Heute vor zwei Jahren, als die Staaten der westlichen Welt noch größtenteils im Weihnachtstraum lagen, begann der 22tägige Angriff Israels auf den Gaza-Streifen mit der Bombardierung einer Polizeistation, bei der mehr als 200 Männer und Frauen getötet wurden. Stumm sah die Welt zu, wie im Laufe dieser Tage insgesamt über 1400 Leben ausgelöscht wurden, zu einem nicht geringen Teil Frauen und Kinder.
Schulen, Krankenhäuser wurden zerstört oder beschädigt, Kläranlage, E-Werk, alles, was ein Volk zum Leben braucht. Seither wird der Wiederaufbau durch die Blockade, die gerade auch Baumaterialien betrifft, erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht.
Wir vergessen das nicht. Und für die, die es auch nicht vergessen wollen, wurde eine Datei mit den Namen der Toten erstellt – wofür ich auch danke. Frauen und Kinder sind farbig gekennzeichnet, damit man sehen kann, wie viele es sind.
Ich erinnere mich an die durchwachten Nächte, immer auf neue Nachrichten wartend. In meinem warmen, sicheren Zimmer habe ich mich oft nicht wirklich wohl gefühlt.
Heute ist schon wieder die Rede von einem neuen Angriff – ich hoffe und bete, dass er ausbleibt.
Im Dezember/Januar habe ich damals noch auf meinem ersten Blog über diese Tage geschrieben – wer mag, kann dort im Archiv nachlesen. Damals lief bei mir dauernd dies:
Wer es erträgt, kann sich auch dieses Video ansehen, Sami Yussuf: Forever Palestine - die Bilder sind nichts für Empfindliche.
Währenddessen erklärt der stellvertrtende israelische Verteidigungsminister, der Gaza schon mal eine „Shoah“ versprochen hatte, den Gaza-Streifen zu einem „troublesome abscess“. Was wäre, wenn ein arabischer Politiker so etwas über Israel sagte? Und das an einem Tag wie heute – ya Rabbim!
Update: Gerade auf twitter gelesen:
972magazineDieser Text erschien zuerst gestern auf meinem Blog "News from Palestine".