28.03.2011 - Kaum waren die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gelaufen, da wurden schon die Rufe nach Konsequenzen in der FDP-Führungsebene laut. Hier schießt man sich derzeit scheinbar auf den Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ein. Westerwelle hatte schon vor den ersten Hochrechnungen seinen Rücktritt ausgeschlossen und Homburger tat es ihm einige Stunden später gleich.
Armes Brüderle: Nur weil dem gelben GAU gegenüber seinen Brüdern vom BDI die Wahrheit über das Moratorium und die Kurzfrist-Abschaltung rausgerutscht ist, wird er nun für das schlechte Abschneiden der FDP bei den gestrigen Landtagswahlen empfindlich bestraft. Zurücktreten soll er, Verantwortung übernehmen und den Platz räumen für die neue politische Ausrichtung der Liberalen.
Hätte die FDP ihre Ergebnisse der vorherigen Wahlen in BW und RP halten können, so würden Mappus und Klöckner bei Weitem besser da stehen, als es nun der Fall ist. Außerdem ist das schnelle Brüterle der Kanzlerin in der letzten Zeit wohl etwas zu häufig auf die Füße getreten und das kann sie nun wirklich überhaupt nicht leiden.
Getreu dem liberalen Motto "Lügen muss sich wieder lohnen" könnte ein Rücktritt des behäbigen Weinfreundes einen Neubeginn in der FDP markieren. Schade um den lustigen Gesellen, dessen Artikulationsschwierigkeiten alleine schon Grund genug wären, ihn im Kabinett zu behalten.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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