Seit "1984" ist uns das Konzept eines allüberwachenden Staates gegenwärtig und hat damit auch ein Synonym gefunden. Die Dystopie wurde zum Mahner und Massstab für die Art, wie Staaten mit ihren Bürgern umgehen. Es gab einen kulturellen Bezu...>> mehr
Vor ca. zwei Wochen hatte ich das Thema zum ersten Mal öffentlich behandelt, das war in einem Kommentar zum Amoklauf in Winnenden. Damals hatte ein Vater in mittleren Jahren seine Familie in Lamspringe getötet, zwei Tage nach Winnenden.
Mittlerweile...>> mehr
Sehr guter Beitrag! Ich sehe den Unterschied in den genannten Verbrechen, dass sie jeweils von Söhnen und Vätern begangen wurden. Wenn ein Sohn ein Blutbad anrichtet, das dem Ansehen der Familie/des V...
Hallo, Hannelore, danke für den Kommentar, der immerhin einen neuen Blickwinkel eröffnet - und damit den Fall "Fritzl" mit einbringt. Das politische Konzept des "Pater" als unangefochtenen Familienherren erfahren wir in diesem Zusammenhang als auf die höchste denkbare Spitze getrieben. Die Details erspare ich uns mal allen. Die Frage ist dabei: Handelt es sich um ein unbewusstes In-Kauf-Nehmen durch stille Akzeptanz eines archaischen Familienmodells - das, in der Realität der sich differenzierenden Lebensgemeinschaften, einfach nicht mehr stimmt und daher Leid verursacht? Gut finde ich auch den Vergleich mit dem Töten im Kontext: Unter anderen Umständen wird Gewalt gefördert, nämlich Krieg. Allerdings: Das Töten im Krieg erscheint weniger hass-erfüllt (es sei denn, die Kriegspropaganda hat wirklich gut gearbeitet und das Auslöschen des Gegners zur persönlichen Sache des einzelnen Soldaten machen können). Zusammengefasst: Sind Väter, die ihre Familien auslöschen, von dem Gefühl geleitet, als "Paters" -Familienväter, die für die Ihren sorgen - versagt zu haben (Scheidung, Verschuldung etc.)? Falls ja, dann müssten wir uns mit den gesellschaftlichen Konventionen auseinandersetzen, denn dies ähnelt immerhin den Familienvorstellungen, unter denen auch Ehrenmorde geschehen. Damit wäre es also kein "muslimisches" Problem mehr.
Diese These ist nur eine Grundlage für eine weiter reichende Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Situation, wahrscheinlich die Grundlage. Es ist vorstellbar, dass unsere Kindeskinder uns einstmals das fragen werden, was wir noch unsere Grosseltern gefragt haben:"Wie konntet ihr das zulassen, was doch so offensichtlich war!" Müssen wir eigentlich statt von Analyse schon von Diagnose sprechen? Ich denke, ja.
"Absolute Demokratie". Das ginge nur, wenn Machtstrukturen, die der Verwirklichung "absoluter Demokratie" im Wege stehen, da sie Macht akkumulieren, zerstört oder abgeschaltet werden. Wenn, wie bei Jay Leno passiert, der "mächtigste Mann der Welt" (Nämlich der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika) seine Fassungslosigkeit gegenüber der Unverschämtheit von AIG-Managern Ausdruck verleiht, dann bin ich baff. Der Präsident ist fassungslos - das hat ja bisher noch nicht mal Nordkorea fertiggebracht! Wer tanzt denn da wem auf der Nase rum? Was ist da Macht? "Absolute Demokratie" - lau und luftig wie eine Frühlingsbrise. Früher nannten wir das "Libertärer Sozialismus" oder schlicht "Anarchokommunismus". Ist wohl ein bisschen aus der Mode gekommen.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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