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Der Spiegel meldet - und der Freitag twitterts - , dass überlegt werde, die Kosten für Verhütung bei Hartz-IV-Empfängern wieder zu übernehmen. Keine schlechte Idee, früher gehörte zu den Zusatz-Leistungen bei Sozialhilfe auch das. Heute scheinen sich, wenn die Feststellungen des Spiegel-Artikels stimmen, das nicht mehr viele leisten zu können, zu wollen?
Das widerspräche, nicht zu meinem Erstaunen, Vorurteilen, die besagen, manche Frauen bekämen ein Kind nach dem anderen, um weiter Hartz-IV zu beziehen, keine Arbeit zu bekommen.
Soweit, so gut, sicher ein überlegenswerter Vorschlag. Warum schmeckt er mir nicht?
Ich denke, einerseits, weil er daran erinnert, wie schon länger darüber raisonniert wird, dass es nicht nur zu wenige, sondern zu viel "falsche" Kinder gäbe. Das hatten wir ja schon bei der Diskussion zum Elterngeld.
Es geht - sehr moderat - auch in die von Sarrazin vorgegebene Richtung. Ganz besonders aber passt dazu ein Gastbeitrag, den die FAZ heute veröffentlichte, von Gunnar Heinsohn. Dessen Ansichten werden oft auch weit rechts von der FAZ verbreitet und goutiert, und die Lektüre dieses Artikels lässt mich eigentlich zum Schluss kommen, dass die Idee, Verhütungsmittel separat zu subventionieren, ein Geschmäckle hat, das zu streng ist, um mir gefallen zu können.
Disclaimer: ich bin nicht gegen Verhütung, aber bitte aus freien Mitteln der Betroffenen. Also lieber Hartz IV in auskömmlicher Höhe.
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Kommentar zum Heinsohn-Artikel mit weiteren Links bei heise.de: www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32272/1.html .
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Danke. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.
Mir war Heinsohn und seine Claque aus anderem Zusammenhang bekannt, daher wurde ich hellhörig. |
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Gunnar Heinsohn agiert wie jene Wissenschaftler, die den Führer auf dem Weg in den Krieg und im Krieg auf die Ressourcenknappheit, insbeondere im Bereich Nahrung, in schneidigen Denkschriften aufmerksam gemacht, nahelegten, den "Juden" als Endlösung zu erfinden,russiche Gefangene nicht als Krieggefangene nach der Haager kriegsordnung zu behandeln.
Das Ergebnis war adminstriert Massen- , war Völkermord vom Schreibtisch aus. Gunnar heinsohn ist scheinbar einer der wenigen, der sich vordergründig abgründig in Altvorderer Manier zu Herzen nimmt, dass wir seit dem 12. September 01, dem Tag der Ausrufung des Ernstfalles durch die NATO nach Nine Eleven, weiterhin im Kriegszustand sind umd Hartz IV als Teil der Mobiliserung der Effizienz im Umgang mit Ressourcen in Deutschland zu bewerten ist. tschüss JP |
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Es ist interessant, wie alles und jedes wieder aus der Versenkung auftaucht. Die innere Logik der Sache scheint klar. Wer - wie Herr H. - von "überflüssigen" oder "überzähligen" jungen Männern, die sich anderenorts, beim Feind, befinden, spricht und schreibt, bereitet die Anwendung entsprechender Mittel geistig vor (das lässt sich u.a. kurz und relativ schmerzlos mittels moderner Kernwaffen bewerkstelligen). Wer in dem gegenwärtigen Zusammenhang von sozusagen erleichterter, und d.h. nahegelegter, Verhütung spricht, wird sich im nächsten Schritt, wenn die Maßnahme nicht greift, geneigt sehen, zur Zwangssterilisierung fortzuschreiten. Das alles und weiteres gab es für Volksschädlinge und minderwertige Personen aller Art ja schon einmal. Die Anregung, dass diese sich als Organspender zur Verfügung stellen, die seitens anderer Elitisten wiederholt publik gemacht wurde, liegt ganz in dieser Richtung. Der Rest kann dann ja weg. Es ist sicher lehrreich, die Auslassungen von Herrn H., wie diejenigen mancher anderer seiner Couleur, ins Reich ihrer vollen Kenntlichkeit weiterzuführen.
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liebe alien, mir ist der mann aus bremen schon mal aufgefallen, habe aber vergessen, warum. jetzt diese unqualifizierte äußerung von dem akademiker, ausgerechnet der sozialpädagogik, wenn stimmt, was die medien schreiben.
weder ist diese masche noch die us-amerikanische noch die chinesische ein bisschen überlegt. ich weiß nicht, ob der mann bewusst provozieren will, um ein anderes ziel zu erreichen. im meinungsgewimmel sind schrille schreie oft die einzigen, die wahrgenommen werden. mir fallen diesbezüglich jungpolitiker ein, die ganz ähnlich krumme worte absonderten, denen das aber nicht in jedem fall zum nachteil wurde. z.b. missfelder, cdu. (über mistfelder ging mein vorvoriges blog) die reproduktion ist ein riesenproblem, weltweit. wildwuchs ist tradition. tradition ist meist kopflos und gefährlich. der gründer des club of rome unterstrich die notwendigkeit, die probleme der reproduktion einschließlich erziehung und ausbildung anzugehen. das abwarten und tee trinken führt zu sehr unangenehmen überraschungen. aber sich eine gruppe herauszugreifen, möglichst eine benachteiligte, um sie obendrein zu benachteiligen, ist für mich ein grund, ihm den lehrstuhl abzuerkennen oder ihn erst mal zur gesundheitsüberprüfung zu schicken. |
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Ich denke, dir ist auch noch Heinsohns Geschreibsel zur Bevoelkerungsentwicklung in D aka Ueberfremdung im Hinterkopf. RAJmue bezieht sich ja auch darauf. Insofern wundert er mich nicht, aber seine Ausfaelle illustrieren gut, warum ich mit der eigentlich guten Idee kostenloser Verhuetung nicht so recht gluecklich bin.
Es hat sich ja bislang fast ueberall gezeigt, dass gerade Bildung und Lebensperspektive zu Geburtenregelung fuehren. Schlimm genug, wenn das heute in einem Land wie D anscheinend nicht mehr gilt. |
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Beinah noch schlechter wird mir eigentlich bei den FaZ-Kommentaren und ihren Bewertungen (die Anzahl steht immer da... ...)
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Durchaus. Allerdings faellt mir bisweilen auf, dass es bei bestimmten Themen einen Kommentarmob gibt, der hoffentlich keinen groesseren Teil der Bevoelkerung repraesentiert.
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Danke für den Hinweis auf den Heinsohn-Artikel. Lange habe ich nicht mehr etwas so Ekelhaftes gelesen. Hier predigt ein öffentlich alimentierter deutscher Professor astreine Eugenik. Ich halte nicht viel davon, ständig 'Skandal!' zu schreien, aber das ist einer.
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Was mich daran auch stoert, ist nicht nur, dass der Herr Professor ist, sondern dass eine Zeitung wie die FAZ einen solchen Artikel druckt.
Noch schlimmer: das Ausbleiben eines Aufschreis. Das geht in die gleiche Richtung wie Sarrazin (waere ich noch in der SPD, muesste ich jetzt gehen, da sie ihn nicht rausschmeissen), und da er so viel Zustimmung bekam, wird jetzt nachgelegt. |
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schrieb am
18.03.2010 um 10:29
Und BILD freut sich auch schon: 'Das wird eine neue Debatte in Deutschland anstoßen!'
www.bild.de/BILD/politik/2010/03/16/hartz-iv-zahlung/experte-gunnar-heinsohn-fordert-staat-soll-nur-5-jahre-hartz-iv-zahlen.html |
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Anscheinend fanden das noch mehr Leute unappetitlich:
Einer Meldung zufolge soll der Bundessprecher der Gruppe «BAG Hartz IV» der Linken, Werner Schulten, Strafanzeige gegen Heinsohn erstattet haben. Mein Optimismus hält sich allerdings nach den Erfahrungen mit Anzeigen gegen Sarrazin u.ä. sehr in Grenzen. Aber so ein kleines Ermittlungsverfahren, vielleicht mal mit einer netten Hausdurchsuchung, Beschlagnahme von PC .... Mensch, bin ich heute fies. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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