archinaut

nirgends.......... sicher... nie

10.02.2012 | 23:53

Vom Sinn der Hütte

 

Dieser Blog kommt aus dem Raum:

Denn das Haus ist unser Winkel der Welt. Es ist – man hat es oft gesagt – unser erstes All. Es ist wirklich ein Kosmos. Ein Kosmos in der vollen Bedeutung des Wortes. Ist nicht, als Intimität gesehen, noch die schlichteste Wohnung schön?

 

 

 

Gaston Bachelard

Poetik des Raumes

 

Aus dem Französischen übersetzt von Kurt Leonhard

Fischer Taschenbuch Verlag

 


Hier endet der 263. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion und Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

  

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Kommentare
goedzak schrieb am 11.02.2012 um 05:22
Manchmal macht es auch Spaß, sich Alternativen zur eigenen 'Hütte' auszudenken. Es soll ja Leute geben, die leben im Hotel.
Aber auch bei Hotels sind interessante Abwegigkeiten zu beobachten:
www.andersreisen.net/2010/08/12/verruckt-eine-nacht-im-kapselhotel-in-tokio/
archinaut schrieb am 11.02.2012 um 12:55
Ja, lieber goedzak wollen wir denn nicht alle im Hotel leben? Nicht unbedingt im "Hotel Mama",
aber lieber im "Hotel Atlantic" wie Udo Lindenberg

hottelling.net/2011/05/17/hotel-atlantic-kempinski-hamburg-udo-lindenberg-bleibt/

Bei den steigenden Wohnungspreisen wird es bestimmt bald wieder Schlafburschen geben....
www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_24_113-124.pdf

Der Link zum Kapsel-Hotel ist sehr informativ, auch die Bilder sind klasse,
ja, so stellt man sich die Zukunft vor:
"Aber auch am Wochenende, an dem deutlich mehr Gäste einchecken, konnte ich sehr gut schlafen. Anscheinend werden die verschiedenen Gästeschichten nach Stockwerken aufgeteilt. Spät ankommende Gäste stören so nicht jene, die schon lange schlafen."
goedzak schrieb am 11.02.2012 um 13:24
Interessantes Thema, nicht? Es gibt wirklich immer mehr Menschen, meist eher junge, die es hip finden, nomadisch zu leben. Eines ihrer Motive ist, dass sich die modernen Kommunikationstechnologien so gut in eine solche Lebensweise einbeziehen lassen, für diese geradzu prädestiniert sind. Im Zeitalter virtueller Begräbnisstätten im Internet kann ich alles, was mir persönlich und emotional wichtig ist, überall bei mir haben, ich brauche z.B. keine Bücherregale und keine Schubladen mit Fotoalben mehr.

Natürlich sind diese Technologien genausogut ein Argument für das totale Gegenteil: ich kann physisch-körperlich 100%ig immobil sein, in meiner 'Hütte' hocken und trotzdem am globalen Leben teilnehmen.
GEBE schrieb am 11.02.2012 um 10:47
„Ich habe die friedlichste Gesinnung. Meine Wünsche sind:
eine bescheidene Hütte, ein Strohdach, aber ein gutes Bett, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Tür einige Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, läßt er mich die Freude erleben, daß an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden. Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mir im Leben zugefügt - ja man muss seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt werden.“
(Heinrich Hein)
archinaut schrieb am 11.02.2012 um 12:57
Lieber bescheidener Gebe,
meine Hütte liegt im Wald.... ;-))
poor on ruhr schrieb am 11.02.2012 um 11:59
Lieber archinaut,

schönes Zitat. Gefällt mir, weil es auch irgendwie mahnt mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Hoffe, dass jetzt nicht verkehrt verstanden zu haben. ;O) P.S. außer dem Schloß natürlich, da bin ich nur zufrieden, wenn wir es nicht haben. :O)

Herzliche grüße

por
archinaut schrieb am 11.02.2012 um 13:01
Lieber por,
das Buch von Bachelard habe ich als Student gelesen, weil ich dazu ein Referat machen musste, und ich fand es erstaunlich, dass die anderen (Architektur-)Mitstudenten diesem Buch ganz wenig abgewinnen konnten.....

Herzlichst
archie
poor on ruhr schrieb am 11.02.2012 um 13:29
Lieber archie,

Du hast wirklich schon viele gute Blicke getan. ;O)

Herzliche Grüße

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