berlinale

Abspann

06.02.2009 | 07:54

Fernsehen. Live

Das Schöne am Festival in einer Stadt, in der man wohnt oder sich auch nur gerade aufhält, sind die Stars zum Anfassen. Einmal Natalie Portman sehen. Oder Scarlett Johansson. Deswegen steht am Seiteneingang des Hyatt-Hotels, in dem die Pressekonferenzen stattfinden, kontinuierlich eine Traube aus konkurrierenden Star-Spottern: ehrliche Fans und professionelle Fotografen. Es gibt auch noch etwas dazwischen: neugierige Passanten. Nicht immer ist leicht zu entscheiden, wessen Rechte bedeutender sind – die der Fans oder die der Bildermacher, die letztlich den Fans, die nicht in Berlin sein können, den Blick auf die Stars gestatten. Bei der Ankunft von Clive Owen, Armin Mueller-Stahl und Tom Tykwer vom Eröffnungsfilm The International drängelte jedenfalls eine professionelle Digitalkamerafrau vom ZDF eine interessierte Passantin aus dem Blickfeld auf die Genannten mit dem Argument: "Sie wollen das doch auch im Fernsehen sehen." Kann man drüber streiten. Tat die Passantin allerdings nicht.
 
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Kommentare
bembel schrieb am 06.02.2009 um 22:50
Das Drängeln ist ja auch unter den "professionellen" Bilderjägern üblich, doch selbst da gibt es immer noch welche, die den kleinen Rest an Anstand nicht aufbringen und sich hemmungs- und rücksichtslos vor die lange wartenden Kollegen drängeln und ihre ach so tollen Aufnahmen sind dann trotzdem nirgends zu sehen, weder im ZDF oder bei Pro7 oder irgendeinem Magazin...
EtienneRheindahlen schrieb am 07.02.2009 um 21:49
Sooo professionell kann die Kollegin vom ZDF aber nicht agiert haben. Denn dann hätte ihr Ton-Assi ihr den Weg behutsam bahnen können. Das geht nämlich ganz gut, weil bei entsprechend normaler Ansprache Passanten auch kooperativ reagieren.
Bei ganz guten Teams macht das der/die ReporterIn, der/die sowieso immer bei der Kamera zu sein hat. Im übrigen zeugt derlei Medien-vs.-Spotter-Wooling von einer nicht wirklich professionellen Organisation der Veranstalter. Bei i.d.R. etwas medienrelevanteren Events (Academy Awards etc.) sind separate Bewegungsbereiche für Fotografen und EB-Teams ausgewiesen - darüber hinaus wird an neuralgisch-engen Bereichen Pool-Material produziert und unentgeltlich den akkreditierten Medienvertretern zur Verfügung gestellt.
Glaubt man aber dem aktuellen Bericht von Wolfgang Höbel (SPIEGEL http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,606191,00.html ), dann beschränkt sich die Professionalität der "Berlinale"-Medienbetreuer eher auf arrogant-unfreundliche Überheblichkeit.
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