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Ich bin 17 Jahre alt und Abiturientin. Mich hat etwas gepackt, was mittlerweile nahezu alle Jugendliche meines Alters unterwirft und dominiert. Meine Generation wird von dem Luzifer eines weißen Blatt Papiers beherrscht. Und dieses Blatt verliert erst sein dämonisches Angesicht, wenn es gefüllt wird. Gestopft und vollgeladen wie eine Weihnachtsgans, transformiert es sich und den glücklichen Inhaber zum Engel.
Es ist der Lebenslauf.
Lauernd, in jeder Ecke bestimmt er nicht nur mein Dasein, sondern die Existenz der jetzigen 15 bis 25 Jährigen, die es schaffen wollen, es erreichen wollen, das Lebensglück durch Karriere. Der Lebenslauf wartet nicht hinterhältig in einer Ecke, sondern er führt wie der mittelalterliche Satan jederzeit jeden in Versuchung, sich ihm zu unterwerfen.
Früher gab es einmal eine Art Lebensstil, so erzählte man mir. Junge Menschen lebten ihr Leben und bemühten sich dann, es für den Lebenslauf attraktiv klingen zu lassen. Nun haben der Geist der Zeit, die Anforderung der Gesellschaft umgestülpt, rigoros: Junge Menschen existieren nun für den Lebenslauf und versuchen sich dies dann für ihr Leben attraktiv zu machen. Sie leben nicht, sie vegetieren, getrieben von dem ständigen hämischen Lachen des scheinbar so unausgefüllten Blattes der eigentlich unexistenten Farbe weiß.
Schreibt man einen Lebenslauf, heißt es, soll man nie Bekenntnisse à la: „Ich wollte schon immer….“ tätigen Aber um wenigstens vor mir so zu tun, als würde ich aus dem Kreislauf ausbrechen, bekenne ich hiermit: Satan hat von mir zielgerichtet und erfolgreich Besitz ergriffen. Er hat mir sein Gift ins Ohr geträufelt, seine Samen fanden fruchtbaren Boden im warmen Nest meines Ehrgeizes und in der sicheren Umarmung meiner Angst zu versagen. Und jetzt lebe ich für ihn, anbetungsgleich ist er die höchste Instanz meiner Entscheidungen, er nickt ab, er verbietet. Satan spricht: „Nein, in den Sommerferien keinen Urlaub, Praktikum musst du machen.“ Ich wimmer erschöpft: „Ich habe das ganze Jahr geschuftet, 14 Stunden am Tag. In meiner nicht vorhandenen Freizeit habe ich mich nur um meine Berufswünsche gekümmert, ständig Bewerbungen geschrieben und Weiterbildungen besucht. Ich kann nicht mehr, ich bin müde.“ Er akzeptiert es nicht und schreit meine Ohren taub: „Du kleines faules Wesen, das ist nicht genug. Pausen hast du verdient, wenn du etwas erreicht hast. Deine zwei Seiten Lebenslauf im Alter von 17 Jahren sind nicht mal annähernd ausreichend, egal mit wie vielen Arbeitsproben du glaubst zu glänzen, egal ob dein Einkommen sich im letzten Jahr durch alle deine Nebenjobs sich verdreifacht hat, egal ob du denkst, dass du nicht mehr kannst. Du weißst, dass du in diesem Praktikum nichts Neues lernen wirst, weil du durch deine ganze Selbstrecherche alle diese Dinge schon beherrschst? Unwichtig! Du hast kein Mitspracherecht, es ist gut für den Lebenslauf. Und er muss dein Gott sein.“
So spricht er mit mir, der Satan, lockt mich mit Erfolg, quält mich weiter, sorgt für Panik und Zukunftsangst. Er macht mich systematisch zu einem gefühlskalten, aber wunden Zombie, der nicht den schnöden Mammon anbetet, aber ständig seinen Drang zu befriedigen versucht, sich aktiv in Fortunas Launen einzumischen. Mittlerweile hat Satan es geschafft und ich spreche nicht mehr mit Menschen. Es klingt surreal, aber ich wäge jedes Gespräch auf seinen Wert ab. Bei Kongressen und Konferenzen darf es für mich keine Gespräche über privates geben, maximal als gezielter Smalltalk-Einstieg. Dieser soll anfängliches Eis brechen und mir damit ein offenes, warmes Nest geben, Satan als Parasit am Erfahrungsschatz der Kollegen teilhaben zu lassen. Keine privaten Gespräche, bloß keine Zeit verschwenden, du musst arbeiten. Ich könnte eine wichtige Information in dieser Smalltalk- Zeit versäumen, eine Information über Praktika-Stellen, die ich doch so dringend brauche für meinen Lebenslauf.
In den Schulpausen sitze ich am Computer und verbessere Bewerbungen, recherchiere im Netz nach Möglichkeiten zur Weiterbildung, werde blind und taub für die Hinweise meiner Mitschüler, ich würde mich kaputt machen. Und ich schaue an den Rechner neben mich und sehe Verbündete, ebenso gehetzt. Und höre sie, sehe sie, spüre sie. Nicht als Mitleidende, sondern als Konkurrenz. Weitermachen, hämmert es in mir, sonst kommen sie dir zuvor.
Weitermachen.
Willkommen im Bild einer Generation, die keine ehrenamtlichen Tätigkeiten mehr ausübt, um Senioren ihren Lebensabend zu versüßen oder Hunden aus dem Tierheim Ausgang zu gewähren. Willkommen in einer Generation, die letztere Tätigkeiten ausübt, um die Sparte ehrenamtliche Tätigkeiten im Lebenslauf um drei Zeilen zu verlängern.
Willkommen, willkommen, willkommen, ihr seid mittendrin.
Unser Leben wird kontrolliert durch unsere Angst, etwas zu versäumen, die Ziele nicht zu erreichen, schlechter als alle anderen Menschen zu sein, seine Zukunft nicht in einem Traum, sondern in einem Inferno zu erleben.
Und immer, wenn ich sie treffe, die Praktika-Jäger und Lebenslauf-Sklaven frage ich mich: Ist unser Leben nur ein Zweck zum Auffüllen des Lebenslaufes? Eine Art Vorarbeit, um sich später weich zu betten und das nun blühende Leben zu geniessen? Warum können wir Jugendlichen nicht die Ferien damit verbringen, wie in den alten Büchern? Am Baggersee zu liegen und zu baggern? Warum haben wir in unsrem Wahnsinn aus Hetzen, Springen, getrieben werden und sich bis zur totalen Erschöpfung schindend keinen Sinn mehr für unser Leben außerhalb der Zertifikate und Prakika- Einschätzungen?
Ich weiß nicht wann, aber irgendwann habe ich diesen Sinn verloren, etwas nur aus Freude und Spaß in der Freizeit zu tun. Etwas, was mir nichts nutzt, sondern nur Glück verschafft. Es gibt ihn noch, diesen Sinn, irgendwo tief in mir. Aber er wartet wie eine Märchenprinzessin auf Erlösung aus dem hohen Turm meines Unterbewusstseins. Und die Erlösung kann nur ein einziger Ritter bringen: der Erfolg. Das ist mein Lichtblick, darauf hoffe ich.
Entgegen der Erwartungen ist meine größte Angst derzeit nicht, dass dieser Ritter nicht kommen könnte. Ich schaffe es schon, noch ein bisschen so weiter zu machen, in Hoffnung meines Heldens in Rüstung. Meine Furcht liegt darin verborgen, dass der Ritter kommt, aber nicht erlöst- und ich für immer so bleibe. Infiziert und vergessen, eingeliefert und nicht behandelt. Wie der Wahnsinn, der meine Generation gepackt hat. Der nicht behandelt wird, sondern geschürt. Durch Professoren und Personalchefs, die unrealistische Ziele als Minimum des Erfolges darstellen und Anforderungen setzen, welche nicht erreichbar sind ohne Selbstaufgabe. Die Gesellschaft schützt, beschützt, wenn es ihr zu nutzen scheint. Vor Drogen, damit die Krankenkassen nicht durch Raucherlungen überlastet werden, vor Aids, damit die Steuerzahler sich vor ihrem dreißigsten Lebensjahr nicht bereits in das steuerfreie Steuerparadies Paradies begeben. Doch die Gesellschaft breitet den Mantel der Sicherheit nicht über uns getriebene Generation aus, denn wir nutzen ihr in unserem Eifer und unserer Angst.
Und sind ebenso ihre Sklaven wie die des Satans, welcher sich in unserer Zeit nicht mehr als pferdefußig und mit Hörnern darstellt, sondern als
tabellarischer Lebenslauf.
Amira
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"gefühlskalt, aber wund" - jetzt versteh ich die Äußerungen mancher Kommentator*innen zu bestimmten Blogs hier.
Gefahr erkannt - Gefahr gebannt, es besteht Hoffnung, toi, toi, toi! |
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Hallo Meisterfalk, danke für deinen Kommentar! Leider bin ich noch nicht solange hier, darum kenne ich "die Äußerungen mancher Kommentator*innen" noch nicht so genau... erklärst du mir, was du meinst?
Gefahr gebannt- ich arbeite dran.... denn sogut diese Lebenslauf-Liebe für die Karriere ist, so mies ist sie für Alltag und "Wohlbefinden". Liebe Grüße, Amira |
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Ich finde den Text sehr gut geschrieben. Klasse eigentlich. Was mich daran stört, ist eine gewisse Unentschlossenheit, in welche Richtung Du ihn entwickeln willst. Er hat Ironie, aber manchmal ist er fast zu reflektiert für eine 17Jährige, zu nachdenklich und zu "erwachsen". Versteh mich nicht falsch - er spießt den Zeitgeist ein bisschen zu schwerblütig auf und will auch zuviel beklagen. Geht bis ins Larmoyante. Und dann willst Du auch gleich Generalkritik betreiben, das ist einfach zuviel für eine kurze Kolumne.
Ich bin in allem mit Deiner Diagnose einverstanden, versteh mich nicht falsch. Ich würde Dir aber raten, noch ein Spürchen mehr Ironie reinzupacken und nicht die ganze Welt erklären zu wollen. Nebenbei: Es ist hier nicht üblich so Stilkritik zu betreiben. Und andere können auch anderer Meinung sein. Aber bei dem Potential wollte ich auch anmerken, was mich ein bisschen stört. Ich habe ja auch gar nichts zu sagen. Aber ein bisschen Erfahrung. Mit Gruß Magda |
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Hallo Magda, vielen Dank erstmal für dein Lob aber natürlich auch für deine nettverpackte Kritik! Wie gesagt, dass war mit einer meiner ersten Blog-Versuche und ich werde ihn nach deinen Hinweisen bestimmt nochmal überarbeiten =)!
Mal sehen, was es demnächst noch so von mir zu lesen gibt- im Rahmen der Jugendmedeintage in Hannover hat mich das Blog-Fieber gepackt! Und bei etwas mehr Erfahrung werde ich mal schauen, ob mein Blog-Stil es ironischer, lustiger, trauriger wird.... Viele liebe Grüße und danke nochmal, Kritik ist essentiell! Amira |
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Noch trauriger...?
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Ein weißes Blatt Papier. Es lädt zu einem ersten Entwurf ein, welcher immer Makulatur ist.
Wie sähe einen Lebenslauf aus der nicht von "Satan" konzipiert wäre? Einfach frei weg. Wie sähe ein GothicLebenslauf aus, der deinen satanischen Ansprüchen genügen würde? Mit Blick auf den Ritter. Wie sieht dein bisheriger Lebenslauf aus? Ungeschönt. Entwürfe werden verändert, modifiziert, es wird gestrichen und ergänzt. Am Ende steht ein zerknülltes Blatt Papier oder ein glückliches Leben. |
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Ein weißes Blatt Papier ist doch wunderbar: Es lädt zum Phantasieren ein, wie ein unbehauener MArmorblock den Bildhauer zum Phantasieren einer Form oder Figur einlädt.
Manchmal kommt etwas Wunderbares dabei heraus. Aber ein weißes Blat Papier, das mit einem LL gefüllt werden sool, ist eine Quälerei. MAn weiß, daß man etwas zu schreibenhat, das jemandem gefallen muß, und man darf sich keine Fehler erlauben, weil man im rat race ja die bessere Ratte sein will oder muß. Nee, sowas ist wirklich nicht schön. |
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nix muss, alles kann :)
Ein Lebenslauf ist noch kein Lebensentwurf. Darauf wollte ich anspielen. Scheinbar zu verklausuliert :-( |
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Schon
"Abiturientin, 17 Jahre" ist ein beachtlicher Lebenslauf, die sichtbar werdende Fähigkeit zum Schreiben eine für sich selbst sprechende Empfehlung. Geh einfach ins Leben, gib Satan einen Korb, und alles wird gut :) |
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Liebe Amira,
hier ein paar Reaktionen von mir auf Ihren Blog-Beitrag. Wahlweise zum ernstnehmen oder zum in die Haare schmieren: - mit Siebzehn ist das Leben eben so. Da muß man durch. Danach wird's besser. Versprochen! - Sie werden was versäumen, der Erfolg wird nicht die gewünschten Gefühle erzeugen, Sie werden nicht erlöst durch eine fremde Macht, Sie werden alleine durch alles durchmüssen - und: Sie werden das als ganz normal und menschlich empfinden. - mein Vater mußte mit 16 zum Arbeitsdienst, mit 17 in den Krieg, mit 18 in die Kriegsgefangenschaft, mit 22 war er dann wieder zuhause. Er hat sich das noch viel weniger ausgesucht, und trotzdem gelebt, und das Leben erlebt. - welchen Götzen und Zielen man dienen will, die Entscheidung stellt sich jedem und nimmt einem keiner ab. - Hören Sie auf, die liebe Tochter zu sein, dann können Sie endlich anfangen, Sie selbst zu werden. - Personalchefs mögen die Totalangepaßten sowieso nicht! Gruß Titta |
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Oh, ich habe frech geduzt. Schlechte Kinderstube...
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Hallo merdeister,
ich komme da auch nicht mehr immer so ganz mit, mit dem Duzen und Siezen. Duzen wir uns schon oder Siezen wir uns noch? Gruß Titta mit der Bitte um Verständnis. Son alter Esel kann sich schließlich nicht mehr alles so merken. |
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@ titta: Ich bin nach meiner kurzzeitigen Abwesenheit auch vollkommen raus! Entschuldige mein plötzliches Duzen. Wenn Du's nicht magst - brüll dein entrüstetes I-A hinaus und ich ducke mich beschämt zurück hinter's "Sie"...
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Im Zweifel bin ich für duzen...und Esel, die ich duze will ich auch nicht mehr als Salami haben.
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Ich sag einfach immer: "You are my sunshine"
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merdmeister: du willst den duce als salami?
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@ Streifzug
Bevor ich auf Deine Kommentare antworte muss ich meist vorher zu Google, zum Glück ist das umsonst...nein, kostenlos. Duce Salami ist mir zu braun. |
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Eigentlich habe ich eine ganz einfache Regel, ach nee, zwei.
1. Die, die ich noch nicht kenne, sieze ich zuerst einmal. 2. Die, die ich leiden kann, duze ich. Also lieber merdeister, liebe Cassandra, euch kann ich leiden!! Außerdem: es kommt immer besser, wenn man, falls es notwendig werden sollte, zu jemanden "Sie Arschloch" sagen kann. Was ist da schon so ein harmloses "Du Arschloch" dagegen?! Herzlichst Titta |
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aber gut abgehangen :-)
(Puh, wie makaber) |
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Oh, da bin ich ja beruhigt, dass ich im Notfall jetzt nur noch die harmlose Form abbekommen kann. Untertänigsten Dank!
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Titta, Ihr wertes Eselchen guckt immer so keck aus dem Bilde.
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Huch, habe ich wieder was vermeintlich Böses gesagt, ohne es selbst zu wissen?! Ojeoje, am besten, ich bliebe öfter bei meinem kurzen I-A.
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Ich glaube, ich war heute einfach zu lange mit den Kommentaren zum Artikel >Neue Väter, alte Probleme< beschäftigt. Das kann auf Dauer nicht gut tun.
Kann da die Community zukünftig nicht ein bißchen besser auf mich aufpassen, wenn ich auf so Weiden grase, die mir nicht wirklich bekommen? Das kann ich doch schon erwarten, daß die Spaßguerilla mit darauf aufpaßt, daß mir der Spaß nicht verloren geht, oder? |
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@ Titta:
Manche Artikel und Kommentarfluten sollte man meiden. Und >Neue Väter, ale Probleme< ist so ein Artikel, der nur die Gemüter erhitzt, bescheuerte Reaktionen von bescheuerten Menschen provoziert, dann vernünftige Reaktionen von vernünftigen Menschen auf diese bescheuerten auslöst, und weiter und weiter und weiter im Kreise drehend Kommentare erzeugt. Am Ende geht die Substanz vor lauter Hitze des hin und her wogenden ideologische verhärteten Gezänks verloren. So etwas ermüdet bloß. Ich habe mal kurz darein geschaut und schnell weggeklickt. Immer wenn ich eine Benachrichtigung bekomme, daß jemand von Euch etwas geschrieben hat, und ich diesen Beitrag öffne, seufze ich gequält auf und klicke es schnell wieder weg. |
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Ich glaube, da hast du leider recht.
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Titta, dort habe ich immerhin erfahren dass du "Allerverdienende EheFrau eines Einzelmannes" bist.
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Genau, ich bin nicht ohne Grund ein Esel.
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Titta, immerhin bist du ein Wappentier:
Gekrönter Esel im Wappen von Tussenhausen. de.wikipedia.org/wiki/Tussenhausen Für den Namen der Stadt kann ich auch nix :-) |
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Zugegeben, ich bin etwas sprachlos, traurig und wütend. Was soll ich dazu noch sagen. Dieses Jahr beende ich das dritte Jahrzehnt meines Lebens und weiß im nicht, ob ich zu den Jungen oder den Alten gehöre. Durch den verspäteten Beginn meines Studiums bin ich umgeben von Jungen und fühle mich nicht alt. Wenn um mich herum für jemanden die Welt zusammenbricht, weil eine Prüfung nicht bestanden wurde, fühle ich mich alt. Man muss ja nicht alles so in die länge ziehen wie ich, aber dieser Druck wird eine Generation krank machen. Dieser Druck wird Dich nicht gesund bleiben lassen.
Im Grunde ist die Lösung ganz einfach. Opfere ein paar Gespräche auf Kongressen oder sonstigen Veranstaltungen, die für Jugendliche wie gemacht sind und stelle ein paar persönliche Fragen, such nach dem "das Lebensglück durch Karriere". Die Menschen die da rum hüpfen sind vermutlich sehr weit davon entfernt. Da muss ich natürlich Fragen, wann beginnt denn das Lebensglück? Mit 20? Mit 30? Mit 40? Mit der Rente? Bei meinem Lebenslauf (und wahrscheinlich dem Lebenslauf der meisten Tunichtgute die sich hier so tummeln) wird Dir vermutlich ein bisschen schwindelig. Das mit dem Lebensglück ist so eine Sache aber gerade lag ich im Park in der Sonne und habe das Skript im Rucksack gelassen... |
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merdeister,
wappne dich! Am schlimmsten war mein 30. Geburtstag. Ich hab in der Ecke gelegen und geheult, während um mich rum die beste Party meines Lebens abgelaufen ist. Also: eigentlich kann man es sich nur selber versauen. Manche sagen allerdings, mit 40 wäre es noch schlimmer (nur falls du zu unbesorgt werden solltest), was ich nicht bestätigen kann. Ehrlich! |
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Titta, dann bist du ja noch ein junges Huhn, Pardon, Eselchen.
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Das schmeckt auch noch besser!
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Aber immer diese Fussel zwischen den Zähnen
(auf das Bild bezogen :-) |
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So, geh jetzt noch was spochten.
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Was will Streifzug uns sagen, daß er noch was essen geht? Oder daß er noch was rausgeht?
Und das in seinem Alter! Der Mann muß doch auf sich aufpassen und sollte besser zuhause bleiben! |
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Da wo ich gerade wohne kann man Spocht sagen, wenn man Sport meint.
Um auf den Geburtstag zurückzukommen, da möchte ich Alf zitieren: "Was hilft es über verschüttete Milch zu klagen." |
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@ merdeister (und Titta):
Mir war der zwanzigste Geburtstag am schlimmsten. Da habe ich nämlich zum ersten Mal wirklich begriffen, daß ich älter werde. Seither sind mir die sog. 'runden' Geburtstage auch nicht wichtiger oder erschreckender als andere. Geburtstage sind doch auch gar nicht wichtig. In unserer Gesellschaft dienen sie nur dazu, uns in Schubladen einzuordnen, wie so vieles oder alles. "Ach, Sie sind schon / erst (Nichtzutreffendes bitte streichen!) 43. Da haben Sie ja das Leben noch vor sich / schon viel erlebt (Nichtzutreffendes bitte streichen!)... Es gibt Leute, die schon mit 18 Jahren vergreist sind, und andere, die noch mit 80 ziemlich jugendlich auftreten (naja, nicht körperlich, natürlich, aber geistig oder seelisch oder beides). Lieber merdeister, sieh es mal so: Es ist doch prima, dreißig zu werden! Wie viele von denen, die im selben Jahr wie Du geboren wurden, sind schon nicht mehr da? Na, eben! Das ist ja auch der einzige Grund zu feiern: Daß man wieder ein Jahr geschafft hat, ohne ins Gras gebissen zu haben. Wenn Du es dieses Jahr als schaffst, feiere lustig, oder laß es bleiben! Und laß Dich vor allem von Deiner Umgebung nicht fertig machen, weil die Leute anders reagieren als Du. |
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@ all
Danke |
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Titta, ich schließe mich Dir voll an. Zu Deinem letzten Punkt könnte man vielleicht noch ergänzen: Arbeiten um zu leben oder leben um zu arbeiten??
Im Übrigen, Amira, impliziert dieser Absatz "Willkommen im Bild einer Generation, die keine ehrenamtlichen Tätigkeiten mehr ausübt, um Senioren ihren Lebensabend zu versüßen oder Hunden aus dem Tierheim Ausgang zu gewähren. Willkommen in einer Generation, die letztere Tätigkeiten ausübt, um die Sparte ehrenamtliche Tätigkeiten im Lebenslauf um drei Zeilen zu verlängern." dass Deine gesamte Generation genauso denkt wie Du. Gleichzeitig merkst Du aber schon an, dass es auch noch andere Personen gibt, die versuchen Dich von Deiner jetzigen Lebenseinstellung abzubringen. Somit erhält Deine Behauptung (unbeabsichtigt?) den Beigeschmack einer bösartigen Unterstellung... Nimm nicht alles so tragisch. Dann wird das Leben direkt viel lustiger. |
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das Löben ist nöcht looostigg, sondern ernst!
(das "r" bitte rollen) |
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Hallo Cassandra,
schön, daß du wieder an Bord bist in unserer Freitags-Blogge. Hallo Amira, ich hab noch was vergessen: - das Leben ist in Wirklichkeit gar nicht so planbar, wie du es darstellst. Und das wirklich Spannende am Leben ist genau das: das völlig Unvorhersehbare, das einfach ungeplant passiert. |
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@merdeister: Da offenbart sich mein größtes Defizit! Ich leide schon seit frühester Kindheit darunter, dass ich das "r" nichr ollen, ja noch nicht mal vernünftig aussprechen kann...ist das also der wahre Grund für meine verquere Lebensweise?
@ Titta: Danke, ich feru mich auch. @ Amira: Du lernst dich selbst erst richtig kennen, wenn du das Leben einfach auf dich zukommen lässt. (Jetzt fühle ich mich ganz alt und vor Lebensweisheit strotzend. Nimm mich bloß auch nicht allzu ernst, Amira.) |
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Hallo merdeister,
das war doch jetzt ein Zitat aus der Augsburger Puppenkiste, von dem Seelöwen. Oder bin ich grad auf dem ganz falschen Dampfer? |
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Nein, mit der richtigen Intonation kommt der GröFaZ dabei raus - Ihr wißt schon, der bekannte Arscharellmaler aus der Arschistenpartei!!! (www.freitag.de/community/blogs/merdeister/neues-vom-faschismus)
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einfach wow :-) ein blog-beitrag ist sehr gut geschrieben, ein bisschen habe ich es wie magda empfunden, aber es wird hier eigentlich keine stil-kritik geübt, das ist auch das schöne am bloggen :-)) und was das lebensglück betrifft, so was gibt es nicht, kein glück fürs ganze leben, was uns als junger mensch glücklich gemacht hätte, kann sich später wandeln und zum unglück werden oder ein vermeintlicher verzicht kann zum glück führen etc pp und letzlich kann man alles haben, alles, man muss nur bereit sein dafür auch den preis zu zahlen :-)
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Ich denke schon, dass eine positive Einstellung zum Leben auch dem Lebensglück absolut zuträglich ist. Natürlich hängt das auch von vielen anderen Faktoren ab, aber die Art, wie man mit selbigen dann umgeht ist absolut entscheidend.
Das kann für mich dann auch heißen, dass mein seine Lebensphilosophie in den Grundzügen ein Leben lang beibehält. Wieso sollte das nicht gehen? |
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@cassandra,
das ist natürlich nur meine subjektive wahrnehmen (wie auch anders möglich :-))) : ich denke, dass kein mensch gleich bleibt, einstellungen schleifen sich ab, neue kommen dazu, man wächst, meinetwegen auch immer ein positives wachstum, aber auch das ändert den menschen und die lebensphilosophie ist kein durchgehender roter faden, manchmal ist es etwas bunter und manchmal verliert man den faden und glück ist deshalb so hart umkämpft, nein, besser so herbeigesehnt, weil es flüchtig ist,es ist vor allem auch eine hohe bürde an andere, weil wir gerade von anderen erwarten, dass sie uns glücklich machen, heute bin ich glücklich, morgen unglücklich, wenn man mit sich soweit zufrieden ist, ist es kein drama, wenn nicht alles auf hochglanz ist, katastrophen können hin und wieder auch eine chance sein. |
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Natürlich sind da Veränderungen, Stimmungen, Ereignisse, an denen wir wachsen.
Wenn man aber sich selbst kennt, dann weiß man auch (ich will nicht sagen in 100% der Fälle, aber oftmals!) wie man sein Glück wieder finden kann. Let's agree to disagree. |
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i got your point :-)
bei mir fällt das unter zufriedenheit mit sich, wir meinen wahrscheinlich etwas sehr ähnliches. am sonsten wäre auch immer glücklichsein anstrengend, ich bin schon so sehr auch mit meinem unglück konform, dass ich angst vor ewig selig grinsenden menschen bekomme :-) |
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Die Sorte Leute kenne ich auch. Die meinen aber nur, dass sie glücklich sind...
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Hallo Amira,
willkommen. Ein wunderbarer, offenherziger Blogbeitrag als Einstieg in den FREITAG, der spontan zahlreiche Reaktionen ausgelöste. Aufgrund der erkennbaren Reflexionsfähigkeit einerseits und der Sehnsucht nach dem prallen erfüllten Leben andererseits, bin ich guter Dinge. Dein Leben pulst voran, da ist Sound drin. Vergiss den Satan, pfeif deine Engelsverse, fluche, dass die Schwarte kracht, hau mit der flachen Hand in die Lebenssuppe. "Karriere"? - das ist der Massenbetrug für das goldene Hamsterrad der Mitläufer, der 60 Std. Woche bei 4000.-Euro, 1. Klasse Bahnticket, kostenfreie Pizza vom Chef und wichtig-wichtig-after-work-party. Das eigene Leben ist kurz, die (R)Evolution aber lang.Besser zweimal nachdenken und dann gestalten. Gruß Bildungswirt |
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ooooch Bildungswirt,
da lern ich dich jetzt noch von einer ganz anderen Seite kennen! |
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Na, Amira, das ist ein Kindergarten hier, was? Aber die tun nur so, als wollten sie nur spielen, immer wenn die guten Ratschläge losgehen, fällt es auf.
Ja, was ich da oben gemeint habe, ist schwer oder nur mit sehr, sehr viel Text zu erklären. Ein Tipp: Such Dir die Blog-Beiträge mit den meisten Kommentaren, sortiere die aus, wo nur geblödelt wird (die kannste später lesen, zur Erholung), und lies mal drüber. Vielleicht wird Dir dann klar, was ich meinte. Wobei das "gefühlskalt, aber wund" nicht unbedingt wörtlich zu nehmen wäre, könnte auch heißen "zornig-engagiert, aber verletzt". |
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I've got the blues im Hintergrund-Sound.
Es heißt doch selbst beim Verband der deutschen Chemieindustrie: "Bildung beginnt im Kindergarten, nicht erst an der Universität." Und JA ist doch auch Gärtner, der Freitag ein Spielgarten, denn der Mensch erkennt sich im Spiel oder im Spiegel. |
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Och, und ich dachte, in seinem Gegenüber.
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Wieso geblödelt?
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schrieb am
14.06.2009 um 13:27
Frag Bildungswirt, merdeister. Was gabs denn heute Mittag bei Dir zu spochten?
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20Km Dauerlauf
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schrieb am
14.06.2009 um 13:41
Und das schmeckt?
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Wie Schuhsohlen...
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Wie meinen Sie das?
Ist die 17jährige Abiturientin ein Fake? Oder die Blogge über den satanischen LL? Ist das letztendlich von Bedeutung, wenn Bloggerin und Blogge so viele interessante und tiefgründige Kommentare hervorgerufen haben? |
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Die Abiturientin ist sicher kein "Fake".
Aber prinzipiell ist so etwas durchaus von Bedeutung. Wir jugendlichen Blogger wollen uns nämlich sicher nicht von irgendwelchen literarisch begabten 40jährigen im Jugendkostüm plattmachen lassen, die würden völlig die Preise verderben. Falsche Genies... P.S.: Diese ganzen "Wird schon"- und "nimm's locker"-Kommentare verkennen ein bisschen die dramatische Lage unserer Generation. Man kann den Arbeitsmarkt nicht direkt mit der Kriegsgefangenschaft anderer Generationen vergleichen, aber die Kälte ist eine ähnliche... |
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schrieb am
14.06.2009 um 12:47
"Unsere Generation hat feststellen müssen, daß wir viel schlechter leben werden als unsere Eltern. Wir werden weniger Geld haben - wenn wir überhaupt einen Arbeitsplatz finden! - und auch weniger soziale Absicherung." sagt ein Dimitrios X, griechischer Student, und empfiehlt als eine Lehre aus der Revolte im Dezember: "Wir als Studenten (gehören) keineswegs zur Elite (...) Wir müssen uns als Teil der Arbeiterklasse sehen. Wir müssen jetzt schon versuchen, mit Arbeitern zusammen zu kämpfen und zu streiken." - Klingt natürlich recht altlinks-40jährig, was? Man kann es aber auch in's anschaulich-lebenspraktische übersetzen: Wer seine Mittelschichtler-Angst nicht überwindet, seine Mittelschichtler-Illusionen nicht erkennt, seinen Mittelschichtler-Dünkel nicht abstreift, wird dem ihm vorherbestimmten Hamsterrad nicht entkommen. Der sichere Weg zu einem befriedigenden Leben ist das allerdings auch nicht...
Fake? Vielleicht ist meisterfalk auch ne 17jährige? Na, wohl eher nicht. Ich kenne ein paar Exemplare aus dieser Altersgruppe recht gut. Ihnen ist alles zuzutrauen, man sollte sie nicht unterschätzen! (kratz, kratz) Schönen Sonntag noch, ihr könnt den Lebenslauf genauso gut in der Sonne schreiben. Denkt aber ans Ozonloch und esst nicht soviel Gummibärchen. (beim besten Willen nicht zu verkneifende väterliche Ermahnung) |
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"Die dramatische Lage unserer Generation" hört sich schon bald historisch an. Ob sich da endlich eine Generation anschickt aus dem übermächtigen Schatten der 68er zu treten? Ich warte schon lange darauf.
Die Enkel der 68er werden den Muff und Mief aus der vermerkelten und verköhlerten Republik blasen. Vielleicht fachen sie damit die Glut an die notwendig ist manche alten Säcke wieder zu reaktivieren :) [meisterfalk, gib mir Kommata, ich glaube es fehlen welche] |
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schrieb am
14.06.2009 um 13:10
Streifzug, ich hab nur noch 'n paar, weil ich dazu neige, zuviel davon ins Essen zu streuen, aber vielleicht reichen sie ja. Also: "'Die dramatische Lage unserer Generation' hört sich schon bald historisch an. Ob sich da endlich eine Generation anschicktKOMMA aus dem übermächtigen Schatten der 68er zu treten? Ich warte schon lange darauf.
Die Enkel der 68er werden den Muff und Mief aus der vermerkelten und verköhlerten Republik blasen. Vielleicht fachen sie damit die Glut anKOMMA die notwendig istKOMMA manche alten Säcke wieder zu reaktivieren :)" Na, drei Stück bloß, sind sogar noch welche übrig. |
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Besten Dank. Und wie krieg ich die jetzt da rein?
Machst du dir Buchstabensuppe? Die fand ich als Kind immer ganz toll. |
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schrieb am
14.06.2009 um 13:32
Keine Buchstabensuppe. Da mein Töchterchen sich grad herumtreibt, gibt es erst heute Abend was Warmes, aus dem Wok, wie das Fräulein wünschen...
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"Diese ganzen "Wird schon"- und "nimm's locker"-Kommentare verkennen ein bisschen die dramatische Lage unserer Generation. Man kann den Arbeitsmarkt nicht direkt mit der Kriegsgefangenschaft anderer Generationen vergleichen, aber die Kälte ist eine ähnliche..."
Aber die Lage welcher Generation war denn nicht dramatisch? Und wird die Lage nicht schlechter geredet als sie ist und kommt es nicht immer anders als man denkt und hat nicht alles ein Ende nur die Wurst hat zwei? Vielleicht entspringen die "Wird schon" Kommentare dem Bewusstsein, dass es nichts zu fürchten gibt außer der Furcht an sich (als letzten Spruch). Und vielleicht wird die Angst die in die Köpfe junger Menschen gepflanzt wird zu einem Baum der Kontrolle, weil die Alten einfach selber Schiss haben eins auf Dach zu bekommen, weil ihnen irgendwie klar ist; sie haben es versaut. Allerdings bei einem "nimm's locker" Kommentar schnell mal den Eindruck gewinnen, man würde nicht ernst genommen... |
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Wow, voll gesund. Braten, Schmoren, Dämpfen, Frittieren, Dünsten, Kochen und Blanchieren.
Da hilft nur viel Rad fahren, damit die angegessene Energie nicht überbordet. |
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schrieb am
14.06.2009 um 13:49
Oder tanzen!
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@ Streifzug:
Da hast Du wohl ein paar Kommas mehr versoffen als Dir guttut! Das kommt eben vom hemmungslosen Kommasaufen... |
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Hallo Amira,
das Leben ist ein Dauerlauf und hält noch viele Hürden bereit, also nur nicht zu früh zu schnell loshasten, denn die Puste muss doch bis zum Ende reichen... Besonders hier in D schaut man gern auf Diplome, Abschlüsse, Belege und Urkunden, auf Noten. Dennoch treffen zu viele Menschen nie den Ton oder den Nerv. Der Lebenslauf läuft dem Leben davon, und eh man's merkt, ist auch das Leben selbst an einem vorbei gelaufen. Das wär' doch schade. Die meisten Praktikumszeugnisse sind ohnehin meist selbstgeschrieben oder bestehen aus Standardfloskeln. Wenn dann bald alle angehenden Arbeitnehmer zwanzig davon besitzen, sind diese Bescheinigungen ohnehin kaum mehr etwas wert. Hier also so etwas wie ein Rat (wenn auch ungefragt): - Auf die innere Stimme hören, nicht auf Personalchefs. - Dinge aus Interesse ausprobieren, nicht aus Kalkül. - Bei dem bleiben, was man am Besten kann, sich nicht in eine Form pressen lassen. Kurz: Den Teufel nicht mit dem Lebenslauf, sondern mit dem LebensTANZ austreiben... ...Friedland... |
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schrieb am
14.06.2009 um 13:47
Tanzen ist sehr gut - am besten nach lauter Teufels(!)musik, dann kommt ein Tsunami der Endorphine, und keiner kann Dir mehr was...
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Ach Friedland, das hast du jetzt so schön gesagt! Mir wird ganz warm ums Herz! (Und ich meine das jetzt nicht ironisch.)
Gruß Titta |
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Ich hab es weiter oben schon eingestellt. Aber weil es Titta so richtig zur Geltung kommen lässt nun nochmal.
Titta ist ein ein Wappentier: Gekrönter Esel im Wappen von Tussenhausen. de.wikipedia.org/wiki/Tussenhausen Für den Namen der Stadt kann ich auch nix :-) |
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Streifzug,
du bist und bleibst der ungekörnte, äh, ungekrönte König in deiner Messiebude! Was du so alles findest, unglaublich. (Hier würde mich wirklich mal interessieren, wie du auf die Seite gestoßen bist. Boing, aua.) Tussenhausen paßt doch prima. Grad eben durfte ich noch lesen, daß ich Frauen meistens anpieseln und Männer nur anhimmeln würde. Also Streifzug, jetzt weißt du, warum ich so große schöne Augen hab. (klimper, klimper, klimper, grins.) |
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Du wirst hier nächstens zur "Königin von Tussenhausen" gekrönt. Wie die Zeremonie abläuft, müssen wir noch klären :)
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Oh nein, Titta, Du quälst dich noch nicht immer noch mit diesen Kommentaren zu den neuen Vätern herum? Ich habe irgendwann aufgegeben. Ich verstehe die Argumente tlw. nicht, ehrlich gesagt und irgendwie fehlt mir die Kraft, abstruse, mit Nazi-Vokabular gespickte Gedankengänge nachvollziehen zu wollen...
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@Streifzug
von wg. Königinnenkrönung: das kostet nur Geld, die wollen alle nur umsonst saufen, hat mich mein Mann gerade heute noch gewarnt. Ich denk ja da eher an die schicken Kleidchen. Sieht dann aus wie Wurst in (knallsatinroter) Pelle. @Cassandra Quälen ist der richtige Ausdruck. Ich habe es jetzt auch endgültig aufgegeben. Da ging wirklich gar nichts mehr. Die Diskussion war nicht mehr auf einen grünen Zweig zu bringen. |
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Titta, kein Problem. Magda spendiert das Kommasaufen und als EselWurst in (knallsatinroter) Pelle bist du bestimmt unübertroffen.
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@ I.D.A. Liszt:
Habe erst jetzt Ihre Frage gesehen. Mit "Fake" inklusive Fragezeichen habe ich den Kommentar von Magda pointiert: "Er [der Beitrag] hat Ironie, aber manchmal ist er fast zu reflektiert für eine 17Jährige, zu nachdenklich und zu "erwachsen"." Aus mehreren Gründen würde ich den Beitrag keiner 17jährigen zuschreiben. Im weiten Internet ist es schließlich keine Seltenheit, dass Männlein als Weiblein, Junge als Alte, Alte als Junge etc.pp. auftreten. Da alle vorherigen Beiträge automatisch davon ausgingen, dieser Beitrag sei "echt", habe ich auf die theoretische Möglichkeit verweisen wollen, dass er nicht "echt" ist. Damit ist der Blog an sich noch nicht bewertet. Bemerkenswert ist er durchaus. Nicht mehr und nicht weniger sollte sich hinter dem Wort Fake verbergen. |
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Er hat es jetzt erst gesehen, weil ich ihn in seinem neusten Blog mit der Nase drauf gestoßen habe.
Meine Erfahrung zeigt mir: "Am Angriff erkennst du die Schwäche des Gegners." Ob "schlesinger" ein "Fake" ist? Bei so einer künstlich geschwollenen Sprache? Ach, egal. Jeder, wie er meint zu müssen. |
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Was ist schon echt? Schließlich will ich von mir auch nicht behaupten, ich könne die Zukunft voraussehen.
@ schlesinger: "Aus mehreren Gründen würde ich den Beitrag keiner 17jährigen zuschreiben." Was ist damit gemeint? Ich erkenne Magdas Argument, der Beitrag sei zu reflektiert, an, auch, wenn ich ihm nicht zustimme. Aber der Fakt, dass viele ihre wahre Identität im Internet verbergen oder ändern könnte auf jeden von uns zutreffen. Wieso gerade hier? |
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schrieb am
14.06.2009 um 14:37
Ich hab's! Leipzig, Sachsen - 'Amira' ist die Zweitidentität von 'Tom Zille', der eigentlich kein Azubi im Buchhandel ist, sondern der Leipziger Verleger Faber!!!!!!!!!
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meisterfalk, ein Kulturbürgermeister schreibt hier? Toll, da müssen wir einen Koelsch drauf trinken.
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Welcher? Elmar oder Michael? Und was bezweckt er?
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schrieb am
14.06.2009 um 14:45
Ich glaube, die schreiben abwechselnd, der eine mag Gummibärchen, der andere Erdbeeren. Was sie bezwecken? Langeweile im Büro bekämpfen.
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Vielleicht wissen sie auch nicht, was sie als nächstes verlegen wollen und schreiben einen Roman aus Sicht einer 17jährigen und testen, ob sie authentisch rüber kommen.
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Passend dazu das Lied von Udo Jürgens - Siebzehn Jahr, blondes Haar
www.youtube.com/watch?v=aE3VPDYLT34 |
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Weißt du eigentlich, welche Strafe dieses Lied für weibliche Wesen mit blonden Haaren ist?
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Wie? Gibt es noch eine schlimmere Strafe als blond zu sein?
:-))) |
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Dankeschön. Ich liebe Komplimente, die auf meine Haarfarbe abzielen.
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Also wg. Euch färb ich mir die Haare jetzt nicht um!
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Titta, als künftige "Königin von Tussenhausen" hast du das auch nicht nötig. Da wird blond einfach zur StadtHaarFarbe erklärt.
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Wenn Titta tatsächlich Königin wird, kann man mich vlt. auch noch überreden nach Bayern zu ziehen ;)
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@ schlesinger:
Kann schon sein, daß der Atikel sich für eine siebzehnjährige Autorin recht abgeklärt liest. Kann auch sein, daß da jemand mit einer sozusagen "geborgten" Identität schreibt. Das macht aber nichts, wenn der Artikel interessant ist und gut geschrieben, und wenn er so viel Kommentaraktivität auslöst. Letzteres hat einen Wert an sich - für die "Kommjunitieh". @ Titta und Cassandra: Wie jetzt - Ihr seid blond? Also, das hätte ich Euch wirklich nicht zugetraut! Ihr macht so einen kompetenten Eindruck! Bruuuuhaha!!!! Nein, ich habe überhaupt keine Vorurteile. Nur blond ....!? |
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@meisterfalk:
Also 1. mal bin ich der offizielle Ghostwriter von Faber&Faber. Und zweitens: Wenn ich mir eine virtuelle Zweitidentität zulege, dann nenne ich mich bestimmt nicht "Amira". Eher "Eleisa Popilsnöök" oder vielleicht "Satan Smölk". Was hast du eigentlich gegen Gummibärchen? Liegt's an der Konsistenz? |
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So, Leute, ich muss hier jetzt mal wieder zur Ordnung rufen! Habt Ihr nicht gemerkt, dass Amira sehr, sehr schweigsam geworden ist?! Ich hoffe für sie, dass das daran liegt, dass sie in der Sonne liegt, aber es kann auch sein, dass sie einfach die Nase voll hat von Euch (okay, uns). Wäre auch kein Wunder. Also reißt Euch zusammen!
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Sie wägt ja jedes Gespräch auf seinen Wert ab und hat uns bestimmt für zu leicht befunden.
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Wenn sie tatsächlich so lebt, wie sie das beschreibt, hat sie überhaupt keine Zeit für ein wenig Smalltalk. Außerdem ist sie doch bei den Jugendmedientagen, diese Wochenende. Da wird sie anderes zu tun haben als die ganze Zeit die Reaktionen hier zu verfolgen.
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Cassandra, macht doch nix. Die Party hier ist auch so gelungen.
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Jaja, finde ich auch, bis auf Deinen Udo-Jürgens-Link.
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@cassandra
Liebe Cassandra, "aus mehreren Gründen" heisst, dass m.E. zuviele Aspekte und Sichtweisen drin sind, die mir für eine 17jährige sehr unüblich scheinen. Ich wiederhole gerne: Deshalb ist der Beitrag nicht schlecht, und er könnte "echt" sein. Bitte nicht überinterpretieren. @Streifzug: Sie leiden etwas unter Hybris: Sie sind ganz bestimmt nicht dazu in der Lage, mich zu etwas zu bewegen. Dafür fehlen Ihnen schlicht die Mittel. Ganz ungeschwollen formuliert. Aber führen Sie Ihren Privatkrieg ruhig weiter. Ab heute dürfen Sie beliebig viele Tiraden gegen mich verfassen, und Sie habens hier schriftlich: Ich werde mich nicht mehr dazu äußern. Nur zu! |
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Leider interpretiere ich doch, nämlich:
17jährige werden gemeinhin unterschätzt, weshalb ich mich bisher auch sehr bedeckt gehalten habe, was mein Alter angeht. Ich halte diese Blogge schon deshalb für authentisch, weil ich nicht wesentlich älter als die Autorin bin und ihre Sichtweisen nachvollziehen kann - auch, wenn ich mit ihr nicht übereinstimme, weil sie mir insgesamt zu dramatisch daherkommt. Genau darin liegt aber ein weiteres Indiz für die Echtheit: Wir in unserem Alter neigen gern dazu Scheuklappen zu tragen und uns selbst als den Mittelpunkt zu sehen. Ich nehme mich da nicht aus, auch, wenn ich hoffe auf dem Weg hinaus zu sein. Es gibt in meiner Generation einige, die tatsächlich diesem Wahn verfallen sind, meiner Meinung nach sind sie aber selbst Schuld. Wenn man, wie Almira, eindeutig zu der Gruppe junger Leute gehört, denen man den Status "hochbegabt" aufdrückt, dann kann man ihnen auch zutrauen, dass sie sich nicht von der Gesellschaft diese Angst einreden lassen, was ihre Zukunft betrifft. Sie hat selbst erkannt, dass sie sich von den Erwartungen der Gesellschaft abhängig macht und nicht mehr richtig lebt. Ich hoffe also, dass sie erkennt, dass gute Zeugnisse und Praktikumsbescheide nicht der Weg zu einem glücklichen Leben sind und vor allem, dass sie was ändert. Nocheinmal zum Alter zurück: Mir ist schon klar, dass nicht jedeR Jugendliche so schreiben kann wie Almira. Aber auch nicht jeder Erwachsene liest FAZ, ZEIT oder FREITAG - im Durchschnitt ist es BILD. Man kann am Alter einfach nicht festmachen, wie weit jemand entwickelt ist. Das ist auch der Grund, warum ich bspw. Wahlrecht ab 18 absolut für nicht sinnvoll erachte. Daraus wie aus Ihrem Kommentar spricht die Arroganz etwas Besseres zu sein, nur, weil man ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat. Natürlich hat man mit fortschreitendem Leben auch mehr Erfahrungen gemacht. Natürlich weiß man mehr, hat man mehr dazugelernt, seine eigenen Fehler eingesehen. Aber eine gewisse Reflexionsfähigkeit und Intelligenz kann man auch der Jugend zutrauen. Die fällt ja mit den Geburtstagskerzen zum 18. oder 21. Lebensjahr nicht vom Himmel. Außerdem ist "unüblich" ein einziges (seltsames: was ist denn bitte normal?!) Argument. Mehrere Gründe kann man das nicht nennen. |
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Aus! Aus! Aus!
Jetzt müssen doch die Jungs nicht auch noch anfangen zu zicken. Das können wir Frauen sowieso besser. Wie sowas enden kann bzw. das sowas zu nichts führt, ist gut zu verfolgen bei >Neue Väter, alte Zicken< oder so ähnlich. |
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1:0 für Cassandra
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schlesinger, Privatkrieg :-)
Welch frevelhafter Übermut, welche Selbstüberhebung. So ein Geplänkel ist nicht der Rede wert. |
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Ok, wenn die "Königin von Tussenhausen" ihr Machtwort verkündet, werde ich besser schweigen :)
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schrieb am
14.06.2009 um 16:10
Ach, titta, mir lag das Wort schon eine Weile auf der Zunge, war aber zu zartfühlend, um es auszusprechen: Zickenkrieg. Mich, der ich ein ausgesprochener Ziegenfan bin, macht es natürlich sehr, sehr traurig, wenn Ziegen sich bekriegen.
(schluchz) |
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meisterfalk, ich suche dir gerne auch ein Wappentier :)
Welche Richtung soll es sein: Das Schaf als Wappentier, wo das Lamm Sanftmut oder Jesus darstellt, oder der Widder als Kraft und Durchsetzungsvermögen? Es gibt sogar den Ziegenadler als Wappentier. Zu finden auf dem Wappen von Ziegenhain (Nordhessen). |
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schrieb am
14.06.2009 um 16:29
Och, der Dachs könnte mir gefallen. Dachsfachmann Fallada hat erforscht, dass Dachse nur bis 2 zählen können, sehr reinlich sind (im Gegensatz zu Füchsen), Mürrischsein gilt als Freundlichkeit, vor allem aber sind sie nachtaktiv...
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schrieb am
14.06.2009 um 16:41
Danke, Wappen gefällt mir. Aber ich muss da jetzt nicht hinziehen, oder?!
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Dann wohnen ja Titta UND meisterfalk in Bayern! Aber Nachbarn seid ihr trotzdem nicht; fehlen noch 263 km.
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Nö.
Fridolin, der freche Dachs, hat leider kein Wappen. Der Hl. Fridolin von Säckingen hat kein angemessens Wappen. de.wikipedia.org/wiki/Bad_S%C3%A4ckingen |
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Titta, ich muss mein Schweigen brechen.
schlesinger, derjenige, der mir Hybris vorwirft und sich nie mehr zu mir äußern wollte, schreibt in mein Postfach: schlesinger: "Nur 7 Beiträge von schlesinger, davon zwei auf der Titelseite und zwei Blog des Tages. Diese Quote muss Ihnen lästig sein, denn schliesslich meinen Sie, der Freitag sei Ihr Wohnzimmer und Sie so eine Art Meinungsführer. Fehleinschätzung." Da kann ich "hybris schlesinger" nur sagen: Ich habe hier einfach ein wenig Spaß. Mehr brauche ich nicht. Selbstbestätigung in RangListen oder auf Titelseiten sind nicht mein Ding. Wer meine Artikel kennt weiß, dass ich mit meiner Art eh nicht auf die Titelseite kommen werde :) |
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Gleich fahre ich rechts ran und halte an, dann könnt Ihr laufen.
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Gratulation, Streifzug...
Da ist dir (du gestatte(s)t?) wohl das Kunststück gelungen, Schl. im Vorbeistreifen auf den Ego-Schlips zu treten, dabei möchtest du doch nur tanzen...ähm, spielen, oder? |
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Spielerisch mithelfen, dass dieser Beitrag in der Liste nach oben wandert und in der Übersicht bleibt. Auch wenn meiner dadurch verdrängt wird. Ansonsten sollte ich wohl mein altes Profil wieder aktivieren: "Ich bin nicht hier, um nett zu sein."
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Autsch! Habe ich hier etwas verpaßt? Gibt es jetzt hier Bloggen-Fehden? So eine Art "Friday's Ultimate Fighting"?
@ Streifzug: Jau, Du bist nicht hier, um nett zu sein. Das ist doch keiner von uns, oder? Aber private Emile öffentlich zu machen, gehört sich nicht, finde ich. Wir können uns, glaube ich, auch so alle ein Bild machen. |
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@ merdeister:
"Rechts ran" ist vielleicht die falsche Seite in dieser Blogge. ;-) |
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Hab' gerade erst den Schl.-Blogbeitrag überflogen:
"Nett" ist in der Tat was anderes. Da ging's von euch ja gleich ganz gut zur Sache (oder eben genau zu der nicht!)... Ich halt's da immer mit dem Motto: Wenn man nicht loben kann, einfach mal nichts sagen (oder weiterklicken). |
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Na, Streifzug,
da geht es dir ja nicht anders als mir. (Schau dir nur zum Vergleich den letzten Blog von chrisamar an. Die fühlt sich offensichtlich von mir ähnlich angepieselt.) Ich kann es nur noch mal wiederholen: Was man über andere denkt, sagt eher was über einen selbst aus als über die anderen. Vor Eitelkeiten ist keiner gefeit (=ich, s.o.). Aber ich glaub dir, lieber Streifzug, auch ohne jede weitere Erklärung, daß es dir vor allem um den Spaß an der Sache geht. Mir ist auch schon aufgefallen, daß hier manche so verbissen sind in ihre Inhalte. Nichts gegen eine fundierte inhaltliche Auseinandersetzung. Aber wozu wird das denn alles thematisiert? Damit wir irgendwann wirklich mal in einer lebenswerteren, gerechteren, liebevolleren ... Welt leben. Auf dem Weg dahin geht manchen aber scheint's der Spaß (u.ä.) verloren. Und damit konterkarieren sie dann selbst ihre hehren, menschlich zutiefst verständlichen, Ziele. Ich mach's da eher wie du. Ich versuch einfach, einen Teil dieser Ziele schon in der Gegenwart zu leben. Nämlich schon jetzt Spaß am Dasein zu haben, und nicht erst irgendwann, wenn die Welt vollkommen ist. (Ich hoffe, das war nun genug Metaebene für die entsprechende Klientel.) @merdeister Bitte bitte nicht anhalten. Du schipperst uns doch so schön durch die Landschaft. ----- Noch ein Nachtrag zu Ziegenhain. Da war ich wirklich schon mal. In einem Gartenrestaurant. Da hat eine Maus der Frau am Nachbartisch in den Zeh gebissen. Das gab vielleicht eine Aufregung. Puh, und ich muß jetzt auch noch was an den Schreibtisch, wie der arme Friedland auch. Liebste Grüße an alle, die Verständnis haben für den Spaß, den wir hier machen Titta |
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I.D.A. Liszt,
es gehört sich nicht hier öffentlich zu verkünden mit mir nicht mehr zu kommunizieren und mir dann wenig später so eine nachricht zu schicken. Wann es privat wird kann ich schon erkennen. Die zweite Nachricht habe ich nicht veröffentlicht. Kann ich aber gerne nachreichen :) Wie sagt Titta, die "Königin von Tussenhausen" doch immer: "Das Private ist das Politische." Ansonsten ist das Thema für mich abgeschlossen. |
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Lieber Friedland, dafür gibt es extra den Friede-Freude-Eierkuchen Blog
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Und jetzt bin ich wieder etwas spochten. Es kehrt also Frieden ein :)
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@ Titta.
Jungs "zicken" nicht, wir "bocken". Aber das hast Du ja zu Deinem Metier gemacht. Und jetzt? Die Jungs könnten zocken, und die Mädels blicken, oder umgekehrt, wenn nicht sogar andersherum. |
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Arme(r?) Amira,
kommt nach Hause, sieht gefühlte 100 Kommentare im Postfach und liest die dann auch noch alle durch: ist das dann der Lebensdurchlauferhitzer der Freitags-Blogge-Crew? Es wird Zeit für eine Spielwiese für diese Spielweise... (Und armer virtueller Postmann; der hat's jetzt bestimmt im Rücken...) |
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Ah, die Vernunft ist heimgekehrt :)
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Die Vernunft muss eigentlich am Schreibtisch lernen, lenkt sich aber auch gern bei Kaffee, Kuchen und Konversation ab... (denn auch das gehört zum Leben dazu)
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..und auch die Redundanzdanzdanz ist Teil des Lebens...
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Da muß sier (i.e. das Amira) jetzt durch!
Wenn sier doch so reizende (nämlich zum NAchdenken und u Kommentaren) Artikel schreibt ... |
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Wo ist Amira abgeblieben?
Das übliche Verschwinden des Autors in der Textgalaxie, erschlagen von der nimmersatten Blogosphäre, der Freitag-Community. Amiras Text nur noch eine Projektionsfläche für die eigenen Befindlichkeiten und Spielvergnügen? "Was ich schon immer mal sagen", aber keinen eigenen Beitrag schreiben wollte - verständlich, lustig,nachvollziehbar - und doch auf Dauer sehr anstrengend.Wird das gewollt? Die in sich zerfließenden Subjekte? Liebe Redaktion, wann kommt der Chat für solche Kommunikationsbedürfnisse? Von vielen schon zurecht gefordert. Gruß BW |
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Bilden Sie einen Satz mit Chatterley.
Hoffentlich kommt der Freitags-Chat early... |
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Der Hilferuf geht nicht an Tessa, sondern Tesserly
early, early, monday morning |
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Der Hilferuf geht nicht an Tessa, sondern Tesserly
early, early, monday morning |
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Ich habe meinen Blog als Notlösung für die Überbrückungszeit eingerichtet.
Wenn's denn hilft... |
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Guten Morgen,
ich muss mich durch diesen Riesenthread gleich mal durcharbeiten. Ich war nämlich - wie Amira auch - auf den Jugendmedientagen in Hannover. Den Wunsch nach der Chatfunktion haben wir registriert. Titta hat ja nun eine Übergangslösung geschaffen:) Viele Grüße Tessa |
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@cassandra
Ja, vielleicht hab ich zu sehr mich als 17jährigen vor Augen gehabt, insofern ziehe ich meine unpassende Bemerkung zu den "üblichen" 17jährigen mit Entschuldigung zurück! Ansonsten möchte ich zu einem anderen Thema anmerken, dass ich mich durchaus kritisieren lasse, dass sich aber derjenige der mich kritisiert auch meinen Argumenten stellen möchte. Für meine Beiträge benötige ich wenigstens 3 Stunden aufwändiger Recherchearbeit, meist deutlich mehr. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber sich damit zu begnügen, nur mal kurz eine herabwürdigende Klatsche zu schreiben, ist m.E. nicht akzeptabel. Wenn es dann mit Häme über meine Brille weiter geht und man mir die akademische Ausbildung streitig machen will, sich über eine anscheindend "geschwollene Ausdrucksweise" mokiert (ich soll mich anscheinend für mein Studium und den damit einhergehenden Wortschatz entschuldigen) ist jedenfalls für mich die Grenze überschritten. Nach einem halben Dutzend jener Beiträge, verteilt auf mehrere Blogs, habe ich die nun veröffentlichte Reaktion verfasst. Tja, siehe da: Ich habe Nerven gezeigt. 7:0 für den Angreifer. Dass das nachfolgend geschickte Stillhalteangebot unterschlagen wurde, wundert mich nicht. Aber offenbar dient all das dem freimütig bekundeten "seinen Spaß" haben. Könnte das nun aufhören? |
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Ich finde es schön, daß Sie Nerven gezeigt haben. Das macht Sie mir sehr sympathisch, wirkten Sie auf mich bisher doch ziemlich unnahbar.
Wenn Sie wieder eine/r nerven sollte mit irgendwelchen themenfernen, deplazierten Kommentaren, schicken Sie ihn zu mir in meinen neuesten Blog. Liebe Grüße Titta |
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Lieber schlesinger,
ich bin gerade auf dem Sprung - daher nur kurz. Das zweite Mail habe ich nicht veröffentlicht, weil ich es für privat halte (im Gegensatz zum Ersten). Ich kann es aber gerne nachreichen, allerdings können Sie es ja auch tun. Zu ihrem Beitrag: Es geht nicht um einen Beitrag über Hintertupfingen. Es geht um ein Land, dem die USA definitiv einen Militärschlag angedroht haben. Dem Israel definitiv einen Militärschlag angedroht hat, obwohl Iran noch nie einem Israeli ein Haar gekrümmt hat. Dessen Äußerungen in der westlichen Presse verzerrt dargestellt werden. Ein Land dass isoliert wird. Diese Strategie geht von Machinteressen aus, die schon massive Lügen im Vorfeld des Irakkrieges verbreitet haben. "Artikel im Wolfspelz" gab es auch zu Genüge im Vorfeld des Irakkrieges um ihn zu rechtfertigen. Allerdings war die westliche Bevölkerung misstrauisch. Jetzt hat man den Boden langfristig scheinbar besser bereitet. Daher reagiere ich höchst allergisch auf Artikel, deren verzerrte Darstellung der Wirklichkeit in Form von wilden Vermutungen wieder einmal den Boden dafür bereiten könnte viele tausende von unschuldigen Kindern, Frauen, der Zivilbevölkerung eben, zu gefährden oder zu vernichten. Dafür nehme ich dann gerne in Kauf als ungerechter Streithammel dazustehen oder dass der Schreiber solcher Artikel pikiert ist. Wenn ihnen die in dieser Antwort implizit eingebaute Anschuldigung zu harsch ist, dann wenden sie sich Themen zu bei denen keine Menschenleben auf dem Spiel stehen oder ertragen die Kritik. Und nun Spocht. |
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Lieber Schlesinger,
lassen Sie sich nicht abschrecken. Recherchieren Sie weiter an Ihren Beiträgen, ich lese Sie gern und meine, dass der FREITAG diese braucht. Ja, einige in der Community riskieren eine ziemlich "dicke Lippe", brauchen das offensichtlich. Der Ton entgleist dann schon mal. Etwas mehr vita contemplativa wäre sich angebracht, nur da müssen diese ZeitgenossInnen selbst draufkommen. Die Ausbildung von Selbsttechniken braucht Zeit. Zu Ihrer Kontroverse mit Blogger Streifzug:Er will keinen "Privatkrieg", das hängen Sie zu hoch. Abrüstung, zur Not auch einseitig als Vorleistung, ist angesagt. Gruß BW |
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@ Streifzug:
...Hoffentlich nicht Ultimate Fighting... |
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Das ist ja schon fast wie bei Erwachsenen :-)
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Lieber Streifzug,
JA! Es geht doch, wieso schreiben Sie sowas nicht im Kommentar, anstatt gleich runterzuputzen? Wie Titta wohl zurecht anmerkte, mag ich unnahbar scheinen. Dieses vermeintlich Unnahbare kommt allerdings nur in meinen Artikeln zum Tragen (im richtigen Leben lache ich zuviel und zu laut, kaum zu glauben :-) Ja, in Richtung Beiträge bin ich Puritaner, und ich versuche (versuche!) mich in Beiträgen strikt an Argumente und Logik zu halten. Ich möchte (hier) nur möglichst gute argumentations - und informationsstarke Blogs verfassen, und das ist für mich - zugegeben - ziemliche Arbeit und Konzentration. Sie dürfen mir glauben (auch wenn Sie`s bislang eher nicht tun), dass ich von Haus aus gedanklich keiner Politik und Partei angehöre. Mein "Gut" ist mein Oberstübchen, und ich sammle die Argumente ausschliesslich so, dass ich meine, sie seien nur schwer angreifbar. Ihr Hinweis auf Menschenleben (angedrohter Schlag gegen den Iran) ehrt Sie, aber würden Sie mehr von mir kennen, wüssten Sie um meine (auch außerhalb von Blogs) Aktivitäten gegen den Gazakrieg und die Besatzung der Westbank. Auch im von Ihnen heftigst kritisierten Beitrag zu den Iran-Wahlen habe ich bewußt mehrere Hintertüren eingebaut, um Raum für Gegenmeinungen zulassen, allem voran meine ganz offene Erklärung, der Beitrag sei eine "Mutmaßung". Bitte: viel offener geht es wirklich nicht. Ich meine, das solches Argumentieren "mit offenem Visier" auch respektiert werden sollte. Love and Peace! im übrigen kann mir in verschiedenen Beiträge auch - vorsätzlich - widersprechen, wenn sich die Argumentenlage ändert. Meine allgeweine Erwartung ist daher nur die, dem anderen wenigstens eine Chance einzuräumen, sich mit Argumenten zu reagieren. Auf harte abschliessende Werturteile kann man allerdings nicht mehr reagieren. Wenn wir uns darauf einigen könnten, wäre das schon recht viel. |
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Das Love and Peace sollte an den Schluss ;-)
(Daher wohl der erschienenen "scriptfehler") |
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Das Love and Peace sollte an den Schluss ;-)
(Daher wohl der erschienenen "scriptfehler") Und mein "sich mit Argumenten zu reagieren" ist auch nicht salonfähig... |
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hm, die Seite hat grade mit "scriptfehlern" Schluckauf ...
Das "Love and Peace" sollte an den Schluss, und mein abschliessendes "sich mit Argumenten zu reagieren" ist auch nicht salonfähig ;-) |
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Sorry die Spaßbremse zu sein, aber von den jetzt über 150 Kommentaren haben inzwischen höchstens noch zehn Prozent mit Amiras Beitrag zu tun. Es scheint mir nicht der Sinn der Kommentarfunktion zu sein, als allgemeines Chatforum zu dienen, oder habe ich das missverstanden?
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Amira tut mir auch leid...
Aber irgendwo muss man sich auch mal zanken dürfen und vertragen können, nun ist es leider hier passiert mangels Spielplatz/Tummelwiese. Mein Vorschlag an Amira: Den Blogbeitrag einfach nochmals posten und auf neue, ernste, weiterführende oder lustige Kommentare warten... |
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Wo bitte geht es zum Chatforum?
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Warum moppelt ihr hier jetzt alles doppelt?
schlesinger, Kindern, die an Gebäuden zündeln in denen sich Menschen befinden, hält man ja auch nicht als Erstes einen langen, argumentativen Vortrag :) |
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Hallo, Amira ist wieder im Lande. Frisch zurückgekehrt aus Hannover...
Und ich bin platt und vollkommen überrumpelt, dass mein erster Blog-Eintrag so viele Redaktionen ausgelöst hat. Vielen Dank an alle, die sich Zeit genommen haben, um meinen Blog zu lesen und sich dazu zu äußern. So bald als möglich werde ich die einzelnen Kommentare kommentieren und Fragen beantworten. Vielleicht erstmal noch zum Anfang: Ich bin wirklich 17 Jahre alt, weiblich, und gehe fleissig aufs Gymnasium (und das dieser Beitrag um 9.50 Uhr entsteht ist Stundenausfall zu verschulden/ zu danken). Es ist natürlich schwer, das im Internet glaubhaft zu versichern. Und ich bin total erstaunt, dass meine "geschwollene, künstleriche" Sprache so auffällig ist, dass sie nicht nur von meinen Mitschülern als beliebter Parodie-Gegenstand, sondern auch von Blog-Usern als Indikator einer potentiellen, falschen (Zweit-)Identität angesehen wird. Mein wahres Alter dürften auch die bestätigen, die mich in Hannover auf den Jugendmedientagen kennen gelernt haben. Das hat mich allerdings ebenfalls kurzzeitig schockiert- man ist wohl doch nicht so anonym hier, wie man glaubt. Oder man sagt/singt sich: Diese Welt ist klein, so klein. Cassandra und Co, ich würde mich total freuen, wenn ihr mir vielleicht eine Nachricht schreibt, woher ihr denn wisst, das ich bei den JMT war und ob wir uns vielleicht sogar kennen =D! Ansonsten bin ich sehr amüsiert über die Kommentare zu Krönungen von Plüscheseln etc. Es ist zwar vielleicht wirklich nicht der Sinn der Kommentar-Funktion, aber wirklich schlimm finde ich es nicht. Vielleicht auch, weil ich immernoch vollkommen erstaunt, und, ganz ehrlich gesagt, total aus dem Häuschen bin, dass ich nichtsahnend die Freitag-Seite anklicke, und mir mein Blogeintrag von der "Titelseite" entgegen leuchtet. Das glaube ich grade noch nicht wirklich.... Also, liebe Kommentatoren, ich sprinte jetzt zum Unterricht und melde mich alsbald zu euren Beiträgen. Freundliche Grüße, Amira |
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Guten Tag zusammen,
nach einem langen, lerreichen Wochenende kommt man zurück in die Redaktion und findet das hier. Mitunter komisch, mitunter etwas unter der Gürtellinie, aber definitiv völlig unüberschaubar. ;) Daher zwei Dinge: 1. Wir arbeiten daran, eine Art private Profilseite zu implementieren, damit Ihr Euch demnächst in aller Ruhe und "ganz privat" fetzen und bekuscheln könnt. Ein bisschen durchhalten müsst Ihr allerdings noch. 2. Möchte ich bis dahin auf die Nettiquette verweisen. Seid ein bisschen lieb zueinander. Es ist klar, dass hier "Meinungen" aufeinander treffen, die mitunter schwer unter einen Hut passen. Das geht aber trotzdem netter, auch wenn der ein oder andere um seinen Ruf als Chef-Hähnchen fürchtet. Ich denke mal, der ist im Grunde eh nicht in Gefahr. ;) Wir sind ein kleines, kleines Team und es tut uns leid, wenn wir Euren Wünschen nicht in der notwendigen Zeit entsprechen können, aber wir arbeiten dran. Versprochen. Wir wollen ja auch, dass Ihr Euch hier angemessen bespaßen könnt. Gruezi, Jan Jasper /freitag.de. und so. |
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Lieber Jan Jasper,
besten Dank für die Überlegungen zur Bemutterung der "Community". Aber wie ich gestern J. Augstein schon schrieb: "Selbstorganisierte dynamische Systeme (Komplexität, Selbstreferenz, Redundanz !, Autonomie) befinden sich nun mal nicht immer im Gleichgewicht." Auch wenn möglicherweise bei oberflächlicher Betrachtung der Eindruck entsteht: Es geht nicht um Hahnenkämpfe sondern um knallharte Themen. Dabei sind wir durchaus in der Lage gewisse Grenzen einzuhalten und uns zu verständigen. Lasst also der Community ihr wildes Leben sonst habt ihr Grabesruhe. (Natürlich gibt es allgemein akzeptierte Grenzen die beachtet werden müssen). Auch ist der kreative und inspirierende Part dieser "Plauscherrein und privaten Gespräche" nicht zu unterschätzen. Gerade sie geben Gedankenanstöße zu weiteren Artikeln. Wem das zu viel wird, der kann sich ja auf Artikel mit max. drei Kommentaren beschränken :) Was die technische Umgebung betrifft: Keiner hetzt euch. Ihr trödelt doch eh rum. Aber zerhackt den Diskussionsfluss nicht schon wieder durch Zerstückelung auf mehrere Seiten nur, weil die technische Seite Probleme bereitet. Gebt der Diskussion Vorrang und optimiert die Technik (ist möglich). Ansonsten wünsche ich eine erfolgreiche, möglichst spaßige Woche. |
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Dankeschön. Amira hat die Diskussion ja nun auch sehr positiv aufgenommen.
Ich hatte gerade schon Kontakt mit unserer Technik, damit die Kommentare endlich auf einer Seite abgebildet werden. Das ist ein großes Anliegen von uns, damit alle hier den Diskussionen besser folgen können. Viele Grüße Tesa |
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Hallo Jan Jasper,
wie war noch gleich das Wochenende? Leerreich, oder? ;-) Aber ernsthaft: Insgesamt kann ich Streifzug nur zustimmen. 1. Schön, daß Ihr so etwas wie einen "Privat-Chat" auch ins Auge faßt bzw. daran arbeitet. Wir haben Geduld, das wißt Ihr ja, und das schon seit Februar ... 2. Brauchen wir m.E. hier keine Aufpasser oder Knigges; wir kriegen das als Community sicher auch so hin, wenn die Wogen mal zu hoch schlagen. Die Wogen glätten sich ja auch schnell wieder. Und zum Aufpassen haben wir meisterfalk und merdeister!D Der kreative Aspekt der Frotzeleien und Blödeleien sollte wirklich nicht übersehen werden. Sie sind ja meistens nicht so bös gemeint, auch wenn's manchmal ein bißchen so rüberkommt. Pfüetdi, I.D.A. Liszt |
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dito
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Hallo Jan Jasper,
"nach einem langen, lerreichen Wochenende kommt man zurück in die Redaktion und findet das hier. Mitunter komisch, mitunter etwas unter der Gürtellinie, aber definitiv völlig unüberschaubar. ;)" Ja, das kommt in einer lebhaften Communitiy vor. Dann kommen von dir technische und organisatorische Hinweise, die längst bekannt sind. Schön wäre ein subjektiver Versuch gewesen, die vielfältigen Kommentarstränge zu bündeln, zu spiegeln, erneut zu kommentieren etc. - die subjektive "Unüberschaubarkeit" zu überwinden. Das wäre ein Eintieg eines Freitag-Redakteurs nach meinem Geschmack gewesen - "Was ich so verstanden habe". "Blödeleien, Frotzeleien" (die man mag oder nicht) sind nur ein Teil der Sache. Desöftern schaut ein Sprachwitz hervor, der zitierfähig ist und ein "Archivar" hier richtig Arbeit hätte.Zusätzlich gab es einige Kontroversen, die sich auf ganz andere Themengebiete bezogen. Die Community reagiert bisweilen so schnell, dass sie aufgrund von einigen Hinweisen - "ist das hier noch bei Amira der richtige Ort?" einige Minuten später einen "Ersatz-Chat" kreiert. Danke Titta.Und die Gemeinde zieht reflexiv mit. So sensibel ist im Moment keine vergleichbare Community eines anderen bekannten Mediums. Gruß BW |
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Lieber Jan Jasper, das ist schlicht kontra-produktiv. dass du bei freitag in der redaktion bist, ist ja hinlänglich bekannt, dass ihr steuernd und reglementierend mal auch eingreifen müsst, auch verständlich, aber das kommt als machtposse rüber. einem polizeistaat laufen dann die freigeister weg. nicht persönlich nehmen, schon als kind hatte meine gouvernante schwer zu schaffen mit mir :-))
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"polizeistaat" Naja...
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Nur um generell erstmal mit einem Mißverständnis aufzuräumen: Ich bin kein Redakteur. Ich versuche mich mit Tessa zusammen im Bereich "Online", was mitunter ein nie enden wollender Prozess mit Auswüchsen in alle Richtungen ist. ;)
Ein Teil davon ist eben, auf Beschwerden von Usern zu reagieren. Das tue ich so gut es geht. Ihr könnt euch aber sicher sein, dass ich nicht das Gefühl habe, dass hier alles aus dem Ruder läuft. Als "altem" Onliner macht es mir ja gerade Spaß zu sehen, was hier passiert und wohin es sich entwickelt. Und zwar mit all seinen überbordenden Auswüchsen. Hier gilt es ja schließlich, sich "seinen Raum" selbst zu schaffen. Meinethalben könnt ihr euch austoben wie ihr wollt. Wenn ich also auf etwas wie die "Nettiquette" hinweise, dann vor allem, weil sich hier jemand anderes auf den Schlips getreten fühlt. Nicht alle hier sind der Meinung, dass alles von selbst läuft, sich reglementiert und am Ende alle glücklich sind. Und nicht alle gehen frohen Mutes ins Bett, wenn sie einen Treffer abkriegen, der zumindest für sie unter der Gürtellinie lag. Und im Regen stehen lassen kann man diese User als "Verantwortlicher" dann auch nicht, selbst, wenn man das selbst alles halb so schlimm findet. Richtig? Was die Machtposse angeht: Da ist nicht viel mit Macht. Ich versteh mich selbst auch nur als Blogger, der versucht daran mitzuwirken, dass es hier etwas gemütlich wird. Und dafür bezahlt man mich, mein Herz geht allerdings ein, da mein eigenes Blog aus Zeitmangel den Bach runter geht. Nur mal so nebenbei. |
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Hallo Jan Jasper, schön, dass du antwortest. Welch hartes Los du doch gezogen hast :)
Verstehe ich es richtig: User beschweren sich bei dir, du zischt los und "maßregelst", ohne zu sagen, von wem die Beschwerde kommt? Manchmal ist der Auslöser nicht so eindeutig zu erkennen und kann in einem anderen Artikel oder zu einem anderen Zeitpunkt liegen, was der sich Beschwerende nicht unbedingt mitteilt. Das ist gelinde gesagt eine kniffelige Aufgabe. |
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Es ist tatsächlich knifflig, weil ich auch niemanden als vermeintliches "Weichei" bloßstellen will. Das ist nicht Sinn der Sache. Auf der anderen Seite will ich eben auch den Fluß der Kommunikation nicht unterbrechen. Irgendwo dazwischen muss ich den Ton treffen, was mitunter schwierig ist, wenn man zwischen all dem Pipapo, den wir hier sonst noch veranstalten, mal die 5 Minuten findet, sich um etwaige Beschwerden zu kümmern.
Im Endeffekt find ich ganz persönlich aber, dass "et läuft". |
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et löppt janz jut
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Jetzt weiß ich wieder nicht, was sich da bei mir mehr regt: der Westfale oder der Hanseat.
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Jedenfalls wissen wir jetzt, dass es auch hier einen, wenn auch (noch) kleinen, Wächterrat gibt ;-)
12 sollten es letztendlich werden. Wer ist denn euer Revolutionsführer? |
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Nee, sach isch da, isch sin janz för d'r Elferrat.
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Wächterrat ist minimal übertrieben. Wir sitzen hier im Büro und bewerfen uns mit Papierkügelchen, während wir Tetris spielen und dem Rauschen des Internets zuhören. Ab und zu lassen wir dann einen Stein reinfallen.
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Kein Wunder, dass es mit den Wahlen nicht klappt.
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Ist ja schön, Jungs, wie ihr das geregelt habt, also das mit dem Ober-Hähnchen.
Jetzt müßt ihr noch das mit den fehlenden Kommata geregelt kriegen, dann wird alles gut. LG Titta |
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Titta, dann schmeiß mir mal ne Tüte Kommata rüber, als Vorrat.
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Streifzug, ich tu's. Aber: was soll's dir nützen?
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Hallo, vielleicht etwas spät um sich in die Diskussion einzuschalten, vielleicht aber auch rechtzeitig, um sie wieder auf die sachliche Ebene zu lenken.
Ich möchte daher ein Argument anbringen, das ich im Überfliegen des Zickenwirrwarrs noch nicht gelesen hatte (falls doch schon vorgebracht, bitte ich das Übersehen zu entschuldigen). Es geht um die Mitschuld der Getriebenen. Die Erkenntnis des Getriebenwerdens ist der erste Schritt zur Befreiung daraus – und es ist gar nicht so außergewöhnlich, dass dies einer schlauen 17jährigen eher auffällt, die sich ganz neu in dieses System gezwungen sieht, als einem älteren Zeitgenossen, der sich an diese Zwänge schon längste gewöhnt hat. Doch diese Erkenntnis ist nur der erste Schritt. Solange man daraus nicht die Konsequenzen zieht und sich dem Getriebenwerden verweigert, wird man automatisch zum Teil des Systems, zu dem Zahnrädchen, das seine Expansion festigt und beschleunigt. Jedes sinnlose Praktikum, jeder überflüssige (Jugendmedien-)Kongressbesuch, jedes zeitraubende Sich-Irgendwie-Hervortun-Müssen ist dafür verantwortlich, dass derjenige im wilden Konkurrenzkampf als Sieger hervorgeht, der acht statt „nur“ sieben Praktika absolviert hat. Kurz: die Getrieben treiben sich selber. Was also tun? Ich begnüge mich vorerst mit einem polemischen Aufruf: Es ist Zeit für den passiven Widerstand der Generation Praktikum! Stellt Euch vor, es ist Praktikum und keiner geht hin. |
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@ Andreas Braune:
Dein Beitrag ist sehr deckungsgleich mit einer Meinung, welche ich auf besagten Jugendmedientagen von einem Workshopleiter gehört habe. Er sagte zu mir: Mach dich interessant! Sei was besonderes! Das wollen die Personalchefs sehen! Praktika hat jeder, aber das Besondere eben nicht. Vielleicht ist es wirklich Zeit, aus der Generation auszubrechen, nur mir scheint es, dass es mir persönlich unmöglich wäre, damit anzufangen. Die Generation Praktika ist etabliert in allen Branchen, ihr anzugehören ist eine Art Basis für jede Bewerbung, eine Art Einstieg in den Club der Auserlesenen. Und dann stellt sich die Frage: Viva la Revolution oder Mainstream? Am liebsten beides. Nur wie? Stellt euch vor, es ist Praktikum, und keiner geht hin. Ist es ein Armutszeugnis von mir als Teil einer besagten Generation, dass ich es mir nicht vorstellen kann? |
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Hallo Amira,
nun ja, Leute wie dieser Workshopleiter sind wohl ein wesentlicher Teil des Problems. In meinen Augen werden junge Menschen durch solche Äußerungen ("Sowas wollen Personalchefs sehen") völlig grundlos unter Druck gesetzt, förmlich mit Zukunftsangst erpresst und damit zu dem Getriebenen des Systems. Wer sich dem unentwegt aussetzt, glaubt auch irgendwann daran. Das schlimme ist, dass solche Leute denken, sie täten den Jugendlichen einen Gefallen, ganz nach dem Motto: "Man muss es ihnen früh genug eintrichtern, damit sie rechtzeitig die Weichen stellen." Diese Frühverwertungslogik geht irgendwann soweit, dass sich Eltern schon einmal um Praktikumsplätze ihrer Kindergartenkinder kümmern sollten. Übrigens meine ich mit Praktikum nicht nur das Praktikum im eigentlichen Sinne, sondern sehe es als Metapher für das weite karrieristische Sich-Hervortun-Müssen. Es wird suggeriert, dass man sich nur durch diesen Lebenslaufaktivismus als eine besondere Persönlichkeit inszenieren kann. Und das schlimme ist, wenn junge Leute zu dem Glauben verleitet werden, sich nur durch eine besondere Karriere als besondere Person verstehen zu dürfen. Ich könnte noch x andere Aspekte anschneiden, will es aber erst einmal dabei bewenden lassen. Nur noch kurz: Dass Du Dir nicht vorstellen kannst, Dich nicht an einem passiven Widerstand durch Praktikumsverweigerung zu beteiligen, ist keinesfalls ein Armutszeugnis, wohl aber ein Hinweis darauf, wie ausgreifend das System des Getriebenwerdens bereits ist. (Und darauf, dass man allein sowieso nichts erreichen kann, solange nicht auch andere dieses Verständnis teilen und mitmachen.) |
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Als hätte ich's gewusst:
Heute bei Frank Plasberg: Frühverwertungszwang im Kindergarten www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2009/20090617.php5?akt=1 Hoffen wir, dass das hier Diskutierte dort auch angesprochen wird. |
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Das Ausbrechen aus der Generation ist so eine Sache, da die Praktikas zum normalen Kapitalismusbetrieb dieser Tage gehoeren. Mit der Krise wird sich die Generation Praktikum auch schnell in die Krisengeneration verwandeln mit noch wenigeren Perspektiven im Berufsdschungel. Das dort auch nicht die heile Welt wartet ist ja bekannt. Das Problem ist, dass die Alternative oder das Ausbrechen je uniformer die Gesellschaft ist umso extremer ausfallen wird. Du bist ja noch in der Schule und wirst von deinen Eltern unterstuetzt, dass haelt dich davon ab etwas extremes zu machen. Das Wichtigste ist zuerst einen weiten Horizont zu gewinnen jenseits des Mainstreams und nicht nur im Internet dieses Wissen auszutauschen. Wenn man sich fuer diesen Weg entscheidet, dann werden damit nicht viele andere Lebenswege unmoeglich, sondern zum ersten Mal die Fuelle an Moeglichkeiten sichbar die man waehlen kann.
Es gibt noch Hoffnung und das sagt einer der selbst dieser Generation angehoert. |
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Ach je... ich entschuldige mich!!! Ganz klappt das noch nicht mit dem "jeden Beitrag nur einmal posten". Anfängerfehler.
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Liebe Amira,
das ist gar kein Problem. Wir nehmen die doppelten Kommentare wieder raus. Das kann manchmal ein wenig dauern, aber in deinem Fall hab ich es sofort entdeckt und beheben können. Viele Grüße Tessa |
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@ Cornelia
"@ Amira, kannst du mal bitte so sein, wie du bleiben möchtest." Das ist es! Cornelia, den finde ich super! Ich denke, wenn man diesen Zustand erreicht hat, dass man so ist, wie man bleiben möchte, hat man ES geschafft. Den sogeannten Freiden mit sich selbst? Es müssen die Umstände zwar auch noch stimmen, aber das da könnte ein Schlüsselsatz zum Thema Erfüllung für mich werden. Vielleicht noch eins auf deine offene Frage hin: Ich denke Interlektuelle haben Fantasie. Kann man sie sonst als Interlektuelle bezeichnen? Im Allgemeinen Sprach- und Handlungs-gebrauch stellen diese Begriffe keine Antithese für mich dar. Liebe Grüße, Amira |
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Falls die Schreiberin tatsächlich 17 Jahre alt ist, dann, ja dann: Gute Nacht für diese Generation und deren Eltern. Und: Licht aus!!!
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Na Gottseidank könnten sie als Jahrgang 60 nicht zu "deren" Eltern gehören...
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Falls die Schreiberin tatsächlich 17 Jahre alt ist, dann, ja dann: Gute Nacht für diese Generation und deren Eltern. Und: Licht aus!!!
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120 Jahre zu spät- aber doch noch: Amira, mit diesem Beitrag hast Du den heute geläufigen Begriff der Freiheit in unserer durchökonomisierten Welt sehr schön parodiert, Kompliment! Du hast damit den Nerv (einen von vielen) der Zeit getroffen. Vieleicht ist die Metapher mit dem Teufel etwas ungeschickt gewählt- aber den unter dem Deckmäntelchen der Freiheit daherkommenden Konformismus hast Du hier kurz und bündig auf den Punkt gebracht.
Den Text habe ich abgespeichert. |
Ausgabe 06/12
09.02.2012
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