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Auch in Amman fieberte man der Fußball-Weltmeisterschaft entgegen. Die jordanische Mannschaft hat sich ja leider nicht qualifiziert, von den arabischen Teams ist diesmal nur Algerien dabei. Auch die Türkei fehlt, daher hat die gesamte Veranstaltung für mich persönlich wenig Interessantes.
Die Jordanier sind es gewohnt, bei solchen Spielen für jeweils andere Mannschaften zu zittern und zu jubeln, die Auswahl ist ja groß. Deutschland steht durchaus hoch im Kurs, neben Algerien, aber es gibt auch Fans für Holland oder Nigeria.
Public viewing ist sehr beliebt – ganz viele Restaurants und Cafés bieten gute Sicht auf Flachbildschirme. Nicht immer legal, offensichtlich: ein Artikel der Jordan Times von heute berichtete über zahlreiche illegale Tricks, um einigermaßen preiswert die Spiele sehen zu können. Im Vorfeld gab es auch reichlich Verhandlungen über die Preisgestaltung – Al-Jazeera hat die Rechte erworben, das jordanische Fernsehen fand den verlangten Preis zu hoch, so dass man hier nur mit Bezahl-Fernsehen den Bällen beim Rollen zusehen kann. ARD und ZDF haben sich ja rechtzeitig vorher vom Hotbird-Satelliten verabschiedet – mit der Folge, dass bei mir kein deutsches TV mehr läuft, also auch kein Fußball. Na ja, bis meine Männer das Problem mit der Technik in den Griff kriegen….irgendwann. Derzeit sind zwei zum Spiel Dänemark-Holland Richtung Café abmarschiert, unser Holland-Fan hat sich extra den Nachmittag frei genommen. Aber sein oranges Shirt, das ich ihm letztes Jahr ergattert habe, trägt er nicht. Hm. Na, vielleicht zum Finale.
Und ich? Sitze am offenen Fenster über der Stadt, freue mich, dass die Ausschachtungsarbeiten nebenan – über die ich auch noch schreiben wollte – vorbei sind und genieße das Super-Wetter. Und nette Gesellschaft online.
Mehr, vielleicht, beim nächsten Match.
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Find ich ja nett, dass du mich tröstest! :-)
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das gefällt mir: "Die Jordanier sind es gewohnt, bei solchen Spielen für jeweils andere Mannschaften zu zittern und zu jubeln, die Auswahl ist ja groß", dann kann es ihnen sicher auch nicht so die stimmung verhageln, oder?
Auch sehr schön: "Aber sein oranges Shirt, das ich ihm letztes Jahr ergattert habe, trägt er nicht. Hm. Na, vielleicht zum Finale." liebe grüße kk |
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Na ja, aber ich stelle mir ein Finale - sagen wir mal, Deutschland-Holland vor. Dann hätten wir Familienkrach.
Bayern München gegen Barcelona war schlimm genug. ;-) |
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....ist es evtl.überhaupt zu heiss um ein T-shirt zu tragen:-)? Wenn ich an die Temperaturen denke nicht weit von Ihnen würde ich auf T-shirt egal welcher Symbolik glatt verzichten,...na ja theoretisch:-)
Liebe Grüsse nach Amman! und weiterhin viel Spass beim stellvertretenden Mitzittern! Der Vorteil ist, bei Niederlagen geht es nicht ganz so schmerzhaft ans Herz!:-) Salam und Shalom! |
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Ohne T-shirt läuft Mann hier nicht mal zu Hause rum, geschweige denn, dass man sich öffentlich so zeigen würde. Außerdem ist es ein Irrtum der Menschen nördlicher Länder,dass einem um so weniger heiß sei, je weniger man anziehe ;-).
Temperaturen: oh, am Tage derzeit so um die 30 bis 35, nächtens kühlt es ab auf schlafgünstige 16. Wohlfühlwetter für mich. |
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:-) ich laufe natürlich auch nie ohne T-shirt rum, ich trage selbst bei 40 Grad ein Hemd! auch zu Hause:-) aber in nördlichen Ländern ist das Ohnehemdrumlaufen (leider) verbreiteter und bei der finanz/politischen Emtwicklung laufen bald noch viele auch noch ohne Hose rum....in islamisch oder jüdisch geprägten Ländern ginge das natürlich gar nicht:-) hihi deshalb ist dort die Steuer- und Abgabenbelastung auch nicht so hoch!:-) wie einfach die Welt doch erklärbar ist :-)
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Rofl - an dem Gedanken sollte ich vielleicht weiterspinnen. Na ja, ich kannte mal einen reizenden Einwanderer, der im ersten Sommer, den er in einer deutschen Großstadt erlebte, meinte, es gebe wohl sehr viel arme Leute dort. Die könnten es sich nicht mal leisten, Kleider zu kaufen und gingen in Nachtzeug oder Unterwäsche auf die Straße ^^
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Schöne Atmosphäre, die du da scheinbar hast. Und: kein Fußball würde mich gar nicht stören, eher im Gegenteil.... :)
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Na ja, kein Fußball ist nun auch schon vorbei. Als der Abend kam, traf auch der Cousin mit der reparierten Karte ein, pünktlich zu Italien-Paraguay. Nebst eines Cousins, der Italien-Fan ist. Somit hatten wir private viewing, im Zimmer der jungen Herren - weshalb, wobei mir dieser match auch nicht interessierte, ich mich mit den akustischen Ausläufern begnügte. Außerdem ist sowas dann Anlass für eine Spontan-Party - im bescheidenen Umfang: Pommes frites (hatte ich für den lunch geschält und geschnitten, aber irgendwie waren hier die Essenszeiten durcheinandergeraten), fritierte Tomaten, Hummus, jede Menge Tee. Für Softdrinks waren wohl alle zu pleite.
Zu unser aller Freude begann die WM erst nach Ende der Schulabschlussprüfungen, so dass es nichts ausmacht, dass heute morgen wohl nur die arbeitende Bevölkerung sich mühsam aus den Betten quält - die anderen tauchen vermutlich so gegen Mittag oder etwas später augenreibend in der Küche auf. Ich habe um halb zwölf die Segel gestrichen, wann der Besuch aufbrach, blieb mir verborgen. Nur: das war ja nur ein dummes Vorrundenspiel - wie wird das hier aussehen, wenn erst mal die wichtigeren Begegnungen kommen? Ich ahne jede Menge Party. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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