Alien59

Amman-Impressionen

15.12.2011 | 12:24

Ist das Ihr Ernst, Mr. Präsident?

Ich hasse Drohnen. Es ist die feigste Art und Weise, lautlos Menschen zuerst auszuspionieren und dann zu töten. Amerika hat anscheinend jede Menge davon und benutzt sie völlig ungeniert.

Dies jedoch machte mich fast sprachlos: zuerst wird eine solche Drohne (sicher nicht nur die eine, aber von der ist es halt bekannt) in den iranischen Luftraum geschickt. Derzeit herrscht, soweit mir bekannt, kein Kriegszustand zwischen der USA und Iran, so etwas könnte man aber schon als Kriegsgrund nehmen. Wenn man denn auf Krieg aus wäre.

Die Drohne kommt irgendwie herunter, den Bildern nach zu urteilen, recht intakt. Zuerst hört man, das sei ein Fake, Pappmaché. Könnte ja sein. Dann teilen die Iraner mit, sie seien dabei, sich das Innenleben der Drohne zu betrachten und würden die Ergebnisse nutzen.

Wäre es ein Fake, könnte man ja in den USA lachen. Aber, was passiert? Der Präsident erklärt, man werde die Drohne zurückfordern. Schließlich sei sie ja amerikanisches Eigentum. Verteidigungsminister Panetta bezeichnet das als angemessene Forderung.

Dummeheit? Arroganz? Chuzpe? Böser, böser Iran, gebt ihr einfach die Drohne nicht zurück, die euch doch nur ausspionieren sollte.

Fassungslos.

(NB: ich sitze seit ein paar Tagen auf der Geschichte - solange es eine Meldung der iranischen Nachrichtenagentur war, wollte ich sie nicht veröffentlichen. Jetzt war es aber die New York Times. )

 
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Kommentare
Muhabbetci schrieb am 15.12.2011 um 14:09
Ich würde die Drohne auch nicht zurück geben wenn ich ein Staatspräsident wäre.
Das errinert mich an eine Anekdote aus Atatürks leben.

Er sass mal in einem Restaurant in Istanbul und aß etwas, direkt gegenüber von ihm sass ein englicher Komandant, der ihn die ganze Zeit anstarrte. Zu erst war es Atatürk egal aber nach einiger Zeit fühlte er sich doch gestört davon, dass dieser Mann ohne weg zuschauen ihn die ganze Zeit anstarrte. Er sagte zu seinem Diener:" Geh hin und frage ihn warum er mich die ganze Zeit anstarrt".
Der Diener ging, fragte und kam zurück.
- Sie hätten seinen Vater in Canakkale getötet, deswegen starrt er sie an.
Atatürk:
- Geh zurück und frage ihn, was hatte sein Vater in Canakkale zu suchen?

Was hatte die Drohne im iranischem Luftraum zu suchen?
Ich würde es nicht zurück geben.
Aber die Amerika sucht einen Grund um Iran anzugreifen. Das weiss man schon seit langem. Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Libyen, Ägypen und Tunesien wollten sie den Krieg erklären nach und nach.
Alien59 schrieb am 15.12.2011 um 14:20
Ich weiß, mich hat einfach die Frechheit angesprungen, zuerst so einen Rechtsbruch zu begehen und dann zu meinen, sie kriegen das Ding einfach so zurück.
Wolfram Heinrich schrieb am 15.12.2011 um 19:17
Der Präsident erklärt, man werde die Drohne zurückfordern. Schließlich sei sie ja amerikanisches Eigentum. Verteidigungsminister Panetta bezeichnet das als angemessene Forderung.

Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch gibt dem Iran recht:
2. Ob die Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, vorliegt, hängt von den Umständen ab: Herrenlos sind Rabattmarken, die dem Kunden übergeben, aber von ihm absichtlich im Geschäft zurückgelassen werden (RGSt. 42, 43); nicht aber Hülsen von Patronen, die von Truppen verschossen wurden und im Gelände liegenblieben (RMG 9, 158; vgl. RGSt. 39, 28), nicht der abgeschossene Torpedo (Schleswig SchlHA 1953, 265), ebensowenig der auf dem Grabe niedergelegte Kranz (Düsseldorf Recht 1936 Nr. 128, 496: die Beamten der Friedhofsverwaltung haben den Gewahrsam). Herrenlos ist zunächst die Kugel in der Wunde des Soldaten, da der Abschießende das Eigentum daran aufgegeben hat; der Verwundete hat aber ein Aneignungsrecht und dieses hindert es, daß ein anderer z.B. der Arzt, der die Kugel herausnimmt, Eigentum daran erwirbt (Francke Recht 1913, 94; vg. Zitelmann ebenda 163, der nur das Aneignungsrecht des Verwundeten leugnet; a. M. Lange DJZ 1914, 1382: der Staat ist Eigentümer der Geschosse im Körper der eigenen Soldaten kraft Beuterechts und im Körper der in seine Macht gelangten Feinde, weil er an diesen sein Eigentum nie verloren hat). Bekleidungsstücke der gefallenen Soldaten oder solche, die im Stich gelassen werden, sind nicht herrenlos, solange nicht der Berechtigte, das ist der Staat, darauf verzichtet hat (RGSt. 49, 194; a. M. Friedrichs GesuR 1917, 130; vgl. Delius Recht 1916, 29: selbst wenn aber herrenlos, wäre Aneignung unerlaubt, weil das Reich das ausschließliche Aneignungsrecht hat). An Pferden, die sich auf dem Schlachtfeld herumtreiben, hat der Fiskus nur das Beuterecht, wenn es feindliche sind (Königsberg OLG 39, 227). Herrenlos wird eine Sache nicht dadurch, daß sie auf der Flucht zurückgelassen (LG Dortmund MDR 1950, 546) oder vergraben wird (Kiel MDR 1947, 271), vgl. allgemein Baur DRZ 1949, 219 und BGHZ 16, 307, 311. Eine Aufgabe des Eigentums an künstlichen Ersatzstücken von Körperteilen oder der Leiche beigegebenen anderen Sachen (Oertmann LZ 1925, 511) liegt nicht in der Bestimmung der Beerdigung oder Feuerbestattung; s. auch § 953 Bem. 2 und 958 Bem. 2.

(Aus Soergel-Siebert: Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Band 4, Sachenrecht, 10. Auflage, § 959 "Herrenlosigkeit durch Aufgabe des Besitzes" Abs. 2, verfaßt von Bundesrichter a. D. Prof. Dr. Mühl, Mainz)

Ciao
Wolfram
P. S.: Falls einer meint, der Kommentar von Soergel-Siebert sei zum Speien, so schließe ich mich an.
Rosa Sconto schrieb am 15.12.2011 um 19:44
Wusste gar nicht das eine morbide Rechtsauffassung so erhellend sein kann. Wer weiss das viele Politiker Juristen sind und liest an was alles diese Juristen schon 1914 gedacht haben ist der wird auch nicht speiübel.
Wolfram Heinrich schrieb am 15.12.2011 um 19:56
@Rosa Sconto
Wusste gar nicht das eine morbide Rechtsauffassung so erhellend sein kann.

Die Rechtsauffassung ist wahrscheinlich in sich richtig und gar nicht morbide. Merkwürdig (um es höflich auszudrücken) ist, daß man sich über die Eigentumsrechte von Kugeln im Körper getöteter Soldaten Gedanken macht. Manche Juristen kennen überhaupt keine Scham.

Ciao
Wolfram
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 10:59
Wolfram, danke für den qualifizierten Kommentar. Hast du auch etwas zum Thema "Kriegsmaterial auf fremdem Staatsboden" zur Verfügung?

Rosa, wieso 1914? Den zitierten Fundstellen nach zu urteilen, ist dies eine weit neuere Auflage.
Wolfram Heinrich schrieb am 16.12.2011 um 11:20
@Alien59
Hast du auch etwas zum Thema "Kriegsmaterial auf fremdem Staatsboden" zur Verfügung?

Nein, ich bin kein Jurist, habe also keinen Überblick. Aber es läßt sich natürlich ein Analogieschluß ziehen - Die Drohne war dazu gedacht, den Iran zwar nicht anzugreifen, aber doch auszuspionieren. Sie war über iranischem Luftraum und zwar nicht aus Versehen.

Rosa, wieso 1914? Den zitierten Fundstellen nach zu urteilen, ist dies eine weit neuere Auflage.

Die älteste zitierte Fundstelle stammt von 1914, das heißt man hat sich schon damals solche Gedanken gemacht. Was ein deutscher Jurist ist, der macht sich über alles Gedanken.
Fast alles, denn eine Regelung, Soldaten vom Mordparagraphen auszuschließen, gibt es im deutschen Recht nicht.
theodor-rieh.de/heinrich/Soldaten.html

Ciao
Wolfram
Rosa Sconto schrieb am 16.12.2011 um 11:49
Danke für den Link zu der vernachlässigten Debatte, ob Soldaten Mörder sind.
Rosa Sconto schrieb am 15.12.2011 um 19:33
Eigentlich ist es doch ganz super das da jetzt so eine Drohne dem Ahmadinedschad von iranischen Himmel aus in den Schoß gefallen ist. Es ist wohl so eine Art Kompensation für das Embargo: de Software hat sicher eine guten Marktwert.

Irgendwie habe ich den Eindruck, alles was die Falken im Pentagon seit über 30 Jahren gegen den Iran anzetteln, scheitert. Der Iran "is selling more of its oil for payment in euros than dollars" as it seeks to www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=view_all&address=102x2662342," target="_blank"> "shift its foreign currency reserves away from the currency of its political enemy,"
the United States.
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 10:57
Den Eindruck kann man wirklich haben. Der Iran ist eine weit härtere Nuss, als sich dass die Herren im Pentagon je haben träumen lassen.
Regelmäßig übersehen sie m.E. noch eines: egal, was sie tun, sie einigen damit eher die Masse der Iraner. Auch viele, die gegen die Regierung sind, würden trotzdem alles gegen Einflussnahme von ausßen, insbesondere den USA, tun. Oft denke ich, dass der Mossadegh-Effekt da immer noch wirkt.
Diese Frechheit nun - Verletzung des Luftraumes, dann das Ding zurückFORDERN, fordern, nicht bitten - stärkt auch eher die Regierung. Ahmadinedschad sagt wohl freundlich danke.

Marktwert der Software - weiß ich nicht. Technischer Nutzen: sicher. Ich denke nämlich auch, dass die iranischen Wissenschaftler weit besser sind, als ihnen die USA zugestehen wollen.
SPON schreibt dazu heute:
www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,803854-2,00.html
Wolfram Heinrich schrieb am 16.12.2011 um 11:10
@Alien59
Regelmäßig übersehen sie m.E. noch eines: egal, was sie tun, sie einigen damit eher die Masse der Iraner. Auch viele, die gegen die Regierung sind, würden trotzdem alles gegen Einflussnahme von ausßen, insbesondere den USA, tun.

Das ist ein Phänomen, das schon oft von Politologen und landeskundigen Journalisten beklagt worden ist: Die USA, nicht nur die USA, aber die vor allem, gestalten ihre Politik ohne Rücksichtnahme auf die Mentalität der Menschen, die in diesen Ländern leben. Gerade die USA hätte ziemlich viele Staatsbürger, auch höherrangige Beamte, die aus den jeweiligen Ländern stammen und also gut Bescheid wüßten, was im Kopf eines Iraners, Syrers etc. pp. vorgeht, wenn er bestimmte Dinge zur Kenntnis nimmt.
Wobei man in diesem Falle wohl kein sonderlich guter Kenner der speziell iranischen Seele sein muß, um zu erkennen, daß der von dir oben beschriebene Effekt eintreten wird.

Ich denke nämlich auch, dass die iranischen Wissenschaftler weit besser sind, als ihnen die USA zugestehen wollen.

Die Drohne ist ja ziemlich unbeschädigt in iranische Hände gelangt, sie können sie also nicht abgeschossen haben. Wenn es wirklich so ist, wie die amtliche Darstellung ausführt, dann haben die Iraner die Software geknackt, die Herrschaft über die Drohne übernommen und sie sicher zu Boden gebracht.
Ich habe den Eindruck, daß die Amerikaner den größten Fehler machen, den man in der Politik nur machen kann: Sie glauben ihre eigene Propaganda. Die Iraner, die Araber etc. sind im Grunde Kameltreiber, die wissen, wie man aus Kamelscheiße ein Feuerchen macht. Hi-Tech ist ihnen letztlich fremd, sie haben gerade mal gelernt, mit von außen gelieferter Technologie umzugehen. Ha!

Ciao
Wolfram
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 11:27
"Sie glauben ihre eigene Propaganda. Die Iraner, die Araber etc. sind im Grunde Kameltreiber, die wissen, wie man aus Kamelscheiße ein Feuerchen macht. Hi-Tech ist ihnen letztlich fremd, sie haben gerade mal gelernt, mit von außen gelieferter Technologie umzugehen. Ha!"

Genau.
Und was das Wissen über andere angeht - vor nicht allzu langer Zeit schrieb jemand darüber, dass es bei maßgeblichen Abgeordneten und Regierungsleuten so gut wie unbekannt sei, dass es einen Unterschied zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen gibt. Schon das dürfte zu etlichen Fehlentscheidungen führen können, sowohl im Irak, wo das ja öfter zu sehen war, als auch im Verhältnis zu Saudi-Arabien, Bahrein, Kuweit und Iran....
Rosa Sconto schrieb am 16.12.2011 um 12:10
@ Alien59

zu dieser Unwissenheit gehört wohl auch dass es bei maßgeblichen Abgeordneten und Regierungsleuten so gut wie unbekannt ist, daß Indien u.a. Länder das iranische Öl mit dem €-uro, nicht dem US-$ bezahlen. Wenn dieses Beispiel von energie-reichen zentralasiatischen Ländern übernommen würde, wäre der €-uro viel unabhängiger vom US-$. Da werden wirklich gute Chancen schlicht übersehen. Nur 'mal so nebenbei...
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 12:15
War das nicht auch eines von Saddam Husseins letzten Verbrechen, dass er androhte, ebenfalls auf € umzusteigen? Meine, mich an so etwas zu erinnern ....
Wolfram Heinrich schrieb am 16.12.2011 um 12:15
@Alien59
Und was das Wissen über andere angeht - vor nicht allzu langer Zeit schrieb jemand darüber, dass es bei maßgeblichen Abgeordneten und Regierungsleuten so gut wie unbekannt sei, dass es einen Unterschied zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen gibt.

Es klingt unglaublich, aber ich glaube es. Auch das Wissen über Europa ist bei vielen Amerikanern (auch hochrangigen Politikern) sehr, sehr bescheiden. Wer über Sunniten und Schiiten (und es gibt ja dann noch diverse Unter-Gruppen, im Libanon und in Palästina hast du relativ große Gruppen von Christen - auch wieder unterschiedlicher Art) nicht Bescheid weiß, der macht in Arabien zwangsläufig so gut wie alles falsch.
Ich kann es nicht recht verstehen. Selbst wenn ich ein knallharter, chauvinistischer Politiker bin, der keinerlei Achtung hat vor fremden Kulturen, der alles verachtet, was nicht er selber ist - selbst dann also müßte ich doch interessiert sein, so genau wie nur möglich über meine Gegner informiert zu sein.
Allerdings ist Information natürlich auch gefährlich. Man kennt das Phänomen von Biographen, die sich naturgemäß sehr gründlich kundig machen müssen über den von ihnen beschriebenen Menschen und die sich irgendwann in ihr Studienobjekt verlieben, es mag alles in allem so unsympathisch sein wie nur möglich. Wenn ich viel über andere Menschen weiß, dann kann ich mich irgendwann auch in diese Menschen hineinversetzen, dann kann ich die Lage auch aus ihrer Sicht beurteilen. Das Dumme dran ist, daß ich dann irgendwann so weit komme, daß ich mir sagen muß: Wäre ich an ihrer Stelle, ich würde ebenso handeln wie sie.
Dabei ist mir schon klar, daß die meisten Menschen nicht in der Lage sind, aus der eigenen Position auch nur theoretisch, hypothetisch herauszutreten und sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sie mögen so viel über die anderen wissen, wie nur möglich.
Wäre ich israelischer Politiker, ich wüßte eine Generallinie, mit der man die Araber "besiegen" kann. Nähme man nur einen Teil des israelischen Verteidigungsetats und nützte ihn dafür, Palästina und die arabischen Nachbarländer wirtschaftlich zu fördern, dann wäre irgendwann die Luft raus. Satte, leidlich zufriedene Menschen ziehen nicht in den Krieg. Infrastruktur statt Bomben.

Ciao
Wolfram
Rosa Sconto schrieb am 16.12.2011 um 12:17
@ Wolfram

ergänzend: ich erinnere mich das wir noch 1991 in Sarajevo über 900 Studenten hatten, die hauptsächlich in den technischen Fakultäten eingeschrieben waren. Nach der Revolution hatte der Iran ein sehr grosses Förderungsprogramm für Auslandsstipendien. Hier in Deutschland waren deren Zahl bestimmt 10 Mal so hoch.
Rosa Sconto schrieb am 16.12.2011 um 12:18
@ Wolfram

ergänzend: ich erinnere mich das wir noch 1991 in Sarajevo über 900 Studenten hatten, die hauptsächlich in den technischen Fakultäten eingeschrieben waren. Nach der Revolution hatte der Iran ein sehr grosses Förderungsprogramm für Auslandsstipendien. Hier in Deutschland war deren Zahl bestimmt 10 Mal so hoch.
Wolfram Heinrich schrieb am 16.12.2011 um 12:19
@Alien59
War das nicht auch eines von Saddam Husseins letzten Verbrechen, dass er androhte, ebenfalls auf € umzusteigen? Meine, mich an so etwas zu erinnern ....

Ich würde mich nicht wundern, wenn es so wäre. Solange Saddam Hussein in die amerikanische Politik paßte, konnte er sich aufführen, wie er nur wollte, es hat keinen aufgeregt.
Abgesehen davon: Ich habe den Eindruck, daß im Irak die Wahrscheinlichkeit, gewaltsam zu Tode zu kommen, derzeit erheblich höher ist als zu Saddams Zeiten. Täusche ich mich?

Ciao
Wolfram
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 12:32
Es scheint so - aber sicher bin ich mir da gar nicht. Von vielen Toten zu Saddams Zeiten hörte man nichts. Ich weiß nicht recht.
tlacuache schrieb am 17.12.2011 um 06:50
"Selbst wenn ich ein knallharter, chauvinistischer Politiker bin, der keinerlei Achtung hat vor fremden Kulturen, der alles verachtet, was nicht er selber ist - selbst dann also müßte ich doch interessiert sein, so genau wie nur möglich über meine Gegner informiert zu sein. "

Erst kommt die Green-Card, dann der politische Gegner (Democr. oder Rep.),
fuer den Rest der Welt ist das Leben zu kurz...
Der "Gegner" sitzt nicht im nahem Osten, der sitzt schräg gegenueber im Hochaus, und mit der National Rifle Association und allem Klim - Blim der dranhängt, musst du Arbeitsplatztechnisch sowieso alles absegnen:
"Near - East, where the fuck is this Lake in Idaho?"
archinaut schrieb am 16.12.2011 um 01:44
.... sie wollen ihre Drohne zurück?
Dann sind sie wirklich kurz vor der Pleite.....
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 10:53
DAS war wohl der Kommentar des Tages - danke für den Lacher.
Alien59 schrieb am 16.12.2011 um 14:06
Etwas weniger ironisch: ein Kommentar aus Pakistan, dass man dort vom Umgang Irans mit der Drohne durchaus lernen könne.
nation.com.pk/pakistan-news-newspaper-daily-english-online/Opinions/Columns/14-Dec-2011/Hunting-the-hunter-Learning-from-Iran
Passt durchaus zu dem, was Rosa oben schrieb.
Alien59 schrieb am 17.12.2011 um 06:23
Und noch ein link: ein Exklusiv-Interview, ausgerechnet im Christian-Science-Monitor, wie iranische Wissenschaftler die Drohne heruntergeholt haben. Wenn das stimmt, müssten sich die entsprechenden US-Stellen eine Runde ob ihrer falschen Einschätzung der iranischen Forschung schämen.
www.csmonitor.com/World/Middle-East/2011/1215/Exclusive-Iran-hijacked-US-drone-says-Iranian-engineer
"Iranian electronic warfare specialists were able to cut off communications links of the American bat-wing RQ-170 Sentinel, says the engineer, who works for one of many Iranian military and civilian teams currently trying to unravel the drone’s stealth and intelligence secrets, and who could not be named for his safety.

Using knowledge gleaned from previous downed American drones and a technique proudly claimed by Iranian commanders in September, the Iranian specialists then reconfigured the drone's GPS coordinates to make it land in Iran at what the drone thought was its actual home base in Afghanistan."

Es klingt für mich glaubwürdig, wenn man bedenkt, wie intakt die auf den Bildern zu sehende Drohne aussah.
Alien59
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