „Wir werden niemals die Unabhängigkeit Bayerns anerkennen“, sagte der sichtlich enttäuschte Bundeskanzler Franz von der Spree. „Vor uns liegen schwere Tage. Der diplomatische Kampf geht weiter.“

Ganz anders sah die Stimmung in München aus. Tausende Menschen feierten auf der Leopoldstraße in einem Meer blau-weißer Fahnen bis spät in die Nacht hinein das Urteil des Internationalen Gerichtshofes. Staatspräsident Franz-Josef Schmidelhuber nannte die IGH-Entscheidung „weise“ und „gerecht“. Wichtige bayerische Regierungsmitglieder stießen mit Bier auf die Entscheidung an und bezeichneten das Urteil als „glorreichen Sieg“ und als „das Ende der 150-Jährigen Fremdherrschaft Preußens in Bayern“. Ebenso begrüßte die Regierung in Washington das Gutachten. Noch in der Nacht gratulierte der amerikanische Präsident Edgar Hoover telefonisch dem bayerischen Präsidenten zur Unabhängigkeit. Die USA gehören zu den weltweit 91 Staaten, die Bayern als eigenständigen Staat anerkannt haben.

Hintergrund des Konfliktes war die Aufhebung sämtlicher Autonomierechte Bayerns am 28.März 2018 durch das Deutsche Parlament. Die Landessprache „Bayerisch“ wurde in Schulen und Universitäten verboten. Darüber hinaus erwirtschafte der Freistaat im Jahr 2019 bereits 40% des deutschen Bruttosozialproduktes und musste für die Misswirtschaft der anderen Bundesländer bezahlen. Die Bayern konnten und wollten sich dies alles nicht gefallen lassen. Der Krieg brach aus, Bayern gewann mit der Unterstützung der NATO seine Autonomie zurück und erklärte 2021 seine Unabhängigkeit, die nunmehr durch das Urteil des Internationalen Gerichtshofes legitimiert worden ist.

Die Vernunft hat gesiegt. Wir begrüßen das demokratisch gesinnte bayerische Volk als eigenständige Republik in der Internationalen Staatengemeinschaft der freiheitsliebenden Nationen.

 

Hintergrund: Am 23.07.2010 hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gegenüber Serbien für rechtens erklärt.

 
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Kommentare
ed2murrow schrieb am 23.07.2010 um 15:50
Sehr geehrter Herr Grabovac,

für ironiegeladene Texte mit einem gewissen sachlich geladenen Hintergrund habe ich immer offene Augen. Aber was ist mit Bayern, ausgerechnet Bayern im Jahre x nach Strauß? Mit einem seehoferschen Ministerpräsidenten, der den Rest der Union dringend zum Überleben braucht und daher nie, niemals an eine Sezession (hoppala, kennen wir den Begriff?) denken wird, nicht einmal, wenn er södert? Das funktioniert leider ganz und gar nicht.

Schaun's doch bitte mal nach Padanien, da wartet die richtige Kundschaft, Bossi (nein, nicht der vormalige in München ansässige Promi-Verteidiger) wird es Ihnen danken. Verlegen wir also die Feierlichkeiten nach Venedig, wo Gondeln dann ausnahmsweise keine Trauer tragen, Petra Reski umziehen wird und der Doge endlich wieder zu Ehren kommt. Galeeren bekommen endlich wieder ihre Sklaven, grün ist die beliebteste Farbe und das Keltentum feiert fröhliche Urständ.

Auch der IGH kann mit seinem Urteil eines nicht herbeiführen: Anerkennung. Das ist weniger völkerrechtliches Prinzip, als normative Kraft des Faktischen, da werden die Herren Richter sich noch wundern.

Ihnen einen schönen Abend, und Ihren Brast verstehend, e2m
Alem Grabovac schrieb am 23.07.2010 um 16:20
Apropos Italien:
Eine Konföderation der Alpenvölker (Südtirol,Bayern und Österreich) würde doch auch eine ganze hübsche Nation abgeben.
ed2murrow schrieb am 23.07.2010 um 16:27
Die Bayern nennen die Ösis "Schluchtis", die Ösis die Deutschen (unter Einschluß der Rucksackbayern) "Piefkes" und beide neiden sie den Südtirolern den Wohlstand. Das hat schon beim Ötzi nicht funktioniert, der wurde hinterrücks erschossen.
hibou schrieb am 23.07.2010 um 16:57
was ist mit dem Baskenland, Nordirland, der Bretagne, Südschleswig, Sorbien? Alemannien?
Alem Grabovac schrieb am 23.07.2010 um 18:25
Spanien hat bis jetzt den Kosovo nicht anerkannt. Die spannende Frage wird sein, wie sich Spanien innerhalb der EU in Zukunft gegenüber dem Kosovo verhält. Der Druck der anderen auf Spanien wird zunehmen. Erkennen sie jedoch das Kosovo an, werden sie ein gewichtiges Problem mit dem Baskenland und Katalonien bekommen. Der Riss geht dabei auch quer durch die Europäische Union. Insgesamt fünf Mitgliedsstaaten sprechen sich entschieden gegen ein unabhängiges Kosovo aus.
Neben Serbien und Spanien betrachten rund 120 Länder das Kosovo offiziell noch immer als serbische Provinz. Gegen die Unabhängigkeit haben vor allem Russland und China als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates Front gemacht. Peking wehrt sich gegen die Autonomiebestrebungen der Tibeter und Uiguren. Der Kreml wiederum sieht sich traditionell als Schutzmacht des slawischen Brudervolks der Serben und lehnte das selbstständige Kosovo von Anfang an als "gefährlichen Präzedenzfall" ab.
B.V. schrieb am 24.07.2010 um 14:38
Und bitte die Friesen nicht vergessen!

www.die-friesen.eu/ (die Freunde der Bayernpartei)
Alem Grabovac schrieb am 25.07.2010 um 01:56
Liebert B.V.,

vielen Dank für den Link. Wir sollten alle Ostfriesen werden!

Unser Ostfriesland stirbt -

und keiner hilft!

Seit vielen Jahren geht es mit uns und mit unserer Identität immer weiter abwärts, aber keiner scheint darauf zu reagieren. Der Interfriesische Rat findet nur alle drei Jahre für ein paar Tage auf Helgoland statt, wenn man sich beim Betrachten von Trachtentanztruppen ein paar Bierchen in den Hals kippen kann. Trotzdem ist man dort der Meinung, die einzig legitime Vertretung der Friesen zu sein.

Die Ostfriesische Landschaft ist leider chronisch unterfinanziert. Zwar wurde mithilfe dieser Institution, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Äußerstes tut, das Aussterben unserer Plattdeutschen Sprache verlangsamt, vom Eis ist diese Kuh jedoch noch lange nicht. Bis dahin ist es wohl noch ein hartes Stück Arbeit. Unsere Sprachen -das Oostfreesk und das Seeltersk- laufen deshalb aus vorgenannten Gründen Gefahr zum touristischen Lokalkolorit zu verkommen, falls die Ostfriesische Landschaft nicht mit den Mitteln ausgerüstet wird, welche für eine zukunftsträchtige Arbeit notwendig sind.

Die Ostfriesischen Farben
Als 1978 der Regierungsbezirk Aurich und damit eine für die regionale Identität und für die übergeordnete Raumplanung enorm wichtige Einrichtung einfach aufgelöst wurde, hat es seltsamerweise kaum Proteste gegeben. Das letzte Stückchen Selbstverwaltung und -bestimmung wurde per Verwaltungsverfügung aus Hannover einfach kassiert. Unsere Vorfahren wären lieber in den Tod gegangen, als sich von Fremden Vorschriften machen zu lassen:

Lever dood as Slav!

Im Armutsatlas, den der Paritätische Gesamtverband am 18. Mai 2009 veröffentlicht hat, belegt Ostfriesland in den alten Bundesländern den letzten Platz; in der Studie zur Zukunftsfähigkeit der Regionen des Prognos Institutes vom 17. September 2009 haben wir keinerlei Perspektive (mehr) und in einer Studie der regionalen Sterblichkeitsquote des Statistischen Landesamtes in Hannover vom 20. Juli 2009 liegt Ostfriesland auch bereits deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Der Leiter dieser Einrichtung, Prof. Lothar Eichkorn, stellt denn auch zu Recht fest:

"Das liegt an der Armut."

Auffallend gerade an dieser Studie ist, dass sich das Bild offenbar innerhalb von 20 Jahren dramatisch verändert hat. So steht in Fachbüchern zur friesischen Geschichte, dass noch im Jahr 1986 die Ostfriesen überdurchschnittlich alt wurden und führt dieses auf gesunde Luft, ein beschauliches Leben und gute Ernährung zurück.

abendlicher Blick über den Dollart
Wir Friesen siedeln mindestens seit 2.200 Jahren entlang der Nordseeküste von der Schelde bis hinter die Weser. Seit dieser Zeit kämpften unsere Vorfahren gegen den "Blanken Hans" und gegen Fremdherrscher, die Hand an unser Land legen wollten. Doch der größten Bedrohung der Neuzeit haben wir bislang nichts entgegenzusetzen: Der Klimawandel ist in vollem Gange und wird von keinem ernstzunehmenden Wissenschaftler bestritten. Wir müssen uns dringend auf diese neue Gefahrenlage vorbereiten. Wenn der Pegel in der Nordsee bereits messbar gestiegen ist, wird es zu spät sein. Unsere Deiche sind nicht zukunftsfähig; im Gegenteil, sie sind bereits heute nicht sicher, weil sie einen wesentlichen Konstruktionsmangel aufweisen: aus Kostengründen hat man die Deichkerne aus Spülsand statt aus Kleiboden errichtet. Was mit solchen Deichen geschieht, wenn sie unter Druck geraten, haben wir beim Elbhochwasser 2002 erleben müssen: die Deiche laufen einfach aus und überlassen das Hinterland schutzlos den Wassermassen. In Hannover wird man indes nicht müde, gebetsmühlenartig zu versichern, die Deiche seien mindestens bis zum Jahr 2050 sicher und dann habe man noch genug Zeit, zu reagieren, wenn sich abzeichne, dass die Deiche nicht hoch genug seien.

Ein anderes Thema: in Papenburg sitzt ein Schiffbauer, der aus reinem Trotz mitten im Land Riesenschiffe der Post-Panmax-Klasse bauen will. Nur weil dieser feine Herr einfach nicht nach Emden umziehen will, muss eine ganze Region leiden und sich permanent mit der Arbeitsplatzkeule malträtieren lassen. Wenn dieser Herr so große Schiffe bauen will, dann MUSS er ans tiefe Wasser umsiedeln. Billiger als der blödsinnige Emskanal ist der Umzug ohnehin. Ansonsten soll er doch sehen, wie die Schiffe ans Meer kommen - mit der Ems ist jedenfalls Schluss!

Seit mehr als 1.200 Jahren besitzen wir Friesen verbriefte Freiheitsrechte,

"der Geborene und der Ungeborene,
solange die Welt besteht
und solange der Wind vom Himmel weht!"

doch diese Freiheit hat man uns seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland häppchenweise immer weiter beschnitten. Und nicht nur das - man nimmt uns unsere Identität und versucht, uns einzudeutschen. Diese blödsinnigen Ostfriesenwitze, die ihre moderne Entsprechung im Privatfernsehen finden, tun ein Übriges. Viele Ostfriesen schämen sich mittlerweile, zuzugeben, woher sie stammen. Umso erfrischender ist es, wenn ein Prominenter wie Dieter Bohlen sich im Fernsehen outet:

"Ich bin Ostfriese."

Wenn wir jetzt nicht endlich aufstehen und uns gegen die Verdeutschung zu Wehr setzen, wird es innerhalb von 50 Jahren keine Ostfriesen mehr geben.

"Nur ein Übel ist unheilbar:
Wenn ein Volk sich aufgibt."
Johann Wolfgang von Goethe

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Unter dem Menüpunkt "Kontakt" finden Sie auch Telefonnummern und eMail-Adressen des Vorstandes. Hier stehen wir für Fragen gerne zur Verfügung.

Mitgliedsantrag downloaden

Lernen Sie uns doch ganz einfach auf einer unserer nächsten öffentlichen Mitgliederversammlungen persönlich kennen. Die Mitgliederversammlungen finden an folgenden Terminen in der Villa Popken in Hesel (Leeraner Str. 1, 26835 Hesel) statt:

Samstag, 14. August 2010, 15:00 Uhr

Samstag, 13. November 2010, 15:00 Uhr
j-ap schrieb am 23.07.2010 um 17:19
Lieber Herr Grabovac,

1. Die Landessprache im Freistaat Bayern ist nicht das Bayerische, sondern das Bairische.

2. Der Freistaat Bayern ist schon heute ein »eigenständige[r] Staat«, dessen Verfassung übrigens auch älter ist als das bundesdeutsche Grundgesetz. Er ist sogar nach herrschender Lehrmeinung ein originäres (und nicht derivatives!) Völkerrechtssubjekt, weshalb er übrigens auch Staatsverträge mit der Bundesrepublik oder anderen Staaten abschließen kann.

3. Im übrigen schließe ich mich den Ausführungen des Kollegen ed2murrow in Bezug auf die faktische Geltung des Völkerrechts an, nicht aber, ohne hinzuzügen, daß ich den Begriff »Völkerrecht« für höchst problematisch halte.
oxnzeam schrieb am 24.07.2010 um 12:28
Auf gehts, graffd wead!
B.V. schrieb am 24.07.2010 um 14:40
Ist doch eigentlich wurscht, ob die EU aus 26 oder 2600 Nationen besteht, Hauptsache Brüssel bleibt Hauptstadt.
Für den Freistadt Friedrichshain ( & Sonderzone Kreuzberg)
Rahab schrieb am 24.07.2010 um 14:44
was? sonderzone? Kreuzberg ist ein unabhängig!
oder wurde Friedrichshain etwa miteingemauert? na? also!
B.V. schrieb am 24.07.2010 um 14:57
Wir sollten in bilaterale Verhandlungen treten (sonst übernimmt uns noch Neukölln) :-)
Ludwig Hasselberg schrieb am 29.07.2010 um 17:03
ich wünsche den Bayern dann viel Spaß mit den fränkischen Sub-Separatisten. Wenn denen dann Bayern in die Hände fallen gibt es Bratwurstfolter.
Alem Grabovac
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