1. Social Media ist eine Erfindung wie die Schöpfungsgeschichte, der Weihnachtsmann oder Steve Jobs und genauso überflüssig. Wenn wir groß sind, werden wir uns zurück erinnern und darüber lachen; oder hirntot sein.
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Über Monate führten die Initiativen ProReli und ProEthik vor allem online einen erbitterten (Wahl-)Kampf bzgl. des Religionsunterrichtes in Berlin, der schließlich mit einer deutlichen Niederlage von ProReli an den Wahlurnen endete. Das aktuell...>> mehr
Am 26. April steigt in Berlin eine Volksabstimmung. Hintergrund ist das im Jahr 2006 eingeführte Pflichtfach Ethik, welches zusätzlich zum freiwilligen Religionsunterricht eingeführt wurde. Die Kirche fühlt sich nun benachteiligt und mö...>> mehr
Zu diesem Thema habe ich mich schon vor einigen Wochen geäußert, zu dieser Zeit war auch Frau Nick noch ein glühender Verfechter. Das Hauptproblem in diesem Komplex sehe ich in der Entmündigung der Ki...
Hi Nuntius,
wie beschrieben, sehe auch ich einige kritikwürdige Punkte in der Kampagne, wobei die Entmündigung der Jugendlichen vordergründig nicht dazu zählt. Immerhin dürften, bei einem Erfolg der Abstimmung, die betroffenen Jugendlichen (oder deren ohnehin einflussreichen Einflüsterer) bestimmen, ob Ethik oder Religion besucht wird. Dass die christlichen Ziele der Aktivisten darüberhinaus gehen könnten, bleibt unbestritten.
In einer Realisierung von Pro Reli bleibt zu befürchten, dass ein Trojanisches Pferd, das, erst einmal zurück auf der bildungspolitischen Agenda ist ... der Vergleich ist dann vielleicht doch zu martialistisch. Übrigens ebenso wie der mit den genannten Verboten von Alkohol, Sex, Drogen, Waffen. Hier lässt sich für mich in dieser undifferenzierten Pauschalität nur schwer ein Zusammenhang erkennen, sorry dafür.
Jedenfalls bin ich für die Religionsfreiheit, was aber auch bedeuten sollte, dass der Staat als gutes Beispiel voran geht und nicht (wie übrigens sowieso schon viel zu weit verbreitet) eine Religion auf Kosten der Staatskasse besser stellt bzw. sich mit dieser einen auch noch ungeniert verbrüdert (vorausgesetzte Kirchensteuer, staatlich bezahlte Bischöfe und eben Religionsunterricht).
Da ich selbst in der Werbe- und Marketingbranche unterwegs bin, sehe ich übrigens noch zwei Schwierigkeiten in diesem "Wahlkampf". Erstens argumentieren beide Seiten auf dieselbe Art und Weise - inkl. Wortwahl - was den unvorbereiteten/uninformierten Bürger noch manipulierbarer macht. Zweitens finde ich es grenzwertig (von den Geldgebern, den Werbern, den Prominenten), wenn die Popularität ausgewiesener Meinungsbildner und Vorbilder wie Günther Jauch und Arne Friedrich einmal nicht für Krombacher oder Nutella sondern für den Lehrplan benutzt (bezahlt?) wird. Die tatsächlich notwendige Debatte über das Für und Wider mit einer wirklich inhaltlichen Auseinandersetzung gerät so zu einer Bagatelle.
Nichts gegen den Regenwald oder die Nationalmannschaft - doch die Kauf- bzw. in diesem Fall die politische Entscheidung am Sonntag, wirkt dann doch etwas nachhaltiger ... So oder so.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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