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08.11.2011 – Ken Jebsen ist Reporter, Moderator, Produzent und Schauspieler. Seit April 2001 produziert und moderiert er die Radiosendung KenFM, die jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr auf Fritz, dem Jugendsender des RBB, ausgestrahlt wird.
Korrekt muss es eigentlich heißen „wurde“, denn am vergangenen Sonntag hat der RBB KenFM nicht gesendet. Das Format wurde kurzfristig aus dem Programm genommen, Hinweise auf die Sendung und Ken Jebsen von der Homepage des Senders entfernt.
Der Grund dafür: Ken Jebsen wird vorgeworfen, Antisemit zu sein und den Holocaust zu leugnen. Der Beweis: Eine Mail von Jebsen an einen Hörer, die Henryk M. Broder am 6. November auf seinem Blog „Achse des Guten“ veröffentlicht hat.
Aus dem Jacob Jung Blog
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Eines vorweg: Bei der Mail, die Ken Jebsens Antisemitismus belegen soll, handelt es sich sicher nicht um eine schriftstellerische Meisterleistung. Der Text ist unstrukturiert und fehlerhaft. Offensichtlich handelt es sich bei der Mail um die Antwort auf eine Nachricht eines Hörers. Henryk M. Broder beschränkt sich allerdings darauf, Ken Jebsens Antwort zu veröffentlichen und behält die ursprüngliche Mail für sich. Das mag ein Zeichen für schlechten Stil sein, ändert allerdings nichts am Inhalt.
Der Antisemitismus-Vorwurf leitet sich von einem einzigen Satz aus Jebsens Mail ab, den Broder seinem Blogartikel wohlweislich als Titel voranstellt:
„ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat.“
Für sich alleine betrachtet, lässt einen dieser Satz alarmiert aufhorchen. Broders Absicht folgend, interpretiert man ihn so, als würde Jebsen behaupten, der Holocaust sei nur eine PR Kampagne gewesen, deren Urheber er kenne. Keine Frage: Würde Ken Jebsen tatsächlich den Holocaust leugnen, dann wäre seine Suspendierung und das Absetzen seiner Sendung durch den RBB eine absolut angemessene Reaktion.
Jeder, der die Beiträge von Ken Jebsen kennt, muss hier allerdings mit Irritation reagieren. In zahlreichen Sendungen hat der Moderator den Holocaust als das größte Verbrechen der Menschheit gegeißelt. Darüber hinaus setzt er sich immer wieder für Grund- und Menschenrechte ein, verurteilt Krieg und Gewalt und macht auf das Leiden von Verfolgten und Armen aufmerksam.
Und weil all das nicht wirklich zu einem idiotischen Holocaust-Leugner und Antisemiten passt, sollte man den hervorgehobenen Textabschnitt im Kontext lesen.
„ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat. der neffe freuds. bernays. in seinem buch propaganda schrieb er wie man solche kampagnen durchführt. goebbels hat das gelesen und umgesetzt.“
Jebsen spricht hier von Edward Bernays, einem Neffen von Sigmund Freud. Bernays gilt als der „Vater der Public Relations“ und brachte 1923 sein bekanntes Standardwerk „Crystallizing Public Opinion“ heraus. Joseph Goebbels studierte das Buch und nutzte seine Inhalte, um die antijüdische Propaganda im nationalsozialistischen Deutschland aufzubauen.
In seiner Autobiografie aus dem Jahre 1955 äußerte sich Edward Bernays über den Einfluss seines Buches auf die Propaganda der Nazis:
„Ich wusste, dass jede menschliche Aktivität für soziale Zwecke benutzt oder antisoziale missbraucht werden kann. Offenbar war die Attacke gegen die Juden Deutschlands kein emotionaler Ausbruch der Nazis, sondern eine wohlüberlegte, geplante Kampagne.“
Genau dies beschreibt Ken Jebsen in dem betreffenden Abschnitt seiner Mail. Wer genau liest und sich mit dem genannten Zusammenhang auseinandersetzt, der begreift sofort, dass Jebsen natürlich nicht den Holocaust als PR Kampagne bezeichnet sondern vielmehr darstellt, dass die Nazis psychologisches und soziologisches Wissen genutzt haben, um die Deutschen gegen die Juden aufzubringen.
Er leugnet den Holocaust nicht sondern versucht sich stattdessen an einer Erklärung, wie es den Nazis gelungen ist, die gesamte deutsche Bevölkerung so zu manipulieren, dass sie einen Völkermord unwidersprochen hinnahm und an diesem maßgeblich mitwirkte.
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Der RBB, vertreten durch den Programmchef des Jugendsenders Fritz, Stefan Warbeck, hat gestern eine Erklärung veröffentlicht, in der die Reaktion des Senders gerechtfertigt wird. Hier heißt es unter anderem:
„Gegen Ken Jebsen werden im Netz derzeit schwere Vorwürfe erhoben. Es kursieren Auszüge aus einem Mailverkehr zwischen ihm und einem Hörer seiner Sendung. Aufgrund einer Passage wird Jebsen nun vorgeworfen, Antisemit zu sein, den Holocaust und die Verbrechen des NS-Regimes zu leugnen.“
Offensichtlich ist es Henryk M. Broder gelungen, die Öffentlichkeit und den Sender auf eine geschickt ausgelegte, falsche Fährte zu locken. Selbst die Programmverantwortlichen haben es nicht für nötig gehalten, die beanstandete Passage vollständig zu lesen und zu recherchieren, wer Edward Bernays war und welchen Einfluss sein Buch auf die Propaganda der Nazis hatte.
Hätten sie das getan, dann wäre nur eine nachvollziehbare Reaktion möglich gewesen: Der Sender hätte seinen langjährigen Moderator gegen den Angriff von Henry M. Broder verteidigen und dessen manipulativen Versuch, Jebsen moralisch zu demontieren, entschieden zurückweisen müssen.
Stattdessen erlaubt der RBB dem bekannten Provokateur und Springer Glossen-Schreiber Broder einen direkten Einfluss auf sein Programm. Für einen öffentlich-rechtlichen Sender ist das ein intellektuelles und moralisches Armutszeugnis.
Natürlich weiß Henryk M. Broder ganz genau, wer Edward Bernays war. Natürlich kennt er den Zusammenhang zwischen dessen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der antijüdischen Propaganda der Nazis. Und natürlich weiß er, dass Ken Jebsen weder Antisemit noch Holocaust-Leugner ist.
KenFM und Ken Jebsen dürften Broder allerdings seit langer Zeit ein Dorn im Auge gewesen sein und man kann sich das Frohlocken des alten Polemikers gut vorstellen, dem es gelungen ist, den RBB an der Nase herumzuführen und nach seiner Pfeife tanzen zu lassen.
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Gibt es eigentlich Informationen darüber, ob H&M-Broder, dieser Dieter Bohlen für Besserverdienende, demnächst mal kurzfristig aus dem Programm genommen wird?...
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„ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat.“ - Wer diesen Satz schreibt ( in welchem Kontext auch immer ), ist nicht Opfer der "Antisemitismus- Keule" eines Zynikers, sondern als Moderator ungeeignet.
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Die einzige "Dummheit" von Ken Jebsen besteht darin, sich nicht darüber bewusst gewesen zu sein, was einem solchen Satz folgen kann, wenn Broder ihn aufnimmt und verbreitet.
Ken Jebsen als Antisemiten oder Holocaust-Leugner zu bezeichnen ist einfach nur dämlich und zeugt davon, dass man ihn nicht kennt. |
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Sie sehen die "Dummheit" Jebsens darin, nicht die Böswilligkeit Broders und deren öffentliche Wirkung bedacht zu haben. Ich finde die Tatsache erschreckend, dass der Moderator einer Jugendsendung nicht in der Lage ist, seine Ansichten zum Holocaust so zu formulieren, dass Missverständnisse unmöglich sind. Schade, dass ein Blogger, der die Sichtweisen der Partei Die Linke hier häufig mit guten Argumenten vertritt, in diesem Fall die Fehlleistung eines Freundes verteidigt, indem er Broder zum eigentlichen Bösewicht macht. Punktsieg für Broder -leider.
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punktsieg für broder?
das können sie sicherlich nur aus dem grunde sagen, weil sie broders sonstiges verhalten nicht wirklich kennen. hier ein paar dokumentierte kostproben: www.tagesspiegel.de/politik/einlassung-mit-arschloch-doppelarschloch-und-superarschloch/3846826.html oder hier: content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2144747_0_9223_-dokumentiert-broder-an-palmer-an-broder.html und noch eine gute charakterisierung des herrn broder zum abschluß: www.heise.de/tp/artikel/31/31380/1.html |
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Jetzt aber mal langsam. Ich kenne Ken Jebsens nicht, geschweige denn, dass ich mit ihm befreundet bin. Ich kannte auch seine Sendung nicht, bevor ich mir seit gestern, im Rahmen meiner Recherche, eine ganze Reihe von Beiträgen angehört habe.
Broder macht sich doch selber sehr gerne zum Bösewicht. Ich selber kritisiere nicht ihn sondern den RBB. |
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schrieb am
23.11.2011 um 21:36
"dass der Moderator einer Jugendsendung nicht in der Lage ist, seine Ansichten zum Holocaust so zu formulieren, dass Missverständnisse unmöglich sind"
Ich, eine Jugendliche, die die Sendung KenFM verfolgte, als dies noch möglich war und die Ken Jebsen auch schon persönlich getroffen und sehr anregende Gespräche zum Thema Journalismus und Medien mit ihm geführt hat, möchte an dieser Stelle einmal aus der Sicht eines KenFM-Hörers auf die ganze Geschichte reagieren. Ich als "Jugendliche" was auch immer Sie darunter verstehen mögen, bin der Meinung, dass die Aussage Ken Jebsens im Kontext ziemlich gut zu verstehen ist. Sie sollten und schon etwas mehr zutrauen. Fritz wird immer mehr wie alle anderen "Jugend"Sender, auf denen nur noch Kommerz verkauft wird und das KenFM abgesetzt wurde, nimmt darauf nicht gerade positiven Einfluss. |
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Damit wir noch ein wenig mehr Öl aufs Feuer gießen, @ JocobJung, gestatten Sie mir zwei Fragen zu Ihrer Aussage: „Der RBB tanzt nach Broders Pfeife“ und „Selbst die Programmverantwortlichen haben es nicht für nötig gehalten, die beanstandete Passage vollständig zu lesen und zu recherchieren, wer Edward Bernays war und welchen Einfluss sein Buch auf die Propaganda der Nazis hatte.“
Sind Sie tatsächlich der Meinung, dass die Veröffentlichung eines Blogs von Henryk M. Broder bereits die Pfeife sei, nach der der öffentlich-rechtliche Sender RBB tanzt? Und sind Sie wirklich überzeugt, dass nur eine Passage daraus maßgeblich für die Reaktion des Senders war und nicht möglicherweise der Zustand eines langjährigen Moderators, der mit seinem Schrieb bewiesen hat, sich für den Erklärer aller Geschehnisse dieser Welt zu halten? Dass Sie wiederum nicht auf den betreffenden Blog verlinkt haben, um den Lesern die Kenntnisnahme des ganzen (!) Elaborats von Ken Jebsen zu ermöglichen, ist sicher nicht „Zeichen für schlechten Stil“, wie Sie es anderen gegenüber bemäkeln. Bei Ihnen ist es eher Absicht. |
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Das ist eine lächerliche Unterstellung. Sorry. Ich verlinke grundsätzlich nicht auf Broder. Dafür nenne ich aber sowohl den Namen seines Blogs als auch den Titel des betreffenden Beitrags.
Jeder halbwegs begabte Mensch, der Google bedienen kann, findet den vollständigen Beitrag mühelos selber. Und wie es ausschaut, haben Sie doch selber im "ganzen Elaborat" nichts gefunden, was Jebsen belastet. Ansonsten hätte ich es ja hier in ihrem Kommentar lesen können. |
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Ja, schade, dass die Links fehlen.
Das Mail Ein redaktioneller Kommentar auf Broders Homepage Ken Jebsen zum Vorwurf Der Tagesspiegel zum Thema |
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@ JacobJung Wenn das meine („Bei Ihnen ist es eher Absicht“) eine „lächerliche Unterstellung“ gewesen sein soll, dann kann ich wohl auch Ihren Satz „Ich verlinke grundsätzlich nicht auf Broder“ nicht verstehen. Besser: Den Einwand verstehe, wer mag.
Wie auch Ihre Passage „nichts gefunden, was Jebsen belastet“. Vielleicht ist Ihnen nur „der Zustand eines langjährigen Moderators, der mit seinem Schrieb bewiesen hat, sich für den Erklärer aller Geschehnisse dieser Welt zu halten?“ entgangen. Das passiert engagierten Fans schnell mal in der Hitze. Gerne stelle ich fest, dass Sie meine erste Frage nicht beantwortet haben (dafür aber das obige Hilfsfeuerwerk gezündet). Vielleicht finden Sie ja noch die notwendige Muße dazu. |
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Ich verlinke nicht auf Broder, weil ich seine publizistischen Methoden ablehne.
Kommen Sie doch mal auf den Punkt. Was werfen Sie Jebsen denn genau vor? Dass er die Geschehnisse dieser Welt erklären will? Ihre erste "Frage" wird doch bereits in meinem Artikel beantwortet, noch bevor Sie sie gestellt haben: Der RBB begründet das Absetzen der Sendung offiziell damit, dass im Netz "schwere Vorwürfe" gegen Jebsen erhoben werden. Und wer hat diese Vorwürfe erhoben? Bingo! |
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@ JacobJung Ihre Antwort, so leid es mir tut, ist keine auf meine Frage (warum setzen Sie Frage eigentlich in „“?), sondern nur ein redundanter Verweis. Denn: Das von Ihnen gelieferte Zitat des RBB ("Aufgrund einer Passage wird Jebsen nun vorgeworfen, Antisemit zu sein, den Holocaust und die Verbrechen des NS-Regimes zu leugnen") findet sich weder im Wortlaut noch in Anklängen im Artikel von Broder. Also stelle ich die Frage noch einmal: Was veranlasst Sie, zu glauben, der RBB würde nach Broders Pfeife tanzen?
„Was werfen Sie Jebsen denn genau vor?“ Warum sollte ich ihm etwas vorwerfen wollen? „Dass er die Geschehnisse dieser Welt erklären will?“ Das würde er gerne, wenn man sich die Mail anschaut. Ich bin mir aber nicht sicher, ob undifferenzierte Erklärungsmuster tatsächlich das Gelbe vom Ei sind. "Kommen Sie doch mal auf den Punkt." Gerne. S.o. |
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schrieb am
08.11.2011 um 16:53
Verstehe ich sie richtig, Jebsen sollte gefeuert werden, weil er versucht die Welt zu erklären und das mit der Eloquenz eines 16jährigen Sonderschülers tut?
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schrieb am
08.11.2011 um 18:22
Wer sich auch nur einigermaßen aufmerksam das Treiben öffentlicher Verblödung antun möchte, käme nicht umhin feststellen zu müssen, dass die ausschließlich hier so monierte Weltsicht und Eloquenz „16 jähriger Sonderschüler“, im Gegenteil VORRAUSSETZUNG und EINSTELLUNGSBEDINGUNG für diese Jobs SEIN MÜSSEN!
Das soll dort ein Entlassungsgrund sein? Als Beispiel für die alltägliche öffentlich-rechtliche Hetze allerdümmster Provenienz gäbe es massenhafte und wesentlich prägnantere Beispiele (einfach mal tagesthemen oder heutejournal schauen) direkt aus der flimmernden Brüllscheibe – da brauchts doch keine „wütend-plumpe“ Moderatorenreplik, einer in die Öffentlichkeit lancierten Privatmail(?). Ich kenne den betreffenden Mod. und seine Sendung nicht - aber vielleicht hat der sich seinen öffentlichen Hetzauftrag auch nur nicht so übereifrig und gehorsam zu Herzen genommen, wie die allermeisten seiner Kollegen - und da kam dieser, von einer intriganten Pfeife in die Öffentlichkeit lancierte Kram, gerade recht. So gesehen tanzt dann auch die besagte Pfeife nur vorgegebene Piruetten. |
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Das wird nicht nur Broder nicht gefallen haben:
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Also ich finde, dass es Aufgabe des öffentlichen Rundfunks sein muss, die Propaganda-Methoden der Staatsführungen und ihrer Geheimdienste verständlich anhand eines konkreten Beispieles zu erklären. Spätestens seit dem Irakkrieg wissen wir, wie verheerend Propagandalügen wirken können. Eine Aufklärung darüber ist besonders wichtig, weil die Gefahr eines Irankrieges real ist, wie man vielen Meldungen entnehmen kann.
Ich habe mir einen Beitrag zu Palästina von ihm angehört und auch dort keine Anzeichen von Antisemitismus feststellen können. Er hat einen leichten Hang zu „Verschwörungstheorien“ und allzuoft will er den Eindruck erwecken, seine Vermutungen wären Wahrheit – da sehe ich ein Problem, aber das könnte er einfach sein lassen. |
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Ich mag den Broder nicht, aber wenn einer so eine Vorlage liefert wie dieser Jebsen, dann stimmt einfach, was koslowski sagt: Dann ist er als Moderator nicht geeignet.
@ rago - danke für die klare Anfrage. :-)) |
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Dummheit gehört bestraft.
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Ich habe erst durch diese Geschichte von der Existenz Ken Jebsens erfahren und kann und will deshalb hier nicht darüber urteilen, was er sonst tut und wie er es tut.
Beim Lesen der bewussten Mail frage ich mich allerdings: Wie kann man jemandem unterstellen, den Holocaust zu leugnen, der fünf Absätze später schreibt, er habe mit Holocaust-Opfern gesprochen? Wer die Existenz von Holocaust-Opfern akzeptiert, kann wohl kaum als Leugner gelten. Vielleicht kann mir mal jemand diese Logik erklären. |
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was broder zu der mail meint und sonst so treibt, ist völlig unerheblich.
hier steht ein überaus dummer, von fehlern strotzender text einer öffentlichen person zur debatte. so etwas darf einem radiomoderator nicht passieren. wenn er sich schriftlich nicht ausdrücken kann, muss er es lassen. |
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schrieb am
09.11.2011 um 11:02
1. der besagte Text ist in Wirklichkeit eine Mail an einen Youtube-User, der diese Mail an Broder weitergeleitet hat. Pfui Spinne allein schon dafür. Diese Mail war für die Öffentlichkeit nicht gedacht.
2. Weder hat Ken Jebsen bisher zugegeben, dass diese Mail von ihm stammt, noch hat jemand bisher den Beweis dafür erbracht. Für mich ist das alles ein ganz müßiges Schmierentheater |
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schrieb am
09.11.2011 um 18:45
@maybeadayoff
Schmierentheater-das trifft es genau- Ein Schmierentheater zweier Selbstdarsteller auf dessen Aufführung gerne verzichtet werden kann. |
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"Ab Sonntag wieder live
Liebe FritzFreunde, es wurden in den letzten Tagen sehr viele Gespräche geführt. Ein Ergebnis dieser Gespräche ist: Ken Jebsen wird ab Sonntag wieder senden. Alle Details zu dieser Entscheidung müssen wir für den Moment schuldig bleiben. Wir werden sie morgen nachreichen. Stefan Warbeck Programmchef Fritz" Fritz RBB |
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Also ich kenne Ken Jebsen nur vom Namen her. Den Sender Fritz habe ich in den 90ern gehört. Bin also über weiteres nicht im Bilde.
Die besagte Mail habe ich mal gelesen. Gut, mit Tippfehlern ist dieser Schriebs nicht mehr zu entschuldigen. Das besagter Jebsen aber Moderator ist, nehme ich an, dass er wenigstens gut sprechen kann. Den Namen würde ich entnehmen, dass er nicht deutscher Herkunft ist; vielleicht erklärt sich damit auch einiges. Die Diktion des Textes ist pubertär; naja, sehr jung scheint er ja auch noch zu sein (s.o. Bild). Dass Broder ein Charakterarsch ist, würden wohl viele unterschreiben. Ob er nun daraufhinaus wollte, dass Jebsen nicht mehr moderieren darf, sein dahin gestellt. Dafür fehlen Anhaltspunkte. Die Veröffentlichung des halbgaren Schriebs Jebsens auf seiner Website passt zu dem von ihm geliebten Geringschätzen und Bloßstellen von Kontrahenten - ein solcher Jebsen wohl gar nicht wirklich war -, ohne wirklich Argumente ins Feld zu führen. Was mich stört, ist die Art der Diskussion über den Fall, bzw. deren Vermeidung, wie sie auch hier im thread deutlich wird. Da wird's nach Broder-Art gemacht. Und diese Art und Weise, wohl auch die Reaktion des RBB, ist typisch für hierzulande geführte Dispute. Werden, auch nur ahnungsweise, Tabus berührt, wird der Riegel vor- und der Delinquent mindestens beiseite geschoben. "So was darf kein Moderator sein!" und basta! Es ist in Jebsens Mail nicht nur der zitierte Satz, der aufhorchen lassen kann. Gleichwohl, JJ stellt es dar, verfügt Jebsen, die Art und Weise wie er schreibt, läßt es zunächst nicht vermuten, doch auch über einiges Wissen. Vielleicht wäre nur einiges zu ordnen ... UNd: Wir wären auch keine Menschen mehr, wenn jede Äußerung, die überdies gar nicht in die Öffentlichkeit geschickt wurde, einer eingehenden Prüfung auf mögliche Kontroversität oder Mißverständlichkeit geprüft würde. Da bleibt mir nur ein Standard zu zitieren: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." |
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Vielleicht hätte ich meinem Kommentar doch etwas vorarbeiten sollen; bin mal
www.youtube.com/watch?v=qLpkUs5mJto gefolgt, und kann mir nun vorstellen, dass Broder und ähnliche da allergisch reagieren. Und: Wenn man Jebsen da reden hört - unvorstellbar, dass der diese Mail geschrieben haben soll. |
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Tja...um Broder zu schaden, billigen manche hier sogar unüberlegte, antisemitische Äußerungen.
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Man stelle sich den Aufschrei vor, ein Berlusconi, Seehofer, etc. hätte sowas gesagt... |
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Ken Jebsen kegt nach: "Broder in den Jewrassic Park." bit.ly/tZJp5t
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@all
Ken Jebsen konnte man früher im Fernsehen öfters mit einem Bananen-Mikrofon bewundern. @miaux Schaut man bei Wikipedia nach, so erfährt man das "Ken Jebsen" ein Künstlername ist und der Herr auch nicht mehr so ganz grün hinter den Ohren. Sätze wie "Den Namen würde ich entnehmen, dass er nicht deutscher Herkunft ist..." sind dann gleich doppelt aufschlussreich. @magda & koslowski Mich würde mal interessieren wie es in diesem Zusammenhang mit dem Brief- bzw. Fernmeldegeheimnis steht. @siegstyle So ein Schmarn. |
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Sehr geehrter Herr Broder,
ich schätze ihre klaren Worte und ihre Schlagfertigkeit, bin mir jedoch nicht sicher, ob sie nicht unter dem wohl selbst auferlegten Zwang, immer Recht haben zu müssen, auch oft über das Ziel hinausschießen. Und so wirft schon der Name dieses Blogs, ACHSE des GUTEN, einige Fragen auf. Es erscheint mir zu einfach, sich selbst definitiv zu den GUTEN zu rechnen, impliziert es doch, dass auch all das, was ich tue, sprich schreibe, nur GUT sein kann. Wenn sie in ihrem Beitrag darauf abstellen, dass ihnen das Ergebnis der Prüfung des Antisemitismus-Verdachtes bezüglich eines Radiomoderators schon vorab bekannt ist, so gehen sie in ihrer Einschätzung wohl am wirklichen Leben in der Bundesrepublik Deutschland vorbei. Während man unter fadenscheinigen Begründungen nicht in der Lage ist, das Treiben rechter Parteien und Gruppierungen zu unterbinden, stempelt man denjenigen, der Kritik an der Politik Israels übt, sehr gern und schnell zum Antisemiten und stellt ihn in die rechte Ecke. Ist das gerechtfertigt? Ich kenne Ken Jebsen nicht und seine Sendungen gehören nicht zu meinem Interessengebiet, doch ist er ein Antisemit, nur weil er das Leid der Palästinenser thematisiert? Weil er daran erinnert, dass diesem Volk während der israelischen Herrschaft, eindeutig nicht nur Gutes widerfahren ist? Es existiert kein moralischer oder anderer Rechtfertigungsgrund für Mord und Terror. Auch nicht für Palästinenser. Kein noch so edles Ziel rechtfertigt den Tod unschuldiger Menschen. Ken Jebsen hat weder die Judenmörder von damals noch die von heute gerechtfertigt. Berechtigt erscheint es jedoch darauf zu verweisen, dass nicht alle freigelassenen Palästinenser Mörder sind. Und. Nicht Ken Jebsen hat sie freigelassen, sondern die israelische Regierung. Sie wird sich, hoffentlich, etwas dabei gedacht haben. Es ist wenig sinngreifend Herr Broder, wenn sie darüber resümieren, was die zeitliche Dauer eines Regimes mit dessen moralischer Rechtfertigung oder mit den Kategorien Gut und Böse zu tun hat. Der Tenor ihres Textes lässt jedoch den Schluss zu, dass Israel innerhalb der Zeit seiner Existenz nur Ersteres vollbracht und zugelassen hat. Zugegeben, Hitler und seine Mordgenossen, haben die Latte, was die Vorstellungskraft für Verbrechen an der Menschlichkeit anbelangt, sehr hoch gehängt. Dennoch wehre ich mich dagegen, dass der Holocaust vom Zionismus, in der Art einer Religion, dazu missbraucht wird, alles was unterhalb dieses Levels geschieht zu rechtfertigen. Wenn das israelische Volk irgendwann in Frieden leben will, dann wird es nicht umhin kommen, einen Schritt nicht nur auf die Palästinenser, sondern auch auf seine Nachbarn zuzugehen. Es wird auch nicht um die Verarbeitung seiner Vergangenheit herum kommen, die nicht immer so rühmlich war, wie sie das versuchen hier darzustellen. Es sind nicht nur die Palästinenser, die sich an der Menschlichkeit vergangen haben. Ich erinnere an das barbarische Vorgehen christlicher Milizen in den palästinensischen Flüchtlingslagern, - unter Duldung und quasi Aufsicht der israelischen Armee, und an die selbst von israelischen Soldaten und Offizieren bestätigten eindeutigen Kriegsverbrechen. Das Vorgehen in Sabra und Schatila im September 1982, stand den Verbrechen der deutschen Faschisten in nichts nach. Haben sie das vergessen? Ganz sicher nicht. Und deshalb hielte ich es nicht für grundsätzlich falsch, wenn irgendwann ein Tag kommen würde, an denen sich Verantwortliche beider Seiten vor den Opfern der jeweils eigenen falschen Politik verbeugten. Hass und Ausgrenzung haben noch nie zu Glück und Wohlstand geführt. Das sollten sie wissen. Und erwecken sie bitte nicht das Bild, in Deutschland würden an jeder Ecke und in jedem Rundfunkstudio Antisemiten ihr Unwesen treiben. Es gibt noch immer welche. Mit Sicherheit. Ich persönlich vermute sie jedoch manchmal dort, wo die Entscheidungen darüber getroffen werden, ob Neonazis auf der Straße marschiere dürfen oder nicht. In diesem Sinne Herr Broder, bleibe ich ihr treuer Fan. Alles Gute. |
Ausgabe 08/12
23.02.2012
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