Benjamin Köhler

Der Augenblick

Blogbeiträge

27.06.2011 | 02:40 Benjamin Köhler

Frauen-WM & gesellschaftliche Geschlechtskonstruktionen

  Männer spielen Fussball, Frauen spielen im Playboy Während die Fussballweltmeisterschaft der Herren 2006 im eigenen Land zum großen Event und zur Kraftprobe einer ganzen Republik wurde, wird die Fussballweltmeisterschaft der Frauen 201... >> mehr
04.05.2011 | 12:04 Benjamin Köhler

Soldaten. Kämpfen, Töten und Sterben: Zur Soziologie des Krieges

In diesen Maitagen jähren sich das Kriegsende 1945 und somit ein Weltkrieg mit mehr als 50 Mio. Toten und unvorstellbaren Gewaltausbrüchen zum 66. Mal. Dabei mag immer wieder folgende Frage auftauchen: Wie können in Kriegen aus meist aufrichtige... >> mehr
27.04.2011 | 21:50 Benjamin Köhler

Zum Tod von Harold Garfinkel: Gewohnheiten ändern. Experiment Alltag

Harald Garfinkel (29.10.1917 – 21.04.2011) war ein US-amerikanischer Soziologe und gilt  als Begründer der Ethnomethodologie. Er studierte an der Harvard-Universität bei Talcott Parsons. Garfinkel interessierte sich jedoch vielmehr fü... >> mehr
05.01.2011 | 01:12 Benjamin Köhler

Vorstellung: Ein Studentisches Magazin rüstet sich fürs Web 2.0

Vor rund zwei Jahren haben Studierende unterschiedlicher Hochschulen von Rostock, Halle über Berlin bis nach Tübingen, ein Soziologiemagazin auf die Beine gestellt, in dem Hausarbeiten als Artikel frei nach dem Motto "Publizieren statt Archivieren" v... >> mehr
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Kommentare

portrait
05.04.2012 | 17:22 Benjamin Köhler
Die Thematisierung Günter Grass Reimereien führt an den Rand der Absurdität. Kritik an Israel, wie an jeden anderen Staat, jeden Menschen und jeder Sache, ist natürlich völlig in Ordnung. Die Frage ist allerdings, in welcher Logik und unter welcher Rationalität diese Kritik geäußert wird. Werden diese analysiert, werden auch ihr Kontext sowie ihre Ziele deutlich ebenso wie die Unterschiede zu beispielsweise der israelischen Linken. Grass Äußerungen bedienen sich nun ganz eindeutig einer Rationalität, welche altbackene Linke aus Zeiten des Kalten Krieges tragen, die in Israel den Feind ihrer Ikone Arafats und des Kapitalismus schlechthin sehen, und welche die antisemitische Logik ihrer Eltern noch nicht ganz verlassen haben. Ihr Ziel ist es, Israels Existenzrecht abzusprechen. Einher geht in der Debatte das Missverständnis, Dichtern immer auch eine moralische Instanz zuzuschreiben. Diese sollte Grass spätestens seit seinem zu späten Eingeständnis, SS-Angehöriger gewesen zu sein, ohnehin verspielt haben. Als Analytiker politischer Verhältnisse, auf den die Welt (und an die richtet sich Grass) zurückgreifen soll, hatte sich Grass Zeit seines Lebens auch nie hervorgetan. Traurig, dass eine israelische Regierung dazu Stellung nehmen musste und gut, dass die Tinte nun alle ist.
Kommentar zu

Antisemiten sind nur die Gegner Grass'

04.04.2012 | 20:59 Thomas Maier
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05.04.2012 | 17:22 Benjamin Köhler
Die Thematisierung Günter Grass Reimereien führt an den Rand der Absurdität. Kritik an Israel, wie an jeden anderen Staat, jeden Menschen und jeder Sache, ist natürlich völlig in Ordnung. Die Frage ist allerdings, in welcher Logik und unter welcher Rationalität diese Kritik geäußert wird. Werden diese analysiert, werden auch ihr Kontext sowie ihre Ziele deutlich ebenso wie die Unterschiede zu beispielsweise der israelischen Linken. Grass Äußerungen bedienen sich nun ganz eindeutig einer Rationalität, welche altbackene Linke aus Zeiten des Kalten Krieges tragen, die in Israel den Feind ihrer Ikone Arafats und des Kapitalismus schlechthin sehen, und welche die antisemitische Logik ihrer Eltern noch nicht ganz verlassen haben. Ihr Ziel ist es, Israels Existenzrecht abzusprechen. Einher geht in der Debatte das Missverständnis, Dichtern immer auch eine moralische Instanz zuzuschreiben. Diese sollte Grass spätestens seit seinem zu späten Eingeständnis, SS-Angehöriger gewesen zu sein, ohnehin verspielt haben. Als Analytiker politischer Verhältnisse, auf den die Welt (und an die richtet sich Grass) zurückgreifen soll, hatte sich Grass Zeit seines Lebens auch nie hervorgetan. Traurig, dass eine israelische Regierung dazu Stellung nehmen musste und gut, dass die Tinte nun alle ist.
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Günter Grass als Mephisto

Kultur | 05.04.2012 | 15:05 Michael Angele
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05.04.2012 | 17:15 Benjamin Köhler
Die Thematisierung Günter Grass Reimereien führen an den Rand der Absurdität. Kritik an Israel, wie an jeden anderen Staat, jeden Menschen und jeder Sache, ist natürlich völlig in Ordnung. Die Frage ist allerdings, in welcher Logik, unter welcher Rationalität diese Kritik geäußert wird. Wird diese analysiert, werden auch ihr Kontext sowie ihre Ziele deutlich. Grass Äußerungen bedienen sich nun ganz eindeutig einer Rationalität, welche altbackene Linke aus Zeiten des Kalten Krieges tragen, die in Israel den Feind ihrer Ikone Arafats und des Kapitalismus schlechthin sehen, und welche die antisemitische Logik ihrer Eltern noch nicht ganz verlassen haben. Ihr Ziel ist es, Israels Existenzrecht abzusprechen. Einher geht in der Debatte das Missverständnis, Dichtern immer auch eine moralische Instanz zuzuschreiben. Diese sollte Grass spätestens seit seinem zu späten Eingeständnis, SS-Angehöriger gewesen zu sein, ohnehin verspielt haben. Als Analytiker politischer Verhältnisse, auf den die Welt (und an die richtet sich Grass) zurückgreifen soll, hatte sich Grass Zeit seines Lebens auch nie hervorgetan. Traurig, dass eine israelische Regierung dazu Stellung nehmen musste und gut, dass die Tinte nun alle ist.
Benjamin Köhler
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Frank R hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

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Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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