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12.06.2011 – Auf öffentliche Vorwürfe reagiert man in der Politik sehr unterschiedlich: Ignorieren, Lügen, Abschwören oder Klarstellen? Auf welches Modell die Entscheidung trifft, hängt wesentlich von der persönlichen Eitelkeit ab.
Angela Merkel ist nicht eitel. Das ist deutlich zu erkennen. Sie kann öffentliche Anschuldigungen unkommentiert stehen lassen. Sie weiß von ihrem Ziehvater Helmut Kohl: Keine Reaktion entfernt einen Vorwurf so schnell aus der öffentlichen Wahrnehmung wie die Nichtreaktion. Ob FDJ- Vergangenheit, unverhältnismäßige Nähe zur Großindustrie oder Wendehalspolitik im Zeichen bevorstehender Wahlen: Die Kanzlerin schweigt und bleibt.
Guttenberg ist eitel und seine Gefallsucht war der Motor seiner politischen Karriere. Einem Vorwurf, der zudem noch auf seine persönliche Ehre abzielt, unkommentiert lassen, kam für ihn nicht in Frage. Dummerweise trafen die Vorhalte in Sachen Dissertation in vollem Umfang zu. Deshalb blieb dem beliebten Ex als Reaktion nur die Lüge. Die hat ihm letztendlich seinen politischen Kragen gekostet. Einen Abschreiber und Schummler hätte man gerade noch geduldet. Einem derart entlarvten Lügner bleibt nur der Rückzug.
Die Linkspartei ist zwar nicht eitel aber doch auf Anerkennung aus. Auf der Suche nach Konsens, sowohl nach Innen als auch nach Außen, überreagiert sie notorisch, wenn sie mal wieder zum Ziel von Anschuldigungen wird. Dann verzichtet Klaus Ernst auf Doppelbezahlung und Porschepassion, dann wird die DDR posthum zum Unrechtsstaat und dann verordnet man sich selber Denkverbote in Bezug auf den Nahost-Konflikt. Solche Reaktionen kosten Glaubwürdigkeit, Handlungsspielräume, Mitglieder und Wähler.
Sahra Wagenknecht wurde 2008, zusammen mit anderen linken EU-Abgeordneten, beim gemeinschaftlichen Verzehr von Hummer „erwischt“. Bis heute rangiert die Frage nach ihrer Vorliebe für exklusive Schalentiere auf den Spickzetteln der Moderatoren weit vorne. Vom ersten Interview nach dem „Vorfall“ bis heute ist ihre Reaktion unverändert geblieben: Die Speise hat 20 Euro gekostet, sie isst von Zeit zu Zeit gerne davon und ihre Vorstellung von Sozialismus beinhaltet Hummer für alle. Mit ihrer Reaktion hat sie Schaden von sich abgewendet, ihre Glaubwürdigkeit erhöht und die Kampagne einfach in ein eigenes Postulat verwandelt.
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Das ist die stets primitive wie dümmliche Reaktion der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit, Frau Wagenknecht auf ihre Hummerspezialität herunter zu reduzieren.
Eines sollte man in der Öffentlichkeit wahrnehmen, Frau Wagenknecht ist die Frau, die dieser verkommenen Gesellschaftsordnung, besonders der CDU, den verlogenen Spiegel vor das Gesicht hält. Ludwig Erhard und damit die CDU hat "Wohlstand für alle" gefordert. Und was fordert die CDU heute? Ein Heer von über 10 Millionen Arbeitslosen fristet ihr Leben, während sich Merkel von den USA einen Freiheitsorden umhängen läßt. Primitiver geht es wohl kaum. Die Linken und damit Frau Wagenknecht fordern für alle Menschen dieses Landes "Wohlstand für alle", eine abgeschriebene Forderung von der CDU. Erinnern wir uns an das Ahlener Programm der CDU von 1947. Hier war die CDU noch von einen Chrislichen Sozialismus geprägt und konstatierte das Scheitern des "kapitalistischen Wirtschaftssystems". Es sah die Entflechtung von Konzernen und weitgehende Mitbestimmungsregelungen vor. Die CDU hat sich von damals bis heute zu einer menschenfeindlichen Unrechtspartei entwickelt und ihre Marionetten als Volksvertreter spielen nur der Wirtschaft in die Hand. Was ist aus der BRD geworden? Der Wirtschaftpakt der OECD hatte Mitte der 90ziger Jahre festgestellt, dass die BRD das korrupteste Land der Erde ist. Es wird wirklich langsam Zeit, dass der Michel langsam aufwacht und sich von der Tyrannei der eigenen gewählten Volksvertreter befreit. Herbert Wehner sagte einmal, dass Volk wählt seine Volksvertreter, die sich dann gegen das eigene Volk wenden. Und so etwas nennt man Freiheit und Demokratie, Pfui Teufel. Und genau darum ist die BRD für mich ein Unrechtstaat. Wir Ostdeutschen sind einmal auf die Strasse gegangen und verlangten Schwerter zu Pflugscharen und was ist eingetreten? Die BRD ist mit der größte Waffenhersteller und Exporteur und führt vor allem in andere Länder Krieg. Das ist einfach nicht mehr hinzunehmen. Wo bleiben denn die damaligen Bürgerrechtler? Die haben sich (Werrner Schulz, EU) in diesem Staat ein ruhiges Plätzchen gesucht und auch gefunden. Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern. |
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Hallo Matto,
vielen Dank für Deinen bewegten Kommentar. Du regst Dich auf und dass ist die angemessen Reaktion auf das, was um uns herum geschieht. Mehr Menschen mit so viel Zorn wie Du und wir haben eine Chance. Lieben Gruß Jacob |
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Ich habe eine Wut in mir, die ich jedoch in konstruktive Energie umwandle.
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"Solche Reaktionen kosten Glaubwürdigkeit, Handlungsspielräume, Mitglieder und Wähler."
So ist es. Einen fortlaufenden Spagat zwischen Devotismus und Autoritarismus wird Die Linke nicht lange aushalten. Als altgrün-linksalternatives Parteimitglied sehe ich das eine wie das andere Extrem mit Sorge. |
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Verstehe ich nicht ganz,Red Bavarian. Wo ist der Unterschied zwischen Devotismus und Autoritarismus? Zwischen beiden "Polen" ist ein Spagat eigentlich unmöglich. Höchstens ein winziges Spagätchen. Dafür muss die winzige Linke aber ganz schön trainieren. Ein Linkchen. Ein radikales Linkchen. Da haben die Herrschenden aber tüchtig Angst!
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Ludwig Erhard hat nicht Wohlstand für alle gefordert, sondern ein Büchlein geschrieben, in dem ideologisch Wohlstand für alle behauptet wurde, wenn alle den Weg der Marktwirtschaft gehen würden, wobei diesen allen nichts anderes übrig blieb. Wohlstand bedeutete damals Kühlschrank, Elvis, Fernsehen 1. Programm bis 20 Uhr, VW-Käfer und Busferien in Italien. Die Realisierung dieses Programms bedeutete langfristig Erntfernung vom "Wohlstand für alle". Sie wollen doch wohl nicht allen Ernstes behaupten, dass Wagenknecht in der Tradition eines Erhard steht.
Dass ausgerechnet Teile der Linken sich Ludwig Erhard als "Kronzeugen" küren (oder den schillernden Herbert Wehner), zeugt nicht gerade von Geschichtsbewusstsein. Die Linke lässt sich anscheinend selbst ihre Vorbilder (die Deutschen brauchen immer Vorbilder) von den Herrschenden aufdrängen. |
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Meine zornigen Passagen beziehen sich auf Mattos Erhard-Apotheose.
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Erhard hat genau die Lösung erkannt und praktiziert.
Die steht auch in Wohlstand für alle drin, muß man natürlich finden. Soziale Marktwirtschaft wurde schon zu seinen Zeiten nicht konsequent durchgeführt, und seit 30 Jahren werden deren Reste in den menschenverachtenden Neoliberalismus überführt. |
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"Ludwig Erhard hat nicht Wohlstand für alle gefordert, sondern ein Büchlein geschrieben, in dem ideologisch Wohlstand für alle behauptet wurde, wenn alle den Weg der Marktwirtschaft gehen würden, wobei diesen allen nichts anderes übrig blieb."
Achja, das sind immer die verkürzten Überlieferungen. :-)) |
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schrieb am
12.06.2011 um 21:10
@Red Bavarian
So viel Toleranz sollten Sie schon im Leibe haben, anderen Leuten ihre Eßkultur nicht zu neiden oder vorzuschreiben. Kohl hatte seinen Saumagen! Würde Frau Wagenknecht nur trockenes Brot zu sich nehmen, würde es anderern auch nicht recht sein. |
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schrieb am
12.06.2011 um 21:19
@wwalkie
wenn Sie an der Diskussion teilnehmen wollen, sollten Sie sich auch die Zeilen richtig durchlesen und vor allem verstehen. Genau das scheint Ihnen sehr schwer zu fallen. Es geht doch nicht um Ludwig Erhard, es geht geht um die verlogene Politik der CDU, wenn Sie mir denn so weit folgen können. Man muss nicht alles durcheinander bringen, dass bringt überhaupt nichts. Lesen Sie das Buch von Frau Wagenknecht "Freiheit oder Kapitalismus", dann sind Sie um Vieles schlauer. Ein Arbeitskollege, der mit seiner Familie 1985 die DDR verlassen konnte kommt heute zu der Erkenntnis, dass die BRD ein Unrechtstaat ist. Er hat das Buch von Frau Wagenknecht gelesen und sagt offen, dass diese Frau die Wahrheit sagt. Also, vorher bilden und dann sich äußern!!! |
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schrieb am
12.06.2011 um 21:26
@Magda
Sie müssen sich hier nicht noch wichtig tun, Erhard hat sich diesbezüglich geäußert, um nun in einem Büchlein oder anders. Machen Sie sich doch hier nicht lächerlich. Marktwirtschaft gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr, weil Politik und Wirtschaft nicht mehr übereinstimmen. |
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@Matto: Irgendwie passt Ihre Antwort nicht zu meinem Kommentar.
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Lieber Matto,
Wenn ich besserwisserisch reagiert habe, sehen Sie's mir nach (ist eine Berufskrankheit). Ihren Zorn kann ich umso mehr nachvollziehen - nur: dieser Erhardmythos der letzten Jahre geht mir gewaltig auf den Zeiger und der schimmert nun mal auch bei Ihnen durch. Stellen Sie sich vor: ich habe das Buch Erhards sogar gelesen - als Quelle des politökonomischen Bewusstseins der fünfziger Jahre. Stellen Sie sich vor: selbst Wagenknechts Thesen kenne ich (kannte ich schon, bevor Wagenbach bekannt wurde). Ich kann Ihnen sogar so weit folgen (wie Sie netterweise schreiben), aber schon da geht das Problem los: "verlogen" ist eine moralische Kategorie, zu personenorientiert, ich ziehe historisch-politische Analyse vor - und siehe da: Die CDU macht eine ganz "ehrliche" Politik (für wen oder was wohl?). Genauso und anders wie SPD, FDP und Grüne. Ganz anders zu sein, beansprucht Die Linke für sich - mit der Frontfrau Wagenknecht am linken Rand der Schlachtordnung (aber sah ich da gerade ein Blinzeln zur Mitte hin?). Doch wie viele der linken Bravehearts - um im Bild zu bleiben - nehmen die Fraternité zu wörtlich und gehen stolzen Hauptes zu den Brüdern und Schwestern der Mainstreamparteien über? Weil man nur so der "Sache" dienen könne. Weil man "Verantwortungsethik" zeigen wolle, weil man ein "realistisches" Braveheart sei, usw. Und weil man nur so "Wohlstand für alle" erreichen könne. Aber das Herz sei weiterhin links. Was Wagenknecht angeht, warten wir's ab. |
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Ich möchte mich hier nicht als Rebell aufspielen, aber was ich mit meinen fast 70 Jahren in diesem Staat erlebe und fühle Staat ist wahr.
Über eines sollten wir uns alle einig sein, die Mitglieder der RAF waren Mörder, dass ist aber nur die eine Seite. Die andere Seite der Medaille ist, dass diese zum Teil hochintelligenten Menschen mit anständigem Elternhaus, durch das verkommene und verlogene bundesrepublikanische System erst zu Mördern geworden sind. Ich erinnere an die Aussagen von Herrn Dr. Baum! Hätte der Staat mit diesen Menschen gesprochen, wäre es zu dieser Eskalation nicht gekommen. Nun äußert sich ein ehemaliges RAF-Mitglied Frau Viet darüber, dass man Kriegsmaterial (der Bundeswehr) zerstören soll. Da denke ich sofort an unsere Forderung in der DDR 1989, dass wir Schwerter zu Pflugscharen machen wollten, dass wurde aber von der BRD nicht angenommen. Sofort meldet sich ein Volksvertreter Bosbach, der in allen Talk-Shows seinen Senf abgeben muss, dass die Äußerung von Frau Viet den sozialen Frieden in unserem Land stört. Herr Bosbach mag ja Recht haben, aber warum ist er zu feige sich einmal in die Pütt des Bundestages zu begeben und die BRD-Obrigkeit aufzufordern, den Rüstungswahnsinn zu beenden. Dazu ist er eben zu feige und beugt sich der Parteidisziplin. Und genau das Prinzip hatten wir in der DDR, die Partei hat immer Recht. Das ist eben die Situation in diesem Staat. Wenn Frau Lötzsch vom K-Wort spricht, melden sich viele Hohlköpfe, dass man die Linken gleich verbieten sollte. In Dresden sollte ja bei der Antinazi-Demo von Linken extreme Gewalt begangen worden sein. Nun ist die ganze Sache aufgearbeitet worden und nichts ist von linker Gewalt gefunden worden. Keine einzige Strafanzeige der Staatsanwalt. Ich hatte ja bei der Demo selbst mit teilgenommen und habe nur seitens der Polizei Gewaltanwendung gesehen. Die Polizei war nicht in der Lage, ein bestimmtes Gebäude zu untersuchen und stürmte stattdessen ein anderes Gebäude und und verursachte hier einen erheblichen Schaden. Hier sollte man fordern, erst überlegen, dann handeln. Die BRD entwickelt sich langsam wieder zu einem Polizeistaat, wo Demonstranten das Recht zur freien Meinung genommen wird. |
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"...und ihre Vorstellung von Sozialismus beinhaltet Hummer für alle."
-> Ich hatte mal die Idee, dass Holzhäuser was tolles sind und sich Holz als Baustoff besonders gut eignet. Weswegen aber noch nicht genug Holz für Häuder aller Menschen auf der Welt wchsen wird. Wie es eben nicht genug Hummer geben würde.... Solcherlei Kleinkrämerei macht mich manchmal recht unmutig und nachdenklich über die Probleme mancher Menschen.... die da noch nicht mal Hummer mögen müssen, aber sich darüber liebend gerne auslassen. Ich habe einmal versucht Krebse zu essen. Konnte mich aber nicht begeistern, weshalb ich also auf Hummer wohl nicht besonders bestehen werde. Ansonsten... wenn ich Hummer essen will, dann würde ich eben auch 20,- Euros oder mehr ausgeben, trotzdem ich sie nicht wirklich übrig habe. Denn man gönnt sich ja sonst kaum was.... |
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schrieb am
12.06.2011 um 22:57
Sicher, wahrscheinlich gibt es mittlerweile weniger Hummer als Menschen.
Es gibt wahrscheinlich auch mehr Menschen als Wildschafe oder Bärlauchpflanzen. Aber darum geht es im vorliegenden Falle nicht. Heute war ich mit einigen Genoss/innen im Biergarten. 3 davon sind Hartz4-Opfer. Wir haben Weissbier getrunken, Obazdn, Brezn und Radi gefuttert und sehr angeregt diskutiert. Nicht nur über Politik. Es ist noch nicht sehr lange her, dass ich auch zu denen gehörte, die Speis & Trank auf den Tisch brachten. Heute erfahre ich Solidarität von Jenen, die das noch können. Und wenn sich meine finanzielle Lage noch mal ändern sollte: Keine Frage, dass ich mich wieder an Speis&Trank beteiligen werde. Darum geht es. --- Als über Klaus Ernsts Porsche der Medienhype aufkocht wurde, sagte ich: Wenn es nicht umweltpolitisch das falsche Signal wäre, dann wär mir das egal, ob der Ernst mit einem Porsche rumbrettert. Zu fragen wäre, ob er sich als Delegierter für die Interessen der 11.9 % Linke-Wähler von 2009 einsetzt. Und vielleicht noch ein paar Nichtwähler von einer Politik für Nichtbesitzende überzeugen könnte. Darum geht es. Um das Selbstbewusstsein unserer Klasse, das schwer gelitten hat und das wir wieder aufbauen müssen. |
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Darauf wollte ich im Grunde nicht hinaus. Also, ob es genug für alle geben würde - von was auch immer.
Kann mir nur nicht vorstellen, dass einer sich hinstellt und der Meinung sei, es müsse alles für alle geben. Hummer brauchte es für mich nicht geben. Ebenso auch keine Fischeier... vom Stör. Wie kommt so ein Wunsch eigendlich zustande ... das jemand sein Gefühl mit dem Wunsch, etwas müsse für alle da sein/reichen...? Etwa so: Ich esse gerne Fleisch un aus solidarität möge eben Fleisch für alle verfügbar sein? Nun, für die vielen sonderbar einseitigen Bilder aus fünftwelt-Gegenden, wo sich arg abgemagerte Menschen (und gernstens auch Kinder mit geblähten Bäuchen) zeigen lassen müssen (die keine Wahl und wahrscheinlich auch überhaupt keine Vorstellung von Medien und Weltbilder haben)... ... möge man ihnen schon mal ein stück Fleisch anraten. Oder auch nur irgend andere Kost, als immer nur eine Ration Reis ... etwa die Woche. Sonst aber wissen wir nichts über diese Menschen - umgekehrt ist es genauso. Weswegen ich von "Einseitig" rede. Ach ja ... und Porsche fahren würde ich auch mal gerne. Oder son richtig fetten Geländewagen. Und mal eben wo hin fliegen sowieso... eigenhändig versteht sich. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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