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18.11.2011 – Zwischen September 2000 und April 2007 töten Mitglieder einer rechtsextremistischen Terrorzelle insgesamt zehn Menschen. Bei den Opfern handelt es sich um acht Männer türkischer Herkunft, einen Griechen und eine Polizistin.
Staat und Behörden verorten die Taten im privaten Umfeld der Opfer. Die Aufklärung der Mordserie ist von Ermittlungsfehlern und der bislang ungeklärten Rolle des Verfassungsschutzes gekennzeichnet.
Die Bundesregierung verweigert den Angehörigen der Opfer ihre öffentliche Anteilnahme und Entschuldigung. Bundespräsident Wulff will stattdessen hinter verschlossenen Türen ein vertrauliches Gespräch mit den Betroffenen führen.
Am Abend des 13. Novembers versammeln sich Mitglieder der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) vor dem Brandenburger Tor zu einer Mahnwache, um der Opfer zu gedenken. An der Veranstaltung beteiligen sich der Zentralrat der Juden und vereinzelte Politiker. Offizielle Vertreter der Bundesregierung bleiben der Mahnwache fern.
Aus dem Jacob Jung Blog
Am 14. November äußert sich Außenminister Westerwelle zu den extremistischen Mordanschlägen. „Das ist nicht nur furchtbar für die Opfer, das ist nicht nur schlimm für unser Land, es ist vor allen Dingen auch sehr, sehr schlimm für das Ansehen unseres Landes in der Welt“ sagt er am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel.
Während des CDU-Parteitags in Leipzig setzt sich Bundestagspräsident Norbert Lammert gegenüber Angela Merkel für eine angemessene Trauerbekundung ein. Zu einer Gedenkstunde im Parlament oder einer öffentlichen Trauerfeier kann man sich jedoch nicht durchringen.
Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, fordert eine Entschuldigung der Verantwortlichen, die im Hinblick auf die Mordanschläge sofort jeglichen Bezug zur Fremdenfeindlichkeit ausgeschlossen haben. Er wundert sich darüber, dass Angela Merkel noch keine „Worte der Anteilnahme“ gefunden hat und drängt darauf, den Angehörigen der Opfer zu einem angemessenen Rahmen für ihre Trauer zu verhelfen.
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Für Guido Westerwelle wiegt die Außenwirkung der Taten schwer: „Furchtbar“ sind die Mordanschläge für die Opfer aber „vor allen Dingen“ sind sie „sehr, sehr schlimm“ für das Ansehen Deutschlands. Die Angehörigen der Ermordeten erwähnt der Außenminister in diesem Zusammenhang nicht.
Tatsächlich zeigt man sich im Ausland konsterniert über die Nazimorde und den offiziellen Umgang mit den Opfern, den Angehörigen und den Tätern. So fragt die spanische Tageszeitung „El Pais“, wie es sein könne, dass eine Gruppe von Neonazis die deutsche Justiz 13 Jahre lang an Nase habe herumführen können – in einem Land, „wo es selbst für das Radfahren ohne Licht Strafen gibt“. Das türkische Außenministerium erwartet die lückenlose Aufklärung der Morde und fordert von Deutschland, alles zu tun, um „radikale Strömungen“ einzudämmen.
Die Regierung befürchtet, eine parlamentarische Gedenkstunde könne den Eindruck der Geschlossenheit des Bundestages in Frage stellen. Weil die Fraktionen ihre unterschiedlichen Vorstellungen im Parlament zu deutlich betonen könnten, soll nun Bundespräsident Wulff die Angehörigen der Opfer stattdessen zu einer vertraulichen Gesprächsrunde im Schloss Bellevue empfangen. Vorbereitende Gespräche hierzu werden bereits geführt.
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Seit 2000 sind die Angehörigen einem unangemessenen und respektlosen Umgang mit den Taten ausgesetzt. Die Bezeichnung „Döner-Morde“, der Name der polizeilichen Sonderkommission „Bosporus“, der Verweis auf die sogenannte „Halbmond-Mafia“: Behörden, Medien und Politik haben durch einen bedenklichen Sprachgebrauch von Beginn an suggeriert, es handle sich um Taten, bei denen sich „Ausländer“ gegenseitig umbringen.
Als Motive werden hierbei immer wieder angebliche Verstrickungen der Opfer in das Glücksspiel-, Waffen- oder Wettmilieu ins Spiel gebracht. Die Ermittler konzentrierten sich vor allem auf persönliche Bezüge zwischen den Ermordeten und forderten wiederholt die in Deutschland lebenden Türken zur Mithilfe bei der Aufklärung auf. Rechtsextreme Motive werden dabei bereits frühzeitig ausgeschlossen. Die Sonderkommission „Bosporus“ wird nach knapp dreijähriger Tätigkeit im Februar 2008 aufgelöst. Abschließend teilte ihr Leiter Wolfgang Geier mit, dass entweder ein einzelner Mörder mit privaten Motiven oder eine kriminelle Vereinigung hinter den Taten stecke.
Die Opfer kannten sich untereinander nicht. Es gab von Beginn an keine Hinweise auf signifikante Parallelen oder Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Biografien oder Lebensgewohnheiten. Und es wurde bei allen Morden dieselbe Tatwaffe verwendet. Alleine aus diesen Erkenntnissen und der Tatsache, dass es sich bei den Ermordeten, mit Ausnahme der getöteten Polizistin, um Deutsche mit ausländischen Wurzeln handelt, hätte sich der Verdacht ableiten müssen, dass man es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer rechtsextremistisch motivierten Mordserie zu tun hat.
Im Mai 2006 wurde auf der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern darüber verhandelt, die Aufklärung der Mordserie an das Bundeskriminalamt zu übertragen und damit höher zu priorisieren. Der damalige bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) setzte sich dafür ein, den „Fall“ bei der bayerischen Polizei zu belassen und konnte sich mit dieser Auffassung letztlich durchsetzen.
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Die Zuständigkeit für die Mordserie fällt auf Bundesebene unter verschiedenen Gesichtspunkten in das Ressort von Innenminister Hans-Peter Friedrich. Das Innenministerium zeichnet unter anderem für die Bereiche Kriminalitätsbekämpfung, innere Sicherheit, Verfassungsschutz, Extremismus, nationale Minderheiten und Integration verantwortlich.
Bislang hat Friedrich gegenüber den Angehörigen der Opfer keine Worte der Anteilnahme oder der Entschuldigung gefunden. Stattdessen setzt er sich für strengere Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen ein. Noch am 13. November spricht der Minister gegenüber der Tagesschau selber öffentlich von den „Döner-Morden“. Gleichzeitig betont er, der Staat habe die rechte Szene fest im Griff.
Der Innenminister drängt jetzt auf die Einrichtung einer zentralen Verbunddatei, in der Polizei und Verfassungsschutz aus Bund und Ländern Informationen über gewaltbereite Rechtsextremisten sammeln sollen. Was in diesem Zusammenhang verschwiegen wird: Das BKA führt bereits seit Januar 2001 zwei dieser Datenbanken. Eine Verbunddatei unter der Bezeichnung „Gewalttäter rechts“ enthielt zum 1. Oktober 2011 insgesamt 1.013 entsprechende Datensätze. Die Zentraldatei „PMK-rechts-Z“ (Politisch motivierte Kriminalität rechts – Zentralstelle) umfasste zum selben Datum 610 Datensätze.
Es ist nicht erkennbar, ob Hans-Peter Friedrich die Existenz der beiden Datenbanken vor der Öffentlichkeit verheimlicht oder ob er selber nicht weiß, dass diese Daten bereits seit mehr als zehn Jahren erhoben und gesammelt werden. Die vergleichsweise geringe Anzahl von Datensätzen (1.623) wirft dabei weitere Fragen auf. Der Verfassungsschutz beziffert in seinem aktuellen Bericht 25.000 Rechtsextremisten in Deutschland, von denen rund 9.500 als gewaltbereit eingestuft werden. Lediglich 17 Prozent der potenziellen Täter wurden bislang in den Datenbanken des BKA erfasst.
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Vor dem Hintergrund des allgemeinen Umgangs des Staates mit rechtsradikalen Straftaten in Deutschland, dem umstrittenen Einsatz von V-Leuten innerhalb der NPD und anderen rechtsextremen Organisationen und der starken Betonung der Gefahr durch islamistischen oder linksextremen Terror, stellt sich sowohl im Inland als auch im Ausland immer deutlicher die Frage, ob deutsche Behörden, Ermittler und Politiker „auf dem rechten Auge blind sind“.
Ein deutliches Zeichen für die Vernachlässigung entsprechender Taten sind die offiziellen Zahlen zu den Todesopfern rechter Gewalt. Die Bundesregierung und ihre Behörden zählen im Zeitraum zwischen 1990 und 2010 insgesamt 47 Todesopfer rechts motivierter Gewalttaten. Auf die Zeit zwischen 2000 und 2010 entfallen hierbei fünf solcher Taten.
Eine gemeinsame Recherche von „ZEIT“ und „Tagesspiegel“ kommt im Jahr 2010 zu völlig anderen Ergebnissen. Die Redakteure konnten zwischen 1990 und 2010 insgesamt 137 Fälle ermitteln, in denen Menschen in Deutschland ihr Leben infolge rechter Gewalt verloren. Zwischen 2000 und 2010 zählt die Untersuchung alleine 31 Tötungsdelikte, ohne hierbei die Morde der Zwickauer Terrorzelle zu berücksichtigen.
Rechnet man diese Taten zu den Ergebnissen von „ZEIT“ und „Tagesspiegel“ hinzu, dann ergeben sich in den letzten zehn Jahren 41 Todesopfer rechtsmotivierter Gewalttaten, während die Bundesregierung fälschlicherweise von fünf Opfern ausgeht.
Der Politikwissenschaftler Hans-Gerd Jaschke ist Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin und leitete von 2002 bis 2007 den Fachbereich Rechts- und Sozialwissenschaften an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster. In dem ARD Magazin FAKT merkt er am 15. November 2011 an, dass in Deutschland alleine in den 90er Jahren 100 Todesopfer rechtsextremer Gewalt zu beklagen sind:
„Das ist in der Bilanz natürlich ein Vielfaches der Opferzahlen der RAF und auch sehr viel mehr als seitens der islamistisch bedingten Gewalt.“
Martin Jander unterrichtet in den Berlin-Programmen der New York University und der Stanford University sowie an der Universität Köln. In einem Interview mit der Tagesschau vom 12.10.2011 sagt der Historiker und Politikwissenschaftler über terroristische Bestrebungen in Deutschland:
„Zwischen links und rechts gibt es einen wesentlichen Unterschied: Seit dem 3. Oktober 1990 hat es rund 150 Todesopfer von rechtsradikal motivierten Straftaten gegeben. Sie wurden totgeprügelt, verbrannt, und anderes. Auf der linken Seite gibt es Auseinandersetzungen mit Polizisten, es gibt in Berlin diese Truppe, die Autos anzündet. Aber Todesopfer durch linke Gewalt gab es in den vergangenen 20 Jahren meines Wissens nach nicht.“
Geht man davon aus, dass die staatliche Bekämpfung linker und islamistischer Gewalt in Deutschland richtig und angemessen ist, dann kommt man, alleine unter Berücksichtigung der konkreten Opferzahlen, nicht umhin, in Bezug auf die Bekämpfung der rechtsextremistischen Gewalt ein deutliches Defizit zu erkennen. Dieses Defizit als „Blindheit auf dem rechten Auge“ zu bezeichnen, ist also angemessen.
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Die Politik in Deutschland spielt die Gefahren des rechtsextremistischen Terrors seit Jahren konsequent herunter. In den offiziellen Statistiken wird nur ein Bruchteil der tatsächlichen Opfer rechter Gewalt erfasst, Zentral- und Verbunddateien des BKA enthalten lediglich eine kleine Zahl rechter Gewalttäter. Die Rolle des Verfassungsschutzes und seiner V-Leute in der rechten Szene ist umstritten. Im Rahmen eines NPD-Verbotsverfahrens sieht sich das Bundesverfassungsgericht 2003 nicht in der Lage, zu beurteilen, welche Positionen und Statements tatsächlich von reinen Parteimitgliedern und welche von V-Leuten des Verfassungsschutzes stammen und stellt das Verfahren deshalb schließlich ein. Gleichzeitig beziehen NPD und andere rechte Organisationen einen Teil ihrer Finanzierung aus den Honoraren, die der Staat an die V-Leute bezahlt.
Obwohl die tatsächliche Gefährdung durch rechtsextremistischen Terror mittlerweile für jeden offenkundig geworden ist, verweigern die Bundesregierung und ihre Vertreter den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme und ihre Entschuldigung. Stattdessen instrumentalisieren sie die Morde und nutzen sie zu parteipolitischen Zwecken, zur persönlichen Profilierung oder als Argument für eine Ausdehnung der Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen des Staates.
Bundespräsident Wulff plant, sich hinter verschlossenen Türen mit den Angehörigen der Opfer treffen. Selbst jetzt will der Staat den Umgang mit Rechtsextremismus so leise und unauffällig gestalten, wie nur möglich.
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Durch den unterschiedlichen Umgang mit den verschiedenen Formen des Terrors erweckt der Staat den Eindruck, als würde er den jeweiligen Opfern einen unterschiedlichen Wert beimessen.
Rechtsextremistische Anschläge zielen meist auf Menschen mit ausländischen Wurzeln, auf Juden, auf Linke oder auf Homosexuelle. Hält sich hier nicht nur die Empathie der Regierung oder ihrer Behörden sondern auch das Mitgefühl breiter Bevölkerungsschichten in Grenzen? Bei den potenziellen Zielen von Linksextremisten und islamistischem Terror handelt es sich dagegen um die Machtzentren des Staates, um Regierungsmitglieder und Funktionsträger oder doch zumindest um öffentliche Gebäude und die Fahrzeuge von Mittelstand und Oberschicht.
Wir alle müssen Sorge dafür tragen, dass sich Vergleichbares in der Zukunft nicht wiederholen kann. Hierzu gehört vor allem, die Opfer und ihre Angehörigen in den Mittelpunkt zu stellen. Wir müssen uns selber und der Welt zeigen, dass wir Mitgefühl und Trauer empfinden, wenn in unserem Land Menschen von extremistischen Tätern ermordet werden.
Als ein rechtsradikaler Terrorist im Sommer diesen Jahres in Oslo 77 Menschen tötet, reagiert die norwegische Regierung mit Bestürzung, Trauer und Anteilnahme. Ihr Aufruf an die eigene Bevölkerung und die internationale Gemeinschaft: Dem Rechtsextremismus mit noch mehr Demokratie und noch mehr Toleranz mutig zu begegnen.
Hieran sollte sich die deutsche Regierung ein Beispiel nehmen.
Erstveröffentlichungen:
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Es kann einem schon der Kragen platzen bei diesem demagogischen Gefasel von der 'linken und rechten' Gewalt. Absurd war das schon vor dem Bekanntwerden der Taten dieser thüringer Mordbande.
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schrieb am
19.11.2011 um 19:13
Nazis demonstrierten heute in Weimar, mit der Vorgeschichte ist das nicht nur zynisch sondern zeigt, wie sicher man sich in Thüringen fühlt!
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dem vorschlag von e2m schließe ich mich an. habe nicht oft einen so gut recherchierten text zum thema gelesen.
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Außenminister Westerwelle zu den extremistischen Mordanschlägen. „Das ist nicht nur furchtbar für die Opfer, das ist nicht nur schlimm für unser Land, es ist vor allen Dingen auch sehr, sehr schlimm für das Ansehen unseres Landes in der Welt“
Westerwelles Gefassel ist Rhetorik. Die Klimax ist ein rhetorisches Mittel (altgriechisch κλίμαξ, wörtlich „Treppe“, „Leiter“) und besteht aus einer stufenartigen Steigerung von Ausdrücken, d. h. aus einem Übergang vom weniger Bedeutsamen zum Bedeutsamen, vom weniger Ausgeprägten zum Ausgeprägten, wodurch die Gesamtaussage erheblich verstärkt wird: de.wikipedia.org/wiki/Klimax_%28Sprache%29 Hoffentlich gibt es ein Umdenken hinsichtlich der Extremismusklausel von Frau Schröder. |
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schrieb am
19.11.2011 um 10:52
>>Hoffentlich gibt es ein Umdenken hinsichtlich der Extremismusklausel von Frau Schröder.<<
Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. |
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@ Jacob Jung
"Das BKA führt bereits seit Januar 2001 zwei dieser Datenbanken. Eine Verbunddatei unter der Bezeichnung „Gewalttäter rechts“ enthielt zum 1. Oktober 2011 insgesamt 1.013 entsprechende Datensätze. Die Zentraldatei „PMK-rechts-Z“ (Politisch motivierte Kriminalität rechts – Zentralstelle) umfasste zum selben Datum 610 Datensätze. Es ist nicht erkennbar, ob Hans-Peter Friedrich die Existenz der beiden Datenbanken vor der Öffentlichkeit verheimlicht oder ob er selber nicht weiß, dass diese Daten bereits seit mehr als zehn Jahren erhoben und gesammelt werden. Die vergleichsweise geringe Anzahl von Datensätzen (1.623) wirft dabei weitere Fragen auf. Der Verfassungsschutz beziffert in seinem aktuellen Bericht 25.000 Rechtsextremisten in Deutschland, von denen rund 9.500 als gewaltbereit eingestuft werden. Lediglich 17 Prozent der potenziellen Täter wurden bislang in den Datenbanken des BKA erfasst." Danke für die Hinweise. "Die Politik in Deutschland spielt die Gefahren des rechtsextremistischen Terrors seit Jahren konsequent herunter." Das drückt sich auch in den Organigrammen der betreffenden Abteilungen der Verfassungsschutzämter verräterisch offen aus. siehe dazu u. a.: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/gefahrenlage-verfassungsschutzaemter 17.11.2011 | 17:20 "Gefahrenlage" Verfassungsschutzämter? bnd mad verfassungsschutz staatsschutz polizei justiz politik terror seilschaften hölle rechtsextremismus npd sicherheitsdienste grundgesetz strafanzeigenpflicht ims v-leute gefahrenlagen eisenach kassel hamburg jena zwickau münchen hannover schünemann Vom Wesen der Verfassungsschutzämter "HÖLLE! HÖLLE!": |
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Alles absolut richtig Hr. Jung!
In der zweiten Hälfte der siebziger und weiten Teilen der achtziger war mit wesentlich schlechterer technischer Ausstattung eine viel bessere Überwachung der RAF und ihrer vielen, linken Sympatisanten möglich. Horst Herold konnte in den siebzigern, als Computer noch so groß wie Zimmer waren, seine Rasterfahndung erfinden und durchführen. Der Verfassungsschutz kannte viele (alle), die in Bibliotheken Marx und Engels ausgeliehen haben. Viele friedensbewegte Menschen bekamen ihre Post von der DFG geöffnet! Und da ist es heute, dreißig Jahre und später und viel Rechnerleistung mehr nicht möglich, dieses braune Gesocks unschädlich zu machen!? Diese Leute wollen einen anderen Staat und gefährden somit die, von uns allen geliebte, freiheitlich demokratische Grundordnung. Mit dieser Begründung hat man damals normale Demos verboten und die RAF-Leute für 25 Jahre hinter Gitter gebracht. Und das geht mit den rechten nicht!? Das ganze Szenario lässt nur einen Schluß zu: die Entscheider in Legislative, Judicative und Executive sind Sympatisanten der Rechten oder ihnen in irgendeiner Weise verpflichtet, sprich, man hat zusammen Leichen im Keller; im wahrsten Sinne des Wortes. |
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schrieb am
18.11.2011 um 20:38
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schrieb am
19.11.2011 um 11:02
>>Diese Leute wollen einen anderen Staat und gefährden somit die, von uns allen geliebte, freiheitlich demokratische Grundordnung.<<
Sie wollen den gleichen Staat, nur extremer und mehr davon als heute. >>...die Entscheider in Legislative, Judicative und Executive sind Sympatisanten der Rechten oder ihnen in irgendeiner Weise verpflichtet, sprich, man hat zusammen Leichen im Keller; im wahrsten Sinne des Wortes.<< die Entscheider sind Palastwächter der besitzenden Klasse. Kapitalisten halten sich Faschisten in Reserve, für den Fall dass sich die Lage im Lande einmal revolutionär zuspitzen sollte. Eigentlich wissen wir das, aber wir sind sehr geübt im Verdrängen. |
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Mir ist vollkommen unklar, warum Ministerin Schröder bei dem ganzen Thema so "ungeschoren" davon kommt. Nun, ich sehe zwar auch einen unterschied zwischen Rechtsterrorismus und Rechtsextremismus, aber für "unzähligen" Toten rechtsextremer Gewalt seit 1990 sind wohl eher Rechtsextreme verantwortlich und eine Möglichkeit Rechtsextremismus entgegenzutreten ist wohl doch:
´-Aufklärung -Unterstützung von Projekten , die Opfer rechter Gewalt beraten und unterstützen, die Schulprojekte machen, ..... Was Frau Schröder da geleistet hat ist "unter aller Sau": www.tagesschau.de/kommentar/schroederprogrammegegenrechts100.html |
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schrieb am
18.11.2011 um 21:06
@Pantherin,
das ist nicht nur Frau Schröder, sondern ihre Berater. Merkel hat auch ihre Berater und dementsprechend ist auch der Zustand in diesem Land. |
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hallo Matto,
naja, Mittel gegen Rechts faktisch zu kürzen kann man wohl nicht auf Berater schieben. Das ist doch eine ganz klare politische Entscheidung von großer Tragweite; Verantwortung trägt Frau Schröder. Wenn jetzt ein Berater sagt: hier Kristina mal mal das Auto von Frau Merkel gelb an, dann kann sie doch auch nicht sagen: Mein Berater hat das gesagt. Oder welche(n) berater meinst Du denn? lg Pantherin |
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schrieb am
19.11.2011 um 11:09
>>Das ist doch eine ganz klare politische Entscheidung von großer Tragweite;<<
Das sehe ich auch so. Die massgeblichen Berater werden übriges "Lobbyisten" genannt. Wenn man sich anschaut, woher die Parteien des Lobbyblockes Spendengelder und ihre Abgeordneten üppige "Beraterhonorare" beziehen, dann wird schnell klar, warum sie die "Gefahr von links" mit allen Mitteln bekämpfen und SA-Nachfolger hätscheln. |
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schrieb am
19.11.2011 um 17:58
@Pantherin,
Schröder oder Merkel sind nicht klüger als wir, sondern sie haben ihre Berater und diese Berater beraten diese beiden genau in die Richtung der gewissen Interessengruppen. Schröder wie Merkel bekommen ausgefeilte Reden und den Inhalt dieser Reden müssen sie eben beherrschen. Das ist die einzige Kunst, die sie beherrschen müssen. Gut, viele Volksvertreter bilden sich ein, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, sie Kauder, aber man kommt denen schnell auf die Schliche, wenn man Fachfragen stellt. Kauder hat einmal in der Pütt etwas erzählt, dass ging komplett am Thema vorbei und er hatte die ganze Sache auch gar nicht geschnallt. In der Schule hätte er dafür eine kräftige 5 bekommen. Und der Zustand dieses Landes liegt zwischen der Note 4 und 5. |
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Einer der besten Artikel zum Thema, denke ich.
An einem Punkt würde ich erweitern, der kommt ein bisschen zu wenig durch: die Auswirkungen durch das Behandeln der Betroffenen als Opfer 2. Klasse. Gerade bei den Türken ist das Vertrauen in die deutsche Polizei gering. Diese Ergebnisse zeigen, wie weit das sogar in krassen Fällen gerechtfertigt ist. Ich musste dabei an die Entrüstung in vielen Medien denken, als im Februar 2008 ein ungeklärter Wohnhausbrand in Ludwigshafen Tote, türkische Tote, forderte und die Türkei Ermittler zur Beobachtung schickte. Ich habe es damals aus eben diesen Gründen gut verstanden. Beim nächsten Mal wird es schwerer sein, dagegen zu polemisieren und der türkischen Community unbegründetes Misstrauen zu attestieren. Der Brand ist noch immer ungeklärt. |
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Ich stimme zu.Brillianter Artikel zu einem bedrückenden Thema.
Vertuscht, verdrängt, verschwiegen: der Verfassungsschutz und der rechte Terror Frank Walter Steinmeier vor ein paar Tagen: „Hier in Berlin sind Autos angezündet worden und jeder zweite Berliner wusste, das ist das Dokument von verbreitetem Linksterrorismus. Jetzt stehen wir erschüttert vor Morden, die über Jahre hinweg stattgefunden haben, entweder beobachtet durch den Verfassungsschutz oder aber weil der Verfassungsschutz die Täter verloren hat.“ |
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schrieb am
19.11.2011 um 19:20
... und der Staat schaut zu!
Karl-Heinz Hoffmann, Gründer der berüchtigten “Wehrsportgruppe Hoffmann”, hat sich für den kommenden Samstag, 26.11.2011 in Leipzig angesagt. Auf Einladung der Jugendorganisation JN will er in diesem Rahmen über die Wehrsportgruppe Hoffmann, den staatlichen Umgang mit dieser terroristischen Gruppe und weitere Themen referieren. |
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>>Bundespräsident Wulff will stattdessen hinter verschlossenen Türen ein vertrauliches Gespräch mit den Betroffenen führen.<<
Wer nichts zu verbergen hat kann öffentlich reden. Aufgrund der Heimlichleit kann man ja davon ausgehen, dass das Gespräch mehr Einschüchterung (wenn nicht Drohungen) als Anteilnahme enthalten wird. >>Für Guido Westerwelle wiegt die Außenwirkung der Taten schwer: „Furchtbar“ sind die Mordanschläge für die Opfer aber „vor allen Dingen“ sind sie „sehr, sehr schlimm“ für das Ansehen Deutschlands.<< Ja ja, es ist immer peinlich, wenn mal was bekannt wird. |
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Und dann die schwere Frage, was "rechte Gewalt" eigentlich ist.
Gerade las ich dies: "Und auch dass es keine Hinweise auf „Gewaltanwendungsgedanken“ geben soll, wie Kripo-Chef Rittenauer erklärte, erscheint wenig plausibel. Vier Wochen lang ermittelte seine eigene Behörde nach Angaben der Heilbronner Staatsanwaltschaft im Sommer vergangenen Jahres wegen eines Brandanschlags auf einen türkischen Supermarkt in Neckarsulm, dann wurden drei junge Männer und eine Frau festgenommen. Sie legten Geständnisse ab. Alle vier werden der rechten Szene zugerechnet, einer war bereits wegen „Hakenkreuzschmierereien“ aufgefallen. Die Ermittler, so die Behörde, gingen „dennoch nicht von einer politisch motivierten Straftat einer strukturierten rechten Szene aus“. www.fr-online.de/politik/neonazi-terror-rechtsextremismus-wird-unterschaetzt,1472596,11168826,view,asFirstTeaser.html Nein, sowas ist keine rechte Gewalt, niemals.^^ |
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Und dann die schwere Frage, was "rechte Gewalt" eigentlich ist.
Gerade las ich dies: "Und auch dass es keine Hinweise auf „Gewaltanwendungsgedanken“ geben soll, wie Kripo-Chef Rittenauer erklärte, erscheint wenig plausibel. Vier Wochen lang ermittelte seine eigene Behörde nach Angaben der Heilbronner Staatsanwaltschaft im Sommer vergangenen Jahres wegen eines Brandanschlags auf einen türkischen Supermarkt in Neckarsulm, dann wurden drei junge Männer und eine Frau festgenommen. Sie legten Geständnisse ab. Alle vier werden der rechten Szene zugerechnet, einer war bereits wegen „Hakenkreuzschmierereien“ aufgefallen. Die Ermittler, so die Behörde, gingen „dennoch nicht von einer politisch motivierten Straftat einer strukturierten rechten Szene aus“. www.fr-online.de/politik/neonazi-terror-rechtsextremismus-wird-unterschaetzt,1472596,11168826,view,asFirstTeaser.html Nein, sowas ist keine rechte Gewalt, niemals.^^ |
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"Eine gemeinsame Recherche von „ZEIT“ und „Tagesspiegel“ kommt im Jahr 2010 zu völlig anderen Ergebnissen. Die Redakteure konnten zwischen 1990 und 2010 insgesamt 137 Fälle ermitteln, in denen Menschen in Deutschland ihr Leben infolge rechter Gewalt verloren."
als die zeit damals ihre zahlen veröffentlichte, wußte ich von 2 weiteren opfern im 30km-radius um meinen damaligen wohnort. ich schrieb an die zeit, und sie konnten wenigstens einen der fälle nachträglich verifizieren. ich gehe daher davon aus, dass selbst die zahlen der zeit und des tagesspiegels deutlich unter dem liegen, was die staatlichen zahlen auf skandalöse art zu vertuschen suchen. |
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Davon gehe ich auch aus. Ich sah gestern eine Liste mit insges. über 180 Opfern, und die war auch nicht komplett.
Dabei ist ohnehin die Konzentration auf vollendete Tötungsdelikte auch problematisch: Terror wird auch verbreitet, indem im Umfeld ständig weniger gewaltsame Angriffe verübt werden (Z.B. wöchtenlich wiederkehrendes Einschlagen der Scheiben eines Geschäfts etc.). |
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schrieb am
19.11.2011 um 18:33
Ein Skandal ist es, das man erst jetzt für alle Ermordeten eine Trauerfeier durchführen möchte.
Eigentlich gehört dieses bundesrepublikanische Regime vor die UNO. Es stockt einem der Atem und gefriert einem das Blut in den Adern, was in diesem Staat sich abspielt. Da wird in schizophrener Manier Herr Ramelow nachspioniert und auf der anderen Seite werden durch Nazis massenweise unschuldige Menschen in diesem Staat ermordet. Das ist doch einfach nicht mehr normal. |
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schrieb am
19.11.2011 um 19:01
Für mich ist das nicht nur eine Vertrauens Krise gegenüber den Sicherheitsbehörden sondern eine Staatskrise.
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Heute stand ein guter Kommentar vom Chefredakteur Herrn Alois Kösters in der Magdeburger Volksstimme. Er trifft den Nagel auf den Kopf.
Ein neues Register für Rechtsextremisten, noch ein „Abwehrzentrum Rechts“. Die Poloitik liefert schnell, um schnell in gewohnte Bahnen zurückzukehren zu können. Dass eine unfassbare Mordserie an Ausländern über Jahre verdrängt werden konnte, hat aber nicht nur mit schlechter Ermittlungsarbeit zu tun. Das konnte nur in einer Gesellschaft geschehen, die unterschwellig immer noch fremdenfeindlicher ist, als sie sich gibt. So liegen die Hinweise dafür vor, dass sich skandalöse Kumpaneien von Verfassungsschützern und Nazi-V-Leuten aus gemeinsamer Ausländerfeindlichkeit speisen. Schon kurz nach dem ersten Mord an einem Türken im Jahr 2000 lieferten Polizeisprecher und Presse Spekulationen, sich eher auf ausländerfeindliche Vorurteile gründeten, denn auf Ermittlungsarbeit: „Döner-Mafia“, „Illegale Ausländer“. Erst neun Tote später mutmaßten Profiler über deutsche Neo-Nazis. Und es war vor deutschem Publikum so leicht, rechtschaffene türkische Familienväter mit der „Döner-Mafia“ in Verbindung zu bringen. Niemand fragte nach. Neun tote Ausländer waren auch Journalisten keine aufwendige Recherche wert. Man stelle sich vor, neune Deutsche wären in der Türkei nach gleichem Muster hingerichtet worden. Trotz täuschend ähnlicher Phantombilder nach dem Kölner Attentat 2005 meldete sich kein brauchbarer Zeuge. Ein toter Türke in Köln erregt nun mal nicht so viel Aufmerksamkeit, dass die Bilder seiner Täter auch in Thüringen lange genug präsent sind. Vielleicht hat die Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid des Fremden Menschenleben gekostet. |
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schrieb am
19.11.2011 um 17:03
Latente rechtsradikale Einstellungen und verdeckter Rassismus vermute ich auch in großen Teilen der Sicherheitsbehörden. Und nicht nur im Verfassungsschutz, dass zeigen Wortschöpfungen wie Bosporus und Döner – Morde usw. Was für Ermittlungsaufwand wurde in Dresden gegen Nazi Gegner unternommen, Handys von Berufsgeheimnissträgern überwacht usw. Das ist das Problem - die Abwehr im Kopf muss überarbeitet werden und nichts anderes.
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Rechtsextremismus ist nach Einschätzung von Uwe-Karsten Heye kein typisch ostdeutsches Problem. NPD, Republikaner und DVU seinen „Blüten aus dem braunen Sumpf des Westens“ sagte der Vorsitzende der Initiative „Gesicht Zeigen!“, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt. „Von daher gibt es keinerlei Grund, einseitig in Richtung Osten zu schauen“. In beiden Teilen Deutschlands gebe es das gleiche Problem: virulente und zunehmende Minderheiten mit extremistischen Einstellungen. Das sein durch wissenschaftliche Forschung belegt. Menschen mit rechtsextremistischer Gesinnung seien demnach nicht zwangsläufig, aber fast immer „bildungsfern“. „Es ist auch ein soziales Problem“, so der ehemalige Regierungssprecher Heye. „Ich glaube, wir haben viel aufzuarbeiten“. Das gelte für Ausländerrecht, das auf Abwehr angelegt sei und für die fehlende Empathie für Einwanderer, denen man nicht das Gefühl gebe, dass sie wirklich willkommen seien. „Das alles schlägt sich in solchen zuspitzenden Äußerungen wie „Dönermorde“ nieder“. Zur Debatte um ein NPD-Verbot sagte Heye: „ Das lenkt zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig ab“. Erst sollte geprüft werden, ob es hilfreich ist, V-Leute in den rechtsextremistischen Bereich einzuschleusen.
Quelle.dpa |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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