Beat Mazenauer

Blog von Beat Mazenauer

Artikel

Kultur | 12.08.2009 | 13:00 Beat Mazenauer
Ammann gibt auf
Zwischen Herz und Buchhandlung darf kein Riss entstehen: Einer der renommiertesten deutschsprachigen Literaturverlage stellt sein Programm ein. >> mehr

Blogbeiträge

13.03.2009 | 22:16 Beat Mazenauer

Sony liest

Seit vorgestern gibt es ihn nun also, den "neuen" Sony E-Book-Reader PRS-505 - ein wahres Wundergerät, will man den Lobeshymnen glauben, die vorab gesungen worden sind. Und in der Tat: der Sony Reader ist ein schmuckes, schön designtes Gerät. Es kann Bücher sp... >> mehr

Kommentare

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Die Kehrseite des Hypes

Kultur | 09.02.2010 | 12:30 Matthias Dell
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10.02.2010 | 16:01 Beat Mazenauer
"Surf Sample Manipulate" (www.heise.de/tp/r4/artikel/3/3097/1.html)hat der Autor und Medienkünstler Mark Amerika vor mehr als zehn Jahren als ästhetische Losung für die Kunst / Literatur des digitalen Zeitalters ausgegeben. Mit Verweis auf Raymond Federmans "Surfiction"-Vorlesungen: "Wir sind von Diskursen umgeben: historischen, sozialen, politischen, ökonomischen, medizinischen, juristischen und selbstverständlich literarischen." (R. Federman). Das Internet verführt dazu, all das schöne Material, das sich da finden lässt, zu arrangieren und plagiieren, um daraus neue Formen im Sinn einer anti-ästhetischen Praxis zu schaffen. Vorbild dafür sind die Neoisten(neoism.pleintekst.nl). Oder historisch weiter zurück Debords und Wolmans „Gebrauchsanweisung für die Zweckentfremdung“ von 1956. Dahinein passt der Fall Hegemann durchaus. Die Crux hier ist bloss, dass Mark Amerika 1. ans Internet als "pla(y)garistichem" (Federman) Medium denkt, und 2. sich natürlich bewusst ist, dass damit das traditionelle Autorenbild ausgehebelt wird, Stichwort "Tod des Autors". Zitat Amerika: "Wie wir wissen, haben alle unsere Freunde aus der Buchkultur, gefangen in Urheberrechtsgesetzen, die der Diskussion über sogenanntes geistiges Eigentum die Richtung geben, ein Problem mit solchen offenen Demonstrationen von Ablehnung der Konzepte von Besitz und Originalität." Ein traditionelles Buch erscheint in einem traditionellen Verlag und wird von traditioneller Literaturkritik begutachtet, dies suggeriert aber alles andere als eine anti-ästhetische Praxis. Dies Konzept steht vielmehr für Inspiration, Autorität und Originalität. Genau darin liegt das Verfängnis. Playgiaristisch ein handelsübliches Buch zu schreiben, verstösst gegen den plagiaristischen Codex: Es unterminiert nicht das System, sondern stützt es. In diesem Sinn ist der Autorin Hegemann ein nonchalant naiver Umgang mit ihrer eigenen Ästhetik anzukreiden. Das Netz als Schreibhilfe, das haben Mark Amerika und Raymond Federman nicht gemeint.
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Sturm über Tel Aviv

Kultur | 23.01.2010 | 12:18 Ingo Arend
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23.01.2010 | 16:09 Beat Mazenauer
Nir Barams Buch ist ein treffliches Beispiel dafür, wie Literatur mehr auszusagen vermag als tausend politische Kommentare. Anders als mit literarischen Explorationen, scheint es, lassen sich die gesellschaftlichen Befindlichkeiten im Nahen Osten kaum verstehen. Baram oder Assaf Gavron hier, Mahmud Darwisch und andere dort.
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Die Kunst des höheren Abschreibens

Kultur | 12.01.2010 | 16:16 Ralf Klausnitzer
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19.01.2010 | 12:21 Ingo Arend
bei aller berechtigten kritik an tellkamp: dass er seine quellen nicht offengelegt hat, dass er offenbar doch sehr stark "abgeschrieben" hat. mit den klausnitzerschen kriterien der anverwandlung usw s...
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23.01.2010 | 16:01 Beat Mazenauer
Ingo Arend ist zuzustimmen. Der Nachweis der Quellen ist sicherlich eine hohe Tugend - andererseits aber soll nicht immer so getan werden, als ob Bücher aus dem Leeraum der genialischen Inspiration entstehen. Gerade wenn sie gesellschaftliche Relevanz haben, nähren sie sich aus dem kollektiven Textspeicher. Bei der Gelegenheit sei an Philipp Theisohns jüngst erschienenes Buch "Plagiat. Eine unoriginelle Literaturgeschichte". Einen Angelpunkt des Geniebegriffs ortet er in Goethes "Prometheus"-Gedicht: "Hier sitz' ich, forme Menschen Nach meinem Bilde..." - doch nicht vergessen werden dürfe dabei, so Theisohn, dass dieser Schöpfungsakt mit dem Diebstahl des olympischen Feuers eng verknüpft sei. Und trotzdem bleibt es auch Prometheus' Werk.
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Zukunft / Freitag / Bezahltes Internet

30.09.2009 | 20:13 Jakob Augstein
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02.10.2009 | 15:50 donda
Hallo, hier mein Senf zum Thema: - Für die Blogging- und Kommentarfunktion Geld zu verlangen halte ich sowohl für aussichtslos wie auch für unangemessen. Aussichtslos deshalb, weil man Bloggen und K...
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02.10.2009 | 18:43 Beat Mazenauer
In diesem Senf steckt einiger Pfeffer (der auch in anderen Beiträgen schon drin ist). Das Grundproblem ist, dass wir über kurz oder lang wieder vermehrt Bezahldienste im Netz haben werden und haben wollen. Bereits jetzt ist zu spüren (vgl Google-Suche), dass Alles viel zu wenig ist. Vor lauter Links keine Inhalte mehr. Hier liegt meines Erachtens ein Schlüssel für Bezahlung im Internet. Davon betroffen aber wird nicht die Community sein. Das Argument der freien gedanekn im Internet wird zwar gerne etwas überstrapaziert, dennoch muss für Geld mehr geboten werden als eine freie Diskussion. Spezielle Dienste (irgendwo weiter oben war die Rede von Spezialzeitschriften wie c't mit ausgeklügelter online-offline-Differenzierung) - solche Dienste können leichter fordern als eine Publikumszeitung. Doch für das Archiv? Vor allem gilt es zu überlegen, welche Bezahlsysteme und -modalitäten zur Anwendung kommen. Abos, Micrpayments, eine Flatrate ... hier ist das Ei des Kolumbus noch auszubrüten. Ohne einfach darauf sitzen zu bleiben, allerdings ;-)
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Nicht ohne mein geistiges Eigentum

Kultur | 21.08.2009 | 08:00 Ed Pilkington in New York, The Guardian
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23.08.2009 | 10:45 Beat Mazenauer
Googles Agreement ist vordergründig natürlich eine feine Sache. Gerade im Bereich der vergriffenen Bücher wirkt das überzeugend: Zugang zum schriftlichen Welterbe, online und frei. Fraglich aber bleibt, ob Google hier wirklich den Philantropen spielen will - oder bloss ein neues Markttool mit Anfangsrabatten einführt. Was man hat, hat man. Im Google-System steckt der Monopolist von morgen, der die eigenen Inhalte abschottet (rechtlich schützt) und seinerseits mit gutem Gewinn verkauft. Google also als Bibliothek, Buchhändler und (soweit wird es auch noch kommen) Verleger. Hier sind Bedenken anzumelden. Und intelligentere, sprich kleinere Lösungen auszudenken, die dem digitalen Monopol eine Alternative entgegensetzen auch im Sinn von Urheberrecht und geistigem Eigentum. (Dass auch hierzu neue Überlegungen angestellt werden müssen, ist nicht zu bestreiten.) Vieles ist im Fluss - aber es gilt, genau hinzusehen und monopolare Entwicklungen kritisch zu beobachten. Im Fall von Google muss das Motto gelten: "Alles ist viel zu wenig".
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Beat Mazenauer
Autor, Literaturkritiker und Netzwerker.
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10.02.2010
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Mein Web:
Logbuch
08:16
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
08:01
Nashira hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:56
merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:54
merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:46
Nil hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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wir müssen reden

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