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Der letzte Abend in Berlin ist überstanden, der Abschied war nicht so melancholisch, wie ich dachte. Er war locker und witzig. Rostock ist ja auch nicht so weit weg, schon ein paar Wochen später werde ich die ersten Besuche kriegen. Ab ins Bett, früh am nächsten Morgen geht es los.
Der Transporter arbeitet die Kilometer zum Ziel ab. Der letzte Blick auf den Fernsehturm, von der Autobahn aus, ist merkwürdig. Es regnet, es ist neblig, es stürmt. Perfektes Herbstwetter für den ersten Nestbau. Der erste Blick auf die Warnow und das Wissen, dass das Meer nicht weit ist, ist auch merkwürdig. Fernsehturm gegen Meer...ein guter Tausch. Aber nur für ein paar Jahre.
Meine Helfer tun mir schrecklich Leid. Erst das ganze Zeug aus dem zweiten Stock in den Transporter und jetzt alles aus dem Transporter in den dritten Stock. Aber auch das ist nach ein paar Stunden geschafft. Natürlich gab es auch die übliche kleine Katastrophe, die es bei fast jedem Umzug gibt. Meine Katastrophe äußert sich in einem angeknacksten Sprunggelenk und gerissenen Bändern. Egal, man kann auch humpelnd die Stadt erkunden! Nichts trübt das Gefühl, endlich angekommen zu sein. In den ersten eigenen vier Wänden. Neukölln grüßt Rostock !
Rostock ist so anders. Es ist klein und gemütlich und irgendwie so viel ruhiger als Berlin. Es gefällt mir und zum studieren ist es so sicherlich ganz praktisch. Aber meine große Stadt fehlt mir jetzt schon. Das Wissen, dass zu jeder Zeit die Busse und U-Bahnen fahren. Das man von überall, egal um welche Zeit nach Hause kommt. Die manchmal merkwürdigen und trotzdem liebenswürdigen Menschen dort. Dieser bunte Haufen verrückter Leute, die gelernt haben, miteinander umzugehen. In Berlin könnte ich mich nicht verlaufen. Hier in dieser viel kleineren Stadt habe ich das komische Gefühl, irgendwann mal nicht mehr zu wissen, wie ich nach Hause komme. Schon paradox.
Bald fängt die Uni an. Lauter Leute auf einem Haufen, die sich nicht kennen und überlegen, ob sie Anschluss finden. Ich bin gespannt, wie sich die ersten Gespräche entwickeln werden!
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ach.... das Meer ist doch viel größer als die große Stadt....
Alles Gute zum neuen Semester! |
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"Lauter Leute auf einem Haufen, die sich nicht kennen und überlegen, ob sie Anschluss finden." - Das wird bleibende Erinnerungen bringen. Ich hab das zweimal durchmachen dürfen.
DIE FETEN AUS DEM ERSTEN SEMESTER kerzen aus mageren börsen schmalz aus dem letzten paket brot aus dem konsum schräg rüber spielchen die ausziehn was geht jungens aus anderen zimmern mädchen ausreichend dabei rotwein aus zahnputzbechern küsse aus kumpanei aus mutters briefen zitiert man ausführlich bis alles lacht aus leiser neugier wird sehnsucht aus einem abend wird nacht aus dem rekorder cat stevens aus einem schubfach ein hemd aus brennt die letzte der kerzen aus kumpanei liegt man fremd flüstern aus doppelstockbetten atmen aus peinlicher lust pillen aus heimlichen fächern dann springt das herz aus der brust morgens recht früh auseinander aus denn man ist wieder frei das ist die liebe aus neugier und die aus kumpanei mütter aus dörfern und städten väter aus unserem land die aus empörten brüsten sich auslassen über die schand ausrufen: -nie meine tochter niemand aus unserm geschlecht aus unsrer guten erziehung- -aus- sag ich -die erst recht- doch weiß ich aus der erfahrung doch weiß ich aus meiner zeit die feten aus einem semester sind nicht die der ewigkeit sie lernen aus jedem abend sie lernen aus jeder nacht sie lernen aus jedem morgen bis man sie besser macht kurt demmler Uralter Song, heute läuft das bestimmt ganz anders. Zumindest benutzt man andere Worte, um es zu beschreiben... |
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Trotzdem ein sehr passendes Gedicht =)
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Da hab ich auch noch was aus ganz alten Zeiten. Da singt sogar ein Kommilitone von mir mit.
Viel Glück in Rostock. Text Student in einer fremden Stadt, zwei Koffer, ein Lächeln, kein Zimmer. Der Wind trieb das erste welke Blatt. Student in einer fremden Stadt, das Blatt fiel in ein Fenster, das abends ein Mädchen geöffnet hat. Er schaute hinauf und sah für Sekunden dem Mädchen ins Gesicht. Er hat im Haus ein Zimmer gefunden, das Zimmer des Mädchens nicht. Student in einer fremden Stadt, zwei Koffer, ein Lächeln, ein Zimmer. Der Wind stahl das nächste welke Blatt. Student in einer fremden Stadt, zwei Koffer, ihr Lächeln, zwei Zimmer. Der Wind treibt das letzte welke Blatt, das erste hat sie noch immer. Video dazu |
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... und wenn du dann noch in der nähe zur ulmenstraße wohnst, dann kann ja nichts mehr schief gehen. dort isses nämlich schön - meiner erinnerung nach .. viel spaß an der uni.
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Die wird zumindest mein zweites Zuhause, da ist meine Fakultät ;)
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dann also BWL, VWL oder Soziologie bzw. alles zusammen ... ;-)
Geht mich natürlich überhaupt nichts an. Viele Grüße aus DD. |
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Ganz geschwind einen Blick auf mein Profil riskiert...und tadaa da steht's ;)
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sorry. jetzt habe ich es auch gesehen. wie peinlich. ich hoffe du verzeihst ...
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aber selbstredend :)
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Und Anschluss gefunden?
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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