bembel

::BK:: Bembels Freitag-Blog

25.02.2009 | 02:57

Typisch deutsch - Kuckucksuhr vs. Bembel

Kennen Sie ein adäquates Mitbringsel für einen ausländischen Gast, der etwas "typisch deutsches" mitnehmen möchte, um es in der Heimat Familie und Freunden zu zeigen? Einmal mehr war ich mit dieser drängenden Frage aus den Reihen einer chinesischen Delegation konfrontiert. Dabei war den Gästen besonders an der Sicht eines Deutschen gelegen, was empfehle ich, was sollten sie unbedingt mitnehmen!?

Bemerkenswert ist natürlich, daß einem zuerst nur die klassischen Klischees einfallen, wie die Kuckucksuhr oder die Weihnachtsfiguren aus dem Erzgebirge. Was ist denn nur so "typisch deutsch", paßt in einen kleinen Koffer und darf auch den Zoll gefahrlos passieren? Seufz, eine schier unlösbare Aufgabe, da es DAS typische Mitbringsel aus deutschen Landen schlicht nicht gibt, denn so unterschiedlich die Regionen und Bundesländer, so unterschiedlich sind auch die Spezialitäten und kunstgewerblichen Besonderheiten.

Nun gibt es in Frankfurt a.M. etliche Duty-Free-Shops, von denen sich einige sogar auf chinesische Kundschaft spezialisiert haben (chinesisches Personal, chinesische Beschriftung), da läßt sich natürlich immer etwas finden, doch ist es auch das, was ich empfehlen würde? Zum Glück war es an diesen närrischen Tagen nicht das erste Mal, daß ich mit diesem Wunsch konfrontiert worden bin, und so habe ich mir mittlerweile angewöhnt, etwas zu empfehlen, was typisch für die Region oder Stadt ist, in der ich mich mit den Gästen aufhalte. Somit ist es also kein Wunder, daß ich in Frankfurt einen Bembel mit Gerippten (Gläsern) und Ebbelwoi (Apfelwein) empfehle.

DAS "typisch deutsche" habe ich bis heute noch nicht gefunden, die chinesischen Delegations-Gäste waren trotzdem glücklich und zufrieden. Stellt sich nur noch die Frage, was würden Sie empfehlen???

 
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Kommentare
bembel schrieb am 25.02.2009 um 13:49
die ersten Vorschläg sind eingegangen, Dankeschön ;-)

Frater Aloisius: Einen Laib Vollkornbrot vielleicht?!
Ulysses: Ein Gartenzwerg!

::BK:: Bembelkandidat
http://tinyurl.com/aqdng4
bembel schrieb am 25.02.2009 um 15:33
und via Twitter noch ein weiterer Vorschlag von @genickstarre:
ein schild vom spielplatz, auf dem die erlaubten spielzeiten angegeben sind. ich als ösi hab mich gewundert. #spielerlaubnis

http://twitter.com/genickstarre/status/1249114019
Tessa schrieb am 25.02.2009 um 15:45
Meine amerikanischen Freunde haben ausdrücklich eine Kuckucksuhr aus dem Schwarzwald verlangt, diese bekommen und sind das Ding auch nach Jahren noch nicht leid. Zum typisch deutschen war aber der letzte Text von Axel Hacke im SZ-Magazin so schön, in dem er eine Parabel über die kulturellen Unterschiede schreibt. Dieser liefe dann auch auf die Verbotsschilder hinaus ...

"Und die deutschen Raben? Diskutieren erregt ein Verbot des Nussknackens auf Straßen, weil es mit zu hoher Kohlendioxid-Emission verbunden sei und außerdem von Autoreifen zerquetschte Nüsse einen über dem Grenzwert liegenden Kautschukanteil hätten. Es sei zu erwägen, ob Nüsse nicht ausschließlich mit Hilfe von speziell geschulten Mountainbikern zerquetscht werden dürften. Schließlich legt die Bundesregierung ein Gesetz vor, das eine Helmpflicht für Nüsse knackende Raben festlegt. Dieser Entwurf scheitert aber im Bundesrat."
bembel schrieb am 26.02.2009 um 01:10
Tja die Kuckucksuhr scheint in der Tat ein Dauerbrenner zu sein, kommt bei chinesischen Gästen allerdings nicht so gut an wie offenbar in den USA ;-)
Verbotsschilder ließen sich im Kleinformat auch gut transportieren, muß ich mal im Duty-Free-Shop anregen...
Thorsten schrieb am 08.03.2009 um 14:31
Bierkrüge sind ein typisches Mitbringsel. Selbst am Sovienierstand auf dem Hamburger Rathausmarkt gibt es welche mit Hamburg Motiven und genz zu schweigen in München .
bembel schrieb am 18.03.2009 um 14:36
jo :-) die Bierkrüge in all' ihren Varianten sind auch nette Mitbringsel, schöne Weingläser übrigens auch. Ähnlich wie beim Bembel mit Gläsern bleibt ein kleines Transportrisiko ...
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