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Kalle Wirsch monierte gerade off topic im Kommentarbereich eines anderen Blogs, dass es im Freitag nichts zur diesjährigen Fußball-WM gebe. Er hat recht, es ist ein Skandal. Wenn es die Männer sind - die bei weitem international nicht so erfolgreich wie die Frauen in den letzten Jahren waren - liest man fast nichts anderes mehr. Aber die Frauen-WM? Die kann man wohl ruhig übergehen.
Ich persönlich werde jedoch jede Art der Berichterstattung über diese Frauen-WM boykottieren - da die FIFA mit ihrem Regelwerk die Teilnahme für muslimische Frauen auszuschließen versucht.
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Wie macht die FIFA das denn?
Ich bin wirklich verdammt irritiert, das die WM hier nicht stattfindet. Wahrscheinlich hilft es nur, die WMs zusammenzulegen. |
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ähm... habt ihr das Wochenthema gesehen?
Oder was meint ihr denn? |
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Habe ich.
Das irririert mich aber nur noch mehr. Letztes Jahr waren hier einige Community Aktivitäten mit Tippspiel, Live Blogs und so. Es war ein sehr spaßiges Online Happening. Und das fehlt anscheinend dieses Jahr, finde ich. Schade. |
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Ich hatte die einzelnen Artikel gesehen, aber so irgendwie richtig als WM-Auftakt war mir das nicht eingegangen.
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@Kalle Wirsch: die FIFA hat ihre Bekleidungsregelungen so gestaltet, dass vor kurzem ein Spiel hier in Jordanien der jordanischen Mannschaft zugesprochen wurde, weil die iranischen Spielerinnen sich weigerten, sich weiter zu entblößen. Die Jordanierinnen waren aber auch nicht wirklich glücklich, weil eine Reihe ihrer besten Spielerinnen schlicht nicht gemeldet werden, um eben den Ausschluss zu verhindern.
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@Alien59
die FIFA hat ihre Bekleidungsregelungen so gestaltet, dass vor kurzem ein Spiel hier in Jordanien der jordanischen Mannschaft zugesprochen wurde, weil die iranischen Spielerinnen sich weigerten, sich weiter zu entblößen. Weiter entblößen als was? Daß die Mädels in Burkas kicken wollten, nehme ich nicht ernsthaft an. Wo also liegt die Entblößungsgrenze für muslimische Frauen? Lags am kurzen Hoserl? Das kann es aber auch nicht gewesen sein, denn im Winter bei frostigen Temperaturen habe ich Bundesligaspiele (Männer) gesehen, in denen die Spieler mollige Strumpfhoserl trugen. Ich mein das jetzt gar nicht sarkastisch, ich bin wirklich interessiert. Ciao Wolfram |
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Kurz: die FIFA hat Kappen genehmigt, die iranischen Spielerinnen hatten auch Ohren und Hals bedeckt - was tatsächlich korrekte islamische Bekleidung ist.
Hier ist ein link zu einem längeren Artikel dazu, gerade auch, was die Auswirkungen auf die jordanischen Spielerinnen angeht. english.alarabiya.net/articles/2011/06/17/153670.html Man hat bei dem Spielentscheid gegen die iranische Mannschaft das an der Haltung der iranischen Regierung festmachen wollen, aber tatsächlich beeinträchtigt diese FIFA-Regelung alle Frauen-Teams mit muslimischen Spielerinnen. In Jordanien ist das derzeit recht peinlich, da ja ausgerechnet Prinz Ali, ein Halbbruder des jordanischen Königs, Vizepräsident der FIFA geworden ist. |
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@Aliens59
ehrlich gesagt erinnert mich die "korrekte islamische Bekleidung" an das Outfit welches im Rugby üblich ist:-)) Ansonsten gibt es keine "korrekte islamische Bekleidung" für Frauen, jedenfalls keine welche sich auf den Koran berufen könnte. Nichts desto trotz fände ich Abwechslung im Bedressen der Mannsch...äh Frauschaften noch interessant. So hätten modebewusste Frauen noch mehr Spass am Frauenfussball da nicht jede daran Freude hat andere Mann..schon wieder...:-) Frauschaften mit Niederlagen zu demütigen. |
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@Alien59
Kurz: die FIFA hat Kappen genehmigt, die iranischen Spielerinnen hatten auch Ohren und Hals bedeckt - was tatsächlich korrekte islamische Bekleidung ist. Ich habe einen Artikel vom April 2010 gefunden, in dem es hieß: „Wir haben es schriftlich“, sagte Joseph Blatter, der Präsident des Internationalen Fußballverbandes (Fifa), in einer Pause der internationalen Konferenz der Sportverbände (Sportaccord) in Dubai. Das Nationale Olympische Komitee von Iran habe per Fax angeboten, den Hijab, den von Sittenwächtern streng auf Sitz und Verhüllungsgrad überprüften Kopfputz, für seine Fußballspielerinnen zu lockern." www.faz.net/artikel/S30956/der-sport-und-der-islam-der-schleier-reisst-auf-30086208.html Das scheint doch drauf hinzudeuten, daß man sich längst geeinigt hat. Ich habe Photos gefunden, auf denen der Hijab so aussah, als wären darunter Staberl o. dergl. dergleichen verborgen. Das geht natürlich nicht im Sport, das wäre zu gefährlich. Aber die Mützchen, welche die Mädels in dem von dir verlinkten Beitrag von Al Arabya tragen, scheinen mir alle weich zu sein. So angenehm die Dinger sein mögen, wenn die Temperaturen unter 0 Grad fallen, in der arabischen Sommerhitze scheinen mir Hijabs ein wenig overdressed zu sein. Aber gut, das ist das Problem der Fußballerinnen. Ebenso der Umstand, daß die anscheinend tatsächlich in Trainingshosen spielen. Es ist lange her, daß ich aktiv Fußball gespielt habe, ich meine aber, mich zu erinnern, daß das Spielen in Trainingshosen die Beweglichkeit doch etwas eingeschränkt hat. Das war für unser Bauernkicken auf der Wiese weiter kein Problem, im Hochleistungssport scheint mir das aber dann doch eine echte Behinderung zu sein. Aber, wie gesagt, das sollte die FIFA eigentlich nicht jucken. Auf einer anderen Website hatte ich gefunden, daß die Jordanische Nationalmannschaft bei einem Spiel in Saudiarabien oder wo Probleme hatte, weil man ihren (männlichen) Trainer nicht in die Halle lassen wollte. Was ich mich frage: Schläft eigentlich Adidas? Oder Puma? Sport-Hijabs wären doch eine nette Erweiterung ihres Angebots, damit läßt sich Geld machen. Man hat bei dem Spielentscheid gegen die iranische Mannschaft das an der Haltung der iranischen Regierung festmachen wollen, aber tatsächlich beeinträchtigt diese FIFA-Regelung alle Frauen-Teams mit muslimischen Spielerinnen. Alle vielleicht nicht, Fatmire Bajramaj vom 1. FFC Turbine Potsdam, geboren im Kosovo und wahrscheinlich also Muslimin, sieht das anscheinend eher locker. www.dfb.de/index.php?id=131&no_cache=1&action=showPlayer&player=bajramaj_fatmire⟨=D&cHash=b2541702b643a6f12004c1d88160e238 Ciao Wolfram |
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Wolfram, es geht um den Grundsatz, dass nur Hände und Gesicht frei sein sollen. Das hat nichts mit Verbänden oder Sittenwächtern zu tun, sondern mit dem, was Frauen selbst wollen. Insofern ist mir Bajramaj egal, sie kann ja machen, was sie will, aber sie ist kein Standard für gläubige Musliminnen. Wer so etwas dann aus ihrem Auftreten machen will, stößt damit den Musliminnen das Messer in den Rücken.
Aber nicht nur im Fußball: www.muslimnews.co.uk/paper/index.php?article=5353 |
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@Alien59
Wolfram, es geht um den Grundsatz, dass nur Hände und Gesicht frei sein sollen. Das hat nichts mit Verbänden oder Sittenwächtern zu tun, sondern mit dem, was Frauen selbst wollen. Ja, mir ist das wurscht, was die Mädels anziehen oder nicht. Wer bin ich denn, daß ich anderen Leuten Bekleidungsvorschriften mache? Verflucht seien alle, die solches tun! Und das mit dem "selbst wollen" - ich stell mir grad vor, wie der Mufti durch Teheran wandelt, eine Muslimin mit kurzem Rock, Ausschnitt und Stöckelschuhen sieht und auf Nachfrage achselzuckend meint: "Ja mei, sie will's halt, gell? Mir ist das egal." Insofern ist mir Bajramaj egal, sie kann ja machen, was sie will, aber sie ist kein Standard für gläubige Musliminnen. Wer so etwas dann aus ihrem Auftreten machen will, stößt damit den Musliminnen das Messer in den Rücken. "Messer in den Rücken" ist vielleicht etwas dramatisch, gell. Wenn ein Bayer sagt: "Eine Lederhose kommt mir nicht an die Lenden", dann ist das kein Stich in den Rücken der lederhosentragenden Bayern. Wenn ich das richtig sehe, dann laufen Musliminnen (auch gläubige solche) in aller Welt ganz unterschiedlich durch die Gegend. Und wenn eine Muslimin ein Messer in den Rücken bekommt, dann eher deshalb, weil sie sich nicht an die Kleiderordnung hält. Und apropos "Kleiderordnungen": Kleider- und sonstige Ordnungen gibt es, weil sich die Leute spontan gerade nicht an solche Ordnungen halten wollen. Die Gewichtheberin auf der von dir verlinkten Seite scheint mir doch ziemlich schamlos zu sein, entblößt sie doch ihre Arme und nicht nur die Hände. Ciao Wolfram |
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Salam aleikum,
ich werd auch nicht hinschauen, aus dem gleichen Grund. Ich finde es ein Unding, dass man muslimischen Spielerinnen darum Schwierigkeiten macht. Sie tragen ganz normal muslimische Sportbekleidung wie Millionen muslimischer Frauen, an der meines Wissens noch niemand hängengeblieben ist und sich erwürgt hat. Ob sie das nun aus Überzeugung tun oder nicht, können wir nicht beurteilen, sie tun es jedenfalls und werden deshalb ausgeschlossen. Es gibt Wichtigeres als eine Fußball-WM, so traurig das auch ist. |
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@Mariam
ich werd auch nicht hinschauen, aus dem gleichen Grund. Ich finde es ein Unding, dass man muslimischen Spielerinnen darum Schwierigkeiten macht. Sie tragen ganz normal muslimische Sportbekleidung wie Millionen muslimischer Frauen, Vielleicht versteh ich nur mal wieder nichts oder nur Hälfte... Das einzige Land bei der WM, in dem Muslime die Bevölkerungsmehrheit stellen ist Nigeria, und die Mädels dort scheinen Probleme mit der Kleidung zu haben: www.sportschau.de/sp/fifawm2011/mannschaften/img/nigeria_team_dpa_512.jpg Länder mit nennenswerter muslimischer Bevölkerung sind noch Deutschland, Kanada, Frankreich, England und die USA. Und die scheinen mit ihren Köpfen ohne was drauf ganz gut zurechtzukommen. Ciao Wolfram |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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