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Ich blogge, um nachzudenken. Mein Blog bietet mir den Anlass, Dinge um mich herum zu beobachten und zu bewerten. Einen Text zu schreiben, bedingt für mich die gründliche Beschäftigung mit einem Thema. So behalte ich die Sicherheit, mein Urteil auf der Basis von Erkenntnissen zu fällen.
Ich blogge, um nicht zu schweigen. Ungerechtigkeit, Unwahrheit und Unverhältnismäßigkeit machen mich zornig. Darüber zu schreiben verwandelt meine destruktive und stille Wut in ein konstruktives und lautes Ergebnis. Ich beginne mit einem Gefühl und ende mit einer Überzeugung.
Ich blogge, um andere zu erreichen. Es genügt mir nicht, meine Gedanken, meine Überzeugungen und meine Erkenntnisse mit den Freunden in meiner direkten Umgebung zu teilen. Ich nutze die Öffentlichkeit im Internet, um mehr Menschen zu erreichen und ihnen meine Auffassungen näher zu bringen.
Ich blogge, um Anerkennung zu erhalten. Ich mag es, wenn auf mich reagiert wird. Anerkennung beziehe ich sowohl aus Ablehnung als auch aus Zustimmung. Zustimmung zeigt mir, dass ich nicht alleine bin. Ablehnung zeigt mir, dass ich auf der richtigen Seite stehe.
Ich blogge, um Spaß zu haben. Zu sehen, wie unter meinen Händen eine Sammlung von Texten entsteht, macht mir Freude. Zu erleben, wie darauf mit Zustimmung, Gleichmut oder Ablehnung reagiert wird macht mir Spaß. Beim Bloggen verbinden sich für mich Arbeit und Vergnügen in ungewohnt befriedigender Weise.
Ich blogge, um zu sammeln. Mein Blog ist mein politisches Skizzen- und Tagebuch. Ich freue mich darauf, noch in Jahren nachlesen zu können, was mir wichtig war und wie ich geurteilt habe. Und ich bin schon heute neugierig darauf, warum ich wann wie gedacht habe.
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Ich blogge, also bin ich.
Q. |
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Das Blog ist das Haus des Seins, darin wohnend existiert der Mensch (Heidegger).
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danke für deine gedanken - !
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"Ablehnung zeigt mir, dass ich auf der richtigen Seite stehe."
Wirklich? Zeigt jede Ablehnung nur, dass du auf der richtigen Seite stehst? Wie willst du dann herausfinden, ob du nicht doch auf der falschen Seite stehst? Das nur als kleine Anregung... |
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"Ablehnung zeigt mir, dass ich auf der richtigen Seite stehe."
Wirklich? Zeigt jede Ablehnung nur, dass du auf der richtigen Seite stehst? Wie willst du dann herausfinden, ob du nicht doch auf der falschen Seite stehst? Das nur als kleine Anregung... |
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Lieber Felix,
nicht "jede" und nicht "nur", da hast Du sicherlich recht. Es gibt auch kritische Erwiderungen, die es ernst zu nehmen und zu berücksichtigen gilt. Ein Großteil der ablehnenden Kommentare, sowohl hier in der FC als auch in meinem eigenen Blog, zeigt mir allerdings, dass meine Standpunkte, zumal sie ja, wie ich beschrieben habe, auf einer intensiven Auseinandersetzung mit meinen Themen basieren, haltbar sind. Danke für die "kleine Anregung" und einen schönen Tag Jacob |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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