andreaarcais

al dente

18.01.2011 | 13:52

Wo bleibt das e-Paper-Abo?

Über alle Gründe, warum ich vor einigen Monaten mein Freitag-Abo gekündigt habe, will ich mich hier gar nicht äußern. Ein Grund, und fast im Wortsinn gemeint, war und ist meine Aversion gegen die sich zwangsläufig ansammelnde Menge von Altpapier durch Bezug von sogenannten "Print-Abos", also der Auslieferung von Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen in gedruckter Form.

Der Freitag ist längst elektronisch. Warum gebe ich mich also nicht mit der Lektüre der Homepage zurfrieden? Aus vielerlei Gründen bleibe ich ein Leser, der sich am Zeitungs- und Magazinlayout orientiert, wenn er längere Texte lesen will. Da hilft mir keine Homepage.

Der Freitag wirbt für Abonnenten u.a. auch mit der Verlosung von iPads. Abgebildet wird der Freitag auf dem iPad incl. des flash-unterstützten Titelbildes. Das allerdings gibt es auf dem iPad nicht zu sehen..... peinliche Marketingpanne....Noch ein Grund, warum die Homepage nicht ausreicht.

Mittlerweile habe ich alle meine Zeitungsabos, von der Sueddeutschen, FAZ, taz, ZEIT auf ePaper umbestellt und lese sie - intensiver als zuvor - als pdf im famos-guten Programm "Good Reader" auf meinem iPad.

Wo bleibt also das ePaper-Abo des Freitag? pdf´s werden sowieso generiert, die werden eh für den Druck gebraucht. Abgespeichert in kleinerer Datenmenge wäre ein solches Angebot doch sehr schnell erstellt.

Mich würde die Redaktion damit als Abonnenten zurückgewinnen. Und gewiss nicht nur mich.

 

 

 

 
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Kommentare
ebertus schrieb am 18.01.2011 um 14:22
Hallo @andreaarcais,

darf halbwegs bescheiden auf meinen Blog hier zum Thema Besitzverhältnisse, Unterstützung vs. Solidarität usw. im Hinblick auf die von mir als wichtig erkannten Medien hinweisen.

In Online-Abo sollte - primär wegen der substantiell geringeren Kosten bei Herstellung und Vertrieb - auch wesentlich günstiger sein, als das Print-Abo. Man kann es als pragmatischen "Deal" verstehen, oder eben mehr als Solidarität. Und die Besitzverhältnisse von "SZ, FAZ und ZEIT" - den - in meinen Augen - neoliberal gewendeten Spiegel nicht zu vergessen - spielen gemäß dem bekannten Satz von Paul Sethe ebenfalls eine Rolle, oder?

www.freitag.de/community/blogs/ebertus/freitag-taz-und-junge-welt
Magda schrieb am 18.01.2011 um 22:09
Ich habe ein print-Abo auch nur genommen, weil ich solidarisch sein wollte. ich finde auch solche Unmengen an Papier nicht so gut. ein e-paper fände ich auch gut.
Uwe Theel schrieb am 18.01.2011 um 22:48
Nicht dass ich gegen ein e-Paper-Abo wäre, das Print-Abonenten kostenlos(?) mit zur Verfügung stünde, aber ich möchte daruf hinweisen, dass der freitag soetwas ganz heimlich schon anbietet:

Wenn man die Geheimnisse der Suchfunktion des Freitag, von jeder online Hilfe verlassen, ergründet hat, dann werden einem im Ergebis der "Erweiterten Suche" neben a) Verweisen auf entsprechende Artikel und b) auf thematische zutreffende Blogs c) die Liste der "Suchergebnisse "PDF-Archiv"" angezeigt, die die vollständigen Printausgaben im PDF-Format anzeigen, die einen Artikel zum Suchwort enthalten.

ich gebe zu es ist umständlich bis steinzeitlich und die Redaktion wäre dringend gehalten die Suche im PDF-Archiv einfach als stand alone feature prominent anzubieten, aber for the time being ...

P.S.: Die E-paper Lösung meiner einst geliebten Frankfurter Rundschau, oder auch nur die des Bergsträßer Anzeigers könnten übrigens Vorbild sein. Andererseits: Nicht einmal das Darmstädter Echo hat es bis heute geschafft.

Genug gepiesackt?
ForenBoy schrieb am 18.01.2011 um 23:14
Also wer Interesse am kompletten PDF-Archiv des Freitag hat, ich habe mal schnell den entsprechenden Link gebastelt: (am besten zu den Favoriten hinzufügen)
Nach dem Anklicken bitte warten da die Server des Freitag ja immer auf dem Zahnfleisch gehen.

tinyurl.com/ForenBoy67

BITTE WARTEN, DAS ARCHIV ÖFFNET IN CA. 30 sec.
ebertus schrieb am 19.01.2011 um 08:18
Hallo @Forenboy,

das ist natürlich, wie @ut bereits schrieb, etwas steinzeitlich. Eine halbwegs brauchbare Archivlösung "und" die Solidarität sind eben Gründe für mein JW-Onlineabo. Falls der Freitag und/oder die taz Ähnliches bieten wollten, und zu Konditionen die substantiell günstiger sind als Print, so wäre das eine weitere Überlegung wert.

Eines ist wohl klar, Printabos waren gestern, sind bestenfalls Auslaufmodelle von eher noch bibliothekarischem Wert.

Und nur "mein Bestes wollend" ala Apple, mich vor der bösen Welt meinen Abschirmen zu müssen, ist der Reload von 1984 bis Fahrenheit 451 - ansonsten schnödes Abkassieren von hippen Youngstern.

Ergo, bin ja willig zu zahlen, aber zu "meinen" Bedingungen.
ForenBoy schrieb am 19.01.2011 um 09:15
schon klar, mein Beitrag hatte mit Deinem Blog auch gar nichts zu tun, ist sozusagen die Ergänzung dazu, die alle 320 Ausgaben nachträglich archivieren wollen (mit RECHTER Maustaste "speichern unter").

Benutzen Linke eigentlich die rechte Maustaste?
Muss ja eine große Überwindung sein.
ebertus schrieb am 19.01.2011 um 10:07
Der war gut @ForenBoy !
andreaarcais
Andrea Arcais lebt in Münster und arbeitet als freiberuflicher Autor und Berater.
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