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Ah, schön. Ich habe bisher nur diese vernichtende Kritik in der FAS gelesen und mich damit getröstet, daß Claudius Seidl sowieso nicht immer versteht worum es in den Filmen geht die er rezensiert
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Deutschland 09 kostet Nerven und Aufmerksamkeit lohnt sich aber insgesamt. Ein wildes Sammelsurium z.T. auch zur Lage der der Nation ... Schocking: "Die Gefährder"-Geschichte ist wirklich authentisch, davon konnte ich mich im gespräch mit Herrn Holm überzeugen ...
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Ja, diese Geschichte habe ich auch verfolgt. Ihre Bearbeitung scheint der bürgerlichen Presse aber nicht zu schmecken, og. Seidel schreibt:
Auf derselben Pressekonferenz kritisierte Hans Weingartner die Medien dafür, dass sie gar nicht erkannt hätten, was für ein Skandal der Fall des Soziologen Andrej Holm sei, jenes Mannes, der elf Monate lang überwacht und dann, als vermeintlicher Chefideologe der „Militanten Gruppe“, verhaftet wurde, bloß weil in seinen Texten dieselben Stichworte vorkamen wie in den Bekennerschreiben jener Gruppe. Dazu muss man sagen, dass der Fall Andrej Holm ein Skandal war. Und dass genau das auch in den Zeitungen stand. Weingartner, in seinem Beitrag „Gefährder“, fiktionalisiert die Figur, was ihm die Freiheit gibt, auch diesen Mann viel glatter, netter und ganz frei von Widersprüchen erscheinen zu lassen. Und dazu erfindet er ein paar Dunkelmänner, die sich, während das Holm-Double in Haft sitzt, noch fiesere und effizientere Methoden der Überwachung ausdenken, was diesem Film endgültig jede dokumentarische Beglaubigung raubt; „Gefährder“ ist nur das Dokument der Paranoia seines Regisseurs. Laut Suchfunktion der FAZ kommt "Andrej Holm" genau einmal vor: in der Rezension, die behauptet, der Skandal wäre ja in der Zeitung gestanden! Unglaublich. |
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In Taz und Spiegel steht darüber irgendwas von Paranoia-Ideen Weingartners oder so...einfach abgründig schlecht.
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@odradek: Obwohl ich Weingartner kennengelernt habe, mag ich nicht beurteilen, ob er paranoid ist. Das wäre sowieso irrelevant, weil wir ja schon lange nicht mehr Kunst und Künstler verwechseln ...
Aber ja, er fiktionalisiert, nicht nur wie jede Kunst, sondern zwangsläufig sehr stark, da Dunkelmänner nun mal lieber im Dunkeln bleiben. Ob es zweckmäßig sein mag, die fiktional Beleuchteten wie Stasi-Funktionäre reden zu lassen? Um uns aufzuschrecken? Um uns einem quasi invariablen Ungeist vor Augen zu führen, der in all dem irgendwie wirkt und sich verschiedentlich eine Bahn bricht? Da scheint mir doch die Verwirrung zu liegen, die Weingartner stiften möchte. Im übrigen, das Ganze ist im Zweifel auch PR für die andauernden Bemühungen von Holm, die Dunkel- und Hintermännern juristisch zu beleuchten, was auch interessant werden könnte ... |
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Die Kritiken waren bisher durchweg von SZ, T'AZ, Spiegel, FAZ alle schlecht...
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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