Mehr als 1600 deutschsprachige Websites mit rechtsextremistischem Inhalt
gibt es in Deutschland nach Angaben des von den Bundesländern getragenen
Netzwerks www.jugendschutz.net.
Bei einer Expertentagung in Berlin wurde auch darauf hingewiesen, dass
die Rechtsextremisten vermehrt ihren Einfluss in Videoportalen und
Social Networks geltend machen.
Bei einem Treffen von Mitgliedern des Social-Networks "wer kennt wen"
(wkw) hat sich nun die Redaktions-Gruppe "Faschismus 2.0" gegründet.
Diese Gruppe betreibt ab sofort die Website www.faschismus2.de.
Die Gruppe will vor allem dem Treiben neuer rechter populistischer
Strömungen im Web 2.0 entgegen treten und über deren Bestrebungen, die
dahinter stehenden Personen und Gruppen sowie deren Vernetzungen
informieren.
Dabei sind die Inhalte häufig nicht auf den ersten Blick als
rechtsextremistisch erkennbar, da sie sich vordergründig z.B.
mit esoterischen, wirtschaftspolitischen,sozialen aber auch
verschwörungstheoretischen Themen beschäftigen. Erst die genaue
Betrachtung der Hintergründe und der dahinter stehenden Personen und
Gruppen fördert die wahren Zusammenhänge ans Licht.
Die Website-Betreiber haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese
Zusammenhänge derÖffentlichkeit und insbesondere den Nutzern
von Social-Networks aufzuzeigen und verständlich darzustellen.
Die Gruppe plant und koordiniert auch Aktionen gegen Faschismus im Web
2.0 sowohl im Netz als auch im realen Leben. So sind auch Vorträge und
Bildungsveranstaltungen geplant. Anfragen hierzu sowie für weitere
Informationen richten Sie bitte an redaktion@faschismus2.de.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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