Arte

in Kooperation mit der Freitag

19.01.2012 | 16:51

Lebt wohl, Genossen!

1975 lebte fast die Hälfte der Weltbevölkerung im Macht- und Einflussbereich der Sowjetunion. Nur 16 Jahre später, am 25. Dezember 1991, gab Michael Gorbatschow sein Amt als Präsident der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UdSSR, auf und besiegelte damit das Ende des Sowjetimperiums. Symbolisch wurde am Abend die Flagge der Sowjetunion mit Hammer und Sichel im Moskauer Kreml eingeholt und durch die weiß-blau-rote Flagge Russlands ersetzt. Der Sozialismus sowjetischer Prägung war Geschichte.

Anlässlich des 20. Jahrestages des Zusammenbruchs der UdSSR schildert das Crossmedia-Projekt Lebt wohl, Genossen! die Geschichte des schleichenden Zerfalls dieses Imperiums auf verschiedenen Plattformen: in einer sechsteiligen TV-Reihe, auf einer eigenen Website und in einem Buch, das in vielen Ländern erscheinen wird.

Dabei erstellt das Projekt keine geopolitische Chronik der Ereignisse, die von außen berichtet werden, sondern stellt vielmehr die Erfahrungen der Menschen aus den osteuropäischen Ländern in den Mittelpunkt und erzählt die Geschichte aus der Sicht der Menschen, die sie erlebten. Ausschnitte aus sowjetischen Filmen, Bilder aus Nachrichtensendungen, regimekritische Lieder und private Archivfotos untermalen ihre Berichte und lassen den Zuschauer so erahnen, wie es sich in diesem sowjetischen Großreich gelebt hat und wie die Risse entstanden, die letztlich zum Zusammenbruch des Systems führten.

In Kooperation von Arte und der Freitag kann hier im Blog bereits vor dem offiziellen Sendetermin ab Samstag, den  21. Januar die erste Folge von Lebt wohl, Genossen! angeschaut werden.

Sendetermine der TV-Serie:
Dienstags, 24.  und 31. Januar  und 7. Februar, jeweils zwei Folgen ab ca. 22.00 Uhr.

Zur Einstimmung gibt es drei der insgesamt 60 Postkarten, die ganz persönliche Geschichten vom Leben hinter dem Eisernen Vorhang erzählen.

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
ed2murrow schrieb am 19.01.2012 um 20:39
Eine Kooperation der Freitag und ARTE? Phantastisch!
Der Trailer weckt Lust auf mehr.
Vaustein schrieb am 20.01.2012 um 00:36
arte war/ist bislang einer der wenigen Sender, der Sendungen bringt, die es lohnen angeschaut zu werden. Für 2012 wurde allerdings angekündigt - ohne daß es so gesagt wurde - arte würde aus "Quotengründen" die Programmstrukturen so ändern, daß die Quoten besser werden würden. Maßstab sollen Vergleiche mit den Quoten der Privaten sein. Stimmte das, wäre es fatal.

Aber die Quotendenke scheint bei den TV-Verantwortlichen selbst im öffentlich/rechtlichen Bereich schon im Hirn eingebrannt zu sein.

Bleibt die Hoffnung, daß ich mich irre.
Gustlik schrieb am 20.01.2012 um 12:06
So etwas... habe ich nach dem Durchklicken ein ungutes Gefühl. Man kann nicht das Ostleben beschreiben und bewerten, die historischen Zusammenhänge aber fast völlig ausblenden...

Der Personenkult², Nicolae Ceauşescu, wurde vom Westen protegiert, wenn er im Ostblock aus der Reihe getanzt ist.

Radio Liberty wird als "unabhängiges" Medium beschreiben. Leb wohl, Geschichte!

... wenn ein Kuchen in der Röhre verbrennt, sollte man auch nach der Temperatur und der Backzeit schauen, (und) nicht nur die Backmischung hinterfragen...
Phineas Freek schrieb am 20.01.2012 um 19:38
Was Hetzpropaganda und die Produktion übelster Kriegslügen angeht, die dieser Sender seit dem Aufsichtsratvorsitz des neokonservativen Kriegstreibers Bernard-Henri Lévy verbrochen hat, weckt das auch bei mir die Lust auf mehr – auf mehr abkotzen nämlich.
theo74 schrieb am 21.01.2012 um 13:53
War gerade auf der Website, da sind ja noch viel bessere Geschichten. Die hier ist super, vom größten Beatlesfan der UdSSR! Schon ein anderer Blick auf Geschichte, finde ich gut.

www.lebtwohlgenossen.com/de/flash/#/details/12/
Arte
ARTE ist ein Kulturkanal, der in deutsch-französischer Kooperation betrieben wird.
Mitglied seit:
18.01.2012
Zuletzt aktiv:
09.02.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 5
Kommentare: 0
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
02:55
j.kelim hat gerade einen Kommentar geschrieben.
02:48
Michael Winkler, Dresden hat gerade einen Kommentar geschrieben.
01:35
freiheitsliebender hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
01:23
Georg von Grote hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
01:23
Islamijaa hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG