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Blogbeiträge

12.12.2010 | 13:52 aneu

Wikileaks und "Wir Untertanen"

„Wir Untertanen“  „Wir Untertanen“ – eine hervorragende Analyse von Augstein. Tatsächlich sind die negativen Reaktionen seitens der Politik und einiger Medien auf die Veröffentlichungen von Wikileaks mindestens g... >> mehr
05.02.2010 | 11:15 aneu

Steuer CD

Legale, illegale und illigitime Steuerhinterziehung Die mediale Aufregung bzgl. der Frage, ob es rechtlich vertretbar sei, einem Datendieb diese Steuerhinterzeihungsdaten für 2,5 Mio.€ abzukaufen, lenkt geschickt von der eigentlichen Problematik ab:... >> mehr

Kommentare

Kommentar zu

„Ich sehe nicht, wie dieser Staat helfen könnte“

Wochenthema | 29.07.2010 | 09:39 Angelika Calmez
portrait
04.08.2010 | 14:05 aneu
Sehr geehrte Freitag-Redaktion, ich wundere mich doch sehr über die Art und Weise des mit dem Obmann für Menschrechte im sogenannten kosovarischen Parlament, Sami Kurteshi, geführten Interviews. Dass Kurteshi das Kosovo als Staat bezeichnet, versteht sich von selbst. Dass jedoch der Freitag, diese völkerrechtlich mehr als fragwürdige Diktion auch im Interview verwendet, ist befremdlich. Die Interviewerin, Angelika Clamez, sagt in der ersten Frage: „(…) Ihr Land hat insgesamt nur 2 Mio. Einwohner (…)“, wodurch Sie dem Kosovo die Staatlichkeit zu spricht, die das Kosovo weder verfassungsrechtlich (serbische Verfassung) noch völkerrechtlich inne hat. Nicht hat das Kosovo zwei Mio. Einwohner, sondern in Serbien leben zehn Mio. Menschen, davon ca. zwei Mio. in der serbischen Provinz – wenn man völkerrechtlich sauber argumentiert. Unterwirft sich die Redaktion des Freitags publizistisch nun der gewaltsamen westlichen Hegemonial- und Gestaltungspolitik auf dem Balkan und sonstwo? Darüber hinaus ist es mehr als befremdlich, Kurteshi als Opfer zu skizzieren der „wegen seines politischen Engagements in den achtziger Jahren als politischer Häftling in ein Belgrader Gefängnis“ gekommen sei. Der konkrete Grund seiner Inhaftierung wird nicht genannt –warum nicht? In der SFR Jugoslawien wurde man nicht zu einer Haftstrafe verurteilt, nur weil man sich „politisch engagierte“. Entscheidend waren die Form und der Inhalt des Engagements. War die Form gewalttätig? In den 80er Jahren kam es immer wieder zu politisch motivierten gewaltsamen Aktionen von Albanern im Kosovo und in Mazedonien gegen den jugoslawischen Staat und gegen nicht-albanische Bevölkerungsgruppen. Welcher Staat ließe sich das Gewaltmonopol und seine Staatlichkeit in Frage stellen? In der Tat wurden Personen zu Haftstrafen verurteilt. Personen, die den Nationalismus und Sezessionismus auf ihre politischen Fahnen geschrieben hatten und durch entsprechendes „politisches Engagement“ in den 1980er Jahren versuchten, was sie in den 1990erJahren mit Hilfe der NATO schließlich auch erfolgreich geschafft haben: Zunächst die Zerschlagung Jugoslawiens durch nationalistische Kräfte im Inneren mit Unterstützung westlicher Staaten von außen und anschließend die territoriale Amputation des serbischen Staates. Nicht minder verwundern mich die unkritischen Fragen zu dem Roma Stadteil „Roma-Mahalla“ in Mitrovica. „Roma-Mahalla“ ist, nachdem die serbischen Sicherheitskräfte von den vermeintlichen „Friedenstruppen“ der NATO aus dem eigenen Land geworfen wurden, unter den Augen der „KFOR“ von der terroristischen „UCK“ komplett zerstört worden. Roma wurden von Kosovo-Albanern aus ihren Häusern vertrieben, manche gar getötet. Viele vertriebene Roma fanden im Norden der geteilten Stadt Mitrovica, im serbisch kontrollierten Teil Sicherheit vor dem albanischen Mob. Sie leben seit dem in dem von Kurteshi beschrieben Lagern unter unmenschlichen Bedingungen. Der Westen, der sein „humanitäres und menschenrechtliches Herz“ für den albanischen Nationalismus und Sezessionismus entdeckt hat, „vergaß“ dabei die humanitären und menschenrechtlichen Bedürfnisse der Roma wie auch der Serben und anderen nicht-albanischen Volksgruppen. Auf der politischen Agenda der Kosovo-albanischen Autoritäten steht kein multiethnisches, sondern ganz schlicht ein monoethnisches Kosovo. Die sogenannte „internationale Gemeinschaft“, reduziert auf die NATO-Staaten, haben die ethnische Säuberung und weitgehende Albanisierung des Kosovo zumindest untätig begleitet. Der Schutz und die Integration der Roma stehen weder auf der politischen Prioritätenliste der Kosovo-albanischen Autoritäten, noch auf der der westlichen Schutzmacht der Kosovo-Albaner. Das unkritische Interview gibt Herrn Kurteshi die publizistische Möglichkeit, Krokodilstränen zu weinen.
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Alexander S. Neu
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Logbuch
15:51
EnidanH hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:49
Heiko Zorn-Bürger hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:42
freedom of speech? hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:39
musica hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:39
Don Quijote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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