Nöthlich

Aufwachen - Aufwecken

12.11.2011 | 01:07

Maßnahmenkatalog linker Politik der Zukunft

 

Werte Anhänger des linken Gedankengutes,

Traurig musste ich neulich wieder den deprimierenden Zustand der europäischen und möglicherweise weltweiten Linken erleben. In einer Fernsehdebatte anlässlich der in kürze anberaumten Wahlen hier in Spanien, gab der Kandidat der sozialistischen Arbeiterpartei ein derart klägliches Bild ab, dass selbst ein überzeugter Linker wie ich nicht bereit wäre so jemandem meine Stimme zu geben (Ich darf das hier auch gar nicht, da ich nicht die spanische Staatsbürgerschaft habe).

Es ging, wie es nicht anders sein kann im heutigen Umfeld, um Arbeitslosigkeit und Wirtschaft. Die lächerlichen Lösungs-Ansätze von Alfredo Pérez Rubalcaba (Präsidentschaftskandidat der soz. Arbeiterpartei) spottenten jeder Beschreibung: einen ausgeglichenen Haushalt solle man möglichst erst in 3 Jahren haben damit das Sparen nicht zu schwer fällt, „natürlich“ muss der Kredit in Schwung gebracht werden, wer jemanden einstellt bekommt die Sozialversicherung gezahlt etc. etc.

Das sind also die Antworten auf unsere Probleme? Eine Handvoll Maßnahmen, die nicht wagen über den allgegenwärtigen Tellerrand zu schauen. Maßnahmen die mich nicht nur nicht begeistern, sondern ganz und gar die lamentable Situation der europäischen Linken aufzeigen.

Der eben genannte Tellerand ist (natürlich) die Ideologie des Marktliberalismus, missbräuchlicher Weise heutzutage nur noch „Liberalismus“ genannt. Wie in ganz Europa, so ist auch in Deutschland die Situation nicht anders. Die SPD kann sich nur auf Grund einer Schwäche der CDU profilieren. Die Grünen mutieren zu einem reaktionären Rentnerverein und die Linke möcht den Kommunismus wiederbeleben. Die erst kürzlich auf der Bildfläche erschienene Piratenpartei möchte ich dabei noch nicht verorten aber ich habe nicht den Eindruck, dass es sich hierbei um eine Linke Bewegung handelt, die Zeit wird es zeigen.

Einziger Lichtblick ist der Niedergang der FDP, ich wünsche mir von Herzen, sie mögen von immer von der Bildfläche verschwinden. Sie haben den Freiheitsbegriff grob Missbraucht und die Klientelpolitik zu ihrem Kredo erhoben, ohne zu merken, dass sie hierbei die Freiheit einer Mehrheit der Bürger abgraben.

Ich möchte anmerken, dass ich eine gegensätzliche Meinung zu meinen linken Gedankenansätzen als absolut Notwendig ansehe und ich somit bezüglich einer großen Volkspartei wie der CDU und deren Sympathiesanten neben meinen Kritiken auch viel Respekt übrig habe. Die notwendige Kritik und Auseinandersetzung mit den Standpunkten von Pareien rechts des Zentrums soll hier aber vorerst nicht bewältigt werden.

Da aber, wie erwähnt, das heutige linke Parteienspektrum und auch die allgemeine Linke Szene (siehe Occupy-Bewegung) noch keinen brauchbaren Maßnahmenkatalog (sondern nur vage intangible Vorstellungen) vorweisen kann, bleibt mir nichts anderes übrig als hier einen Anfang zu machen.

Wie sollten Maßnahmen dieses Katalogs aussehen: verständlich, seriös, begeisternd, überzeugend, technisch machbar, mehrheitsfähig, gerecht, demokratisch. Auf der folgenden Seite, meine ersten Vorschläge für einen solchen Maßnahmenkatalog linker Politik der Zukunft. Ich benötige eure Hilfe und Ideen um ein möglicht umfangreiches Spektrum abzudecken.

 

Maßnahmenkatalog linker Politik der Zukunft:

  • Demokratie stärken: Verbot von Lobbyismus, strenge Überwachung dieses Verbotes
  • Drastische Verbesserung der Bildung auf allen Ebenen, inklusive Revision der Allokation aller vorhandenen Mittel. Die Bildung entscheidet über unser aller Zukunft, eine Demokratie brauch mündige, selbstbewusste und gebildete Bürger.
  • Progressive Einkommensteuer: Jeder muss Einkommenssteuer Zahlen, sogar wer nur sehr gering verdient (und sei es 0,01 €), hier geht es um der Verantwortung als Staatsbürger. Je mehr jemand verdient umso höher wird er besteuert, bis zu einem Höchstsatz von zum Beispiel 80% ab z.B. 50 Mio € pro Jahr. Hierbei darf es keine adversen Effekte geben, im Sinne, dass jemand ab einer gewissen Schwelle auf einemal durch Steuern wieder weniger verdient (wie das jetzt der Fall ist).
  • Abschaffung des Beamtentums (Ist das links? Für mich: ja, denn es ist ungerecht, dass zum einen Steuergeld ineffizient verschleudert wird, und zum anderen ein Gremium eine Art von Sicherheit genießt, die ungesund und unnatürlich ist).
  • 40 Stunden Woche für alle arbeitenden Bürger. Dies bezieht alle Manager mit ein. Mehrarbeit ist gesetzlich verboten und kann auch nicht ausgezahlt werden.Langfristig sollte eine 30 Stunden Woche angepeilt werden.
  • Prüfung aller Staatsausgaben auf deren effizienten Einsatz. Vetternwirtschaft von Politikern muss hart bestraft werden.
  • Technisierung minderer, körperlicher Arbeit. Des menschen Stärke ist nicht körperlich zu arbeiten.
  • Anreize schaffen für Kreativität und Unternehmertum. Unternehmensgründung fördern.
  • Eigenkapitalrücklagen „systemrelevante“ Unternehmen (insb. Banken und Versicherungen) müssen stark erhöt werden. Werden die schwellwerte Unterschritten kommt es zur geordneten Insolvenz.
  • Der Staat darf sich nicht verschulden, alle Schulden öffentlicher Körperschaften müssen schnelst möglich abgebaut werden. Es müssen Rücklagen für Krisenzeiten gebildet werden.
  • Freiheit ist immer dann zu gewährleisten, wenn diese nicht die Freiheit anderer einschränkt. Die Freiheit ist in diesem Sinne nur ein individuelles Recht, wenn es auch die Freiheiten der anderen Individuen respektiert. Dies gilt selbstverständlich auch für die Wirtschaft aber eben nicht nur für diese. Auch die Wirtschaftsakteure haben sich der allgemeinen Freiheit zu unterwerfen und dürfen diese nicht verhindern, die Wirtschaft dient dem wohle des Volkes, nicht umgekehrt.

Folgende Maßnahmen wurden von Lukasz Szopa vorgeschlagen:

  • Stärkung der Demokratie (direkter, parlamentarischer, eurpäischer!), mehr Verantwortung der Abgeordneten, weniger Lobbyismus (wie Sie sagen)
  • Weg vom "Wachstumsfetisch" in der Wirtschaft. 
  •  Somit vom "Kapitalismus-Wirtschaft", zurück zu einer freien und teils kollektiven MARKT-Wirtschaft. (Realwirtschaft vor Kapitalwirtsachaft, Kleinunternehmer und Angestellte vor Großkonzernen und Bankwesen).
  •  Mehr Zuwendung den menschlichen Werten (geistig wie gesundheitlich) und Umwelt-Aspekten statt dem vorherrschenden Konsum- und "Wohlstands"-Denken (beides leider auch oft Ziele der "Linken", nicht nur der Kapitalisten)
  •  Neuer Generationenvertrag: Abkehr vom bisherigen, unrealistischen Rentensystem, Grundrente über Steuern (wie in Niederlanden z.B.), und jeder kann darüberhinaus selber in seine "greise Zukunft" was sparen.
  • Einführung vom Mindestlohn das deutlich über Hartz4-Niveau liegt, und die Ungleichheit am Makrt zwischen "Arbeitgeber" und "Arbeitnehmer" beseitigt. Ende von 1-EUR-Jobs und "Ich-AG" und den meistens Arbeitsamt-Maßnahmen und -Schikanen, dafür größere Liberalisierung des Arbeitsmarktes (Kündigungsfristen, Gewerkschaften)
  •  Geldsystem: Zurück zur Währung als Zahlungsmittel und sonst nichts (muss nicht mit Gold gedeckt werden, es reichen andere reele Werte).
Folgende Maßnahmen wurden von "Verwendugszweck" vorgeschlagen:
  • Prüfung aller Staatsausgaben. So was macht heute schon der Bund der Steuerzahler. Man kann die Entscheider aber nicht in die Pflicht nehmen. Was Not tut, ist mehr Transparenz. Das Informationsfreiheitsgesetz muss auf alle Bereiche ausgedehnt werden, die politische Prozesse betreffen. Geheimhaltung muss die absolute Ausnahme sein. Demokratie muss den Rest erledigen.
  • Freiheit. Guter und wichtiger Punkt. Ich schlage noch die Brücke zur Globalisierung, weil der Punkt bei dir (als guter Linker) ganz ohne Kritik wegkommt. Die Menschen eines Landes müssen wenigstens so frei sein, die Grenze zu anderen Ländern zu überschreite, wie die Waren, die den Weg über diese Grenze nehmen.
  • Progressive Einkommensteuer. Wenn die Umsatzsteuer entsprechend sinkt, könnten auch niedere Einkommen versteuert werden.
    Grundsätzlich ist das Auseinanderscheren der Einkommen das viel größere Problem. Die Tendenz ist, dass sich die Elite, die auch über Gehälter entscheidet, sich und ihres gleichen immer mehr bevorzugt. Zu Lasten der Anderen.
    Aussichtsreicher wären Festlegungen, dass innerhalb eines Betriebs das Gehalt des Bestverdienenden nicht höher sein kann, als z. B. das 10-fache des Geringstverdienenden, bezogen auf die volle Arbeitswoche.
    Saftspritzende tabellarische Auflistungen, wie Kritiker01 sie oben liefert, erledigen sich dann ganz nebenbei.

Werte Freunde des linken Gedankengutes, Bitte fahrt mit der Liste fort und schickt sie an Mitstreiter weiter. Ich habe mich sehr auf Wirtschaftsthemen eingeschossen in meinen Vorschlägen (da kommt der BWLer durch), das muss aber nicht das einzige sein, leider besteht hier aber ein großer Bedarf an guten Ideen.

Es geht in diesem Schritt (noch) nicht um eine kontroverse Diskussion mit dem rechten Flügel, die wird notwendig sein, aber erstmal muss eine Diskussionsgrundlage her. 

Wir können nicht zulassen, dass unfähige Politiker eine linke Politik diktieren, mit der wir nicht einverstanden sind und die aus Feigheit oder Dummheit keine Antworten auf unsere Probleme findet. Es ist Zeit aufzuwachen und aufzuwecken.

Alex

 

 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 10:56
>>Maßnahmenkatalog linker Politik der Zukunft:
Je mehr jemand verdient umso höher wird er besteuert, bis zu einem Höchstsatz von zum Beispiel 80% ab z.B. 50 Mio € pro Jahr.<<

Mein Gott, wie viele Großverdiener von 50 Millionen €/Jahr gibt es denn in Deutschland? 3 oder 4?
Letzteres würde deshalb bestenfalls in der Summe des Steueraufkommens nur Peanuts bringen.
Vor einer derartigen hohen Besteuerung würde ich auch darauf achten, welche Auswirkungen das u. U. auf Arbeitsplätze hätte, wegen möglicher Kapitalflucht usw..

Viel problematischer scheint zu sein, dass Großverdiener über Stiftungen und andere Tricks sich vor einer gerechten Besteuerung schützen können, weshalb zuerst dort der Hebel - dann aber mit Bedacht -angesetzt werden sollte.
Eine plumpe 80 % Besteuerung würde sicherlich einen Schuss nach hinten in Richtung Kapitalflucht usw. auslösen.

Schließlich sei daran erinnert, das die oberen 1% in der Einkommensskala ohnehin schon 19,8 % der gesamtem Einkommenssteuer bestreiten.

Überhaupt ist es m. E. ein Problem, dass Linksliberale, Sozen und Kommunisten immer Geld für sich und/oder andere beanspruchen, welches sie selber gar nicht erwirtschaftet haben.

Die Linksliberalen, Sozen und Kommunisten bestreiten immer gerne alles, aber ungern ihren eigenen Unterhalt.

Vor dem Hintergrund der heute schon ungerechten Verteilung der Einkommenssteuerbelastung sehe ich auch keine Chance von Stimmenzuwächsen für Linksliberale/Sozen/Kommunisten.

Denn so sieht die Verteilung der Einkommenssteuerlasten für die ca. 40 Mio. Beschäftigten bereits heute aus:

Die oberen 1 % = ca. 0,4 Mio. Bürger bezahlen 19,8 %,
die oberen 10 % = ca. 4 Mio. Bürger bezahlen 50,7 %,
die oberen 20 % = ca. 8 Mio. Bürger bezahlen 67,4 %,
die oberen 50 % = ca. 20 Mio. Bürger bezahlen 92,5 %,
die unteren 50 % = ca. 20 Mio. Bürger bezahlen 7,5 %
die untern 20 % = ca. 8 Mio. Bürger bezahlen 0,1 %.


Für die oberen 50 % in der Einkommensskala = ca. 20 Mio. Bürger, die bereits 92,5 % der gesamten Einkommensteuer bezahlen, ist das Maß der Solidarität, auf welches Linksliberale/Sozen/Kommunisten immer so gerne pochen, längst überschritten!

Und trotzdem wollen die Linksliberalen/Sozen/Kommunisten die Steuern für die oberen 50 % in der Einkommensskala = ca. 20 Mio. Bürger, im Falle eines Wahlsieges, schon für Facharbeiter, Handwerker und Angestellte ab ca. 60.000 € Jahresverdienst noch weiter erhöhen.

In Wahlkämpfen wird diese Gruppe ab 60.000 € Jahresverdienst von den Linksliberalen/Sozen/Kommunisten freilich verscheissert, indem die Steuerabsichten hierzu, welche diese Gruppe treffen würde, nicht deutlich beim Namen benannt wird.

Aber so blöd sind die meisten Wähler, gerade aus dieser Einkommensgruppe, nicht!

Die "Mitte" wird deshalb tendenziell für "links" flöten gehen!
Die Linksliberalen/Sozen/Kommunisten werden deshalb noch viel Frust bei der Mehrheitsfindung zukünftiger Wahlen erleben!
tlacuache schrieb am 12.11.2011 um 12:22
... Mein Gott, wie viele Großverdiener von 50 Millionen €/Jahr gibt es denn in Deutschland? 3 oder 4?" ...

RICHTIG, 3 - 4 Deppen die es sozialvertraeglich versteuern, die anderen 2000 sind schon lange in der Schweiz, Lichtenstein, Monaco, Bahamas oder Caymann Islands, haben sich aber an der deutschen Infrastruktur reichgemacht...

Bald heulen sie rum, dass ihre 4 jaehrige Tochter entfuehrt wurde...

Traenentreufzmitleid...
Nöthlich schrieb am 12.11.2011 um 15:16
Vielen Dank für die Kommentare. Ich möchte nur kurz auf die Tabelle eingehen, mir sind diese daten nicht unbekannt. Richtig, die Wohlhabendsten Mitbürger zahlen die meisten Steuern (absolut) nur: ich finde 50% von 10.000 € Monatseinkommen zu zahlen richtiger und vertretbarer als 20% von 1.000 € (nur um es mal plakativ darzustellen). Aber man sollte auch dazusagen: Personene mit sehr hohem Einkommen, habe dies auch zum Großteil der Gesellschaft zu verdanken, ich finde es nur richtig, dass ein entsprechender Teil zurückgegeben wird. Ab gewissen Einkommen finde ich den Zusammenhang zwichen Arbeitsleistung und Einkommen nicht mehr nachvollziehbar. Kann jemand mit seiner Arbeit wirklich das 1000-Fache schaffen im vgl. mit einem anderen (sagen wir mal dieser andere ist auch kein Faulpelz, sondern eben z.B. Kellner)?

Sie haben recht, dass sich linke Politik heutzutage den zu Recht den Vorwurf der Unehrlichkeit vorhalten lassen muss. Tatsächlich würden meine Vorschläge in einem Parteiprogramm einer nicht radikalen Partei wohl heutzutage zu einem Aufschrei führen. Aber warum eigentlich? Die Aufstiegschancen haben sich heutzutage stark verschlechtert, sodass die meisten Wähler, die solche Schritte kategorisch ablehnen, selbst nie davon profitieren werden. Ich finde das Paradox, diese Art Ideologie hat etwas religiöses (Glauben, des Glaubens wegen).

Thema Kapitalflucht: ja, das wäre wohl so, ich habe darauf keine Antwort, außer: gewisse Ansätze sind nur global durchzusetzen... ich mache mir da keine Illusionen, wir sind da noch lange nicht, und es geht ja auch, bei allen Schwierigkeiten, noch ganz gut... aber ich denke die Zeit läuft uns langsam davon...

Alex
Lukasz Szopa schrieb am 12.11.2011 um 11:51
Auch wenn ich es nicht sinnvoll finde, neue Ideen unbedingt als "links" deklarieren zu müssen, gefallen mir fast alle Vorschläge.

@ Steuern: Da schlage ich eine einfache Maxime: "Zurück zu H. Kohl!". Dh. ESt-Sätze rauf, MwSt runter, dazu Vermögenssteuer.

@ Ausgelichener Haushalt: das ist gerade deshalb "links", weil je höher der Anteil der Zins- und Tilgungskosten im Hauhalt, desto weniger bleibt für übriges.

Verteidigung und "Aufbau-Ost" würde ich herunterfahren, dazu Subventionen und Steuererleichterungen (a la Kirchhof) - denn diese nutzen meist diesen, die ohnehin schon was habe. Ebenso das Elterngeld nicht an Einkommen koppeln.

Wichtig (für Sie als "linke", für mich als "liberale") Politik wären
-Stärkung der Demokratie (direkter, parlamentarischer, eurpäischer!), mehr Verantwortung der Abgeordneten, weniger Lobbyismus (wie Sie sagen)
- Weg vom "Wachstumsfetisch" in der Wirtschaft.
- Somit vom "Kapitalismus-Wirtschaft", zurück zu einer freien und teils kollektiven MARKT-Wirtschaft. (Realwirtschaft vor Kapitalwirtsachaft, Kleinunternehmer und Angestellte vor Großkonzernen und Bankwesen).
- Mehr Zuwendung den menschlichen Werten (geistig wie gesundheitlich) und Umwelt-Aspekten statt dem vorherrschenden Konsum- und "Wohlstands"-Denken (beides leider auch oft Ziele der "Linken", nicht nur der Kapitalisten)
- Neuer Generationenvertrag: Abkehr vom bisherigen, unrealistischen Rentensystem, Grundrente über Steuern (wie in Niederlanden z.B.), und jeder kann darüberhinaus selber in seine "greise Zukunft" was sparen.
- Einführung vom Mindestlohn das deutlich über Hartz4-Niveau liegt, und die Ungleichheit am Makrt zwischen "Arbeitgeber" und "Arbeitnehmer" beseitigt. Ende von 1-EUR-Jobs und "Ich-AG" und den meistens Arbeitsamt-Maßnahmen und -Schikanen, dafür größere Liberalisierung des Arbeitsmarktes (Kündigungsfristen, Gewerkschaften)
- Geldsystem: Zurück zur Währung als Zahlungsmittel und sonst nichts (muss nicht mit Gold gedeckt werden, es reichen andere reele Werte).

Puuuhh - so viel zunächst von meinem "Senf"...
Nöthlich schrieb am 12.11.2011 um 15:17
Ganz herzlichen Dank für die Beiträge, ich werde sie sichten und in meinen Maßnahmenkatalog mit aufnehmen... siehe Artikel...

Alex
gerhard monsees schrieb am 12.11.2011 um 12:29
Derzeit haben wenigstens "linke" Maßnahmenkataloge Konjunktur.

Wie immer hat man zwar die Fragen nicht einmal ansatzweise klar, aber schon die Antworten.

Steuern rauf, na klar. Politik merkt, dass sie so simpel gedacht genau das Gegenteil bewirkt, und beginnt stattdessen extensiv in den 80er und 90er Jahren mit der Staatsverschuldung. Nächste Katastrophe.

Wenn Sie BWLer sind, sollten sie einbeziehen, dass deutsche Konzerne inklusive Deutsche Bank im Vergleich zu anderen noch nie so gut da standen wie gegenwärtig.

Die Wirtschaft ist noch einigermaßen okay so. Problem ist eine völlig überschuldete Politik, die nicht mehr in der Lage ist, die Schulden zurückzuzahlen, ohne die eigene Bevölkerung zu plündern, letztlich wohl auch nicht, ohne die noch!! funktionierende Wirtschaft zu zerstören.

Jagd die Versager aus ihren Ämtern - wäre mein erster Maßnahmenkatalog, ersatzweise sofortige Halbierung der Politikkosten inklusive Politikereinkommen und -versorgungen.
Nöthlich schrieb am 12.11.2011 um 15:30
Vielen Dank für den Kommentar... ich erlaube mir ein paar Anmerkungen: wenn die Konzerne besser dastehen, wo Sie recht haben, warum geht dann die Einkommensschere weiter auseinander, wie passt das zusammen, ich finde das ist ungerecht. Bzgl. völliger Überschuldung der Politik, sind wir einer Meinung, da muss etwas getan werden, aber wie kommt denn jetzt bitte die Regierung dazu ein 6 Mrd. Steuerprogramm aufzulegen mit dem dieser und jender so etwa 30 € spart.

Bzgl. der von Ihnen angesprochenen Maßnahmen, nun ja, ich bin geneigt zuzustimmen aber in den Katalog kommt das nicht.

Alex
Nietzsche 2011 schrieb am 12.11.2011 um 12:57
Grundsätzlich ist diese Diskussion zu begrüßen. Ist aber ziemlich breit angelegt; daher nur Anmerkungen:

"Drastische Verbesserung der Bildung auf allen Ebenen, inklusive Revision der Allokation aller vorhandenen Mittel."
Warum sehen Sie nur das BildungsSYSTEM? Auch wenn es nur wenige wahrhaben wollen – es gibt auch Schichten, die Bildung weitgehend ablehnen. Dies sind nicht nur Schüler, sondern auch Erwachsene, die sich jeglicher (Weiter)Bildung verweigern. Wollen Sie diese zu Bildung zwingen?

"Abschaffung des Beamtentums – grundsätzlich ja."
Einschränkung: Der Job der Polizei ist heute von vielen Risiken geprägt (meine Berliner Sicht) – hier scheint mir eine Sicherheit in Gestalt der Verbeamtung verhältnismäßig.

"Die Freiheit ist in diesem Sinne nur ein individuelles Recht."
Jein, Meinungsfreiheit ist auch ein kollektives Recht. Ich erinnere an Unterlassung von Opernaufführungen (Berlin) wegen islamistischer Drohungen ebenso wie die Dominanz von „political correctness“ (für viele die pure Heuchelei).

Beachten: Auch linke Dispute zeichnen sich regelmäßig dadurch aus, dass sie über das "System" nachdenken, aber die Psychologie des Einzelnen ignorieren.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 14:04
Nietzsche 2011 schrieb am 12.11.2011 um 12:57
>>Warum sehen Sie nur das BildungsSYSTEM? Auch wenn es nur wenige wahrhaben wollen – es gibt auch Schichten, die Bildung weitgehend ablehnen.<<

Viel von denen sind bereits auch so schlau genug, dass sie Hartz4 kassieren können plus Schwarzarbeit = Mehr Einkommen als es ihrer Qualkifikation auf dem normalen Arbeitsmarkt entspricht!

Bevor hier wieder ein linksliberaler Aufstand losbricht, dass das bestenfalls nur Einzelfälle sind, halte ich schon vorbeugend dagegen, dass von den 20 Hartz-4ler die ich kenne, über die Hälfte so handhabt.

Der Prozentsatz von den ca. 1,6 Millionen türkischen Zuwanderern, die bei uns Hartz-4 beziehen, dürfte noch viel höher als 50 % liegen.
Das liegt auch an unserem ausgefeilten Zuwanderungsgesetz, dass nur Spitzenkräfte ins Land ließ! Danke, rot/grün! ;-)

1 Hartz-4ler kostet pro Monat ca. 1000 €.
1 Millionen Hartz-4ler kosten also ca. 12 Milliarden €/Jahr.
Etwa 6,7 Millionen Hartz-4ler gibt es z. Zt. bei uns, macht also ca. 80,4 Milliarden €/Jahr.


Äh, - wieviel geben wir eigentlich für Bildungsmaßnahmen aus?
Nöthlich schrieb am 12.11.2011 um 15:36
Ganz herzlichen Dank... in Sachen Bildung haben Sie völlig recht, es darf nicht nur das System im Sinne von Schule und Uni gesehen werden, Eltern dürfen ihren Kindern Bildung nicht verweigern, dieses Recht haben sie nicht!!! Da muss das Bildungssystem sehr viel weitreichender sein, ja, ja und nochmals ja.

Beamtentum: guter Einwand, aber lange nicht alle Polizeibeamten führen wirklich gefährliche Jobs aus und Sicherheit im Sinne von: Vorsorge für den Fall einer Verletzung o. Ä.: natürlich, ohne Zeifel. Aber Sicherheit im Sinne von "Job auf Lebenszeit ohne wenn und aber": NEIN. Das ist ungerecht und leistungsabträglich.

Thema Meinungsfreiheit: natürlich können wir uns unsere Freiheiten nicht von radikalen Minderheiten verbieten lassen. Aber vorsichtig: radikale Minderheiten sind auch die, die uns angeblich gegen diese verteidigen wollen, lassen wir sie keine Mehrheiten werden.
Rahab schrieb am 12.11.2011 um 16:40
dem kritiker vorm herrn sei gesagt: die kohle kommt durch mehrwertsteuer auf windeln und klopapier locker wieder rein!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 16:58
Rahab schrieb am 12.11.2011 um 16:40

Der Rahab sei gesagt - das muß sie mir erst einmal vorrechnen!

Nett übrigens, Deine frechen Kommentare wieder lesen zu dürfen.
Ich dachte, dass Du von den Moderatoren hier herausgeekelt wurdest.
Wie hast Du das gedeichselt, mit dem alten Nick hier wieder schreiben zu können?
Rahab schrieb am 12.11.2011 um 17:48
nichts leichter als das!
du machst nen adenauer
" bumm-bumm xx-en leute immer"
und dann hast du's.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 12.11.2011 um 18:02
Rahab schrieb am 12.11.2011 um 17:48

O. K. - und jetzt noch vorrechnen! :-)
Verwendungszweck schrieb am 12.11.2011 um 20:00
@Kritiker01: Umsatzsteuer ist in Deutschland pro Jahr rund 140 Mrd.

Wikipedia zu Hartz-Kosten: "Die Sozialausgaben sind nicht etwa zurückgegangen, sondern durch die unklare Gesetzgebung und die daraus folgenden Klagen haben sich die Kosten nahezu verdoppelt. 2005 stiegen sie von erwarteten 14,6 Milliarden auf tatsächliche 25,6 Milliarden Euro; im Jahr 2006 wurde die Erwartung zwar nach oben angeglichen, war mit 24,6 Milliarden von tatsächlich ausgegebenen 26,4 Milliarden aber noch zu niedrig."

Die Hartz-Gelder gehen sowieso sofort an die Gesellschaft zurück, einfach weil Hartzer kaum Geld zum Sparen übrig haben. Selbst wenn sie die letzten Kröten in Schnaps und Zigaretten investieren, kann man ihnen das aus konsumwirtschaftlicher Sicht alles anderer als ankreiden.

Vorwerfen könnte man eher den Regierungen der letzten Jahre, dass sie den Konsum vieler Menschen dadurch limitieren, dass sie den Niedriglohnsektor ausweiteten. Wenn einige Hartzer dann tatsächlich Schwarzarbeiten, ist das eine der letzten existierenden Möglichkeiten den Konsumverbesserung, weil sich Hartzer keine Bankkonten erlauben können.
Rahab schrieb am 13.11.2011 um 10:10
next point: wer läßt eigentlich schwarz-arbeiten?
und dann auch noch 'minder-qualifizierte'! ts ts ts.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 12:28
Rahab schrieb am 13.11.2011 um 10:10
>>next point: wer läßt eigentlich schwarz-arbeiten?<<

Ich denke, jene, die sich eine hohe Handwerkerrechnung nicht leisten können.

Denn:

Hohe Sozialtransfers =
hohe Personalnebenkosten =
hoher Stundensatz für Handwerker
______________________________________
= hohe Schwarzarbeitsquote.

Mist, - läuft soviel schief im Sozialismus!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 13.11.2011 um 12:37
Verwendungszweck schrieb am 12.11.2011 um 20:00
>>Die Hartz-Gelder gehen sowieso sofort an die Gesellschaft zurück, einfach weil Hartzer kaum Geld zum Sparen übrig haben.<<

Ja und?
Deshalb kosten sie trotzdem dem Steuerzahler erst einmal ca. 80,4 Milliarden €/Jahr.
Was die Hartz-4ler dann an indirekten Steuern mit ihren Regelsätzen zurückzahlen (vor allem MwSt.) ist eine Fliegenschiß im Verhältnis dazu.
Mit Ihrer Theorie würde alles Bestens funktionieren, wenn alle Bürger Hartz-4ler wären. ;-)
Verwendungszweck schrieb am 14.11.2011 um 11:00
@Kritiker01
[i]"...80,4 Milliarden €/Jahr"[/i]

Das ist Ihre Privatrechnung.

[i]"...Fliegenschiss..."[/i]

Zum Einen sind das 19 % (kein Fliegenschiss), zum Andern gehen die verbleibenden 81 % auch an die Gesellschaft. Zusammen sind das 100 %.

[i]"Mit Ihrer Theorie..."[/i]

Die Theorie, die ich meine, heißt Geldumlauf. Einzig die, die ihre Penunze zur Bank und in die Depots legen, sind darin disfunktional.

[i]"... alle Hartz-4ler..."[/i]

Das ist nicht meine Theorie, sondern ihre herbeifantasierte Transformation ins Absurde. Immerhin lassen Sie damit Ihre Denkverweigerung gegenüber drückenden gesellschaftlichen Problemen erkennen. Probleme, die für die betroffenen sehr belastend sein können. Damit sind Sie für mich ein Menschenverachter, der sich einen "tollen Spaß" daraus macht, sich am Lebensunglück anderer zu vergnügen.

Genauso denkbar wäre für mich aber auch, dass Sie selbst Hartzer sind und hier im Forum eine Art öffentliche Selbstauspeitschung zelebrieren, um sich dadurch zu läutern bzw. ihr Selbstbild als Eigenankläger wieder aufzurichten.

Naja, Menschenhass kann die absonderlichsten Ursachen haben. Sympathisch werden Sie mir trotzdem nicht.

Zum Schluss noch zwei Tipps. Versuchen Sie doch einfach Probleme geradlinig anzugehen und wenn Sie keine Lösung erkennen und finden, das auch mal zuzugeben, und sich nicht in verleugnenden Zynismus zu flüchten.

Werden Sie selbst zum Projezierer und hören Sie auf, anderen mit abstrusen Einwürfen ihre Bemühungen zu vergällen. Stellen Sie Ihren Weg vor. Präsentieren Sie Deutschland ohne Hartz IV. Erklären Sie, was mit den jetzigen Hartzern geschehen soll, Erklären Sie, wieso Ihre Idee die bessere ist. Rechnen Sie's vor, wenn Sie das besser können. Aber hören Sie doch bitte Ihret- und unseretwillen auf, so ätzend destruktiv zu sein.
Verwendungszweck schrieb am 12.11.2011 um 13:57
Eine sympathische Offensive.

• Lobbyismus ist nur schädlich, wenn die Lobbyisten nicht klar zu erkennen geben, für wen sie arbeiten. Ansonsten ist es natürlich wichtig, dass Politiker ein Feedback aus der Bevölkerung bekommen und besonders von jenen, die von neuen Gesetzen betroffen sind. Heutiger Lobbyismus, egal ob in Europa oder in den Staaten, krank aber auch sehr daran, dass Normalbürger und Konsumenten gegenüber der Wirtschaftslobby dramatisch unterrepräsentiert sind.

• Bildung. Es gibt zu viele Lippenbekenntnisse aller Politiker.

• Progressive Einkommensteuer. Wenn die Umsatzsteuer entsprechend sinkt, könnten auch niedere Einkommen versteuert werden.
Grundsätzlich ist das Auseinanderscheren der Einkommen das viel größere Problem. Die Tendenz ist, dass sich die Elite, die auch über Gehälter entscheidet, sich und ihres gleichen immer mehr bevorzugt. Zu Lasten der Anderen.
Aussichtsreicher wären Festlegungen, dass innerhalb eines Betriebs das Gehalt des Bestverdienenden nicht höher sein kann, als z. B. das 10-fache des Geringstverdienenden, bezogen auf die volle Arbeitswoche.
Saftspritzende tabellarische Auflistungen, wie Kritiker01 sie oben liefert, erledigen sich dann ganz nebenbei.

• 40 Stundenwoche. Benachteiligung von Überstunden ist richtig, so lange es nennenswert Arbeitslose gibt. Allerdings passiert es heute auch häufig, dass unbezahlte Überstunden abgefordert werden.

• Beamtentum abschaffen. Klingt für mich ein wenig, als solle da gespalten werden. Die Privatisierungen, die die letzten Jahrzehnte in Deutschland stattfanden, waren ein wichtiger Kern der Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen. Jeder sichere Arbeitsplatz stabilisiert eine Gesellschaft.

• Prüfung aller Staatsausgaben. So was macht heute schon der Bund der Steuerzahler. Man kann die Entscheider aber nicht in die Pflicht nehmen. Was Not tut, ist mehr Transparenz. Das Informationsfreiheitsgesetz muss auf alle Bereiche ausgedehnt werden, die politische Prozesse betreffen. Geheimhaltung muss die absolute Ausnahme sein. Demokratie muss den Rest erledigen.

• Staatsschulden. Die meisten Staaten inklusive Bürger sind reich (Deutschland, Italien, USA). Nur die Staatshaushalte sind defizitär. Alle Staaten versuchen, sich bei den Reichen lieb Kind zu machen und verzichten dafür auf Steuern. Schuld daran ist die aberwitzige Steuerkonkurrenz der Staaten.

Beispiel Irland: Seit Monaten unter dem Rettungsschirm und behält trotzdem die Niedrigststeuern für Unternehmen bei. Ein Witz. Gewährt wird der Rettungsschirm von den Ländern, aus denen die Unternehmen nach Irland geflohen sind.

• Freiheit. Guter und wichtiger Punkt. Ich schlage noch die Brücke zur Globalisierung, weil der Punkt bei dir (als guter Linker) ganz ohne Kritik wegkommt. Die Menschen eines Landes müssen wenigstens so frei sein, die Grenze zu anderen Ländern zu überschreite, wie die Waren, die den Weg über diese Grenze nehmen.
Nöthlich schrieb am 12.11.2011 um 15:41
Ganz hervorragend, vielen Dank, ich habe mir das Recht rausgenommen die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen an den Katalog anzuschließen.
Achtermann schrieb am 12.11.2011 um 18:13
@ Nöthlich

Prüfung aller Staatsausgaben. So was macht heute schon der Bund der Steuerzahler.

Wenn du tatsächlich eine Ahnung von linker Politik hättest, würdest du den Bund der Steuerzahler nicht auf diesen Sockel stellen. Der Bund der Steuerzahler ist nichts anderes als eine neoliberale Interessengemeinschaft, die den Staat finanziell ausbluten will. Er betreibt Lobbyarbeit für die mittelständischen Unternehmen und Besserverdienenden. Seine rund 310.000 Mitglieder setzen sich so zusammen: 60 Prozent der Mitglieder sind Unternehmen oder gewerbliche Mittelständler, 15 Prozent sind Freiberufliche. Die restlichen Mitglieder des Steuerzahlerbunds sind überwiegend leitende Angestellte.
Verwendungszweck schrieb am 12.11.2011 um 20:06
Sorry, die Zeile mit dem Bund der Steuerzahler war von mir. Ich weiß, dass das eine Kampftruppe der Wirtschaftsliberalen ist.

Regierende oder Beamte in Regress zu nehmen, ist - glaube ich - trotzdem keine gute Idee. Um das viele Geld ist es schade, aber Fehlallocationen gibt es nicht nur bei Öffentlichen.
Nöthlich
Wie geht's weiter? Die Zukunft birgt große Herausforderungen im Bezug auf Umwelt, Zusammenleben, Gesellschaftssystem, Glauben, Ideologie, etc. auf die noch keine Antworten und insbesondere keine linken Antworten vorhanden sind.
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David Graeber Schulden. Die ersten 5000 Jahre Klett-Cotta 2012

536 Seiten. Gebunden.

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Seit der Erfindung des Kredits treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie >> mehr
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