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31.12.2011 – In ihrer diesjährigen Neujahrsansprache schwört Angela Merkel die Bevölkerung auf ein schwieriges 2012 ein und ruft zum Durchhalten auf. Die Rede beginnt mit der Erinnerung an die Freiheitsbewegung in Nordafrika und endet mit einem Zitat von Heinrich Heine: „Deutschland, das sind wir selber“.
Wäre die Kanzlerin literarisch und historisch beschlagen, dann wüsste sie, dass Heines Satz sich ebenfalls auf afrikanische Verhältnisse bezog, als er ihn 1832, angesichts einer dramatischen Auswanderungswelle, notierte, während seine Schriften in Deutschland unter strenger Zensur standen. Von einer Naturwissenschaftlerin kann man solche Kenntnisse wohl nicht erwarten.
Aus dem Jacob Jung Blog
Stärker raus als rein
Angela Merkel beginnt ihre Ansprache mit dem, was ihr von 2011 im Gedächtnis geblieben ist: Die Protestbewegungen in Nordafrika und Nahost, die Atomkatastrophe in Fukushima und die Geburt des „siebenmilliardsten Erdenbürgers“. Danach wendet sich die Kanzlerin sofort der „Schuldenkrise“ zu, die uns nach wie vor „in Atem hält“.
Sie mahnt die Bürger, bei allen Mühen nicht zu vergessen, dass die Vereinigung Europas ein historisches Geschenk für uns alle ist. Ein Geschenk, das uns Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht hat. Sie betont die Wichtigkeit, die europäische Währung zu stützen und zu erhalten, verspricht, alles dran zu setzen, den Euro zu stärken und zitiert sich am Ende des Abschnittes selber:
„Der Weg, sie zu überwinden, bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein, doch am Ende dieses Weges wird Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist.“
Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie? Angesichts der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung, von zunehmender sozialer Not, dem weit verbreiteten Ohnmachtsgefühl gegenüber den politischen Machenschaften und der Sehnsucht nach Mitbestimmung und echter Demokratie drängt sich der Eindruck auf, dass die Kanzlerin von einem anderen Land spricht.
Deutschland geht es gutVor der diesjährigen Sommerpause des Parlaments hatte Angela Merkel in einer Pressekonferenz verkündet, Deutschland ginge es so gut, wie lange nicht. Schon damals hatte sie den besorgniserregenden Bericht der UN zur sozialen Lage in Deutschland und die Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung über das drastische Absinken der Nettogehälter in den unteren Einkommensstufen zwischen 2000 und 2010 ignoriert.
Anfang September haben 3.100 Fachleute im Rahmen eines arbeitsmarktpolitischen Appells vor einem „Zwei-Klassen-Arbeitsmarkt“ gewarnt. Anfang Dezember macht die OECD auf eine bedrohliche Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland aufmerksam und sieht Anzeichen für soziale Unruhen und politische Instabilität. Ende Dezember berichtet der Paritätische Wohlfahrtsverband, dass hierzulande rund 12 Millionen Menschen akut von Armut bedroht sind.
Für die Kanzlerin sind dies alles keine überzeugenden Gründe, ihre optimistische Sichtweise zu korrigieren:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, gerade in Deutschland haben wir Grund zur Zuversicht. Fast alle jungen Menschen haben in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz gefunden. Es sind so wenig Menschen arbeitslos wie seit 20 Jahren nicht. Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird als dieses.“
Für den so unglaublich positiven Status unseres Landes bedankt sich Angela Merkel bei allen Menschen und bei „unseren“ Polizisten und Soldaten. Die Menschen haben durch ihren „Fleiß“ und ihre „Unermüdlichkeit“ Erfolg und Wohlstand möglich gemacht. Die Polizei hat „zu Hause“ für Freiheit und Sicherheit gesorgt. In „vielen Regionen der Welt“ haben Soldaten „unter Einsatz ihres Lebens“ dasselbe getan.
Menschlich und erfolgreichDas Loblied auf „Freiheit“ und „Sicherheit“ leitet die Kanzlerin zum nächsten Stichwort: Der Aufdeckung einer „rechtsextremistischen Terror- und Mörderbande“ im Herbst diesen Jahres. Hierbei verirrt sich kein einziges Wort über die Versäumnisse von Politik, Verfassungsschutz, Polizei oder Behörden in die Ansprache. Ebenso wenig taucht der Name eines Opfers oder eine Entschuldigung bei den Angehörigen auf. Stattdessen erklärt Merkel den Kampf für eine „offene und freiheitliche Gesellschaft“ – reichlich spät – zur Daueraufgabe der Politik.
Schnell kommt sie jetzt noch auf die Herausforderungen für 2012 zu sprechen: Die Aufgabe der Bundesregierung:
„Wir wollen, dass unser Land das bleiben kann, was es ist: menschlich und erfolgreich.“
Was ist hierzu erforderlich? Merkel will die Familien stärken, das Land kinderfreundlicher gestalten, die sozialen Sicherungssysteme verändern, die Finanzen solide und krisenfest gestalten, die Umwelt schützen, den Wohlstand sichern und die Gesellschaft zum Lernen anregen.
Erste Schritte hierzu hat die Kanzlerin bereits eingeleitet:
„Zu diesen Fragen habe ich mit über 100 Experten einen Dialog über Deutschlands Zukunft begonnen, und dazu möchte ich auch mit Ihnen ins Gespräch kommen.“
Darüber, wer die „Experten“ sind, mit denen sie über die Zukunft Deutschlands verhandelt, sagt die Kanzlerin nichts. Gehen wir also davon aus, dass hiermit, wie üblich, die Bertelsmann Stiftung, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die unzähligen Lobbyverbände der Wirtschaft, die überbezahlten und überschätzten Politikberater und die Vertreter der Medien, der Finanzwirtschaft, der Versicherungs- und der Bankenbranche gemeint sind.
Aber keine Sorge: Ab Februar dürfen auch wir wieder per Internet mit Angela Merkel diskutieren und unsere Vorschläge einbringen. Der „digitale Bürgerdialog“ geht in die nächste Runde. In ihrer eigenwilligen Interpretation von „Dialog“ wird Merkel dann wieder ausgewählte Fragen bei YouTube beantworten und uns von der Alternativlosigkeit ihres Handelns überzeugen.
Merkel und der DichterDie Kanzlerin zitiert am Ende ihrer Neujahrsansprache Heinrich Heine. Der Dichter hatte 1832 in der Vorrede zu seinem Buch „Salon I“ geschrieben: „Deutschland, das sind wir selber“.
Mit dieser Zeile unterstreicht Merkel ihren Aufruf an die Bevölkerung, tatkräftig mitzumachen, wenn es im schwierigen Jahr 2012 darum gehen wird, unseren Wohlstand zu erhalten.
Als Heine den Satz schrieb, lebte er im französischen Exil, weil seine Anwesenheit als kritischer Schriftsteller und Journalist in Deutschland nicht erwünscht war. In Paris wurde er Zeuge der großen deutschen Auswanderungswelle im 19. Jahrhundert. Er sah Flüchtlingsströme, die sich von Deutschland aus über Frankreich auf den Weg nach Nordafrika machten, um Hunger, Not, Verfolgung und Unterdrückung im Heimatland zu entgehen.
Die damaligen Auswanderer fürchteten sich vor den Verhältnissen in Afrika. Man hatte von gefährlichen Giftschlangen gehört und von Affen, die nicht nur die Ernte schädigen sondern sogar Kinder stehlen und in die Wälder verschleppen. Erst vor diesem Hintergrund versteht man den vollständigen Textabschnitt, aus dem die Kanzlerin nur einen einzigen Satz zitiert:
„Deutschland, das sind wir selber. Und darum wurde ich plötzlich so matt und krank beim Anblick jener Auswandrer, jener großen Blutströme, die aus den Wunden des Vaterlands rinnen und sich in den afrikanischen Sand verlieren. Das ist es; es war wie ein leiblicher Verlust, und ich fühlte in der Seele einen fast physischen Schmerz. Vergebens beschwichtigte ich mich mit vernünftigen Gründen: Afrika ist auch ein gutes Land, und die Schlangen dort züngeln nicht viel von christlicher Liebe, und die Affen dort sind nicht so widerwärtig wie die deutschen Affen.“
Gedruckt werden durften diese Worte im damaligen Deutschland natürlich nicht. Ebenso wenig wie das, was Heine fast zeitgleich in der Vorrede zu seinem Werk „Französische Verhältnisse“ über die deutsche Regierung notierte:
„Nie ist ein Volk von seinen Machthabern grausamer verhöhnt worden. Nicht bloß, daß jene Bundestagsordonnanzen voraussetzen, wir ließen uns alles gefallen: man möchte uns dabei noch einreden, es geschehe uns ja eigentlich gar kein Leid oder Unrecht. Wenn ihr aber auch mit Zuversicht auf knechtische Unterwürfigkeit rechnen durftet: so hattet ihr doch kein Recht uns für Dummköpfe zu halten.
Eine Handvoll Junker, die nichts gelernt haben als ein bißchen Roßtäuscherei, Volteschlagen, Becherspiel oder sonstig plumpe Schelmenkünste, womit man höchstens nur Bauern auf Jahrmärkten übertölpeln kann: diese wähnen damit ein ganzes Volk betören zu können, und zwar ein Volk, welches das Pulver erfunden hat und die Buchdruckerei und die Kritik der reinen Vernunft.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wünsche all meinen Lesern trotzdem ein gerechtes, friedliches und demokratisches 2012.
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Lieber Jakob Jung,
was haben Sie erwartet? ich finde, man muss schon froh sein, wenn Merkels Neujahrsgrüße nicht die vom letzten Jahr sind. Merkel ist beliebt wie noch nie. Ihre Vorgehensweise in der Eurokrise wird von den meisten Deutschen positiv gesehen. Also, ich finde, wir haben uns diese Kanzlerin redlich verdient. Sie übersteht jede Krise, wartet, bis ihre Minister entweder (freiwillig) zurücktreten oder sich in verzweifelter Zustimmung ergötzen. Alle Versuche der Opposition, sie zu verunsichern, prallen an ihr ab. Dem Westentaschen-Napoleon Sarkozy hat sie gezeigt, wo es lang geht, den Griechen und Italienern sowieso. Sie wird länger regieren, als manchen lieb sein kann und sie wird in die Geschichtsbücher eingehen, als die Kanzlerin, die keine klare Position hatte, aber immer richtig entschieden hat und zwar für ihren eigenen Machterhalt. |
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Lieber J.J.
eine sehr lesenswerte Analyse der Rede und eine dankenswerte Aufklärung in Bezug auf H.Heine's "Wir sind Deutschland".Da hat es sich ( wieder mal ) einer der Referenten von Frau Merkel "einfach "gemacht... Ich wünsche Ihnen ebenfalls alles Gute und schließe mich Ihren Wünschen für 2012 an : ) |
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lieber jacob, es ist mir nach x versuchen gelungen, die kommtiertaste zu überzeugen... wahrscheinlich lags nur an meinem dummen pc.
danke, dass du es auf dich genommen hast, dir die ansprache anzuhören/sehen. das reklamelächeln ist der dame gelungen. viele kunden werden es ihr abnehmen. wenn sie wenigstens ihre naturwissenschaft verstünde! heine kommt in physik nicht vor, aber vielleicht atomphysik und radioaktivität. trotzdem verstand sie erst nach grässlichen demoskopenberichten etwas von atomkraft... in einem punkt irrte heine übrigens, weshalb ich den satz weggelassen hätte, in dem er dem teutschen volke das pulver und die buchdruckerei zuschreibt. mich stören auch kleine fehler. naja, verhöhnt werden und wurden alle untertanen. lass dir den schwung zu kritisieren nicht nehmen, gleich von wem. ich bestehe darauf. das kalenderwechseln ist mir gleichgültig. trotzdem erwidere ich deine guten wünsche zum neuen kalenderjahr gern. |
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Mit Heine, das ist schon ein Ding.
In "jungen" Jahren sollte ich mal einen Aufsatz schreiben: "Mein schönstes Ferienerlebnis". Freilich hatte ich damals andere Prioritäten. Also habe ich mal, aus "Termingründen" und Guttenbergs "copy & past" vorwegenommen, eiskalt bei Heine abgeschrieben. Wortwörtlich. Aus der "Harzreise"... Eine glatte Eins war das Ergebnis. Meine Deutschlehrein hatte Heine nie gelesen. Aber mir von ihm erzählt. |
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Deutsche! Was gefällt euch nicht in diesem Zitat: „Deutschland, das sind wir selber“? Was für ein Problem? Seid Ihr damit nicht einverstanden? Passt es euch lieber: Deutschland, das sind wir nicht selber? Klingt es Euch angenehmer und tröstend? Analysiert Ihr bei jedem Anlass jedes Zitat von jedem Politiker? - Nein. Warum die erfolgreichste Kanzlerin ist von Euch so gehasst? Diese eiserne Kanzlerin, die unser Deutschland-Schiff durch den Krisen-Sturm, durch den Orkan mit der starken Hand sicher und richtig steuert und unser Wohlergehen rettet. Stellt Euch sich vor, dass ein Schiff in den Storm gerät, der Kapitän steht auf der Kommandobrücke mit voller Kraft hält den Steuerrad fest, und lässt den Schief mit uns nicht senken, und es gelingt bereits seit Jahre, obwohl um uns herum die Euroschiffe, von Sozialisten gesteuert, hintereinander senken. Und Ihr werfen sich wie Passagiere in Panikattacke zu Kapitän und ziehen ihn an Ärmel fest links und rechts. Ihr zerrüttet unsere Gesellschaft, ruiniert unser wohlbehaltenes Leben, tadelt unsere Erfolge. An allem findet Ihr etwas zu tadeln. Das Zitat sei schlecht? Dann nehmen wir z.B. folgendes Zitat: „Demokratie ist nicht das Beste, was von Menschheit erfunden wurde“. Aus welchem Anlas wurde es vom Churchill gesagt? Danach als er nicht wieder ausgewählt wurde, trotz des Sieges im Weltkrieg, oder danach, als Hitler rein demokratisch zum Macht kam? Das Zitat ist universal wie Weisheit für alle Fälle. Jeder versteht es nach seiner eigenen Verdorbenheit oder nach seiner Vernunft.
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„Deutschland, das sind wir selber“
Die Deutsche Quadriga: 1. Gaul: "WIR sind das Volk!" 2. Gaul: "Wir sind das VOLK!!" 3. Gaul: "Wir sind DAS Volk!!!" 4. Gaul: "WIR SIND DAS VOLK!!!!" |
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Sehr guter Artikel, herzlichen Glückwunsch dazu!
Ich bin der Meinung, dass Merkel total überschätzt wird. Für mich ist Merkel eine graue Maus, die ebenso wenig Ahnung hat wie ich. Sie hat Physik, ich habe Elektronik studiert. Ich bilde mir aber nicht ein, alles zu wissen und vor allem sich in einer solch unanständigen und überheblichen Art dem Volk gegenüber zu verhalten. Merkel wird mit ihren Beratern dieses Land in Grund und Boden regieren. Alles, was noch halbwegs in diesem Land in Ordnung ist, wird durch diese Frau zerlatscht werden. Vor solch einer unfähigen Führung dieses Landes kann man sich nur schämen!! Aber so wie diese Herrschaften aussehen, so ist auch der Zustand dieses Landes. |
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Lieber Matto,
ich würde Merkel eben nicht unterschätzen. Sie weiß sehr genau was sie tut! Ausserdem hat sie ja ihre Berater, wie du richtig erkannt hast. Die Politik ist eh nicht mehr zum Wohle der wertschöpfenden, arbeitenden Bürger regierunsgfähig, da sie sich an die Finanzelite verkauft hat. Im übrigen sind und waren Politiker immer nur Marionetten der Macht. Auch hat das Kapital schon immer die Politiker regiert. Zumindestens im Kapitalismus. Da spielt es eben keine Rolle, welche Partei an der Macht ist. Zumal die Deutschen das Geld verehren wie einen Gott. Und deswegen ist Merkel auch beliebt. Weil sie den Reichtum der alten BRD-Bürger, insbesondere der Oberschicht, hält. Ja ihn sogar noch vermehrt. Der Osten hatte noch nie gezählt. Die Wiedervereinigung diente lediglich einzig und alleine wirtschaftlichen Interessen! Genauso wie die EU, der Ostblock, die Globalisierung, nur den reinen wirtschaftlichen Interessen der Konzerne dienen. Wir haben mit unserem Export die wirtschaftlich schwachen Länder in der EU in den Abgrund getrieben und sind damit verantwortlich für den Sozialabbau, die Zunahme von Armut und Leid der Menschen. Davon will aber die überwiegende Mehrheit der Deutschen nichts wissen! Was zählt denn schon ein armer Grieche, wenn Hartz 4 genauso verachtet und als faul diskriminierd wird. Hauptsache das Konto stimmt und der Wohlstand bleibt erhalten. Da frage ich mich doch glatt, was für eine Einstellung die Mehrheit doch hat?! Sarrazins Debatte hat es am besten gezeigt. Es lebe das deutsche Wesen an dem alle genesen. Eben nichts gelernt aus der Geschichte. Und auch eine Frau Wagenknecht, die Linke, reiht sich da mit ein. TJa, mit der Überheblichkeit ist das aber so eine Sache. Denn Hochmut kommt immer vor dem Fall! |
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Zur Frau Merkel fällt mir nur dies von Heine ein:
"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht!" Obwohl Heine dies damals positiv meinte, ist es heute ins Gegenteil verkehrt. Was für eine tragische Entwicklung Deutschland doch wieder genommen hat. Merkels Neujahresansprache war nichts weiter als Propaganda vom feinsten. Propaganda hatte sie ja als FDJ-Funktionärin gelernt. Irgendwie fühle ich mich wieder in DDR-Zeiten zurück versetzt. Zumal die Demokratie ja auch immer mehr und mehr verschwindet. Und zum deutschen Bürger fehlt mir nur dieses ein... Die Deutschen bekommen den Kanzler, den Sie verdienen. Wenn die Mehrheit nicht erkennt, dass sie eigentlich nur ver....t und benutzt wird, dann ist es mit dem Bürger in Deutschland eben nicht weit her. Intelligenz sieht für mich anders aus. |
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schrieb am
02.01.2012 um 12:04
>>Die Deutschen bekommen den Kanzler, den Sie verdienen.<<
www.parteispenden.unklarheiten.de/ auf der Seite nach unten scrollen und auf die Parteinamen draufklicken. Damit wird ein Teil derjenigen sichtbar, die immer die Regierung bekommen, die sie bezahlen. |
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Alleine alles auf Parteispenden zu reduzieren reicht nicht. Parteispenden sind das eine und dienen zur Durchsetzung der Interessen. Im Endeffekt zählt nur die Propaganda vor den Wahlen und was man einem Bürger verspricht. Auch ist das Wahlgesetz ja ungerecht und sollte längst laut BVG reformiert werden. Dies ist aber immer noch nicht geschehen. Denn viele Wählen aus Gewohnheit, wie die Bayern eben die CDU/CSU. Und die Rentner aus der ehmals arbeitenden Bevölkerung meisstens die SPD. Das ist reine Psychologie und hat etwas mit Gewohnheiten und auch "Bequemlichkeit" zu tun. Dann entscheiden auch noch die Überhangsmandate wer an die Macht kommt. Das Wahlgesetz wurde eben immer noch NICHT dahingend reformiert. So das meisstens die CDU davon profitiert hatte.
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Die Frau Merkel und ihre Regierung sollte man nicht unterschätzen, denn sie lässt regieren, nämlich die Finanzmärkte und überhaupt die kapitalistische Wirtschaft. Der Bundestag ist praktisch nur noch eine Fassade, was nicht einmal mehr übertüncht wird, siehe die unsägliche Aktuelle Stunde im Bundestag zum Programm Der Linken. Das ist ein Kasperltheater für das Volk, dass sich einspannen lässt (siehe meinen Kommentar vom 01.01.2012 um 11:22) für den Wagen der Germania oben (ich meine die auf dem Brandenburger Tor).
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Wichtige Korrektur zum Video-Link: Aktuelle Stunde im Bundestag zum Programm Der Linken
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Mich erinnert das Zitat von Heine „Deutschland, das sind wir selber“ an die Kampagne "Du bist Deutschland". Inszeniert von Gunter Thielen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG
de.wikipedia.org/wiki/Du_bist_Deutschland nicht zu verwechseln damit: Meiner Ansicht nach sollen solche Zitate zunächst einmal Kompetenz vorspielen. Zum anderen soll mit persönlicher Ansprache bzw. Vereinahmung das enger- Zusammenrücken bzw. das Gürtel-enger-schnallen- attraktiv gemacht werden. In Zukunft müssen wir, weil wir über unsere Verhältnisse gelebt haben noch näher zusammenrücken und sparen, dass sind wir, weil wir Deutsche sind, Deutschland unserem Land schuldig. Egal wer den Karren in den Dreck gefahren hat. Mit einem solchen Appell lassen sich weitere Kürzungen schön verpacken. |
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Einen Unterschied gibt es zu damals: Der Faschismus ist heutzutage fröhlich (vergleiche 'Der Traum der Deutschen').
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Ja! Seit ich im Arbeitsleben steh, gehts der Wirtschaft immer und immer schlechter (an mir liegts nicht ^^), man wundert sich wie das möglich ist, weswegen alle ständig den Gürtel enger schnallen müssen. Hartz IV hat erspartes Eigentum, erarbeitete Versicherungsansprüche und das Selbstbestimmungsrecht vernichtet, die Schulen verfallen, während von den Kindern mit dem sehr eng geschnallten Gürtel immer mehr Leistung und Disziplin erwartet werden. Die Mehrwertsteuer wurde erhöht, was Arme und Menschen mit vielen Kindern besonders hart traf. Alles im Namen der schlechten Zeiten. Die Krankenkassen wälzen sämtliche Kosten auf den Durchschnittmenschen ab, der sich wegen einer Grippe nicht mehr traut zu Hause zu bleiben aus Angst, dass er sonst den Job verliert. Und die Kollegen ansteckt, die dann auch Angst haben.
Wenn einer schlechte Zeiten sagt, ob Politiker oder Arbeitnehmer, weiß man, dass es dem Bürger nur an das Geld gehen soll, dass ihm zusteht. Wir haben in 2011 SteuerMEHREINNAHMEN erwirtschaftet. Wie wärs denn, wenn alle, die von unter 1000 Euro im Monat leben müssen, rückwirkend vom Staat ein bisschen Weihnachtsgeld erhalten. Wegen der harten Zeiten. Jeder Student, Rentner, HartzIV Empfänger, Geringverdienende. Und für jedes Kind noch mal extra etwas. Absolut niemand außer der Regierung hätte was dagegen. Selbst Leute wie Hans-Olaf Henkel wären dafür. Hoff ich doch ^^ Und dann reden wir mal nicht von harten Zeiten, sondern von Solidarität. |
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meinte natürlich "ob Politiker oder Arbeitgeber" nicht -nehmer.
und ein fatales s ist zuviel beim das. egal. ihr könnt ja sicher lippenlesen ^^ |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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