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Gestern ist Diego Armando Maradona als Nationaltrainer Argentiniens entlassen worden. Nach einer souveränen Vorrunde bei der WM in Südafrika, scheiterte Argentinien im Viertelfinale gegen Deutschland mit 0:4.
Durch diesen Rauswurf verliert die internationale Fußballgemeinschaft einer ihrer schillerndsten Figuren. Ab sofort kein Maradona mehr, der seine Spieler abknutscht und auf Pressekonferenzen die anwesenden Journalisten unflätig beschimpft. Kein Maradona mehr, der als Verkörperung des genialen Fußballers, uns noch an die hohe Kunst im Fußball glauben lässt. Allerorts nur noch angepasste Spieler, langweilige Defensivstrategien und phantasielose Spielsysteme.
Ach Maradona, Hand Gottes, Koksnase, Liebhaber kubanischer Zigarren, Freund von Fidel Castro und Hugo Chaves, durchgeknallter Anarchist und bester Fußballer aller Zeiten, wir werden dich vermissen!
Weshalb kommt eigentlich niemand aus der Bundesliga auf die Idee, Maradona zu engagieren? Maradona als Trainer auf Schalke oder in Dortmund, als neuer Gott des Ruhrpotts, Mensch, det wär doch was!
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Das Entscheidende am Rauswurf fand ich, dass Maradona darauf bestanden hat, seine ganze Entourage weiterzubeschäftigen. Das war für den Verband natürlich unannehmbar. Umgekehrt ist ein Maradona ohne seine 80er Jahre-Vorstadtdiskotruppe aber auch nichts wert.
In Deutschland hat er nichts zu suchen, da würde er sich doch nicht wohl fühlen. Und er ist doch kein Affe, den man zum Amüsement rumreicht - um dann wie Ailton zwischen Kreis- und Regionalliga zu pendeln. Nein, nein, nun ist bei Maradonna definitiv wieder eine Phase des Koksens und Abstürzens angesagt - um dann umso strahlender Zurückzukehren. Evtl. als Schriftsteller. |
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Maradona als Trainer auf Schalke oder in Dortmund, als neuer Gott des Ruhrpotts, Mensch, det wär doch was!
Für Schalke muss ich das entschieden ablehnen. Wir sind mit Göttern gerade ganz gut versorgt und es gilt das Wort des Magath: "Du sollst haben keinen Gott neben mir, außer Raúl." |
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Also dann nach Dortmund und das nächste Revierderby könnte man dann so ankündigen:
"Schalkes Raúl gegen Maradonas Dortmund." Grüße Alem |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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