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03.10.2011 – Am heutigen Tag der deutschen Einheit haben sich zwei prominente CSU-Politiker zum gemeinsamen Linken-Bashing verabredet. Generalsekretär Alexander Dobrindt und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann nutzen den Feiertag für wortgewaltige Kampfansagen gegen die Linkspartei.
Auf den christlich-sozialen Spickzetteln hatte man sich dazu die einfallsreiche Alliteration „Schießbefehl und Stacheldraht“ notiert.
Diese Phrase kam nämlich in den lautstarken Erklärungen beider Bayern vor. Auch im weiteren Verlauf sind die Statements annähernd identisch: Die Linkspartei ist eine Gefahr für die Demokratie, sie soll stärker vom Verfassungsschutz überprüft und gegebenenfalls verboten werden. Sie beherbergt Extremisten aus einem breiten Spektrum kommunistischer und sozialistischer Herkunft und muss mit derselben Entschlossenheit bekämpft werden, wie rechtsextreme Parteien.
Aus dem Jacob Jung Blog
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Zwanghafte Verbots-Fantasien: Alexander Dobrindts Zyklus
Alle paar Monate bricht es aus Alexander Dobrindt heraus. Mit zwanghafter Pünktlichkeit fordert der CSU-Generalsekretär dann ein Verbot der Linkspartei. Alleine in diesem Jahr geschah dies bereits zum dritten Mal. Dobrindt hatte am 5.Januar, am 7.August und zuletzt heute dazu aufgerufen, DIE LINKE verstärkt durch den Verfassungsschutz beobachten und in der Folge verbieten zu lassen.
Für ihn liegt ein Schatten auf dem Tag der deutschen Einheit. Mit der Linkspartei sei eine Partei im Bundestag, die immer noch nicht im vereinigten Deutschland angekommen ist sondern das Erbe der alten SED weiter in unser Land tragen will. Dobrindts alternativer Vorschlag für den 3. Oktober: „Natürlicher Patriotismus und gemeinsame Freude“.
Die Begriffsergänzung „natürlich“ wählt Dobrindt mit Bedacht. Die Forderung nach bloßem Patriotismus würde ihn ansonsten zu sehr in die Nähe von Nationalismus und Chauvinismus befördern. Selbst in den eigenen Reihen ist der nationale Kurs des Generalsekretärs umstritten. Sein Partei-Kollege Manfred Weber sieht in der CSU einen ernsten Konflikt, wenn Dobrindt „Rechtspopulisten nachläuft“ und befürchtet, dass die „CSU deshalb in der Europapolitik nicht mehr ernst genommen wird“.
Auch in Bezug auf die „gemeinsame Freude“ geht Dobrindt höchst selektiv vor und schließt weite Teile der Bevölkerung aus seiner idealen Volksgemeinschaft aus. Die betrifft nicht nur die gut fünf Millionen Wähler der Linkspartei sondern ebenso die Anhänger der Grünen. Alexander Dobrindt im November 2010: „Die Grünen sind keine Partei, sondern der politische Arm von Krawallmachern, Steinwerfern und Brandstiftern“.
Und auch die rund vier Millionen Muslime gehören nach dem Weltbild des dreifachen Schützenkönigs nicht zur Gemeinschaft, die sich am Tag der deutschen Einheit freuen soll. Dobrindt hierzu im Oktober 2010: „Diejenigen, die gestern gegen Kernenergie, heute gegen Stuttgart 21 demonstrieren, agitieren, die müssen sich dann auch nicht wundern, wenn sie übermorgen irgendwann ein Minarett im Garten stehen haben„.
Stellt sich die Frage, ob Alexander Dobrindt außerhalb von Bayern überhaupt jemanden zum gemeinsamen Freuen entdecken kann. Seine konkrete Formulierung: „Es ist skandalös und eine Verhöhnung der Opfer, wenn die Linkspartei 50 Jahre nach dem Mauerbau immer noch Schießbefehl und Stacheldraht rechtfertigt“ zeigt, dass er sich immerhin auf Gemeinsamkeiten mit einem seiner Parteifreunde verlassen kann:
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Joachim Herrmann: Entschlossen gegen Links im Dienste der Verfassung
Der bayerische Innenminister sagt zum Tag der deutschen Einheit: „Es ist erschreckend, wie große Teile der Linkspartei nach wie vor noch Stacheldraht und Schießbefehl zu rechtfertigen suchen“.
Die Statements von Dobrindt und Herrmann entstammen, wenn nicht sogar ein und derselben Feder, dann doch zumindest einer identischen Geisteshaltung und Wortwahl.
Die Linkspartei verfolgt für Herrmann „klar verfassungsfeindliche Ziele“ und ist eine „Gefahr für unsere Gesellschaft und Demokratie“.
Sie beherbergt nach wie vor „Extremisten aus eine breiten Spektrum kommunistischer und sozialistischer Herkunft“ und man muss ihr mit „derselben Entschlossenheit und Wachsamkeit entgegentreten“ wie den „Rechtsextremisten“.
Abschließend fordert er, dass man sich am Tag der deutschen Einheit „den Wert von Freiheit und Freiheitsrechten in Deutschland und Europa wieder stärker bewusst machen“ soll.
Rollt man das Feld von hinten auf, dann fällt zunächst auf, dass sich gerade die Besinnung auf Freiheit zu einem kräftigen Schlag ins Kontor der CSU entwickeln kann. Die Forderung nach Entschlossenheit und Wachsamkeit gegenüber Rechtsextremen wirft die Frage auf, ob hiermit wohl beispielhaft die hartnäckige Weigerung von Parteifreund und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gemeint ist, über ein Verbot der NPD auch nur nachzudenken.
Bleibt der zentrale Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit gegenüber der Linkspartei. Zur Bewertung dieser Position sollte man einen Blick auf die bisherigen „politischen Leistungen“ des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann werfen. Unter seiner Verantwortung kamen in Bayern nämlich unter anderem die folgenden Gesetze, Regelungen und Vorschläge zustande:
Mit anderen Worten: Der Mann, der sich hier so entschieden für Freiheit und Freiheitsrechte in Deutschland und Europa einsetzt, der in der Linkspartei einen Verfassungsfeind erkennt und der befürchtet, dass DIE LINKE eine Gefahr für Gesellschaft und Demokratie darstellt, bewegt sich selber permanent am äußersten Rand der verfassungsmäßigen Legalität.
Es wäre insofern angemessen, wenn der Verfassungsschutz seine Aufgaben ernst genug nehmen würde, um Politiker wie Alexander Dobrindt und Joachim Herrmann unter ständige Beobachtung zu stellen. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang auch einmal über ein Verbot der CSU nachdenken.
Die Verfassung ist kein dehnbares Instrument zur Rechtfertigung politischer Rechtsbrüche, freiheitsfeindlicher Forderungen, als „natürlich“ verbrämter nationaler Gesinnungen oder auf persönlicher Sublimierung basierender Allmachtsfantasien. Sie ist, auch wenn dies in Bayern noch nicht verinnerlicht wurde, die verbindliche Rechtsgrundlage unserer Gesellschaft und steht nicht im Widerspruch zur Forderung der Linkspartei nach sozialistischer Demokratie.
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Diesen Irrsinn können sie sich nur erlauben, weil demokratisches Bewusstsein hier kaum verbreitet ist. Und besonders traurig, dass man seitens der Medien noch viel weniger einen demokratischen Mindeststandard von Politikern einfordert als es „der Normalbürger“ macht.
In einer Demokratie müsste das doch eigentlich ein Riesenskandal sein: Da hetzen Politiker mit wahrheitswidrigen Behauptungen gegen die politische Konkurrenz und fordern, man möge sie (noch intensiver) überwachen, und würde sie am liebsten verbieten lassen... So reden totalitäre Demokratiefeinde – wirklich ein Fall für den Verfassungsschutz. Und vollkommen absurd der Vorwurf an die Linke. DieLinke ist m.E. DIE Verfassungsschutzpartei. Keine Partei hat im Parlament so oft und so konstruktiv darauf hingewiesen, dass Politik die Vorgaben des Grundgesetzes einhalten muss... Der Verfassungsschutz müsste sich eigentlich bei der Linken bedanken. |
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Fro schrieb am 03.10.2011 um 17:05
Da hetzen Politiker mit wahrheitswidrigen Behauptungen gegen die politische Konkurrenz und fordern, man möge sie (noch intensiver) überwachen, und würde sie am liebsten verbieten lassen... Das machen doch alle Politiker! Egal, welcher Partei sie angehören! Soll natürlich keine Entschuldigung sein! Die Politikverdrossenheit kommt aber nicht von ungefähr! Politiker sind meistens total widerlich, wichtigtuerisch und inkompetent! Sie zerstören häufig, was fähige Leute in der Gesellschaft leisten und aufbauen. Durch dauernde Steuererhöhungen und blödsinnige Entscheidungen zum Klimaschutz, für die Wirtschaft, zur Finanz- und Geldwirtschaft, zur Einwanderung etc.. Politiker sind die Nieten der Nation! |
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@arno schmidt
Ein wenig differenzierter dürfte es aber schon sein. Welche Entscheidungen im Bereich Klimaschutz oder Einwanderung meinst Du denn genau? Und was meinst Du mit dauernden Steuererhöhungen? Zumindest die Spitzenverdiener und Vermögenden können sich hierüber in Deutschland wohl kaum beschweren. |
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schrieb am
03.10.2011 um 20:43
@Jacob Jung schrieb am 03.10.2011 um 18:53
Ein wenig differenzierter dürfte es aber schon sein. Welche Entscheidungen im Bereich Klimaschutz oder Einwanderung meinst Du denn genau? Und was meinst Du mit dauernden Steuererhöhungen? Zumindest die Spitzenverdiener und Vermögenden können sich hierüber in Deutschland wohl kaum beschweren. 1. Klimaschutz Klimaschutz in Richtung CO²-Reduzierung mit Zertifikaten usw. ist völliger Schwachsinn. Es gab Zeiten in der Klima-Erdgeschichte mit erheblich mehr CO² in der Atmosphäre als heute und es war dabei viel kälter. Die Klimaforschung weiß schon seit einiger Zeit, das der Wechsel von Warm- und Eiszeiten von den unterschiedlichen Perioden der Sonnenstrahlung in Verbindung mit Prozessen in der Atmosphäre und den Meeresströmungen begründet ist. Der IPPC ist ein Dilettantenverein, der laufend mit gefälschten Daten immer mehr rechthaberisch agiert. Wir leben übrigens z. Zt. noch in einem Eiszeitalter und es ist höchstwahrscheinlich, dass wir bald wieder eine Warmzeit (ohne Eis auf den Polkappen und ohne Gletscher) unabhängig von menschlichen Einflüssen (Abrand fossiler Ressourcen) bekommen werden, wie bereits zu 80 % der vergangenen 3,8 Milliarden Jahre. Die Klimahysterie ist ein Produkt links/grüner Dillettanten und eine Menge Hasenfüße klinken sich dazu ein. www.klimaentwicklung.de/grafiken/bild2.jpg 2. Zuwanderung Unsere Politiker haben nichts für eine qualifizierte Zuwanderung getan, wie beispielsweise Kanada, Neuseeland und die USA. Dadurch liegt ein Großteil der schlecht ausgebildeten Zuwanderer (anerkannte Asylbewerber gemäß GG natürlich ausgeklammert) den Steuerzahlern auf der Tasche, verknüpft mit Engpässen bei den Sozialtransfers für die Einheimischen. Dadurch steigt der Druck, die ohnehin schon große Steuerbelastung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten noch weiter zu erhöhen. 3. Steuererhöhungen Die Steuern für die oberen 50 % der Einkommensschichtung (für ca. 20 Millionen von 40 Millonen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland) sind seit ca. 1950 ständig erhöht worden. Die unteren 50 % der Einkommensschichtung (ca. 20 Millionen von 40 Millonen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zahlen unter dem Strich eh keine Steuern, weil sie genauso viel durch Sozialtransfers zurück erhalten. Richtig ist, dass die Einkommensbezieher, vor allem aus selbstständiger Beschäftigung, oberhalb von ca. 500 Tausend € Jahreseinkommen zu wenig belastet werden. Aber, - würde man diese Bevölkerungsschicht genauso hoch %tual wie z. B. gutsituierte Facharbeiter besteuern, würde man bestenfalls ca. 10 Milliarden Steuern/Jahr zusätzlich erhalten. Macht gewissermaßen auch den Kohl nicht fett! Wäre aber gerecht! |
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Ich kann nur davor warnen Politikern wie Dobrindt und Co. auf einer inhaltlichen Ebene zu begegnen. Argumentativ kann man da nichts erreichen. Die Aufgabe dieser Männer ist es den rechts-konservativen Bürger in Bayern anzusprechen, um die Stammtische auch zukünftig auf der Seite der CSU wähnen zu dürfen. So wie Martin Lindner in der FDP ganz bewusst das Partei-Arschloch darstellen soll, um bei unangenehmen Themen vor die Kameras geworfen werden zu können, so hat Dobrindt die Aufgabe in Zeiten von Energiewende und Abschaffung der Wehrpflicht das rechte Gesicht der CSU zu wahren. Das ist so und wird auch immer so bleiben.
Empören kann man sich in erster Linie darüber, dass die Medien solchen Äußerungen auch bundesweit Gehör verschaffen. Wenn in Bayern ein CSU’ler brüllt, dann hört man das auch in Hamburg oder im Saarland. Darin liegt das eigentliche Kernproblem. Hier finden keine angemessene Differenzierung und keine ausgeglichene Berichterstattung statt. Die CSU hat bundesweit ein viel zu hohes Gewicht. Das ist ein traditionelles Problem, dass endlich behoben gehört. „Dobrindts alternativer Vorschlag für den 3. Oktober: „Natürlicher Patriotismus und gemeinsame Freude“. Die Begriffsergänzung „natürlich“ wählt Dobrindt mit Bedacht. Die Forderung nach bloßem Patriotismus würde ihn ansonsten zu sehr in die Nähe von Nationalismus und Chauvinismus befördern." Ähnlich verhält es sich mit dem „demokratischen Sozialismus“ der Linkspartei. In den Augen der Linken ist Sozialismus ohnehin demokratisch. Das heißt eine Dopplung wäre im Prinzip unnötig. Da man in Deutschland mit dem bloßen Begriff „Sozialismus“ allerdings keine Wahlen gewinnen kann, hat man sich auch dort auf einen PR-verträglicheren Begriff geeinigt. Diese Verdrehung kann man also beiden Lagern zum Vorwurf machen oder man erkannt einfach an, dass solche Strategien zum politischen Alltag gehören. Zumal die Linkspartei ihren Wählen und Mitgliedern immer noch eine detaillierte und umfassende Erklärung über ein alternatives Wirtschaftssystem schuldig ist, aus der man ganz konkret herauslesen kann, wie sich die Linke eine sozialistische Marktwirtschaft vorstellt. @ Fro „Diesen Irrsinn können sie sich nur erlauben, weil demokratisches Bewusstsein hier kaum verbreitet ist.“ Bist du wirklich der Meinung, dass man in Deutschland kaum demokratisches Bewusstsein findet? |
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@Lemmansky
Die Linkspartei verwendet den Begriff des demokratischen Sozialismus in deutlicher Abgrenzung zu dem Namen nach sozialistischen Systemen mit demokratischen Defiziten. Ich finde nicht, dass man diese Wortwahl als "Verdrehung" bezeichnen oder mit den von mir zitierten Äußerungen aus Bayern gleichsetzen kann. In dem einen Fall geht es um inhaltliche Klarheit, im anderen darum, rechtsoffene Wählerschichten für sich zu gewinnen. |
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@Jacob Jung
Der Begriff des „demokratischen Sozialismus“ ist ja schon weitaus älter als die Linkspartei. Doch der Sozialismus war von jeher demokratisch gedacht, auch wenn der Realsozialismus dann alles andere als demokratisch aussah. Allein aus diesem Grund hat man vor den Begriff „Sozialismus“ noch das kleine aber feine Wörtchen „demokratisch“ gesetzt. Selbstverständlich soll dadurch eine Abgrenzung stattfinden. Doch sicher nicht für die, die wissen was echter Sozialismus ist sondern für die, die damit einen antidemokratischen Kontrollstaat oder die „Diktatur des Proletariats“ verbinden. Eine Dopplung ist hier auf jeden Fall gegeben (so wie alkoholischer Schnaps). Deshalb sehe ich hier keine „inhaltliche Klarheit“ sondern schon eine Art "Verdrehung". Wobei ich hier jetzt zugegebener Maßen etwas ins Kleinkarierte abdrifte. Herr Dobrindt benutzt den Begriff „Natürlicher Patriotismus“ auch nur um sich abzugrenzen. Anstatt vom Realsozialismus möchte er sich eben nicht „in die Nähe von Nationalismus und Chauvinismus“ begeben. So wie die Linkspartei versucht linksoffene Wählerschichten für sich zu gewinnen, so versucht es Dobrindt mit den rechtsoffenen. Dafür, dass sich nur die Linkspartei inhaltlich abgrenzen will, Dobrindt dagegen namenstechnischen Populismus betreibt, sehe ich kein Indiz. Außer vielleicht das man ihm so etwas geistig eigentlich gar nicht zutrauen würde. Das ist aber wieder ein anderes Thema. Inhaltlich (sprich Verbot der Linkspartei usw.) ist sein Verhalten natürlich im Gegensatz zum dem der Linkspartei inakzeptabel. |
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"Inhaltlich (sprich Verbot der Linkspartei usw.) ist sein Verhalten natürlich im Gegensatz zum dem der Linkspartei inakzeptabel."
Dann sind wir ja wieder auf einem Nenner :D |
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Auf kommunaler Ebene sieht es besser aus. Bundespolitisch kann die Regierung machen was sie will. Und obwohl 70% der Bürger die „Privat“politik der Regierung gar nicht wollen, wird kaum etwas unternommen, sie auf einen demokratischen, verfassungsgemäßen Kurs zu bringen. Niemand regt sich auf, wenn grundlegende demokratische Regeln verletzt werden – die herrschenden Verhältnisse werden als unangenehm, aber als natürlich und alternativlos hingenommen.
Das Problem ist, dass hierzulande kaum einer demokratische Erfahrungen hat, und auch nicht weiß, wie Demokratie aussehen kann und wie sich ein Demokrat verhalten sollte... Demokratie kann man aber lernen – dass am besten schon in der Familie und im Kindergarten - ich glaube so schwierig ist das nicht. Insofern besteht Hoffnung. |
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Mein Kommentar bezieht sich auf:
Lemmansky schrieb am 03.10.2011 um 19:08 „Bist du wirklich der Meinung, dass man in Deutschland kaum demokratisches Bewusstsein findet?“ |
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schrieb am
04.10.2011 um 07:55
Ich kopiere mal das Tucholsky-Zitat aus luggis link:
"Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht." - Kurt Tucholsky es ist immer noch aktuell. Oder - halt: Bei den Beinkleidern ändert sich doch ab und zu etwas. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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